Vorlesungsverzeichnis Sommer 2023

Modul 1: Einführung in die Medienkulturwissenschaft

Einführung in die Medienkulturwissenschaft 2: Medienkulturgeschichte
Die Vorlesung führt als Ringvorlesung umfassend in die Medienkulturgeschichte ein. Ihre Grundlage sind die Artikel des Historischen Wörterbuchs des Mediengebrauchs, das auf 3 Bände angelegt ist und vom Studiengang aus konzipiert wurde.
Dozent
Termin
Mo 16-18 Uhr
Ort
Neues Palais, 9.1.02
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
90
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens A
Das Seminar führt ein in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Schreibens, Argumentierens: Über theoretische Lektüren und praktische Übungen nähern wir uns den wichtigsten Formen kulturwissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens (Texte lesen, Vorträge halten, Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Texte schreiben).
Dozenten
Termin
Mittwoch, 12-14 Uhr c.t.
Ort
NP 8.0.64
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW 2. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat:
schriftliche Einreichung eines Prüfungsthemas für die Modulabschlussprüfung im Modul 1
(Titel + Abstract, max. 1/2 Seite)
Deadline: 19.7.
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens B
Das Seminar führt ein in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Schreibens, Argumentierens: Über theoretische Lektüren und praktische Übungen nähern wir uns den wichtigsten Formen kulturwissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens (Texte lesen, Vorträge halten, Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Texte schreiben).
Dozenten
Termin
Mittwoch, 12-14 Uhr c.t.
Ort
NP 8.0.64
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW 2. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat:
schriftliche Einreichung eines Prüfungsthemas für die Modulabschlussprüfung im Modul 1
(Titel + Abstract, max. 1/2 Seite)

Modul 3: Medienrecht und Kulturökonomie

Darf man das heute überhaupt noch sagen? (Seminar zum Medienrecht)
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt. Diese in Artikel 5 grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit ist Basis der sogenannten Kommunikationsgrundrechte. Aber wie weit reicht diese Freiheit wirklich? Was geschieht, wenn eine Meinungsäußerung das Persönlichkeitsrecht oder auch den Glauben anderer berührt? Darf Satire wirklich alles? Ist die sog. "Cancel Culture" eine Gefahr für die Meinungsfreiheit? Führen Algorithmen im Netz zu einer neuen Form der Zensur? Und dürfen sich "Klima-Aktivisten" auf Straßen festkleben? Diese und weitere Fragen werden wir im Rahmen von Referaten und Diskussionen erörtern. Dabei werden wir uns nicht auf das deutsche Recht beschränken, sondern auch einen Blick auf den Stand der Meinungs- und Medienfreiheit in anderen Staaten werfen.
Dozent
Termin
Dienstags 14:00 - 16:00 Uhr
Ort
FH D 103
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar schließt an die Vorlesung zum Urheber-, Design- und Medienrecht an und setzt eine erfolgreiche Teilnahme an dieser Vorlesung in einem der vorhergehenden Semester voraus.

Testat: Referat (10 Minuten)
Urheber-, Design- und Medienrecht im europäischen Kontext (Vorlesung mit integrierter Übung)
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts im deutschen und im europäischen Kontext. Dazu gehören u.a. die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen einer integrierten Übung werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.
Dozent
Termin
Dienstags 10:00 - 13:00 Uhr
Ort
FH
SWS
3
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
3
Zielgruppe
empfohlen für BA 1. oder 2. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung
90
Zusätzliche Informationen
Abschluss: Klausur
Projektbörse / Medienwissenschaft und Plurale Ökonomik
Das Projektseminar betrachtet medienwissenschaftliche Handlungsfelder mit Blick auf aktuelle Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte und -theorie. Hinzu kommen neue akademische Teilhabe-Konzepte wie das der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz, die betrachtet werden. Im ersten Teil des Seminars wird es eine "Projektbörse" mit Themen- und Konzeptvorschlägen geben. Ziel ist die Entwicklung (selbst-)orientierender Doku- oder Erklärformate zum Themenbereich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft ökonomischen Handelns.
Dozent
Termin
Do 12-16
Ort
Neues Palais Haus 1.22.0.38
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projektseminar
Leistungspunkte
5
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Testat: 15minütige Präsentation der Projektkonzeption
Projekt Europa
Dozenten
Termin
Projektwoche Bröllin (+ zwei Vorbereitungstermine)
Ort
Bröllin
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar (Kulturökonomie M3)
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar findet im Rahmen der Projektwoche in Bröllin statt. Es ist in Modul 3 als Seminar für 'Kulturökonomie' anzurechnen.

Testat: Sitzungsprotokoll 1-2 Seiten

Die Teilnehmenden werden das Thema "Europa" in Teams von 1-3 Personen medial inszenieren (z.B. Video, Podcast, Ausstellungskonzept, Broschüre). Die abschließende Präsentation der Ergebnisse findet in Bröllin statt. Bei einem Vorbereitungstermin werden wir die Einzelheiten der Veranstaltung, das konkrete Vorgehen sowie die Zusammensetzung der Teams näher besprechen. Den Termin hierfür werden wir zu Beginn des Semesters bekannt geben.

Modul 4: Europäische Kulturgeschichte und Medienkulturgeschichte

Reportage: Schreibwerkstatt
Unter dem Oberthema „Alltag“ wollen wir uns lesend und schreibend dem Genre Textreportage nähern. Wir werden historische, ästhetische und praktische Fragen und Aspekte rund um die Reportage beleuchten. Natürlich lesen wir aktuelle und historische Beispiele (von Marie-Luise Scherer über Egon Erwin Kisch bis hin zu Claas Relotius), machen uns aber auch selbst ans Werk!
Dozenten
Termin
Do 14-16 Uhr
Ort
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Schreibübung (Umfang ca. 3 Seiten)
Der grüne Fürst und die Medien
Hermann von Pückler-Muskau, seines Zeichens Fürst und Landschaftsgärtner, außerdem Reisender, Autor und passionierter Herzensbrecher, passt in keine Schublade. Er galt seiner Zeit nicht nur als einer der bekanntesten Landschaftsgärtner (dem wir nicht nur die Parks in Branitz und Muskau, sondern auch den Park am Schloss Babelsberg zu verdanken haben), sondern auch als bedeutsamer Reiseschriftsteller. Doch seine Bücher sind keine Forschungsberichte, wie die von Alexander von Humboldt, keine romantischen Reiseromane, wie die von Laurence Sterne, keine Reiseführer, wie die von Karl Baedeker, und keine Abenteuerromane, wie sie am Ende des 19. Jahrhunderts Karl May verfassen wird. Er fällt aus jedem Vergleich heraus und galt der Wissenschaft lange als Dilettant. Beließe man es dabei, bliebe nicht mehr als ein unterschätzter Adliger, blühende Landschaften und gefrorenes Dessert.


Das Seminar möchte den vermeintlichen preußischen Taugenichts als Weltbürger und Medienmenschen betrachten. Schon Pücklers Lebensdaten (1785 bis 1871) spiegeln ziemlich genau das medienhistorische 19. Jahrhundert wider. Als er 85-jährig stirbt, ist nichts mehr wie es war. Neben einer Verortung Pücklers in der Kultur- und Mediengeschichte der Zeit werden seine Reisebriefe analysiert und mit der Reise- und Verkehrsgeschichte des 19. Jahrhunderts kurzgeschlossen. Es geht aber auch um den Medienprofi Pückler. Als Kenner der zeitgenössischen Tagespresse sorgt er regelmäßig für Skandale. Immer wieder findet man seinen Namen in den Klatschspalten der Zeitungen. Auch berühmte Autoren, wie Immermann (Münchhausen), Dickens (Pickwicker), E.T.A. Hoffmann (Nachtstücke) nehmen ihn in ihre Werke auf. Zudem nennt er eine 'Kopiermaschine' sein Eigen. Mit ihr und mit dem Auftrag, dass sofort nach seinem Ableben eine Biografie zu verfassen sei, sorgt er für seinen Nachruhm. Von kaum einer anderen Persönlichkeit ist so viel Schriftliches überliefert wie von Pückler.
Dozent
Termin
Mo 10-12
Ort
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Im Rahmen des Seminars wird eine Exkursion stattfinden (entweder in den Pückler-Park Bad Muskau oder in den Pückler-Park in Branitz). Die Teilnahme daran ist obligatorisch. Für die Exkursion kommen (geringe) Zusatzkosten (Eintrittsgelder und ggf. anteilige Kosten für eine Führung) auf Sie zu (ca. 8-10 Euro pro Person).


