Vorlesungsverzeichnis Winter 2022/2023

Modul 1: Medium und Medialität

Texte zur Medientheorie
Dieses obligatorische Seminar wird einflussreiche Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts diskutieren, die zur Genese medientheoretischer Fragestellungen beigetragen haben. Die Heterogenität der Perspektiven und Argumentationen und der damit verbundenen Medienverständnisse geben dabei zugleich einen Einblick in historische Veränderungen und diverse Praktiken der Theorie.
Dozent
Termin
Do 14-16 Uhr
Ort
FHP, Haus D, Raum 116 (21.10.: Raum 308)
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
obligatorisch für MA 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Pflichtveranstaltung für 1. Semester MA EMW

Testat: Text zu medientheoretischen Fragen (Umfang ca. 2 Seiten)
Experimentelle Medienwissenschaft: Perspektiven auf Medium und Medialität (Konzepte der Potsdamer Medienwissenschaft)
Die Vorlesung widmet sich zentralen Begriffen und Konzepten der Medienwissenschaft, die von den hauptamtlich Lehrenden vertreten werden. Anhand von Projekten und aktuellen Forschungsfragen bietet diese Vorlesung eine Einführung sowohl in grundsätzliche Fragen des Fachs als auch in die spezifischen Ansätze der Potsdamer Medienwissenschaft.
Die Vorlesung sieht für jede Sitzung Raum für Diskussionen vor.
Dozenten
Termin
Fr. 12-14 Uhr (Beginn: 28.10.2022)
Ort
FHP, Haus D, Raum 011
SWS
3
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
obligatorisch für MA 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung
50
Zusätzliche Informationen
Pflichtveranstaltung für 1. Semester MA EMW

Modul 2: Konfigurationen des Analogen und Digitalen

Philosophinnen vor 1900 (einen alternativen Kanon erschließen)
Die oft gestellte Frage, ob es vor Hannah Arendt eigentlich auch schon Philosophinnen gab, ist eindeutig mit "ja" zu beantworten. Doch sind diese Philosophinnen kaum jemals in den akademischen Kanon aufgenommen worden. Das Seminar fokussiert sich ganz auf Philosophinnen, die bereits vor 1900 ihre ersten Werke verfasst bzw. veröffentlicht haben und will damit einen kleinen Beitrag zur Erschließung eines alternativen Kanons leisten.

Erwartet werden von den Teilnehmer:innen keine spezifischen philosophischen Vorkenntnisse, aber eine Neugierde und Bereitschaft, sich von Woche zu Woche mit ganz unterschiedlichen Epochen, Kontexten und Problemstellungen auseinanderzusetzen, die sich aus der Auswahl der primär- und sekundärliterarischen Texte ergeben.

Der finale Seminarplan steht heute (26.09.) noch nicht fest, voraussichtlich werden wir uns aber mit den folgenden Denkerinnen beschäftigen:

Diotima - Hypatia von Alexandria - Hildegard von Bingen - Christine de Pizan - Isotta Nogarola - Teresa von Avila - Margaret Cavendish – Elisabeth von der Pfalz - Emilie du Chatelet - Madame de Staël - Bettine von Arnim - Harriet Taylor Mill - Lou Andreas-Salomé - Rosa Luxemburg





Zur Vorbereitung auf diese Sitzungen und zum Austausch auch von studentischen Materialien wird die Plattform Moodle verwendet werden.
Dozent
Termin
Montag 12:00-14:00
Ort
Campus Neues Palais Haus 8 Raum 0.64
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-Studierende ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat:
Reading Response (1-2 Seiten) zu den Primärtexten
Games im Analogen und Digitalen
Computerspiele sind spätestens seit 1972 wachsender Mainstream. Sie sind Medium, sie sind Produkt, sie sind Erlebnis. Wir erkunden, wie Regeln im Computerspiel funktionieren, wie sie über die Jahrzehnte gewachsen sind und welche produktive Kraft sie mit sich bringen. Zumal sie im Analogen anders funktionieren, als im Digitalen. Im Seminar gehört Spielen, neben Lesen und Interpretieren, zum Forschen dazu.
Dozent
Termin
Di, 10-12 Uhr
Ort
FHP, Haus D, Raum 116
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Zum erfolgreichen Abschluss des Seminars gehören regelmäßige, aktive Teilnahme, Präsentation eines Spiels vor der Gruppe sowie eine Gruppenarbeit, die als Referat in einer der letzten Sitzungen gemeinsam vorgestellt wird.

