Borjana Gakovic

Borjana Gakovic

Lehrbeauftragte

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Sprechstunde
nach Vereinbarung



Veranstaltungen
Winter 2026/2027
... Eine kurze Geschichte des Kurzfilms
Kurzfilm gilt als eine eigenständige mediale Form – und wird als solche von Verbänden, Filmfestivals, TV-Sendern, Filmkritik gepflegt und geschätzt. Seit 15 Jahren wird der 21. Dezember – die längste Nacht des Jahres – in Deutschland als „Kurzfilmtag“ gefeiert; seit 1956 wird in der Bundesrepublik im Auftrag der Bundesregierung der hochdotierte Deutsche Kurzfilmpreis vergeben, 1954 wurde in der BRD das erste Kurzfilmfestival weltweit in Oberhausen gegründet. Gleichzeitig lässt sich kaum eine allgemeingültige Definition des Kurzfilms formulieren, denn für ihn gilt, was auch für Langfilm gilt: er ist in allen Genres und Gattungen vorhanden und selbst seine Länge variiert stark, je nach institutionellen Vorgaben – mancher Definition nach sogar bis zu 50 Minuten, wobei andernorts bereits ab einer Länge von 20 Minuten von einem „mittellangen“ Film gesprochen wird. Und trotz all dieser Unterschiede erfordert die kurze Form eine ästhetische Verdichtung, die sich zu untersuchen lohnt. Außerdem spielte der Kurzfilm historisch in unterschiedlichen Kontexten eine wichtige Rolle – mal im Dienste der Ideologie (so zum Beispiel als „Kulturfilm“ und Werbefilm im Nationalsozialismus), mal als emanzipatorisches Medium, das sich genau von dieser abzugrenzen suchte (Neuer Deutscher Film in den 1960ern, (queer-) feministischer Film in den 1970er und 1980er Jahren). Das Seminar vermittelt anhand ausgewählter und wichtiger historischer Stationen von den Anfängen der Filmgeschichte bis in die Gegenwart eine kurze Geschichte des Kurzfilms, die durch die Analyse dieser besonderen medialen Form in unterschiedlichen historischen Kontexten sowohl Bezüge zur Zeitgeschichte als auch zur Geschichte der Filmästhetik und -Theorie herstellt.
Dozent
Borjana Gakovic
Termin
Mi, 14-16 Uhr
Ort
FHP D108
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat:
Referat (ca. 8 Minuten)
Sommer 2023
Filmzensur und Kalter Krieg. Ostdeutsches und osteuropäisches Kino im Fokus
Das Seminar fokussiert auf osteuropäische und ostdeutsche Filmproduktion in Zeiten des Kalten Krieges, zieht aber auch Vergleich zum zeitgenössischen Kino der BRD, um ästhetische und politische Unterschiede in den Inszenierungsformen zu analysieren. Im Fokus stehen außerdem die Zensur und ihre unterschiedlichen Ausformungen in Ost und West: von klaren staatlichen Reglements, über ökonomisch und ästhetisch argumentierenden aber ideologisch begründeten Einschnitten der Produktionsfirmen und Auftraggeber zur Selbstzensur der Filmemacher*innen und nachträglichen „Korrekturen“ importierter Filme durch Synchronisationen. Das zu sichtende Filmprogramm schließt Klassiker wie Werke weniger bekannter Regisseur*innen ein und ermöglicht eine Studie unterschiedlicher künstlerischer Strategien und Inszenierungsformen: von Propagandafilmen über erfolgreiche Zensurvermeidung durch Mehrdeutigkeiten und Allegorien zu unabhängigen (und damals verbotenen) kleinen Produktionen.
Dozent
Borjana Gakovic
Termin
Mittwoch, 16:15-17:45
Ort
FHP, Haus D, Raum 116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (10 Minuten)
Sommer 2022
Feministische Film- und Kinoarbeit an der Schnittstelle von Theorie und Praxis
Die Aufführungspraxis, die Orte und Arten der Filmpräsentation spielen eine besondere Rolle in der feministischen Filmgeschichte. Die Möglichkeiten des Austausches und der gemeinsamen Auseinandersetzung in einem (Kino-) Raum einerseits, die adäquaten Aufführungspraktiken und eine stark an den originalen Filmformaten orientierte Filmwahrnehmung andererseits. Das Seminar vermittelt anhand ausgewählter historischer und aktueller Filme und Texte Grundlagen feministischer Kinoarbeit als ästhetische, mediale und kulturelle Praxis vor dem Hintergrund widerständiger Kinotheorien, die das Kino als Ort öffentlicher, gesellschaftspolitischer und diskursiver Auseinandersetzung begreifen.
Es werden Fragen nach historischer wie aktueller Rolle des Kinos für die feministische Filmpraxis, den unterschiedlichen Kinoformen, dem Verhältnis von Film und Kino und nicht zuletzt der Bedeutung (der Sichtbarkeit) verschiedener, analoger wie digitaler, Filmformate und ihrer ästhetischen Implikationen aufgeworfen: Ein historischer Querschnitt auf der Suche nach besonderen Stationen und Momenten feministischer Filmästhetiken.
Dozent
Borjana Gakovic
Termin
Di, 14-18 Uhr ab dem 19.4., siehe Einzeltermine
Ort
FHP, D 103
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Bereitschaft zur vorbereitenden Filmsichtung und Textlektüre wird vorausgesetzt. Die Literatur- und Filmliste werden bei der ersten einführenden Sitzung am 19.4. bereitgestellt, das Seminar findet ab dem 26.4. in 2-Wochen-Rythmus statt.
Testat: Übernahme eines Referats oder Verfassen eines Sitzungsprotokolls.