Testat: 10-minütiges Referat
Hexe! Eine Kultur- und Mediengeschichte der Verfolgung
Dieses Seminar widmet sich der Kulturgeschichte der Hexenverfolgung und der Rolle, die Medien darin gespielt haben und spielen. Beginnend mit den europäischen Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit, für die das Entstehen von Verschwörungstheorien und die Verbreitung des Konzepts "Hexe" mit Hilfe von Druckerzeugnissen in Bild und Text wesentlich war, werfen wir den Blick auf weitere Momente in der Geschichte, in denen bestimmte Gruppen aufgrund einer unterstellten Schadensabsicht als Bedrohung wahrgenommen wurden und infolgedessen Verfolgung und Gewalt erfuhren und erfahren. Die in der Lehrveranstaltung untersuchten Beispiele reichen vom nationalsozialistischen Deutschland über die Paranoia im Kalten Krieg, die „Satanic Panic“ der 1990er, Queer- & Transphobie, aktuelle Hexenverfolgungen in Afrika und Asien zu digital gestützten Phänomenen wie Cyber-Bullying, Doxing und Shitstorms.
Im Fokus steht die Erzeugung, Speicherung und Verbreitung von Wissen über "Hexen" bzw. andere Verfolgte in und durch Medien, wie Musik, Sprache, Bücher, Presseerzeugnisse, Bilder, Rundfunk, Fernsehen oder Internet. Diese dienen dabei oft nicht nur den Interessen der Verfolgenden, sondern werden auch zu Instrumenten der Ermächtigung und des Widerstands der Verfolgten.

Das detaillierte Programm der Lehrveranstaltung wird in der ersten Sitzung vorgestellt und über die Lernplattform Moodle zugänglich sein.
Dozent
Termin
Donnerstag, 12-14 Uhr c.t.
Ort
8.0.59
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
BA-Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-Studierende ab 3. FS
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Vorausgesetzt wird die regelmäßige Teilnahme inkl. Lektüre der Seminartexte und Beteiligung an der Diskussion im Seminar. Ebenfalls vorausgesetzt wird die Bereitschaft, wissenschaftliche Texte in englischer Sprache zu lesen.

Testat:
Referat zu einer selbstgewählten Fallstudie aus Geschichte oder Fiktion (15 Min)

Modul 5: Medienkunst

Kunst mit und durch Medien
Der Kurs befasst sich mit den multimedialen, zeitbezogenen, prozessorientierten und apparativen Zusammenhängen von Medienkunst und mit den künstlerischen Praktiken der Gegenwartskunst. Ziel des Kurses ist es, das Verständnis für historische und aktuelle Bezüge der künstlerischen Arbeit mit und durch Medien zu fördern und deren Zusammenhänge zu begreifen. Hierfür werden Werke exemplarisch in den jeweiligen Kontexten behandelt, ausgewählte Texte zur Kunst- und Medientheorie bearbeitet sowie Ausstellungsbesuche durchgeführt.
Dozent
Termin
Mi 10 -12 Uhr
Ort
FHP D-116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (10 – 15 min).
Geschichte Ausstellen - Exkursion nach Brüssel
Die Exkursion führt uns nach Brüssel, wo wir uns mit dem Thema Geschichte ausstellen aus postkolonialer Perspektive anhand von Museumsbesuchen und Stadtrundgängen befassen. Themen sind Fragen, wie ein kritisches Ausstellen kolonialer Geschichte in imperialen Institutionen überhaupt gelingen kann, verzahnt mit Institutionskritik und einer Detailanalyse von konkreten Ausstellungssituationen vor Ort (Sockel, Vitrine, Beleuchtung, Beschriftung) und den Vermittlungsversuchen der Institutionen durch Rahmenprogramme. Wir besuchen das Königliche Museum für Zentralafrika, das Königliche Museum der schönen Künste, das Naturkundemuseum, aber auch das Europäische Parlament und das Haus der europäischen Geschichte. Daneben ist auch Zeit für eigene Erkundungen. Während der Exkursion nutzen wir Schreibübungen und Skizzen als Methode, um unsere Gedanken zu sichern. Die Grundfrage lautet: Lassen sich Museen dekolonialisieren?
Dozenten
Termin
KW 19 (8-13.05.2023)
Ort
Potsdam, FH oder NP
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar oder Exkursion
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat vor Ort zu einem Ausstellungsaspekt oder Objekt (Architektur, Skulptur etc.) (15 min)

Unterbringung: Jugendherberge, Anreise ist gemeinsam mit dem Zug. Unterkunft und Zugfahrt wird von uns organisiert, Kosten für Unterkunft und Zug ca. 250 - 300 € (bei ca. 50 € Zuschuss von der Universität Potsdam)

Wer sich für die Exkursion anmeldet, muss die gesamte Zeit dabei sein, bzw. wir können aus organisatorischen Gründen keine Kosten rückerstatten für Nächte / Zugfahrt.

Anfang des Semesters wird es eine Vorbesprechung auf Zoom am Montag, 24.4. um 18 Uhr geben.

Reisedaten:
Hin: 8.5. 9:36 Abfahrt, 17:34 Ankunft
Rück: 13.5. 12:19 Abfahrt, 19:09 Ankunft
Europäische Mediengeschichte provinzialisieren? Post- und dekoloniale Perspektiven auf Europa
Dozent
Termin
Donnerstag 10-12 Uhr
Ort
Neues Palais
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: mündliches Input (10 min)
Rebellische junge Frauen – zum medialen Einsatz einer ambivalenten Figur
Seit längerer Zeit ist die Figur des rebellischen Mädchens bzw. der rebellischen jungen Frau äußerst gegenwärtig: Klimaktivist*innen, Filmemacher*innen, Filmprotagonist*innern, Musiker*innen, Sänger*innen, u.a.m. 1999 erschien der Text »Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens« von Tiqqun, einem anonymen Autor*innenkollektiv. Die Schreibweise Junge-Mädchen verweist auf eine Kippfigur des Mädchens, wie sie auch bei Donna Haraway mit ihrer Cyborg, die kein Mädchen ist, Anfang der 1990er schon eingeführt worden war.
Im SE sollen Film- und Literatur-Beispiele sowie theoretische Zugänge zu diesem medialen Phänomen diskutiert werden.
Dozent
Termin
Montag, 14 bis 16Uhr
Ort
ZeM
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
SE
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Protokoll einer SE-Sitzung (2 Seiten)
Worldbuilding: Medien, Modelle, Simulation
Klima, Weltraum, Wirtschaft, Medizin – in vielen Wissensgebieten werden Modelle und Simulationen eingesetzt, um Prognosen über die Zukunft zu treffen, oder unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Modelle helfen beim Verstehen und der Wissensproduktion, indem sie komplexe Zusammenhänge reduktiv darstellen und selektiv vereinfachen.
Modelle können zum Handeln oder Denken anregen, und bestimmte Aspekte der Welt ‚im Kleinen‘ repräsentieren und simulieren. Selbstverständlich haben auch die Künste, allen voran Architektur und Design, eine lange Geschichte der Arbeit mit Modellen. Durch den Einsatz von 3D-Scans und Virtual Reality können mittlerweile auch noch nicht oder niemals gebaute Gebäude simuliert werden.

