Michael Mayer

Prof. em. Dr. Michael Mayer

mayerm@uni-potsdam.de



Profile (in German)

Biographie
Forschungsschwerpunkte
Publikationen

Biographie
Studium und Lehrtätigkeit

  • 1978–1983 Studium der Diplom-Pädagogik (Erwachsenenbildung), Soziologie, Psychologie an der PH Freiburg i.Br.
  • 1984 Diplom-Pädagoge
  • 1981–1983 Parallel-Studium der Philosophie, Soziologie, Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg i.Br.
  • 1983-1988 Studium der Philosophie, Soziologie, Religionswissenschaft/Theologie an der FU Berlin
  • 1995 Promotion in Philosophie
  • ab 1992 Freiberuflicher Journalist (NZZ, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Der Standard, SFB 3, DS-Kultur, Freitag, Lettre International, Online-Magazin artnet etc.)
  • ab 1995 Lehre an verschiedenen Universitäten und Hochschulen (FU Berlin, UdK Berlin, Bauhaus-Universität Weimar, Universität Basel, Universität Potsdam, Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Karlsruhe)
  • SS 2010 Lehrstuhlvertretung der Professur „Kunst und Theorie“ an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste, Karlsruhe
  • 27.10.2010 Habilitation
  • Januar 2011 Privatdozent (PD) an der Universität Potsdam, Europäische Medienwissenschaft
  • Juni 2011–Herbst 2013 Akademischer Mitarbeiter an der Universität Potsdam, Europäische Medienwissenschaft
  • ab Herbst 2013 Lehrstuhlvertretung der Professur „Medienwissenschaft“, Universität Potsdam, Europäische Medienwissenschaft

Beruflicher Werdegang außerhalb der Universität

  • 1991–1997 Pädagogischer Mitarbeiter in der sozialpädagogischen Schülerhilfe beim Bezirksamt Berlin Kreuzberg
  • 1993–2006 Dozent in der Erwachsenenbildung: Lehrerfortbildungsseminare für das Fach „Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde“ in Brandenburg und „Ethik/Philosophie“ in Berlin
  • 1991–1996 Freiberufliche Mitarbeit im Feuilleton des „Tagesspiegel“
  • 1993–1996 Freiberufliche Mitarbeit beim „Deutschlandsender Kultur“, jetzt „Deutschlandradio“
  • 1996–2004 Freiberufliche Mitarbeit im Feuilleton der „Berliner Zeitung“
  • 1993–2003 Freiberufliche Mitarbeit im Feuilleton der „Frankfurter Rundschau“
  • seit 1996 Freiberufliche Mitarbeit im Feuilleton der „Neuen Zürcher Zeitung“
  • 1996–1998 Freiberufliche Mitarbeit beim „SFB 3“
  • 2003 Sechswöchiges Voluntariat in der Feuilleton-Redaktion der „Berliner Zeitung“
  • 2004–2012 Fester freier Mitarbeiter in der Redaktion der Online-Zeitschrift „Magazin artnet“. Ressortleitung „Buch und Wissenschaft“. Ständiger Autor

Auszeichnungen und Stipendien

  • 1983–1987 Stipendium des Evangelischen Studienwerks „Villigst“
  • 1987–2000 Promotionsstipendium des Evangelischen Studienwerks „Villigst“
  • 2004–2005 Fellow in Residence am Kolleg Friedrich Nietzsche der Stiftung Weimarer Klassik in Weimar
  • 2006 Fellow in Residence am Kolleg Friedrich Nietzsche der Stiftung Weimarer Klassik in Weimar


Forschungsschwerpunkte

Meine Forschungsschwerpunkte sind erstens die medienanthropologische Frage zu Stellung und Status des Subjekts im Feld seiner medialen Dispositive; zweitens die medienethische Frage nach dem medialen Ort der Toten nach dem Ereignis der Shoah; und drittens die medienepistemologische Frage nach den Effekten figurativen Ausdrucks für die Darstellung propositionalen Wissens.


Publikationen

I. Bücher

  • Altes Licht und die Krankheit der Bilder. Versuche zur Techno-Logik des Imaginären. Verlag Die Blaue Eule, Essen 1990.
  • Lévinas – zur Möglichkeit einer prophetischen Philosophie. Hg. zus. mit Markus Hentschel: Focus-Verlag, Gießen 1990.
  • Transzendenz und Geschichte: Ein Versuch im Anschluss an Lévinas und seine Erörterung Heideggers. Verlag Die Blaue Eule, Essen 1995.
  • Totenwache. Passagen-Verlag, Wien 2001.
  • Humanismus im Widerstreit. Versuch über Passibilität. Fink-Verlag, München 2012
  • Tarkowskijs Gehirn. Über das Kinos als Ort der Konversion. Transcript-Verlag, Bielefeld 2012.

In Vorbereitung:

  • Zone. Medienphilosophische Erkundungen. Erscheint 2014.
  • Melancholie und Medium. Das Schwache Subjekt, die Toten, die ununterbrochene Trauerarbeit. Erscheint Ende 2014.