Testat: Referat (10 Minuten)
Don’t wake up! Träume und Schlafen als mediales Dispositiv: Immersion, Virtual Reality und Film
Der Schlaf produziert audiovisuelle Eindrücke ihm Traum. Es ließe sich argumentieren, träumen bedeute, selbst hergestellte Medien zu rezipieren. Damit ist der Vorschlag vom Traum als medialen Dispositiv hier betont als prekärer Begriff eingesetzt. Er entwirft ein bewegliches Ordnungssystem, das hilfreich sein kann die Wechselbeziehungen zwischen Schlaf und Traum und Medien zu fassen.
Mediale Repräsentation des Schlafens und Träumens erzählen häufig von imaginären Reisen und dem Botschaften-Empfangen, die jedoch nur für die Träumerin bzw. Schläferin selbst stellenweise bewusst wird, und den andere von außen auf sie Blickende nicht sehen können. Dieser Zustand stellt somit auch ein philosophisches und mediales Problem in dem Sinne dar, ob alles was sichtbar ist, auch real sei: im Falle der Schläferin nur, was man von außen sehen kann, oder auch ihre mentalen Bilder? immersive künstlerische Projekte versuchen (wie u.a. in VR-Szenarien) Traumbilder zu kollektivieren.
Dozent
Termin
Montags 16-18 Uhr wöchentlich
Ort
Uni Potsdam, Neues Palais, Haus 22 Raum 0.38
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
MA-Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat
Referat (15 min)