Medien, Modelle und Simulation dienen ebenso im weit gefassten Feld der Medienkunst dazu, etwas durchzuspielen und beispielsweise die Aufmerksamkeit auf bessere, mögliche Welten zu lenken. Künstler*innen demonstrieren mit Fiktionen und Entwürfen auch Kritik an vorgefundenen, bekannten Modellen.
So spielt die medienkünstlerische Positionen von Alice Bucknell mit ihrer artifiziellen „Swamp City“ mit dem Gegenentwurf zu dem Mythos der „Smart City“. Andere, wie beispielsweise Forensic Architecture, rekonstruieren mit Hilfe von digitalen Modellen, reale Geschehnisse, und bewegen sich zwischen Kunst, Aktivismus und dem Juridischen.
Die Zeitlichkeiten von Modellen und Simulationen können, sowohl auf das Zukünftige, möglicherweise zu Realisierende verweisen, wie auch auf das im Nachhinein Rekonstruierende, um damit Beweise oder Argumente für einen möglichen Ablauf von Ereignissen zu schaffen.
Zu den Fragen, mit denen wir uns neben der spezifischen Im-/Materialiät von medialisierten Modellen und ihren Einsätzen beschäftigen, gehören auch: Wie kann man mit und anhand von Modellen und Simulationen kreativ und produktiv arbeiten, und dennoch ihre Machtasymmetrien kritisieren?
Dozent
Termin
Mittwochs 16.30-18 Uhr, wöchentlich
Ort
Haus 8. Raum .59, Campus am neuen Palais
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
BA-Seminar
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Verfassen eines Referat (mündlich), Umfang 10 min
"The Right To Have Rights“ - Videokunst im Kontext aktueller politischer Diskurse
Hannah Arendt hat sich vor allem in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ kritisch mit dem zeitgenössischen Verständnis der Menschenrechte auseinandergesetzt. Um Rechte zu haben, so Hannah Arendt, muss der Mensch mehr sein als nur ein Mensch, nämlich ein Mitglied einer politischen Gemeinschaft, denn nur als ein solches Mitglied kann ein Mensch einklagbare Rechte auf Bildung, Arbeit, Wahlen, Gesundheitsfürsorge, Kultur (usw.) genießen.

Das Seminar wird sich mit Videokunst beschäftigen (u.a. mit Arbeiten von Halil Altindere, Mona Hatoum, Hito Steyerl, Yael Bartana) und der Frage nachgehen, wie diese Arbeiten mit verschiedensten künstlerischen Strategien versuchen, aktuelle politische Diskurse zu erweitern. Im Zentrum stehen Fragen nach dokumentarischer Ästhetik, Zeugenschaft und politischer Performativität als Aspekte eines aktuellen Medienarchivs.

Ausgangspunkt des Seminars ist die Sammlung des Videoforums beim Neuen Berliner Kunstverein – u.a. auch mit seiner Sammlung feministischer Videokunst, sowie die aktuelle Ausstellung von Sung Tieu "No Jobs, No Country" im nbk Showroom.

„1971 auf Initiative von Künstler*innen und Kulturproduzent*innen gegründet, ist das Video-Forum mit 1.700 Werken internationaler Videokunst die älteste und größte Videokunstsammlung in Deutschland.“
Dozent
Termin
mittwochs, 14-18 Uhr (19.4., 26.4., 3.5., 10.5., 17.5., 24.5., 31.5., 7.6.)
Ort
t.b.a. (nach Anmeldung zum Seminar)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar wird zum Teil in den Räumen des Videoforums stattfinden (Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestrasse 128 / 129, Berlin). Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt.
Testat: Referat (10 Minuten).

Modul 6: Theorien, Formen und Geschichten des Wissens

Critical Introduction to Climate Change Communication
Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt. Sie wird gemeinsam für die BA-EMW-Studierenden und die Studierenden des neuen internationalen Studiengang "Science Climate, Earth, Water, Sustainablity" (CLEWS) veranstaltet.

How can we inform about climate change? How to talk about climate change in a way that makes a difference? This seminar will cover the basics of climate change and science communication, taking a broad view of the topic. For by now it has become clear that there is no easy path from science to action, from numbers to people's minds. Narratives, images and metaphors, different media formats from press releases to films to climate games, show the diversity that already exists in communication. Yet the seminar also takes international perspectives, asks about the emotions that prevent communication, and highlights the importance of climate justice.
Dozent
Termin
montags 12-14 Uhr
Ort
Neues Palais, Raum 1.08.0.59
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
The seminar requires regular readings in preparation for the sessions. All participants need to to prepare a short paper (2-3 pages = Testat for 2 CP).
Computerspielsammlung - Spiele sammeln und Spiele analysieren
Das DIGAREC - Zentrum für Computerspielforschung sammelt seit seinem bestehen Computerspiele um sie als Kulturgut der Nachwelt zu erhalten und der Lehre und Forschung zugänglich zu machen. Die Teilnehmer*innen dieses Seminars erhalten Einblicke in verschiedene Teile der Sammlungsarbeit und bringen sich selbst in die Computerspielesammlung ein.

Nachdem die Pandemie die Arbeit in der Computerspielesammlung lange Zeit unmöglich gemacht hat, wagen wir den Relaunch des Konzeptes Computerspielsammlung! Neben der Sammlungs- und Katalogisierungsarbeit stehen Theoriearbeit zum Kategoriensystem, Öffentlichkeitsarbeit sowie ggf. Ausflüge zu Partnerinstitutionen auf dem Programm. Unter anderem werden im Rahmen der Sammlungsarbeit potentielle Kategoriensysteme für Computerspiele erarbeitet und getestet, Kooperationen mit der Computerspielindustrie etabliert und gefestigt, Möglichkeiten einer Mediathek und eines Gamelab konzipiert und natürlich eine Plattform geboten, sich experimentell dem Thema Computerspiel zuzuwenden.

Hier wird die Arbeit fortgesetzt, die Studierende im Wintersemester 2007/08 begonnen haben und ohne die es diese Sammlung nicht gäbe.

Die erste Sitzung ist am Donnerstag 20.04.2023, 16:00 Uhr in Raum 1.22.0.38.

Das DIGAREC Büro, Haus 22, Raum 017.

Zur Sammlung: Es gibt im Zentrum für Computerspielforschung (DIGAREC) knapp 10.000 klassische und aktuelle Computerspiele für fast alle gängigen Plattformen. Die sollen nicht nur herumliegen und einstauben, sondern der Forschung und Lehre zugänglich gemacht werden. Mittlerweile ist die Computerspielsammlung Teil der Internationalen Computerspielsammlung (ICS) und kooperiert dort unter anderem mit dem Computerspielmuseum Berlin, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, der Stiftung Digitale Spielkultur sowie dem game - Verband der deutschen Gamesbranche. Siehe http://www.digarec.org/projekte/cgc/.

Testat: 10-minütiges Referat
Dozent
Termin
Do 16:00-18:00
Ort
1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
B.A.
Teilnehmerbegrenzung
25
Einführung in die Datenvisualisierungskritik
Daten besitzen keine Form. So ist es vor allem die mediale Vermittlung von Daten, die eine ganz entscheidende Rolle spielt. Denn erst durch ihre Verfügbarmachung werden Daten für eine menschliche Betrachtung adressierbar. Vielmehr noch legitimiert oftmals die Darstellung der Daten die Beschäftigung mit ihnen, denn dadurch soll sichtbar werden was wirklich an Erkenntniswert in den Daten steckt. Daten und Visualisierung eint also ein starkes Abhängigkeitsverhältnis, welches im Zentrum dieses Seminars stehen soll.