II. Aufsätze, Essays (Auswahl)

  • Minimum der Passibilität – Marginalien zu einer Ästhetik der An-Ästhetik. In: minimal – conzept. Zeichenhafte Sprache im Raum. Akademie der Künste, Berlin. Zug. v. Christian Schneegass. Amsterdam, Dresden 2001.
  • Passionswege des Melancholikers. In: Ego, Echo, Eidolon. Der Mensch im Spiegel seiner Spiegelbilder. Christine Conrad u. Oliver Tissot (Hg.) Nürnberg 1992.
  • Selbsterhaltung – Zur Metakritik einer Kritischen Theorie der Geschichte. In: Technik und Kunst. Heidegger – Adorno. Parabel. Schriftenreihe des Evangelischen Studienwerks Villgst. 9/1988.
  • Humanismus im Widerstreit. In: Paragrana – Zeitschrift für historische Anthropologie, Band 6, 1/1997.
  • Ethos der Distanz – nach Lévinas: ein Versuch über das Subjekt des Sagens. In: Kultur & Kritik. Leipziger philosophische Zeitschrift 6/1994.
  • Das Subjekt jenseits seines Grundes – Emmanuel Lévinas‘ Deduktion des Selbstbewusstseins. In: prima philosophia 10/97, Heft 2.
  • Conditio Inhumana. Menschenwürde und Biotechnologie: zur Bioethik-Konvention des Europarates. In: Mut. Forum für Kultur, Politik und Geschichte. 6/1997.
  • Am Nullpunkt des Humanen – Von der Analytik des Erhabenen (Kant/Lyotard) zu einer Ästhetik der Passibilität. In: prima philosophia 1/99.
  • Derridas Tode. In: Herrschaftsverhältnisse und Herrschaftsdiskurse. Essays zur
    dekonstruktivistischen Herausforderung kritischer Gesellschaftstheorie. Volker Weiß u. Sarah Speck (Hg.) Berlin 2007.
  • No Apocalypse now! Die Debatte über die Neuen Technologien ist unpolitisch. Frankfurter Rundschau, 20.4.2001.
  • Derridas Gespenster. Über ein nicht nur methodisches Missverständnis der gängigen Derrida-Lektüren. Berliner Zeitung, 7.4.08.
  • Kehraus. Geschichtsphilosophie (6): Heidegger und die Gefahr. Berliner Zeitung, 15.3.2000.
  • Thanato-Politik: Vom Recht zu töten und sich töten zu lassen. In: Komitee für Menschenrechte, Jahrbuch 2001.
  • Jenseits der Trauer. Zum Streit um das Holocaust-Denkmal in Berlin. SFB, 9.8.1995.
  • Kap der Angst. Der nukleare Holocaust und das unannehmbare Erbe des 11. September. Lettre International, 21.10.2004.
  • Liebe oder Achtung. Über Grundlagen des Politischen. Sinn & Form, Nr. 3, 1990.
  • Rückkehr zum Vater. Am 13. April 2001 wäre der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan 100 Jahre alt geworden. Berliner Zeitung, 13.4.01.
  • Der Untergang des Hauses Schröder. Das Trauerspiel des Staates wird zum Königsdrama. Standard, 16.12.2002.
  • Der Skandal Sokrates. Zur informationellen Selbstentmündigung in der Moderne. Frankfurter Rundschau, 8.5.1997.
  • Zwischen Leben und Tod. Wider die biopolitische Zurüstung. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 2001.
  • Gespensterhafte Fernwirkung. Zur Semantik des neuen islamistischen Terrors. Berliner Zeitung, 24.11.03.
  • Des Menschen Mensch. Peter Sloterdijks Versuch über den Grund zusammenzusein. Freitag, 3.6.2004.
  • Gott Tod Kunst. Das Begehren der Kunst im Kernschatten des Kreuzes wäre ein Begehren nach Erde, nach Asche und Staub, nach Gras. artnet, 24.3.05.
  • „Unser christliches Abendland?“. Traktat zur Apologie (nicht nur) des Rechtsstaats.
    Tagesspiegel, 3.9.1995.
  • Warum Krieg? Über das Trauma der Verletzbarkeit als Motiv staatlichen Handelns. Frankfurter Rundschau, 18.7.03.
  • Das Imperium schlägt zurück. Über die Unzeitgemäßheit der neuen amerikanischen
    Weltordnung. Frankfurter Rundschau, 20.5.03.
  • Über die Lüge in Zeiten des Krieges der Bilder. Mediale Unschärferelationen zwischen Dabeisein und Bescheidwissen. Standard, 24.3.03.
  • Kant in Kreuzberg. Versuch über Urbanität. Berliner Zeitung, 20.1.2003.
  • Nekrologie. Von der Ethik zur Politik und zurück: Jacques Derrida und Emmanuel Lévinas. Lettre International, Nr. 66, 4/2004.
  • Bio- und Thanato-Politik. In: Margret Lohmann, Sven Keppler (Hg.): MenschenLeben – zwischen Geschöpf und Produkt. Ethik an den Grenzen des Lebens. Münster 2005.
  • Ein Wörtchen wie „entartet”. Zu Kardinal Meisners Kritik an einer Kunst und Kultur, die „entarte“, wenn sie sich von kultischer Gottesverehrung abkopple. artnet, 12.10.07.
  • Möglichkeitssinn. Der belgische Medienkünstlers David Claerbout und seine subtile Suche nach der Wirklichkeit von Zeit. artnet, 23.7.08.
  • Dem Gesicht sein Gesicht. Das Kino des Yasujiro Ozu bricht mit der Allianz zwischen Gesicht, Person und Charakter. artnet, 17.11.05.
  • Die Anatomie der Provokation. Der Dernier Cri in der Kunst ist der Tabubruch im Umgang mit dem Tod. Ein Vergleich mit der Kunstgeschichte verrät einen erstaunlichen Reflektionsverlust. artnet, 26. 9.2008.
  • Perspektivwechsel. In: Nike Bätzner, Werner Nekes, Eva Schmidt (Hg.): Blickmaschinen. Oder wie Bilder entstehen. Die zeitgenössische Kunst schaut auf die Sammlung Nekes. DuMont-Verlag, Köln 2008. S. 75-100.
  • Halte mich nicht fest! Zum Denken der Berührung bei Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy. artnet, 12.3.2009.
  • Bilder am laufenden Band. Die storyboards Alfred Hitchcocks. artnet, 31.3.2009.
  • Ecce Facies! Zur Kinematographie der Zwischengesichtigkeit. In: Rüdiger Schmidt-Grépály (Hg.): Auf Nietzsches Balkon. Philosophische Beiträge aus der Villa Silberblick. Weimar 2009. S. 112-132.
  • Phantom Schmerz Bilder. Die COVER-Serie von Roland Stratmann. In: Roland Stratmann: Die Linie falten. Nürnberg 2011.
  • Memento. Zur Präsenz der Toten an der Schnittstelle zwischen Fotografie und Film. In: Nadja Elia-Bohrer, Samuel Sieber, Georg Christoph Tholen (Hg.): Blickregime und Dispositive audiovisueller Medien. Bielefeld 2011.
  • Mutanten. Filmphilosophische Anmerkung zur Krise des Subjekts. In: Claudia Wirsing (Hg.): Auf Nietzsches Balkon. Philosophische Beiträge aus der Villa Silberblick. Weimar 2012.
  • Post Mortem Mortui. In: Christoph Steckhardt (Hg.): Die Neugier des Glücklichen. Eine
    Festschrift für den Gründer des Kollegs Friedrich Nietzsche. Weimar 2012.
  • Der Anspruch der Toten. In: Jour Fixe Initiative Berlin (Hg.): Etwas fehlt: Utopie, Kritik und Glücksversprechen. Münster 2013.
  • Schleier Medium. In: Jörg Sternagel, Lenore Hipper, Jan Henrik Möller (Hg.): Paradoxalität des Medialen. Bielefeld 2013.
  • Kraft der Toten oder die Melancholie nach Freud. In: Jörg Sternagel, Dieter Mersch, Lisa Stertz (Hg.): Kraft der Alterität. Ethische und aisthetische Dimensionen des Performativen.
    Bielefeld 2013.
  • Zone Blau. In: Till Heilmann, Frank Haase (Hg.): Interventionen. Festschrift für Georg Christoph Tholen. Marburg 2013.
  • Verschwinden Erscheinen. In: Mira Fliescher, Dieter Mersch, Fabian Goppelsröder (Hg.): Sichtbarkeiten 1: Erscheinen. Berlin 2013.