Modul 3: Visualität, Narrativität und Performativität

Medien der Migration
Die Migrationsbewegungen im 21. Jahrhundert sind mediale Phänomene insofern die Fluchtbewegungen durch die Verwendung von Medien ermöglicht, begleitet, überwacht, erschwert und behindert werden und die Künste diese medialen Lagerungen wiederum in ihren thematischen Annäherungen formal aufgreifen und reflektieren. Das Seminar lädt zur Auseinandersetzung mit dem Bedingungsverhältnis von Medien und Migration ein, indem es mit den dezidiert gegensätzlichen Erfahrungen und Standorten zweier Essay-Filme, Philip Scheffners Havarie und Amel Alzakouts Purple Sea, einsetzt und von dort aus um Bildlichkeit, Materialität und Geschichtlichkeit kreist. Es wird um Schiffbruch und Container-Warenverkehr, Social Media, Drohnen und Thermalbildkameras gehen, aber auch um die Re-Lektüre geschichtlicher Bezüge und die in ihnen eingelagerten Blind Spots. Zentral sind dabei künstlerische Arbeiten (Film, Video, Fotografie, Installation, Skulptur) mit ihrem Potential als Reflexionsmedium zu agieren.
Dozent
Termin
Mi. 12:00 - 13:30
Ort
FHP D 103
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Kurzreferat (10-15 Min.) zur Einführung in eine der künstlerischen Arbeiten.
Medien und Erdgeschichte
Auf welche Weise können wir Korallen, Gletscher, Böden und Bäume als Medien begreifen? Wie bilden diese elementaren Medien ein Archiv, in dem die Vergangenheit des Planeten aufgezeichnet ist? Mit welchen medialen Verfahren versuchen Wissenschaftler*innen und Künstler*innen die über vier Milliarden Jahre umfassende Geschichte der Erde erkennbar, verstehbar und wahrnehmbar zu machen? Und: welche historischen, philosophischen und politischen Implikationen haben die jeweiligen Darstellungsverfahren – insbesondere im Angesicht sich verschärfender planetarer Krisen?
Im Seminar werden wir uns mit diesen und verwandten Fragen auseinandersetzen. Das Ziel ist, zu verstehen, welche medialen Vermittlungsprozesse es Menschen erlauben, ihre Existenz im Rahmen der Erdgeschichte zu verorten und diese als einen relevanten zeitlichen Handlungsrahmen zu konstruieren.
Das Seminar ist in vier Themenbereiche strukturiert, die als Orientierung dienen: 1. medientheoretische Konzeptionen der Erde und ihrer physischen Archive ( z.B. Sedimentschichten, Stalagmiten, Einschlüsse im Eis, Baumringe); 2. mediale Darstellungen unterschiedlicher Aspekte von Erdgeschichte (z.B. Klimadiagramme, Schaubilder zur Evolution, graphische Darstellungen vergangener und zukünftiger Erdzeitalter); 3. Beleuchtung der geologischen Dimensionen von Medientechnologien (extraktive Praktiken, die sie ermöglichen; durch sie gebildete Erdschichten, Stichwort ‚Technofossilien‘); 4. Reflexion der Verflechtungen von menschlicher und planetarer Geschichte unter den Vorzeichen von Klimakrise, rapidem Biodiversitätsverlust und dem Anthropozän.
Im Seminar werden wir sowohl mit theoretischen Texten als auch mit einer Vielzahl medialer Formen arbeiten (Schaubilder, Graphiken, Filme, Animationen, Apps, Literatur)
Dozent
Termin
zweiwöchentlich mittwochs 14-18 Uhr, Beginn: 26.10.
Ort
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 SWS
Zielgruppe
MA-Studierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Abfassen eines Essays (3 Seiten)

Modul 4: Mediale Gestaltung

Mediale Gestaltung
Das Seminar untersucht anhand von Beispielen aus dem Blockbuster Kino, dem Experimental- und Avantgardefilm, der Fotografie und der Sound-art verschiedene Aspekte des Themenkomplex Wetter.
Dozent
Termin
Mi, 10:00 -13:30 + Workshops (tba)
Ort
FHP, D116
SWS
8
Studiengang
MA
Module (MA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
10
Zielgruppe
MA 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Obligatorisches Seminar für das 1. Semester MA. Das Modul Mediale Gestaltung ist Grundlagenmodul und beinhaltet die Analyse und Konzeption von Projekten in vornehmlich digitalen Medien. Es werden sowohl Kenntnisse in medienübergreifenden Gestaltungszusammenhängen erschlossen als auch aktuelle Medientechnologien analysiert und genutzt.

Dieses Modul wird im Rahmen des Projektseminars mit einer 10-minütigen Präsentation und Dokumentation des medienreflexiven Projekts abgeschlossen.Im Kurs werden mehrere Workshops angeboten (Präsentation, Sound, Video, 2d Gestaltung, Programmierung, Fotografie), die verpflichtend mit einer Übung abgeschlossen werden.

Modul 5: Nichtlineares Erzählen

Die Kamera
Was ist eine Kamera und welchen Einfluss hat sie auf die Praktiken mit ihr und welche Ästhetiken entstehen daraus?
In dieser Veranstaltung werden Experimente mit je einer konkreten Kamera unternommen, um zu erschließen wie mit der speziellen Kamera interagiert wird. Vom Apparat und dessen konkretem Gebrauch sollen Rückschlüsse auf die mit ihm verbundenen Ästhetiken, Kulturen, Produktionsweisen, Ökonomien und Technologieentwicklungen vorgenommen werden.
Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden mindestens eine eigene Kamera zur Verfügung haben. Wünschenswert wäre eine große Varianz der untersuchten Objekte.
Dozent
Termin
Do 10:00 - 13:30
Ort
fhp D103
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Präsentation einer technischen oder künstlerischen Position zum Thema und 20 minütige Präsentation der eigenen Projektentwicklung sind Bestandteil der Veranstaltung.