Im Kurs werden die grundsätzlichen Bedingungen und Limitierung der Kulturtechnik Datenvisualisierung erarbeitet und in medienreflexiven Übungen erprobt. Ziel des Kurses ist es ein Verständnis von Visualisierungen zu vermitteln, welches sich von der reinen Datenrepräsentation löst und einen Ansatz sucht, der die folgenreichen Gestaltungsentscheidungen auf dem Weg zum Datenbild sichtbar werden lässt. Dazu werden Lektüre von wissenschaftlichen Perspektiven, das kritische Lesen von Datenbildern und das medienreflexive Gestalten von Datenmaterial miteinander kombiniert.
Dozent
Termin
Mo, 14-16 Uhr
Ort
FHP, Haus D, Raum 116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (10 Minuten)
Achtung! Musik (Bild Ton Film)
Die Darstellungsformen Bild und Ton sind an unterschiedliche Formen des Vermittelns gebunden und haben eigene Traditionen ausgebildet. Der in den späten 1920er Jahren sich vollziehende Übergang von dem, was rückblickend „Stummfilm“ genannt worden ist, zu dem was dagegen als „Tonfilm“ abgesetzt wurde, wirft darum spannende Fragen von Medialität auf: Bild und Ton werden in einer dritten Darstellungsform, dem Tonfilm, in Kombination gebracht. Für diese Fragen des Zusammenspielens diverser medialer Eigenschaften ist das einst populäre Genre der Tonfilm-Operette bzw. der musikalischen Komödie von großer Bedeutung. Ihr widmet sich diese Blockveranstaltung, die in Kooperation mit dem Bundesarchiv und CineGraph (in Zusammenhang mit der Produktion des Teasers & Trailers "CineFest 2023") durchgeführt wird.
Dozent
Termin
11. – 14. Mai 2023
Ort
Bundesarchiv & Deutsches Historisches Museum
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 ECTS
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Protokoll (1–2 Seiten)

Modul 7: Mediale Inszenierungsformen

Filmzensur und Kalter Krieg. Ostdeutsches und osteuropäisches Kino im Fokus
Das Seminar fokussiert auf osteuropäische und ostdeutsche Filmproduktion in Zeiten des Kalten Krieges, zieht aber auch Vergleich zum zeitgenössischen Kino der BRD, um ästhetische und politische Unterschiede in den Inszenierungsformen zu analysieren. Im Fokus stehen außerdem die Zensur und ihre unterschiedlichen Ausformungen in Ost und West: von klaren staatlichen Reglements, über ökonomisch und ästhetisch argumentierenden aber ideologisch begründeten Einschnitten der Produktionsfirmen und Auftraggeber zur Selbstzensur der Filmemacher*innen und nachträglichen „Korrekturen“ importierter Filme durch Synchronisationen. Das zu sichtende Filmprogramm schließt Klassiker wie Werke weniger bekannter Regisseur*innen ein und ermöglicht eine Studie unterschiedlicher künstlerischer Strategien und Inszenierungsformen: von Propagandafilmen über erfolgreiche Zensurvermeidung durch Mehrdeutigkeiten und Allegorien zu unabhängigen (und damals verbotenen) kleinen Produktionen.
Dozent
Termin
Mittwoch, 16:15-17:45
Ort
FHP, Haus D, Raum 116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (10 Minuten)
Fragile Landschaften in Computerspielen - In-Game Photography als Mittel der ökologischen Computerspielanalyse
Die Folgen des Klimawandels werden zunehmend spür- und sichtbar. Vor allem in Brandenburg erreichen uns regelmäßig Nachrichten von Dürren und Waldbränden, die uns die Fragilität der brandenburgischen Landschaften und Wälder vor Augen führen. Im Angesicht dieser realen Katastrophen bieten uns Computerspiele die Möglichkeit – so die landläufige Meinung – der Realität zu entfliehen und uns wirklichkeitsfernen Utopien und Dystopien hinzugeben. Doch ist dies tatsächlich der Fall? Oder – und das ist die leitende Frage dieses Seminars – können wir vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verschmelzung von realen und virtuellen Welten Spuren des Klimawandels auch in Computerspielen finden? Dieser Frage werden wir in diesem Seminar mithilfe der In-Game Fotografie nachspüren. Das Ziel ist es ein kleines computerspielfotografisches Projekt zu realisieren, das ggf. im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt wird (muss noch bestätigt werden). Zu Beginn des Seminars beschäftigen wir uns mit bestehender Forschung zu Green Game Studies, Environmental Humanities und der In-Game Photography bevor wir uns im Verlauf des Seminars zunehmend mit unseren computerspielfotografischen Projekten befassen.
Das Seminar findet in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte statt. Wir nutzen das Studio des Hauses für die Seminarsitzungen und werden dort auch unserer Bilder ausstellen.

Testat: 10-minütiges Referat
Dozent
Termin
Do 10:00-12:00
Ort
1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
B.A.
Teilnehmerbegrenzung
25
Mediale Inszenierungen des Unheimlichen von der Phantasmagorie zum Horrorfilm
Mediale Übertragungen markieren paradoxe Kippmomente, in denen die Anwesenheit von Abwesendem suggeriert wird und sind damit schon immer unheimlich. Einerseits bedingen Reproduktionsmedien wie Film, Phono- oder Photographie Effekte analog zu gängigen Gespenstervorstellungen, wenn längst Verstorbene (z.B. Schauspieler vergangener Zeiten) als zur ewigen Wiederholung verdammte Doppelgänger zurückkehren. Andererseits produzieren technische ebenso wie spiritistische Medien konkrete Gespenster jenseits literarischer oder filmischer Fiktionalität: Erstere im Gebrauch entsprechenden Geräts zur Herstellung (oder Sichtbarmachung) von Tonbandstimmen und Geisterbildern, letzere indem sie (vermeintlich) Kommunikation mit Verstorbenen erfahrbar machen.
Während im ersten Teil der Veranstaltung die Gothic Novel bzw. Schauergeschichte ebenso eine Rolle spielen wie Robertsons Phantasmagorie oder der ab Mitte des 19. Jh. aufkommende Spiritismus, der das Medium in seiner heute beinahe in Vergessenheit geratenen Bedeutung versteht, befassen wir uns in der zweiten Semesterhälfte mit der Inszenierung des Unheimlichen im Film: Insbesondere, aber nicht ausschließlich im Horror- und Gothic-Film stellen Telefone Kontakt zu anderen Welten her, Tonbandaufnahmen beschwören Dämonen herauf oder machen Geisterstimmen hörbar, Gespenster kriechen aus Fernsehgeräten oder treiben Menschen via Internet in den Suizid.

Das detaillierte Programm der Lehrveranstaltung wird in der ersten Sitzung vorgestellt und über die Lernplattform Moodle zugänglich sein.
Dozent
Termin
Donnerstag, 16-18 Uhr c.t.
Ort
9.2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
BA-Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-Studierende ab 3. FS
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Vorausgesetzt wird die regelmäßige Teilnahme inkl. Lektüre der Seminartexte und Beteiligung an der Diskussion im Seminar. Ebenfalls vorausgesetzt wird die Bereitschaft, wissenschaftliche Texte in englischer Sprache zu lesen sowie ein Mindestalter von 18 Jahren.