III. Kritiken, Rezensionen, Artikel (Auswahl)

Hinweis: Sämtliche Artikel aus dem „Magazin artnet“ sind online frei zugänglich unter folgendem Link.

Artikel aus „Der Tagesspiegel“, „Berliner Zeitung“, „Neue Züricher Zeitung“, „Frankfurter Rundschau“, „Der Standard“, „Freitag“, „Lettre International“, „Sinn und Form“ etc. sind in den jeweiligen Archiven der Publikationsorgane (frei oder unfrei) zugänglich.

 

    • Weltbilder. Zum Tode Vilém Flussers.
      Zu: Vilém Flusser. Gesten. Versuch einer Phänomenologie. Bollman Verlag, Düsseldorf und Bensheim. 1991. Ders. Nachgeschichten. Essays, Vorträge, Glossen. Zusammengestellt und bearbeitet v. Volker Rapsch. Bollman Verlag, Düsseldorf. 1990. Über Flusser. Fest-Schrift zum 70. von Vilém Flusser. Hrsg. v. Volker Rapsch. Bollamnn Verlag, Düsseldorf. 1990. In: Tagesspiegel, Herbst 1991.
    • Erschütterungen der Kunst. Bernhard Lypps lotet den Raum zwischen Kunst und Philosophie aus.
      Zu: Bernhard Lypp. Die Erschütterung des Alltäglichen. Kunst–Philosophische Studien. Edition Akzente. Hrsg. Michael Krüger. Carl Hanser Verlag. München, Wien 1991. In: Tagespiegel, Winter 1991.
    • Schrift der Erlösung. Stéphane Mosès theologische Exkursionen.
      Zu: Spuren der Schrift: von Goethe bis Celan. Mit drei Übers. von Eva Moldenhauer. Jüdischer Verlag bei Suhrkamp. Frankfurt a.M. 1991. In: Tagesspiegel, Sommer 1991.
    • Bewunderung. Der Briefwechsel zwischen Zarin und Philosoph.
      Zu: Katharina die Große / Voltaire. Monsieur – Madame. Der Briefwechsel zwischen der Zarin und dem Philosophen. Manesse Verlag. Zürich. 1991. In: Tagesspiegel, Herbst 1991.
    • Hermeneutisches Glasperlenspiel. Zu Christoph Menkes Kunstphilosophie.
      Zu: Christoph Menke. Die Souveränität der Kunst. Ästhetische Erfahrung nach Adorno und Derrida. stw 958. Frankfurt a. M. 1991. In: Tagesspiegel, Sommer 1991.
    • Löschblatt und Tinte. Zu Pierre Missacs Benjaminstudie.
      Pierre Missac. Walter Benjamins Passage. Übersetzt von Ulrike Bischoff. Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main. 1991. In: Tagesspiegel, Herbst 1991.
    • Kafka mit Kant. Jacques Derrida über Recht und Gerechtigkeit.
      Zu: Jacques Derrida. Préjugés: Vor dem Gesetz. Übers. v. Detlef Otto u. Axel Witte. Passagen-Verlag 1992. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1992.
    • So neu nicht. Boris Groys Versuch über das Neue.
      Zu: Boris Groys. Über das Neue. Versuch einer Kulturökonomie. Aus dem Russischen von Annelore Nitschke. Carl Hanser Verlag, München Wien, 1992. In: Tagesspiegel, Herbst 1992.
    • Reisender ohne Reise. Paul Virilio über die technische Entmächtigung der Ferne.
      Zu: Paul Virilio. Rasender Stillstand. Essay. Edition Akzente, Carl Hanser Verlag. München Wien 1992. In: Berliner Zeitung, Frühjahr 1993.
    • Im Widerstreit. Zum Denken Jean-Francois Lyotards.
      Zu: Ästhetik im Widerstreit. Interventionen zum Werk von Jean-Francois Lyotard. Hrsg. von Wolfgang Welsch und Christine Pries. VCH, Acta humaniora. Weinheim 1991. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1992.
    • Uneingelöstes Pluralitätsversprechen. Eine Zeitmitschrift über die Postmoderne.
      Zu: Nach der Postmoderne. Ein Zeitmitschrift-Buch. Hrsg. von Andreas Steffens unter Mitwirkung von Christine Pries und Wilhelm Schmid. Bollmann-Verlag Düsseldorf und Bensheim, 1992. In: Tagesspiegel, Herbst 1992.
    • Im Namen des Vaters. Ein Band über den Vater in der Psychoanalyse.
      Zu: Perversion der Philosophie – Lacan und das unmögliche Erbe des Vaters. Hrsg. V. Edith Seifert. Edition Tiamat Berlin 1992. In: Deutschlandsender Kultur, Sommer 1992.
    • Von Gesetz und Freiheit. Eine Studie zur Aktualität des Kantschen Autonomiebegriffs
      Zu: Uwe Justus Wenzel. Anthroponomie – Kants Archäologie der Autonomie. Akademie Verlag Berlin, 1992. In: Tagesspiegel, Herbst 1992.
    • Im Spiegel. Jean Starobinski und Klaus-Peter Schuster über Melancholie.
      Zu: Peter-Klaus Schuster. Melencolia I: Dürers Denkbild. 2 Bände. Gebr. Mann Verlag Berlin, 1991. Jean Starobinski. Melancholie im Spiegel. Baudelaire-Lektüren. Übers. von Horst Günther. Carl Hanser Verlag München Wien 1992. In: Tagesspiegel, Frühjahr 1992.
    • Ethik im außermoralischen Sinne. Ein Sammelband zu ethischen und ökonomischen Implikationen der Philosophie Derridas.
      Zu: Ethik der Gabe: Denken nach Jacques Derrida. Hrsg. v. Michael Wetzel und Jean-Michel Rabaté. Akademie-Verlag Berlin, 1993. Frankfurter Rundschau, Frühjahr 1993.
    • Über Politik im Zeitalter ihrer technischen Überforderung.
      Zu: Peter Sloterdijk. Im selben Boot. Reflexionen zur Hyperpolitik. Suhrkamp-Verlag Frankfurt a.M. 1993. In: Tagesspiegel, Frühjahr 1993.
    • Über Politik im Zeitalter ihrer technischen Überforderung. Peter Sloterdijks Versuch über Globalisierung.
      Zu: Peter Sloterdijk. Im selben Boot. Reflexionen zur Hyperpolitik. Suhrkamp-Verlag Frankfurt a.M. 1993. In: Tagesspiegel, Frühjahr 1994.
    • Adorno. Zum 25. Todestages des Philosophen am 6. August 1994.
      In: Tagesspiegel, 6.8.1994.
    • Die Heilige im Konjunktiv. Simone Weils in ihren Tagebüchern.
      Zu: Simone Weil. Cahiers 1. Aufzeichnungen. Herausgegeben und übersetzt von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. Carl Hanser Verlag München Wien, 1991. Simone Weil. Cahiers 2. Aufzeichnungen. Herausgegeben und übersetzt von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. Carl Hanser Verlag München Wien, 1993. Tagesspiegel, Herbst 1993. In: Tagesspiegel, Herbst 1993.