Modul 6: Mediale Umgebungen

(re)imagening archives
Das Archiv ist im Laufe der Jahre als Raum, Ort und Text theoretisiert und im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen Erinnerung und Geschichte betrachtet worden. In den letzten Jahren haben Forscher*innen, Aktivist*innen, Kunstler*innen das Archiv zunehmend als Ort der lebendigen Produktion und der Gestaltung von Zukunft untersucht. Das Projektseminar analysiert künstlerische Methoden und Projekte, die aus den verlorenen oder vergessenen Fäden und Maschen des Archivs neue Erzählungen entwickeln, Es zielt darauf ab, die Rolle von Gender und Diversität in Archiven und Sammlungen der Kunst- und Kulturgeschichte aus einer Vielzahl von Perspektiven zu diskutieren. Am Ende sollen Projekte (Videoarbeiten, Performances, Installationen, Soundarbeiten...) entstehen, die neues Wissen / Narrative vermitteln und neue Zugänge schaffen. Mit 4 Gastredner*innen
Dozent
Termin
Mo. 14:30 -17:30
Ort
FHP D103
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Abschluss durch Präsentation einer künstlerischen Position/Arbeit zum Thema und eigene Projektentwicklung (inkl. 20 minütige Präsentation).

Modul 7: Experimentelle Forschungsarbeit

Experimentelle Forschungsarbeit
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
nach Absprache
Ort
tba
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung

Modul 8: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium

Urheber-, Design- und Medienrecht im europäischen Kontext (Vorlesung mit integrierter Übung)
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts im deutschen und im europäischen Kontext. Dazu gehören u.a. die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen einer integrierten Übung werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.
Dozent
Termin
Dienstags, 10:00 bis 13:00 Uhr
Ort
Hörsaal FH D011
SWS
3
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
3
Zielgruppe
empfohlen für BA 1. oder 2. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung
90
Zusätzliche Informationen
Bitte beachten: Die Veranstaltung beginnt erst am 8. November.
Audiowalk: Holland in Potsdam
Nach einer Einführung ins Genre wird im Dreischritt Recherche, Schreiben, Inszenieren in Gruppen unter Anleitung ein Audiowalk erstellt.
Der Audiowalk entsteht als Kooperation zwischen der Hochschule und dem Potsdam Museum.

Die Studierenden lernen städtische Geschichte(n) zu recherchieren, als Storyboard zu erzählen und diese für den Audio Walk akustisch zu bearbeiten. Außerdem lernen sie das Format Audio Walk und seine ästhetischen Möglichkeiten in Theorie und Praxis kennen.
Veranstaltung in Blöcken. Hauptsächlich in der Projektwoche.
Dozent
Termin
Block: 28.10., 4.11., 2.12., 16.12., 6.1., 7.1., 20.1. & Projektwoche 28.11-2.12
Ort
FHP D103 und FHP LW 119 (29.11.)
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
vorrangig 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Testat: Präsentation der Konzeptentwicklung (10-15 Minuten)


Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass Sie im Vorfeld den Audiowalk "Ich war, ich bin, ich werde sein. Rosa Luxemburg auf der Spur" vor Ort absolviert haben. (Insgesamt besteht der Walk aus drei Dateien, die bei Soundcloud zu finden sind) Wahlweise "Spurensuche Haushofer" auf der Seite der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
Beide stehen kostenlos zum Download bereit.
Computer
Der Computer – in all seinen Formen – gilt als allgegenwärtige Leittechnologie des 21. Jahrhunderts. Unter dem Schlagwort der Digitalisierung werden Lebensverhältnisse (von Arbeitsweisen bis zur Organisation des Privaten, von menschlichen bis zu planetarischen Bedingungen) weltweit verändert. Um so wichtiger ist es, sich mit den Bedingungen, Erscheinungsformen und Folgen des Computers auseinanderzusetzen. Die komplexe Verzahnung von Technik, Ästhetik und Praktiken, die Verbindungen zwischen Maschinen, Lebewesen und Dingen, fordern gestalterische und medientheoretische Perspektiven heraus.