Testat:
Referat zu einem selbstgewählten Beispiel (literarisches oder filmisches Werk)
(15 Min)
Maske und Gesicht
Masken dominierten unseren Alltag, als uns das Corona-Virus heimsuchte. Die abgedeckte untere Gesichtshälfte bewirkte eine Dominanz der Augen- und Stirnpartie und verlieh dem Gesicht einen veränderten Ausdruck. Ähnlich der Verschleierung in muslimischen Kulturen, bei der nur die Augen unbedeckt sind, rückt der Blick als individualisierter Ausdruck von Kommunikation ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Gegensatz dazu sollten die Masken tradierter Theaterkulturen (Commedia dell’arte, japanisches Nô-Theater u.a.) das Individuelle des Maskenträgers verbergen und Typisierungen schaffen, was v.a. in der Komödie als Vereinfachung und Übertreibung der Charaktere für die Zuschauer gedacht war. Die Erscheinungsformen der Theatermasken wechselten dabei von der Ganzgesichtsmaske mit größeren oder kleineren Öffnungen für Mund und Augen bis zur reduzierten Augenmaske, die bis heute in den Karnevalskulturen verbreitet ist. Hier wie dort fungiert die Maske als Medium der Verwandlung, der Verstellung und der Lüge, und nicht selten wurde mit dem Rückgriff auf Kultisches, wie es bei den Masken indigener Volksstämme der Fall war, die Maske als Ersatz des eigenen Gesichtes verwendet.
In der europäischen Alltagskultur galt das unbedeckte Gesicht lange Zeit als Ausweis von Individualität und Identität. Verfeinerte Züge oder grober, markanter Ausdruck – die Lesbarkeit des Gesichts war oberstes Gebot, wenn es darum ging, glaubhaft zu erscheinen. In der Malerei wurden Selbstbildnisse als besonders gelungen angesehen, bei denen die individuellen mimischen Züge stark hervortraten (Rembrandt u.a.); selbst Totenmasken hatten die Aufgabe, das wahre „Antlitz“ des Verstorbenen offenzulegen und den Menschen gleichsam von innen zu zeigen. Nach der „Krise des Gesichts“ im beginnenden 20. Jahrhundert (Rilke, Artaud), die mit dem Bewusstsein eines veralteten Subjektbegriffs einherging, ist spätestens Anfang des 21. Jahrhunderts deutlich geworden, dass die Repräsentationen des Selbst durch geglättete und gebotoxte Mediengesichter erfolgen, die längst wieder maskenhafte Züge angenommen haben. Durch Body- und Faceshaping wird dem Kult der Jugendlichkeit gefrönt; das alternde Gesicht muss stets aufpoliert werden. Die neuen Formen von Maskeraden lassen eine regelrechte Kontrolle des Gesichts erkennen.
Unter den medizinischen Masken gegen das Corona-Virus fielen die Gesichter wieder in sich zusammen. Neue Faltenbildungen rund um die Maske ließen so manche Wangenpartien schwulstig und unansehnlich erscheinen; und manchenorts waren Stimmen zu vernehmen, die von einer Gewöhnung an die Maske sprechen sowie davon, dass Müdigkeit und Abgeschlagenheit sich dadurch verdecken ließen. Doch entfaltet die medizinische Maske nicht auch subversive Züge? Trägt sie nicht, als Medium der Verhüllung, ebenfalls zur Entindividualisierung bei, spielt sie nicht den digitalen Gesichtserkennungsprogrammen an öffentlichen Plätzen einen Streich und ermöglicht neue Identitätsverschleierungen? Diese und andere Fragen sollen im Seminar anhand von Bildern, Filmausschnitten, literarischen, kunst- und kulturtheoretischen Texten erörtert werden.
Dozent
Termin
Mi. 14:00 – 16:00
Ort
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: 10-minütiger Vortrag (Referat)
Unsicherheit: Das prekäre Verhältnis von Wissen und Schutz in Geschichten und Begriffen
Das Seminar untersucht Unsicherheit als Teil der politischen Kommunikation der Moderne und wirft gleichzeitig die Frage auf, was mit dem Begriff passiert, wenn man ihn in den hermeneutischen Umgang mit Geschichten hineinzieht. Dabei soll es nicht primär um die heikle Beziehung von Sicherheit und Freiheit in ihrer ganzen Breite gehen, sondern um Unsicherheit als prekäres Verhältnis von Wissen und Schutz.
Die historische Entwicklung der Sicherheitssemantik wurde bereits aus begriffsgeschichtlicher Perspektive von der securitas der lateinischen Antike bis zur gegenwärtigen Ausweitung ihrer Bedeutungen „auf alle Bereiche des Lebens“ beschrieben (Schrimm-Heins, Pravica, Münkler). Strukturell lässt sich sagen, dass ‚Sicherheit‘ dezidiert zukunftsbezogen funktioniert und somit Berührungspunkte zu Semantiken des Vertrauens, der Sorge bzw. zur Unterscheidung ‚Risiko/Gefahr‘ aufweist (z. B. Buchholtz). Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass Sicherheitsdiskurse immer auch Unsicherheit produzieren. Bei Niklas Luhmann ist Unsicherheit sogar integraler Bestandteil von Kommunikationssystemen aller Art.
Beim fiktionalen Erzählen in unterschiedlichen medialen Formaten scheint die begriffliche Ambivalenz in bestimmte Formen der Handlungssymmetrie transformiert – z. B., wenn im Kontext des Spannungsfilms die Gefährdung des Ermittlers in dem Maße zunimmt, in dem er der Lösung des Falls näherkommt.
Untersucht wird das u. a. an Texten von Thomas Hobbes, Molière, Franz Kafka, Jorge Luis Borges, Michel Foucault, Julio Cortázar und Don DeLillo sowie an Filmen von Henri Verneuil und Alfred Hitchcock.

Auswahlbibliographie:

Buchholtz, Jules (2019): „Cura, Futura und Securitas: Kleine Geschichte der Gefahrenabwehr als Dienstleistung und Notwehr“. In: Heiko Christians und Georg Meins (Hg.): Gefahr oder Risiko: Zur Geschichte von Kalkül und Einbildungskraft. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag, S. 61–74.

Foucault, Michel (2006): Sicherheit, Territorium, Bevölkerung: Geschichte der Gouvernementalität 1. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Hamilton, John T. (2013): Security: politics, humanity and the philology of care. Princeton: Princeton University Press.

Horn, Eva (2007): Der geheime Krieg: Verrat, Spionage und moderne Fiktion. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag.

Münkler, Herfried (2010): „Strategien der Sicherung: Welten der Sicherheit und Kulturen des Risikos. Theoretische Perspektiven“. In: Herfried Münkler, Matthias Bohlender und Sabine Meurer (Hg.): Sicherheit und Risiko: Über den Umgang mit Gefahr im 21. Jahrhundert. Bielefeld: transcript Verlag, S. 11– 34.

Pravica, Sandra (2017): „(In-)security: Sicherheit und Nichtverfügbarkeit“. In: Forum Interdisziplinäre Begriffsgeschichte, 6. Jhg. 1, S. 41–48.

Schrimm-Heins, Andrea (1991): „Gewissheit und Sicherheit: Geschichte und Bedeutungswandel der Begriffe certitudo und securitas (Teil 1). In: Archiv für Begriffsgeschichte, 34, S. 123–213.