    • Die ethische Existenz des Menschen. Sartres letztes Gespräch birgt eine späte Antwort
      auf die Frage der Gewalt.
      Zu: Jean-Paul Sartre. Brüderlichkeit und Gewalt. Ein Gespräch mit Benny Lévy. Übersetzt v. Grete Osterwald. Mit einem Nachwort v. Lothar Baier. Wagenbach Verlag Berlin, 1993. In: Tagesspiegel, Frühjahr 1993.
    • Vom Ende des Buches zur Gabe des Anderen. Über ethische und ästhetische Aspekte der Philosophie Jacques Derridas.
      Zu: Ethik der Gabe: Denken nach Jacques Derrida. Hrsg. v. Michael Wetzel und Jean-Michel Rabaté. Akademie-Verlag Berlin, 1993. Jacques Derrida: Falschgeld. Zeit geben I. Übers. v. Andreas Knop u. M. Wetzel. Fink-Verlag München, 1993. Derrida: Préjugés: Vor dem Gesetz. Übers. v. Detlef Otto u. Axel Witte. Hrsg. v. Peter Engelmann. Passagen-Verlag Wien, 1992. Derrida: Die Wahrheit in der Malerei. Übers. v. M. Wetzel. Hrsg. v. Peter Engelmann. Passagen-Verlag Wien 1992. Derrida: Die Archäologie des Frivolen. Übers. v. Joachim Wilke. Akademie-Verlag Berlin, 1993. Peter Völkner: Derrida und Husserl – Zur Dekonstruktion einer Philosophie der Präsenz. Passagen-Verlag Wien, 1993.
    • Ethos der Distanz. Grawert-May über die Sucht mit sich identisch zu sein.
      Zu: Erik Grawert-May. Die Sucht mit sich identisch zu sein. Nachruf auf die Höflichkeit. Rotbuch Verlag Berlin, 1993. In: Tagesspiegel, Winter 1993.
    • Einzigartiges Wagnis des Denkens. Zur Herausgabe der Werke Meister Eckharts
      in zwei Bänden.
      Zu: Meister Eckhart. Werke I und II. (Bibliothek des Mittelalters Bd. 20 u. 21) Hrsg. und übers. v. Niklaus Largier. Deutscher Klassiker Verlag Frankfurt a.M. 1993. In: Tagesspiegel, Winter 1993.
    • Bekenntnis und Beschneidung. Ein Portrait über und von Jacques Derrida.
      Zu: Jacques Derrida: Ein Portrait von Jacques Derrida und Geoffrey Bennington. Aus dem Französischen von Stefan Lorenzer. Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M. 1994. In: Frankfurter Rundschau, Sommer 1994.
    • Selbstkenntnis und Selbsterkenntnis. Sherwin B. Nuland verwechselt etwas.
      Zu: Sherwin B. Nuland. Wie wir sterben: Ein Ende in Würde ? Aus dem Amerikanischen v. Enrico Heinemann u. Reinhard Tiffert. Kindler Verlag, München 1994. In: Tagesspiegel, Winter 1994.
    • Lektüren des Begehrens. Malcolm Bowie über das Denken Jacques Lacans.
      Zu: Malcolm Bowie. Lacan. Aus dem Englischen v. Klaus Laermann. Steidl Verlag Göttingen, 1994. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1994.
    • Gott und die Welt. Jeshajahu Leibowitz über die Zukunft des Judentums.
      Zu: Jeshajahu Leibowitz/Michael Shashar: Gespräche über Gott und die Welt. Aus dem Hebräischen v. Matthias Schmidt. Insel Verlag Frankfurt a.M. 1994. In: Tagesspiegel, Herbst 1994.
    • Apocalypse now. Paul Virilio über die Eroberung des Körpers.
      Zu: Paul Virilio: Die Eroberung des Körpers. Vom Übermenschen zum überreizten Menschen. Aus dem Französischen v. Bernd Wilczek. Carl Hanser Verlag, München, Wien, 1994. In: Berliner Zeitung, Herbst 1994.
    • Let‘s talk about death. Neuerscheinungen zum Thema „Tod und Sterben“.
      Zu: Bert Keizer: Das ist das Letzte! Erfahrungen eines Arztes mit Sterben und Tod. Argon Verlag Berlin, 1995. Gehirntod und Organtransplantation als Anfrage an unser Menschenbild. Beiheft 1995 zur Berliner Theologischen Zeitschrift. Wichern-Verlag Berlin, 1995. In: Neue Züricher Zeitung, Herbst 1995.
    • Der Philosoph und sein Schatten. Mit seinen Deutsch-Französischen Gedankengängen betätigt sich Bernhard Waldenfels einmal mehr als Boykottbrecher.
      Zu: Bernhard Waldenfels: Deutsch-französische Gedankengänge. Suhrkamp-Verlag Frankfurt a.M. 1995. In: NZZ, Herbst 1995.
    • Exzentrisch. Gerhard Arlts Studie zeigt die Einheit des Werkes von Helmuth Plessner.
      Zu: Gerhard Arlt: Anthropologie und Politik: ein Schlüssel zum Werk Helmuth Plessners. Wilhelm Fink Verlag, München 1996. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1996.
    • Vom singulären Gesetz des Begehrens. Aufgrund der tragischen Dimension der psychoanalytischen Erfahrung drängt Jacques Lacan auf eine Revision der Ethik.
      Zu: Jacques Lacan: Die Ethik der Psychoanalyse. Das Seminar, Buch VII. Textherstellung durch Jacques Alain Miller. Aus dem Französischen von Norbert Haas. Quadriga Verlag Weinheim, Berlin 1996. In: Frankfurter Rundschau, Winter 1996.
    • Unzeitgemäßer denn je. Neue Versuche zu einer noch immer provokanten These Nietzsches.
      Zu: Gary Smith/Hinderk M. Emrich (Hrsg.): Vom Nutzen des Vergessens. Akademie Verlag Berlin, 1996. Dieter Borchmeyer: „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“. Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M., 1996. In: NZZ, Sommer 1996.
    • Banalität und Faszinosum. Das Böse kehrt zurück.