Diesem Thema widmet sich diese aus zwei Gründen außergewöhnliche Lehrveranstaltung: Sie verbindet Vorlesungs- und Seminar-Charakter, indem auf Vortrags-Elemente gemeinsame Diskussionen folgen. Und sie ist eine kooperative Veranstaltung, indem durch Boris Müller (Interaction Design) und Jan Distelmeyer (Mediengeschichte und -theorie) zwei unterschiedliche Fachperspektiven in einen Dialog treten.
Die kooperative Veranstaltung "Computer" hat dabei zum Ziel, theoretische, gestalterische, mediale, technische, kulturelle und gesellschaftliche Fragen nicht getrennt zu verhandeln, sondern aufeinander zu beziehen, um zu einem neuen Verständnis der theoretischen und praktischen Aspekte des Computers zu kommen. Wie können wir uns zu dem verhalten, was "die Digitalisierung" genannt und als Computerisierung realisiert wird?

Dazu wird das klassische Format der Vorlesung für unterschiedliche Perspektiven, Positionen und Diskussionen geöffnet. In aufeinander bezogenen Vorlesungen werden Jan Distelmeyer und Boris Müller gemeinsam zu ausgewählten Themen referieren und diese dann zur Diskussion stellen.

Zu den verhandelten Themen gehören u.a. "Perspektiven auf Computer", "(Industrielle) Revolutionen", "Programme", "Hardware", "Interaktion", "Operative Bilder", "Netzwerke", "Systeme des Betriebs", "Künstliche Intelligenz", "Zweck", "Ermächtigung".
Dozenten
Termin
Mi 10:15-11:45 Uhr
Ort
FHP, Haus D, Raum 011
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 7
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Entwurf einer Fragestellung zum Thema (max. 10 Minuten)
Mit ökologischen Augen sehen: Medialität, Relationalität und Black Box als Tools für die Beobachtung der Komplexität.
Der Umweltbegriff stellt sowohl für das ökologische Wissen als auch für die Allgemeine Systemtheorie
ein Außen dar. Ein Außen, das mit dem System in Interaktion steht.
Die Selbstorganisationstheorien leiteten eine Wende der Struktur System/Umwelt ein. Milieu bzw.
Umwelt werden nicht mehr als das Außen, sondern nur durch ihre Differenz zum System bzw. zu
System/Umwelt in die Beobachtungsordnung eingeführt. Umwelt wird dann das Resultat einer Operation
der Beobachtung, nicht eine externe und objektive Wirklichkeit, welche die jeweiligen Systeme umgibt.
Die Auflösung einer externen objektiven Wirklichkeit gelingt gegen ein omnipotentes Subjekt, dem
gegenüber eine Realität steht, die vollständig gesehen, beobachtet und erkannt werden kann. Hingegen
schlagen die epistemologischen Ansätze der Kybernetiktheorien II. Ordnung vor, über Systeme statt
Subjekte als Agenten der Beobachtung zu sprechen, deren Wahrnehmung und infolgedessen Beobachtung
durch Ungewissheiten, Unbestimmtheiten und Unvorhersehbarkeiten geprägt sind. Umwelt bildet dann
kein Außen, sondern sie umfasst die innere autonome und selbsterzeugende (autopoiesis) Kondition jedes
Systems, das sich nicht selbst, sondern nur durch die Augen der anderen beobachten kann: ein
relationales, mediales und kooperatives Sehen lässt sich mittels der systemischen Andeutung des
Umweltbegriffs des operativen Denkens der Kybernetik II. Ordnung gut erschließen.
Dieses Seminar verfolgt folgende Lehrziele: 1) Erklärung des Umweltbegriffs in seinem breiten
Deutungs- und Anwendungsspektrum, beginnend mit den experimentalphysiologischen Forschungen des
19. Jahrhunderts (Claude Bernard) über die ökologische Prägung des Begriffs Umwelt (Jakob Johann von
Uexküll) bis zu deren Einbeziehung ins Konzept Homöostase (Walter B. Cannon) und der Einfügung in
Systemtheorie und Kybernetik; 2) Darstellung der theoretischen Grundlage des Umweltbegriffs in der
Systemtheorie, die diesen Begriff einer radikalen Wende unterzogen hat; 3) kritische theoretische
Auseinandersetzung mit dem Prozess der Technifizierung von Umwelten und der entsprechenden
Denaturalisierung ökologischer Sphären; 4) Entwurf eines ökologischen Modells der Erkenntnis im
Anschluss an operative Theorien als kritischer Standpunkt gegen algorithmische
Modellierungsthechniken, da der Anspruch, Unvorhersehbarkeiten aufzulösen, nicht zwingend zum
Erwerb von Wissen führt, sondern dazu, sich bona fide auf den Algorithmus zu verlassen.
Dozent
Termin
Freitag 14-tg 14:30-18:30, Beginn: 28.10.2022
Ort
ZeM
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat 10-15 Minuten oder Abfassen eines Essays (3 Seiten)