– (1992): „Gewissheit und Sicherheit: Geschichte und Bedeutungswandel der Begriffe certitudo und securitas (Teil 2). In: Archiv für Begriffsgeschichte, 35, S. 115–213.
Dozent
Termin
Do 12-14 Uhr
Ort
Neues Palais 9.2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Protokoll (1–2 Seiten)

Modul 8: Konzepte und Formen der Mediengestaltung

Interaction – Webauthoring
Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für die Gestaltung und Entwicklung interaktiver Inhalte für das World Wide Web. Im Kurs wird der Einsatz der grundlegenden Web-Technologien HTML (HTML5), Cascading Stylesheets (CSS3) und JavaScript erlernt, sowie die Integration von interaktiven Webanimationen, Rich Internet Applications, JavaScript-APIs, Open-Source-Frameworks, Video und Multimedia Standards im Web-Format, um dynamische Websites und interaktive Inhalte für das World Wide Web zu entwickeln.
Dozent
Termin
Di 10 – 17 Uhr
Ort
FHP LW 139
SWS
8
Studiengang
BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
BA, vorrangig 2. Semester
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Die Prüfungsleistung umfasst eine 10-minütige Präsentation und Dokumentation von Arbeitsergebnissen sowie eine medienreflexive/künstlerische Projektarbeit.
Das Dokumentarische im digitalen Bewegtbild
Der Fokus des Seminars liegt auf Dokumentarfilm.
In diesem Seminar werden grundlegende Konzepte und Formen des digitalen Dokumentarfilms vermittelt. Das Seminar hinterfragt Darstellungsmethoden, Narrative und fiktionale Elemente im Dokumentarfilm. Es werden Filme vorgeführt, Diskussionen und Übungen abgehalten.Neben einer allgemeinen Einführung in Kamera (1Tag), Licht (1 Tag) , Ton (1 Tag) und Schnitt (1Tag) vertiefen sich die Studierenden mit Hilfe von Onlinevideos individuell und selbständig in Technik und Methoden. Teilnehmer*innen führen 2 Experimenten durch, um die technischen und formalen Herausforderungen des Dokumentarfilms zu erkunden.Ziel ist es, eine dokumentarische Videoarbeit (min.7 min - max.10 min.) zu einem von Ihnen definierten thematischen Schwerpunkt zu realisieren.
Dozent
Termin
Fr. 10Uhr-16uhr
Ort
FHP, D116
SWS
8
Studiengang
BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
Vorrangig BA EMW 2. Semester.
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Prüfungsleistung:Ziel ist es, eine dokumentarische Videoarbeit (min.7 min - max.10 min.) zu einem von Ihnen definierten thematischen Schwerpunkt zu realisieren.

Abgabe Film Projekt: spätenstens am 30 September 2023
Video: Format 1280×720px (720p/25fps) in H.264/auf USB-Stick oder als Download-Link per E-Mail/ Dauer: ca. 10 min

Dokumentation: via incom-workspace : Konzept, Moodboard, Teaser und Zeitplan
Achtung, live! Experimente mit offenen Mikrofonen
Im Mittelpunkt des Projektseminars stehen experimentelle Settings mit "offenen" Mikrofonen und daraus resultierende Spielformen, Mitschnitte, Interferenzen und Übertragungen. Wir versetzen uns zudem an verschiedene Punkte der 100jährigen Radiogeschichte zurück, um Erfahrungen mit künstlerisch-journalistischen Genres (Hörspiel, Reportage, Feature) und spielerisch-experimentellen Livesituationen zu sammeln. Bitte überlegen Sie sich im Vorfeld ein Thema mit Bezug zum Radio, das Sie besonders interessieren würde.
Dozent
Termin
Di 10-16
Ort
FHP Audiolabor
SWS
8
Studiengang
BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projektseminar
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Der Seminarabschluss besteht aus einer 10-minütigen Präsentation und Dokumentation von Arbeitsergebnissen sowie das medienreflexive/künstlerische Projekt
Konzept-und Projektentwicklung: Spielfilmproduktion - von Entwicklung bis Mastering
Welche Arbeitsabschnitte umfasst die Produktion eines Spielfilms? 


Dieses Projektseminar nimmt sich als Ziel den Studierenden einen detaillierten Einblick in die Produktion von internationalen Spielfilmen zu gewähren und somit die vorangestellte Frage zu beantworten.

Mit Unterstützung der Lehrkraft sollen die Studierenden in Gruppen einen internationalen Spielfilm von der ersten Idee bis zur weltweiten Vermarktung durchplanen 
Dies umfasst unter anderem:

- Konzeptionierung
- Budgetierung
- Kalkulierung
- Drehplanung
- Vermarktungsstrategien
- Einnahmenvorhersagen

In einer Kleingruppe (4-6 Personen) wird ein Spielfilm von Entwicklung bis Auswertung theoretisch durchgeplant, in Form eines EPKs präsentiert und verschriftlicht.

Folgende Dinge müssen vorhanden sein:

Entwicklung:
- Was für eine Art von Film soll produziert werden? Genre, Budget etc.
- Bei welchem Mittelgeber soll produziert werden? Studio etc.
- Welche Talents sollen dabei sein? Cast, key team members etc.
- Was sind die Eckdaten? Lauflänge, Story (Synopsis, Logline, Mood Stills etc.)

Pre-Production:
- Herstellungsplan, was ist der Zeitplan des Projekts?
- Drehplan aufzeigen, wie viel wird pro Tag gedreht? Wie wird der Dreh strukturiert?
- Budgetierung aufzeigen, wie hoch sollte das Projekt budgetiert werden? Worauf basiert diese Einschätzung?
- Kalkulation aufzeigen, wie ist das Projekt mit diesem Budget realistisch umsetzbar? Wo werden Risikos eingegangen? Worauf liegt das Hauptaugenmerk?
- Welche Auswertungsform wird gewählt?
Dozent
Termin
Mittwoch, 14:15 - 17:45
Ort
FH in D 105
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Projektseminar
Leistungspunkte
6
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Testat: 15-minütige Präsentation