      Zu: Die andere Kraft. Zur Renaissance des Bösen. Hrsg. v. Alexander Schuller u. Wolfert von Rahden. Akademie-Verlag Berlin, 1993. Das Böse. Eine historische Phänomenologie des Unerklärlichen. Hrsg. v. Carsten Colpe u. Wilhelm Schmidt-Biggemann. Suhrkamp-Verlag Frankfurt a.M., 1993. Das Böse ist immer und überall. Ein “BilderLeseBuch” hrsg. v. Gerburg Treusch-Dieter. Elefanten Press Berlin, 1993. Jean Baudrillard: Transparenz des Bösen. Ein Essay über extreme Phänomene. Merve-Verlag Berlin, 1992. Franz M. Wuketits: Verdammt zur Unmoral? Zur Naturgeschichte von Gut und Böse. Piper-Verlag München Zürich, 1993. Vom Guten, das noch stets das Böse schafft. Kriminalwissenschaftliche Essays zu Ehren von Herbert Jäger. Hrsg. v. Lorenz Böllinger u. Rüdiger Lautmann. Suhrkamp-Verlag Frankfurt a.M., 1993. Wahnwelten im Zusammenstoß: Die Psychose als Spiegel der Zeit. Hrsg. v. Rudolf Heinz, Dietmar Kamper u. Ulrich Sonnemann. Akademie-Verlag Berlin, 1993. In: Tagesspiegel, Herbst 1993.
    • Reise zur Nachtseite der Worte. Zu Michel Butors literarischer Suche.
      Zu: Michel Butor: Die unendliche Schrift. Aufsätze über Literatur und Malerei. Aus dem Französischen von Helmut Scheffel. Europa Verlag, Wien 1991. In: Tagesspiegel, Herbst 1991.
    • Denken im technischen Raum. Reinhard Knodts lotet ästhetische Korrespondenzen aus.
      Zu: Reinhard Knodt: Ästhetische Korrespondenzen – Denken im technischen Raum. Stuttgart 1994. In: NZZ, Herbst 1994.
    • Marrane der Vernunft. Yirmajahu Yovels brillante Studie über Spinoza.
      Zu: Yirmiyahu Yovel: Spinoza – Das Abenteuer der Immanenz. Aus dem Englischen v. Brigitte Flickinger. Steidl Verlag, Göttingen 1994. In: Berliner Zeitung, Herbst 1994.
    • Erstickt. Die französische Philosophin Sarah Kofman über ihre Kindheit.
      Zu: Sarah Kofman: Rue Ordener – Rue Labat. Autobiographisches Fragment. Übers. v. Ursula Beitz. edition diskord, Tübingen 1995. In: NZZ, Winter 1995.
    • Von Recht und Gerechtigkeit. Derrida legt den messianischen Grund marx‘schen Denkens frei.
      Zu: Jacques Derrida: Marx‘ Gespenster. Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Übers. v. Susanne Lüdemann. Fischer Taschenbuch Verlag, 1995. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1995.
    • Dürftig. Barry Sanders‘ Version vom Untergang des Abendlandes.
      Zu: Barry Sanders: Der Verlust der Sprachkultur. Aus dem Amerikanischen von Kurt Neff. S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 1995. In: NZZ, Herbst 1995.
    • Suche nach Deutschland. László F. Földényis Foto aus Berlin.
      Zu: László F. Földényi: Ein Foto aus Berlin. Essays, 1991 – 1994. Matthes & Seitz, München 1996. In: NZZ, Winter 1996.
    • Seines Nächsten Krüppel. Klaus E. Müller über den Krüppel.
      Zu: Klaus E. Müller: Der Krüppel; Ethnologia passionis humanae. Verlag C.H. Beck München, 1996. In: NZZ, Herbst 1996.
    • Mit Platon zum Profit. Rezension zu Norbert Bolz: „Die Sinngesellschaft“.
      Zu: Norbert Bolz: Die Sinngesellschaft. Econ Verlag, Düsseldorf 1997. In: NZZ, 1997.
    • Die Totmacher. Gibt es ein Recht zu sterben? Und gibt es ein Recht der Lebenden auf die Toten? Neuere Publikationen über Tod und Sterben.
      Zu: Robert Spaemann/Thomas Fuchs: Töten oder sterben lassen? Worum es in der Euthanasiedebatte geht. Verlag Herder, Freiburg Basel Wien 1997. R. Harri Wettstein: Leben- und Sterbenkönnen. Gedanken zur Sterbebegleitung und zur Selbstbestimmung der Person. Verlag Peter Lang, Bern, Berlin, Frankfurt a.M., New York, Paris, Wien 1997. David Kessler: Die Rechte der Sterbenden. Berltz Quadriga Verlag, Weinheim und Berlin 1997. Martina Spirgatis: Leben im Fadenkreuz. Transplantationsmedizin zwischen Machbarkeit, Menschlichkeit und Macht. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1997. In: NZZ, 6.4.1997.
    • Kopf, Herz und Hand. Eine Auswahl der Schriften Kurt Hahns.
      Zu: Kurt Hahn: Ausgewählte Schriften eines Politikers und Pädagogen. Hrsg. v. Michael Knoll. Mit e. Vorw. v. Hartmut von Hentig. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 1998. In: Tagesspiegel, 24.9.1998.
    • Geplatzte Blasen. Anmerkungen zu Peter Sloterdijk: Sphären I: Blasen.
      Zu: Peter Sloterdijk: Sphären I: Blasen. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt a.M. 1998. In: Berliner Zeitung, Winter 1998.
    • Toleranz als Institution. Michael Walzers Versuch, Toleranz gegenüber Gruppen mit der gegenüber Individuen auszubalancieren.
      Zu: Michael Walzer: Über Toleranz – Von der Zivilisierung der Differenz. Hrsg. u. mit einem Nachwort v. Otto Kallscheuer. Berlin 1998. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1998.
    • Von Wert und Würde. Hartmut von Hentig über die Werte.
      Zu: Hartmut von Hentig: Ach, die Werte! Über eine Erziehung für das 21. Jahrhundert. Carl Hanser Verlag, München Wien 1999. In: NZZ, 16.3.1999.
    • Von der Macht der Scham. Hilde Landweer über die Sozialität eines Gefühls.
      Zu: Hilde Landweer: Scham und Macht. Phänomenologische Untersuchun¬gen zur Sozialität eines Gefühls. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 1999. In: Frankfurter Rundschau, 26.11.1999.
    • Was Gesellschaft sei. In seinem nachgelassenen Werk gibt sich Panajotis Kondylis als Sozialphilosoph großen Formats zu erkennen.
      Zu: Panayotis Kondylis: Das Politische und der Mensch. Grundzüge einer Sozialontologie. Band I: Soziale Beziehung, Verstehen, Rationalität. Aus dem Nachl. hrsg. v. Falk Horst. Akademie Verlag, Berlin 1999. In: Berliner Zeitung, 23.9.1999.
    • Du darfst! Slavoj Zizek über Nächstenliebe und Sozialität.
      Zu: Liebe Deinen Nächsten? Nein, Danke! Die Sackgasse des Sozialen in der Postmoderne. Frankfurt/M. 1999. Berliner Zeitung, 12.3.2000.
    • Das Rätsel Roland Barthes. Zwei Publikationen zu einem Theoretiker, den viele
      im Munde führen und kaum einer kennt.