Das Seminar findet alle zwei Wochen geblockt statt.
Visualizing Cultural Collections (Einschreibung über Incom)
Can we design collections interfaces that stimulate open-ended exploration and profound engagements with cultural heritage? How can we find representations that convey the abundance of a collection and the unique individuality of its artifacts? What are technological developments that transform the way we design interactive graphics? How can we address difficult questions about representation? We will approach these theoretical and technical questions in interdisciplinary teams. In collaboration with cultural institutions, small student teams will carry out design-oriented research with the aim to create new visualizations that open insightful and innovative perspectives onto collections, while we consider visualizations also to be artifacts that need to be interpreted and interrogated.
Dozent
Termin
Montags 9-14 (Einschreibung über Incom, s.u.), Beginn: 24.10.
Ort
FH, D/108
SWS
7
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
10
Zielgruppe
BA/MA Ergänzungsstudium
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Participants should have a solid understanding and practical experience with either data visualization or cultural collections – and an interest in the respective other. In interdisciplinary groups, participants will develop research projects and pursue their own questions. The results of the course will be shared with guest critics and the collection partners and documented in the form of paper and a web demo.

Please note: The main language of teaching for this course is English.

Der Kurs beginnt am 24.10.2022 und endet am 16.1.2023.

!!!! >>>> Anmeldung erfolgt über den Incom-Workspace (und nicht über die Einschreibung):
https://fhp.incom.org/workspace/10056/


Testat: discussion paper (2 Seiten)

Modul 9: Kolloquium

Laboratorium
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine experimentelle Form des Kolloqiums. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen können. Es soll ein Ort des Experimentierens sein. So hat jede*r Studierende bereits während des Studiums die Möglichkeit, Themen, die ihn*sie abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren in diese alternative Form des Kolloquiums einzubringen und mit den anderen zu diskutieren. Das Kolloquium LABORATORIUM unterstützt die Studierenden insbesondere bei der Themenfindung, der Operationalisierung von Forschungsproblemen, Literaturrecherchen und Strukturierung von Arbeiten.
Dozent
Termin
Di 11:00-13:00
Ort
FHP D105
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Leistungspunkte
6
Zielgruppe
EMW MA
Teilnehmerbegrenzung
15