Modul 9: Mediale Projekte

Climate Fiction Writing - Schreibprojekt zur Klimakrise
Climate Fiction („Cli-Fi“) ist eine Strömung innerhalb der Literaturlandschaft. Es verbindet Wissenschaft mit Fiktion und macht den Klimawandel und seine Folgen zum Thema von Romanen und Kurzgeschichten. Doch zeigen sich hier auch Schwierigkeiten für eine Klima-Erzählung: der Klimawandel erstreckt sich über einen längeren Zeitraum hinweg und ist nur schwer zu beschreiben, daher stellen Cli-Fi-Geschichten meist menschliche Schicksale in den Mittelpunkt, die greifbar sind. Denn Climate Fiction erzählt – im Gegensatz zu Science Fiction – nicht von einer fernen Zukunft, sondern von den Konsequenzen in einer nahen Zukunft.
In diesem projektorientierten Seminar wollen wir Climate Fiction lesen und ihre Narrationen analysieren. Durch kreative Übungen sollen Studierende anschließend selbst ins Schreiben über den Klimawandel kommen, um am Ende eine eigene Kurzgeschichte zu verfassen und zu präsentieren.
Dozent
Termin
Mi 10:00-13:30
Ort
FH D 105
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projektseminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Testat: Präsentation (10 Minuten) des Arbeitsergebnisses
Motion DeSEIN – Experimental and Expanded Animation: Sound, Music & Literature
Im Projektseminar Motion DeSEIN werden praktische und gestalterisch-technische Grundlagen der digitalen Mediengestaltung mit Schwerpunkt Animation und Compositing vermittelt, um in einem diskursiven Zusammenhang zu einem übergeordneten Thema künstlerisch-medienreflexive Experimente zu entwickeln. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Schrift, Bild- und Tonmaterialien lassen sich in ein konzeptuelles Miteinander und in neue Sinnzusammenhänge stellen. Das Spektrum reicht von der Bearbeitung, Konstellation, Kombination und Animation von beweglichen und statischen Bildern, Grafiken, Fotografien, Texten, Wörtern, Buchstaben, Klang, Ton, Sound und Schrift im zwei- oder dreidimensionalen Raum. Im Zentrum von Motion DeSEIN steht eine künstlerische Medienpraxis, die sich mit den räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsdimensionen und Formen des Denkens auseinandersetzt. Thema in diesem Semester ist die Auseinandersetzung mit experimentellem Sound und experimenteller Musik, mit Pop-Musik und mit Literatur in Form von experimentellen Animationsfilmen. Dabei geht es sowohl um die Expansionen der Sprachkunst ins visuelle und technische Bild als auch um Sound Art, Pop-Musik, der digitalen Klangbearbeitung und Komposition, der Gestaltung von Klängen und der Übertragung und Transformation musikalischen Entdeckungen ins Visuelle. Von A wie Animation bis Z wie Zeichnung. Der Kurs schließt mit einer künstlerischen/medienreflexiven Projektarbeit in Form eines experimentellen Animationsfilms ab.
Dozent
Termin
Fr. 10 – 17 Uhr
Ort
FHP, LW-139
SWS
8
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projektseminar
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Die Prüfungsleistung umfasst eine 10-minütige Präsentation und Dokumentation von Arbeitsergebnissen sowie eine medienreflexive/künstlerische Projektarbeit.
Hot in the City. Medienethnographien zu Hitze und Stadt (Blockseminar)
Unser hier befindliches urbanes Zusammenleben ist geprägt durch Saisonalität. Mit steigenden Temperaturen verlagert sich das Private zunehmend in den öffentlichen Raum. Soziale Interaktionen drehen sich nun ums Draußensein. Doch verstärkt durch Klimawandel, Flächenversiegelung, Autoverkehr und fehlende oder zum Scheitern verurteilte Begrünungskonzepte werden die immer länger andauernden Hitze- und Trockenperioden problematisch. Die Stadt wird zum Hitzekessel und da auch der erneute Rückzug ins Private für viele keine Option darstellt, entwickeln die Stadtbewohner*innen kollektive Handlungsalternativen. Diese Situationen der Abkühlung sind dabei in vielen Fällen mit und durch Medienpraktiken ritualisiert.
In diesem, spät ins Sommersemester gelegten, Blockseminar beschäftigen wir uns mittels medienethnografischer Feldforschung mit Hitze-Stadt-Phänomenen. Dabei entwickeln wir aber keine holistischen Bilder von Mediennutzung, -konsum, -distribution oder -produktion anhand von Saisonalität. Vielmehr suchen wir im Kleinen nach Möglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung an halb-öffentlichen und öffentlichen Situationen in denen Technologien, Genres, Akteure, Bewegungen und Ästhetiken mit und durch Medien eine Rolle für das Zusammenleben in städtischer Hitze spielen. Die dabei entstehenden ethnografischen Miniaturen werden laufend in der Gruppe geteilt und verhandelt.
Dozent
Termin
11., 18., 21.7.: 16-18h; 24.–28.7.: 10-19h
Ort
Termine 1-3: NP 22.0.38; Blockwoche: Berlin (Feldforschung)
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Vor der Blockwoche dienen drei Vorbereitungstermine (11., 18. und 21.7. jeweils 16-18) zur Besprechung der Methodenlektüre. In der Blockwoche (24. bis 28.7.) selbst widmen wir uns der Ideenfindung, Erkundung, Konzeption, Durchführung und Reflexion medienethnografischer Feldforschung im städtischen Raum. Dazu erarbeiten wir gemeinschaftlich Forschungsinteressen und -orte zu Hitze, Medien und Stadt und überlegen uns Formen der Partizipation im Feld.

Testat: Im Blockseminar erstellen sie eine Medienethnografie (Miniatur) zu "Hitze, Stadt und Medien". Das Testat ist die Präsentation ihres Vorgehens und ihrer Ergebnisse in max. 10 Minuten.
Content Management Systeme (Projektwoche)
Content Management Systeme ermöglichen die gemeinschaftliche Erstellung, Organisation und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia Dokumenten im Web. Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für die Planung, dem Aufbau und dem Betrieb von Open-Source Content Management Systemen (Open-Source-CMS). Im Fokus steht die Konzeption und Entwicklung eines Online-Magazins.
Dozent
Termin
Projektwoche 05.06. bis 09.06.23
Ort
FHP, D-103
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projektseminar
Leistungspunkte
4
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (10 min)
Wasser
Wasser ist Lebensgrundlage, wirtschaftliches Gut, Quell des Vergnügens und ein Element der Sehnsucht oder des Schreckens...

Wir werden uns in der Veranstaltung fotografisch mit Aspekten des Wassers befassen. Die Projekte können sehr dokumentarisch entwickelt werden oder auch ästhetisch den Eigenschaften des Wassers nachspüren.

Unsere Region kann als Beispiel dienen. Sie leidet unter Wasserknappheit obwohl es oftmals nicht danach aussieht. Der Klimawandel ist deutlich spürbar. Brandenburgs Wasser wird seit Jahrhunderten bewirtschaftet, die Trockenlegung des Oderbruchs im 18 Jh. ist nur ein Beispiel.
Aktuell bekommen Unternehmen wie Tesla problematischen Zugriff auf Wasserreserven. Die Oder wurde letztes Jahr so verunreinigt, dass ein Großteil der Fische verendete...

Präsentation einer künstlerischen Position/Arbeit zum Thema und eigene Projektentwicklung (inkl. 20 minütige Präsentation) sind notwendige Leistungen innerhalb der Veranstaltung.
Dozent
Termin
Di. 10:00 - 17:00
Ort
FHP D116
SWS
8
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
8
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Der Kurs setzt Grundlagenkenntnisse des Fotografischen voraus.
Regelmäßige Exkursionen werden die Veranstaltung begleiten.

Modul 10: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium

Krankgemacht und Des(orient)iert
Autorinnen unterschiedlichster Fachrichtungen haben in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt darauf hingewiesen, dass die Orientalismus-Kritik es versäumt hat, konkret auf die Verstrickungen von Rassismus und Orientalismus außerhalb von „Orientimaginationen“ einzugehen. Angesichts dessen ist es besonders relevant Orientalismus als einen kolonialen Prozess der Entkräftung zu begreifen, der im Anderen kontinuierlich Pathologien von Tod und Krankheit produziert. Oftmals spiegeln klassisch orientalistische und rassistische Bilder Pathologien der Traumatisierung eindeutig. Dies ist z.B. der Fall wenn Muslime und andere orientalisierte Minderheiten in Europa als vermeintlich aggressiv, hyperviril und zur Rationalität unfähig konstruiert werden. In Susan Sontags Arbeit von 1977, Krankheit als Metapher, wird der Zusammenhang zwischen Krankheits- und Rassismus-Pathologien deutlich. Die Autorin beschreibt Krankheit als eine Art eigenständige Staatsbürgerschaft außerhalb des gesunden Lebens, und evoziert dabei die Lebenswirklichkeiten doppelter Staatsbürgerschaft, Aufenthaltslosigkeit und Diaspora. Aufbauend auf Arbeiten der französischen Philosophin Catherine Malabou zur „destruktiven Plastizität“ und Fanons Ausführungen zur „Zone des Nicht-Seins“, werden wir uns, in wissenschaftlichen und literarischen Auszügen, mit den Zusammenhängen von Orientalismus und Krankheit, Kolonialität und Trauma beschäftigen.
Dozent
Termin
Beginn: 21.4 14-15.30. Danach alle zwei Wochen Fr und Sa 14-17.00
Ort
Raum 1.11.2.22
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Der Kurs richtet sich an alle Personen die Interesse an einer Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Trauma und Fremdmachung, sowie ihrer Aufarbeitung in und Verstrickung mit unterschiedlichen Medien haben. Um den Gegenstand angemessen zu behandeln, ist eine gewisse Leseintensitität vorausgesetzt.