      Zu: Ottmar Ette: Roland Barthes – Eine intellektuelle Biographie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1999. Bettina Lindorfer: Roland Barthes – Zeichen und Psychoanalyse. Wilhelm Fink Verlag, München 1998. In: Frankfurter Rundschau, Frühjahr 2000.
    • Jenseits des Buches. Glosse zu Walter Benjamin mit einem Überblick zu Neuerscheinungen im Jahr seines 100. Geburtstages.
      Zu: Aber ein Sturm weht vom Paradiese her – Texte zu Walter Benjamin. Hrsg. Michael Opitz u. Erdmut Wizisla. Reclam-Bibliothek Nr. 1425. Leipzig 1992. Glückloser Engel – Dichtungen zu Walter Benjamin. Hrsg. M. Opitz u. E. Wizisla. Insel-Verlag Frankfurt a.M. und Leipzig 1992. Klaus Garber. Zum Bilde Walter Benjamins. Studien – Porträts – Kritiken. Wilhelm Fink Verlag München 1992. Gerhard Wagner. Benjamin Bilder. Aspekte der westeuropäischen Rezeption Walter Benjamins von 1979 bis 1991. von Bockel Verlag Hamburg 1992. “Was nie geschrieben wurde, lesen” Frankfurter Benjamin-Vorträge. Hrsg. Lorenz Jäger u. Thomas Regehly. Aisthesis Verlag Bielefeld 1992. Leib- und Bildraum. Lektüren nach Benjamin. Hrsg. von Sigrid Weigel. Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte Bd. 1. Böhlau Verlag Köln, Weimar, Wien 1992. Für Walter Benjamin. Dokumente, Essays und ein Entwurf. Hrsg. Ingrid u. Konrad Scheurmann. Eine Publikation des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. (AsKI, Bonn) Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M. 1992. Walter Benjamin. Städtebilder. Fotografiert von Anna Blau. Mit einem Nachwort von Peter Szondi. stw 1966, Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M. 1992. Passagen. Nach Walter Benjamin. Katalogbuch “Nach dem Passagen-Werk” von Wolfgang Schmitz. Mit Zeichnungen von W. Schmitz und Fotografien von Robert Doiseneau und Beiträgen zur Aktualität der Ästhetik Walter Benjamins. Hrsg. Projektgruppe Walter Benjamin Bremen. dt.-fr., 196 Seiten. Bucklicht Männlein und Engel der Geschichte: Walter Benjamin, Theoretiker der Moderne; Ausstellung des Werkbund-Archivs im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Hrsg. Werkbund-Archiv in Zusammenarbeit mit dem museumspädagog. Dienst Berlin. Anabas-Verlag Gießen 1990. Hans Puttnies. Gary Smith. Benjaminiana: eine biografische Recherche. Hrsg. Werkbund-Archiv. Anabas-Verlag Gießen 1991. In: Tagesspiegel, Herbst 1992.
    • Tertium non datur. Zu Bd. 5 der Reihe „Klassiker Auslegen“ – Thomas Hobbes.
      Zu: Wolfgang Kersting (Hrsg.): „Thomas Hobbes: Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines bürgerlichen und kirchlichen Staates“. Klassiker Auslegen Bd. 5. Akademie Verlag, Berlin 1996. In: Tagesspiegel, Winter 1996.
    • Transzendent bis zur Abwesenheit. Neuerscheinungen von und zu Lévinas.
      Zu: Emmanuel Lévinas: Gott, der Tod und die Zeit. Aus dem Franz. v. Astrid Nettling u. Ulrike Wasel. Passagen-Verlag, Wien 1996. Ders: Jenseits des Buchstabens. Band 1: Talmud-Lesungen. Aus dem Franz. v. Frank Miething. Verlag Neue Kritik, Frankfurt a.M. 1996. In: Frankfurter Rundschau, Frühjahr 1996.
    • Nietzsches alttestamentlicher Kern. Neue Publikationen zur Aktualität Nietzsches.
      Zu: Rudolf Kreis: Nietzsche, Wagner und die Juden. Mit e. Vorw. v. Gottfried Helferich Wagner. Königshausen und Neumann, Würzburg 1995. Martha Zapata Galindo: Triumph des Willens zur Macht: Zur Nietzsche-Rezeption im NS-Staat. Argument-Verlag Hamburg 1995. Martin Stingelin: „Unsere ganze Philosophie ist Berichtigung des Sprachgebrauchs“: Friedrich Nietzsches Lichtenberg-Rezeption im Spannungsfeld zwischen Sprachkritik (Rhetorik) und historischer Kritik (Genealogie). Fink-Verlag, München 1996. Alexander Nehamas: Nietzsche: Leben als Literatur. A. d. Engl. v. Brigitte Flickinger. Steidl Verlag Göttingen 1996. Jacques Le Rider: Nietzsche in Frankreich. Mit e. Vorw. v. Ernst Behler. A. d. Franz. v. Heinz Jatho. Fink-Verlag München 1996. In: NZZ, Herbst 1996.
    • Korrespondenzen. Joseph Roths „Briefe aus Deutschland“.
      Zu: Joseph Roth: Briefe aus Deutschland. Mit unveröffentlichten Materialien. Hrsg. und mit einem Nachwort v. Ralph Schock. Gollenstein Verlag Blieskastel, 1997. In: Berliner Zeitung, Winter 1996.
    • Apocalypse now! Michael Ley über den Zusammenhang von Apokalyptik und Moderne.
      Zu: Michael Ley: Apokalypse und Moderne. Aufsätze zu politischen Religionen. Sonderzahl Verlag Wien, 1997. In: Frankfurter Runschau, 13.2.1997.
    • Fiktionen des Grauens. Sem Dresden über Holocaust und Literatur.
      Zu: Sem Dresden: Holocaust und Literatur. Essay. Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens und Andreas Ecke. Jüdischer Verlag, Frankfurt a.M. 1997. In: Berliner Zeitung, 18.7.1997.
    • Mehltau der Resignation. Herta Müllers neuer Roman.
      Zu: Herta Müller: Heute wär ich mir lieber nicht begegnet. Rowohlt Verlag München 1997. In: Berliner Zeitung, 18.12.1997.
    • Andersartigkeit des Technischen. Neuere Publikationen über Virtualität und das Netz der Netze.
      Zu: Bernd Guggenberger: Das digitale Nirwana. Rotbuch Verlag, Hamburg 1997. Mythos Internet. Hrsg. v. Stefan Münker u. Alexander Roesler. edition suhrkamp, Frankfurt a.M. 1997. Uwe Jean Heuser: Tausend Welten – Die Auflösung der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Berlin Verlag, Berlin 1996. Léo Scheer: Die virtuelle Demokratie. Aus d. Franz. v. Michaela Meßner. Rotbuch Verlag, Hamburg 1997. In: NZZ, Herbst 1997.
    • Derridas Gespenster. Neuere Publikationen von und zu Jacques Derrida.
      Zu: Jacques Derrida: Einige Statements und Binsenweisheiten über Neologismen, New-Ismen, Parasitismen und andere kleine Seismen. Übers. v. Susanne Lüdemann. Merve Verlag Berlin, 1997. Derrida: Geschichte der Lüge – Prolégomènes. Erscheint voraussichtl. im Früh-jahr nächsten Jahres bei Suhrkamp. Hans-Dieter Gondek/Bernhard Waldenfels (Hrsg.): Einsätze des Denkens – Zur Philosophie Jacques Derridas. Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M., 1997. Derrida: Aufzeichnungen eines Blinden: Das Selbstporträt und andere Ruinen. Hrsg. und mit einem Nachwort v. Michael Wetzel. Übers v. Andreas Knoop u. Michael Wetzel. Wilhelm Fink Verlag München, 1997. Michael Wetzel: Die Wahrheit nach der Malerei. Wilhelm Fink Verlag München, 1997. Derrida: Dem Archiv verschrieben: Eine Freudsche Impression. Übers. v. Hans-Dieter Gondek u. Hans Naumann. Brinkmann & Bose Berlin, 1997. In: NZZ, 14.10.1997.
    • Peinliche Verwandtschaften. Gudrun Brockhaus untersucht die emotionale Erlebniswelt
      des Nazismus.
      Zu: Gudrun Brockhaus: Schauder und Idylle – Faschismus als Erlebni¬sangebot. Verlag Antje Kunstmann, München 1997. In: NZZ, 23.4.1997.
    • Des Teufels Bildungsbürger. Georg Bollenbecks Analyse der Selbstaufgabe des deutschen Bildungsbürgertums.
      Zu: Georg Bollenbeck: Tradition, Avantgarde, Reaktion. Deutsche Kontroversen um die kulturelle Moderne 1880 – 1945. S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 1999. In: Frankfurter Rundschau, Herbst 1999.
    • Die Toten. Jacques Derridas Adieu & Aporien.
      Zu: Jacques Derrida: Adieu. Nachruf auf Emmanuel Lévinas. Aus dem Franz. v. Reinold Werner. Carl Hanser Verlag, München, Wien 1999. Jacques Derrida: Aporien. Sterben – Auf die „Grenzen der Wahrheit“ gefaßt sein. Aus dem Franz. v. Michael Wetzel. Wilhelm Fink Verlag, München 1998. In: Berliner Zeitung, 21.5.1998.
    • Halali! Die Moderne bläst zur Hatz aufs Ich.
      Peter Gross: Ich-Jagd. Im Unabhängigkeitsjahrhundert. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1999. In: NZZ, 28.7.1999.
    • Blick zurück nach vorn. Der Unsinn, er hat Methode: Neil Postmans neuestes Elaborat.
      Zu: Neil Postman: Die zweite Aufklärung – Vom 18. ins 21. Jahrhundert. Deutsch v. H. Jochen Bußmann. Berlin Verlag, Berlin 1999. In: NZZ, 10.9.1999.
    • Ernüchterung. Otto Pöggeler verortet Heidegger in seiner Zeit.
      Zu: Otto Pöggeler: Heidegger in seiner Zeit. Wilhelm Fink Verlag, München 1999. In: NZZ, 19.12.1999.
    • Hermeneutik des Schmerzes. Zwei Publikationen zum Leiden als Phänomen der
      Sinndeutung und Kommunikation.
      Zu: Dietrich von Engelhardt: Krankheit, Schmerz und Lebenskunst. Eine Kulturgeschichte der Körpererfahrung. Verlag. C.H. Beck. München 1999. Heiko Christians: Über den Schmerz. Eine Untersuchung von Gemeinplätzen. Akademie Verlag. Berlin 1999. In: NZZ, 25.6.1999.
    • Fremd in einer fremden Welt. Hans Jonas‘ Gnosis-Buch.
      Zu: Hans Jonas: Gnosis – Die Botschaft des fremden Gottes. Hrsg. und mit einen Nachw. v. Christian Wiese. Insel Verlag Frankfurt a.M., Leipzig 1999. In: Frankfurter Rundschau, 5.3.1999.
    • Bekenntnisneutral, nicht wertneutral. Zum Verhältnis von Staat und Kirche, In: NZZ, 3.3.1999.
    • Ausgekugelt. Von nun an geht‘s bergab: Peter Sloterdijks „Sphären II“
      Zu: Peter Sloterdijk: Sphären II: Globen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1999. In: Berliner Zeitung, 4.8.1999.
    • Stille Tage in Berlin. Die Berliner Tagebücher Søren Kierkegaards.
      Zu: Søren Kierkegaard: Berliner Tagebücher. Aus dem Dänischen über-setzt und herausgegeben von Tim Hagemann. Philo Verlag Berlin, Wien 2000. In: Berliner Zeitung, 14.3.2000.
    • Vom Ende der Kunst. Alexander García Düttmann über die Kunst und ihr Ende.
      Zu: Alexander García Düttmann: Kunstende. Drei ästhetische Studien. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 2000. In: Frankfurter Rundschau, 18.1.2001.
    • Urszene der Philosophie. Manfred Geier zeigt, wie sich philosophisch Bedeutendes an vermeintlich Unbedeutendem entzündet.
      Zu: Manfred Geier: Die kleinen Dinge der großen Philosophen. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Hamburg 2001. In: Berliner Zeitung, 14.3.2001.
    • Zur Genealogie des Bösen. Der amerikanische Philosoph Richard J. Bernstein auf den Spuren Nietzsches. In: Berliner Zeitung, 17.1.2001.
    • Der Mond ist aufgegangen. Und Karl R. Popper erschleicht sich antikes Erbe.
      Zu: Karl R. Popper: Die Welt des Parmenides. Der Ursprung des europäischen Denkens. Hrsg. v. Arne F. Petersen unter Mitarbeit v. Joergen Mejer. Aus dem Engl. v. Sibylle Wieland u. Dieter Dunkel. Piper Verlag, München 2001. In: Berliner Zeitung, 11.4.2001.
    • Sinn und Sinnlichkeit. Jochen Hörisch frönt (noch) dem Buch im Abgesang seiner Kultur.
      Zu: Jochen Hörisch: Der Sinn und die Sinne. Eine Geschichte der Medien. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001. In: NZZ, 18.6.2001.
    • Das weibliche Genie, Teil I. Julia Kristevas Versuch über Hannah Arendt.
      Zu: Julia Kristeva: Das weibliche Genie. I. Hannah Arendt. Übers. V. Vincent v. Wroblewsky. Philo Verlagsgesellschaft, Berlin, Wien 2001. In: Frankfurter Rundschau, 26.6.2001.
    • Verfügungsgewalt. Neue Publikationen über das Wohl und Wehe des Neuen Menschen.