Testat: Referat (10min)
Termine: 21.4 14-15.30. Danach alle zwei Wochen Fr und Sa 14-17.00 (5.5,6.5,19.5,20.5,2.6,3.6)
Organigrams for/from the future (Einschreibung über Incom)
The aim of this course is to visualize an economy built on solidarity, sustainability, and survival—instead of exploitation, extraction, and extinction. Given multiple interconnected crises, there is an urgent need to devise new kinds of structures that let us weave resilient relations with each other and the world we live in. Data visualization is typically used to represent what is, but rarely how things could and maybe should be. In this course we will take on the challenge to visualize organizational structures that hardly exist yet, but are foreshadowed in the experimental configurations of cooperatives, projects, and initiatives. To find inspiration we will visit a range of organizations that are committed to social-ecological transformation and operate on principles of social and ecological justice. These organizations will share their experiences and offer opportunities to see innovative ways of working together, making decisions, and cultivating cooperation in critical times.

This is a nomadic course with all sessions taking place at different locations in Berlin and Potsdam. Please, plan in enough time for getting to our hosts. Technically, the course is an opportunity to revisit visualization basics and engage with more advanced research topics. Visualization methods will include techniques for representing networks and tree structures as well as spatial and temporal patterns. We will discuss and reflect on the rhetoric of data visualizations and the potential of visualization to promote advocacy and critique. Aiming to visualize structures of a social-ecological economy, each student will carry out a small data visualization project, spanning data collection, visualization design, and iterative prototyping. The visualizations will be based on practices and principles encountered during the visits, readings, and exchanges throughout the semester. While students will work individually on their projects, the entire course will form a temporary collective experimenting with some of the principles we encounter during the semester.
Dozent
Termin
Montags 9-14 (Einschreibung über Incom, s.u.), Beginn: 3.4.
Ort
Multiple locations in Berlin and Potsdam
SWS
7
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
10
Zielgruppe
BA/MA Ergänzungsstudium
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Please note: The class will be taught in English. All communication during the seminars as well as literature and auxiliary materials will be in English.

Testat: Referat (10 Minuten)


EINSCHREIBUNG:
Incom https://fhp.incom.org/workspace/10275
Contact marian.doerk@fh-potsdam.de
Data Visualization (Einschreibung über Moodle FHP)
This course is an introduction to the field of data visualization that is concerned with the visual analysis and interactive representation of abstract data. Across various spheres of everyday life there is an increasing need to develop effective methods for making sense of data and inform personal and professional decision-making. The aim of data visualization is to utilize the perceptual system to help detect otherwise invisible aspects and gain new insights into data sets. From urban planning and news media to arts and advocacy, there is great hope in the power of data visualization to represent complex issues in an informative and engaging manner. While visualizations can indeed provide novel perspectives on large data sets, they can also obscure or misrepresent certain aspects of a phenomenon. It has become essential for information professionals to develop a critical literacy of data visualization.

The aim of this course is to familiarize students with the principles and methods of data visualization and to enable them to design, implement and deploy visualizations to support a range of information practices. Each session of the course will consist of two parts: a lecture component and a tutorial. During the lecture the fundamentals of data visualization will be covered such as mapping data to visual variables, the role that interactivity can play, and techniques for visualizing temporal, geospatial, multidimensional, relational and textual data. The tutorials will be hands-on sessions that complement the lectures with practical activities and assignments involving data analysis and programming. Each student will apply general visualization principles to the creation of a data dossier about a topic of their choice. The course requires basic knowledge of statistics, data structures, and algorithms. At least some prior experience in programming is advisable.
Dozent
Termin
Dienstag 14:15-17:15 (Einschreibung über Moodle FHP)
Ort
FHP Haus 2 / Raum 210
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
6
Zielgruppe
BA/MA Ergänzungsstudium
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Please note: The class will be taught in English. All communication during the seminars as well as literature and auxiliary materials will be in English.

Moodle ecampus.fh-potsdam.de/course/view.php?id=9406 (enrollment key: datavis)
Contact marian.doerk@fh-potsdam.de

Testat: Referat (10 Minuten)
Der Park. Experimentelle Kartografie und Storytelling (Einschreibung über Incom)
Der Spreepark (https://www.spreepark.berlin)) ist ein einzigartiger Ort in der Mitte Berlins. Als ehemaliger Vergnügungspark, geschütztes Habitat und zukünftiger Kunst- und Kulturort befindet er sich in einem Zwischenstadium von Vergangenheit und Werden. Er ist Experimentierfeld und Möglichkeitsraum, sowohl für die Vorstellungen von Menschen als auch für die Entwicklung von urbanen Ökosystemen.

Lange Zeit ein lost place, umgeben von Wasser – sichtbar durch die Spree, unsichtbar durch Grundwasser in geringer Tiefe – können hier ökologische, gesellschaftliche und politische Aspekte zum Spreepark als sich verändernder Lebensraum erzählt werden. Dafür wollen wir insbesondere das Verschwinden von Arten und die Ankunft neuer Lebewesen (Neobiota) studieren: Ihr Vorkommen oder Verlust vor Ort ist immer auch eine Geschichte von größeren räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen. Diese sollen durch Mittel der experimentellen und kritischen Kartografie sichtbar gemacht werden. Dabei geht es nicht nur um die gestalterische Darstellung, sondern vor allem auch um das Kartieren als Prozess, für welchen wir in Feldstudien den Spreepark aus verschiedenen Perspektiven beobachten und die eigene Wahrnehmung sensibilisieren, selbst Maßstäbe konzipieren und Vermessungs- und Beobachtungsinstrumente bauen, sowie Zukunfts-Narrative entwickeln. Wir werden uns also im Spannungsfeld von wissenschaftlichen Fakten / Naturbeobachtungen, experimentellen Kartierungen und fiktionalen Erzählungen bewegen. Die kartografischen Ergebnisse selbst können nicht nur zweidimensional, sondern auch bewegt, digital, akustisch, räumlich sein.

Die Kursergebnisse werden im Rahmen einer Ausstellung im Spreepark der Öffentlichkeit präsentiert.

Projektpartner: Spreepark Art Space und Public Art Lab Berlin im Kontext des EU Projekts Future DiverCities.
Dozent
Termin
Dienstag 14:00-18:30
Ort
FHP LW226
SWS
6
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
6
Zielgruppe
FH Interface-Design, EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Einschreibung über Incom:

https://fhp.incom.org/workspace/10378

Testat: Referat (10 Minuten)

Modul 11: Freie Projektarbeit (betreut)

Freie Projektarbeit (betreut)
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
nach Absprache
Ort
tba
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
10
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Printmagazin "Seitenspiel"
Ziel ist die Fortführung des Projektes "Seitenspiel" als graphisch und inhaltlich anspruchsvolles Printmagazin für die Studierenden der Europäischen Medienwissenschaft. Nach Übergabe durch die Redaktion der letzten Nummer bildet sich jedes Semester ein neues Redaktionsteam, das unter inhaltlicher Betreuung und Budgetplanung seine eigenen Themenschwerpunkte und Gestaltungsideen umsetzen kann.
Dozenten
Termin
Einzeltermine
Ort
FHP und UP
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freies Projekt
Leistungspunkte
10
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.

Modul 13: Kolloquium

BA - Prüfungskolloquium
Das Seminar ist als Diskussionsforum und Abschlusshilfe für alle gedacht, die an ihrer BA-Arbeit arbeiten. Wenn nicht alle Sitzungen mit der Besprechung konkreter Abschlussprojekte ausgefüllt sind, werden Sitzungen zu einem übergreifenden Thema ausgerichtet.
Dozenten
Termin
Mi.10Uhr30-12Uhr
Ort
FHP, D103
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 13
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Leistungspunkte
Teil der Abschlussprüfung
Zielgruppe
EMW BA
Teilnehmerbegrenzung
15