      Zu: Elisabeth List: Grenzen der Verfügbarkeit. Die Technik, das Subjekt und das Lebendige. Passagen-Verlag, Wien 2001. Norbert Borrmann: Frankenstein und die Zukunft des künstlichen Menschen. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen, München 2001. Christian Jungblut: Meinen Kopf auf deinen Hals. Die neuen Pläne des Dr. Frankenstein alias Robert White. Hirzel Verlag, Stuttgart, Leipzig 2001. In: NZZ, Sommer 2001.
    • Extreems meet. Die späten Talmud-Exegesen des Emmanuel Lévinas.
      Zu: Emmanuel Lévinas: Neue Talmud-Lesungen. Übers. v. Frank Miething. Verlag Neue Kritik, Frankfurt a.M. 2001. In: Berliner Zeitung, 8.6.2001.
    • Nichtshafte Offenbarkeit. Philosophische Versuche von Gianni Vattimo, Jacques Derrida
      u.a. zum „Sein des Göttlichen“.
      Zu: Jacques Derrida/Gianni Vattimo (u.a.): Die Religion. Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M. 2001. In: Frankfurter Rundschau, 10.9.2002.
    • Vogelfrei. Giorgio Agamben über Souveränität und das nackte Leben.
      Zu: Giorgio Agamben: Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben. Übers. v. Hubert Thüring. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 2002. In: Berliner Zeitung, 20.2.2002.
    • Zögling, nicht Zucht. Denken nach Heidegger: Philosophische Miniaturen von Hans Ebeling.
      Zu: Hans Ebeling: Soldat Philosoph. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2002. Hans Ebeling: Die Maske des Cartesius. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2002.
      Hans Ebeling: Denksturz der Moderne. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2002. Hans Ebeling: Wege ins Eine. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2000. In: NZZ, 25.10.2002.
    • Grandiose Provokation. Ein uralter und hochaktueller Text von Nikolaus von Kues.
      Zu: Nikolaus von Kues: Vom Frieden zwischen den Religionen. Lateinisch-Deutsch. Herausgegeben und übersetzt von Klaus Berger und Christiane Nord. Insel-Verlag, Frankfurt a.M. und Leipzig 2002. In: Berliner Zeitung, 30.9.2002.
    • Außer sich. Georg Christoph Tholens Versuch einer Kulturphilosophie der Medien.
      Zu: Georg Christoph Tholen: Die Zäsur der Medien. Kulturphilosophische Konturen. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt/M. 2002. In: Berliner Zeitung, 12.2.2003.
    • Kritik ja, aber bitte nicht an Kant. John Rawls Vorlesungen zur Geschichte der Moralphilosophie spiegeln die Entstehung seiner Gerechtigkeitstheorie.
      Zu: John Rawls: Geschichte der Moralphilosophie. Hume – Leibniz – Kant – Hegel. Hrsg. von Barbara Herman. Übersetzt von Joachim Schulte. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002. In: Berliner Zeitung, 23.12.2002.
    • Wider die intellektuelle Ödnis. Schriften von Gilles Deleuze aus den Jahren 1953 bis 1974.
      Zu: Gilles Deleuze: Die einsame Insel und andere Texte. Texte und Gespräche aus den Jahren 1953-1974. Hrsg. v. David Lapoujade. Übers. v. Eva Moldenhauer. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2003. In: Frankfurter Rundschau, 24.1.2003.
    • Nicht immer vernünftig. Zum Tode des britischen Philosophen Bernard Williams. Berliner
      Zeitung, 16.3.03.
    • Nekrolog auf das Bürgertum. Peter Gays Studie über die Epoche des Arthur Schnitzler.
      Zu: Peter Gay: Das Zeitalter des Arthur Schnitzler. Innenansichten des 19. Jahrhunderts. Aus dem Amerikanischen von Ulrich Enderwitz, Monika Noll und Rolf Schubert. S.Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2002. In: Frankfurter Rundschau, 5.1.2003.
    • Die theokratische Versuchung. Über die Talibanisierung der Vereinigten Staaten und einen Fundamentalismus, der keine Nuancen mehr kennt. In: Frankfurter Rundschau, 21.3.2003.
    • Pragmatismus light. Zur Verfertigung des Rechts auf Krieg im Krieg. In: Frankfurter Rundschau, 29.4.2003.
    • Eine Art Raserei. Der Irak-Krieg und die Fatalität einer Psycho-Logik. In: Frankfurter Rundschau, 23.7.2003.
    • Philosophien des Terrors. Jacques Derrida und Jürgen Habermas über das Eröffnungstrauma des neuen Jahrtausends.
      Zu: Jürgen Habermas, Jacques Derrida: Philosophie in Zeiten des Terrors. Zwei Gespräche, geführt, eingeleitet und kommentiert von Giovanna Borradori. Übers. v. Ulrich Müller-Schöll. Philo-Verlag, Berlin, Wien 2004. In: Netzeitung, 22.6.2004.
    • Und doch nicht nichts. Peter Sloterdijk legt den letzten Band seiner Sphären-Trilogie vor.
      Zu: Peter Sloterdijk: Schäume. Plurale Sphärologie. Sphären III. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2004. In: Berliner Zeitung, 3.1.2005.
    • Fatalität des Blicks. Kann man, wenn man die Autonomie des Bildes akzentuiert, einen Diskurs über das Bild führen wie je zuvor? Hans Belting über die Perspektive als Bild. artnet, 13.1.2006.
    • Entgrenzte Gesichter. Die Berliner Tagung „Ähnlichkeit und Entstellung“ arbeitete vom 16. bis 18.November an einer Reflexion des Porträts. artnet, 23.11.06.
    • Zettels Alptraum. Zwei Ausstellungen in Berlin zu Walter Benjamin. artnet, 7.11.06.
    • Juri Gagarin und wir. Die Akademie der Künste wartet an ihren beiden Berliner Ausstellungsorten mit einer großen Ausstellung über den Raum auf. artnet, 3.4.07.
    • Nicht Herr im eigenen Hause. Der französische Philosoph Paul Ricoeur wird neunzig. Berliner Zeitung, 20.2.03.
    • Selbstfremdheit. Michel Leiris’ „Mannesalter“ in einer Neuausgabe.
      Zu: Michel Leiris: Mannesalter. Übers. v. Kurt Leonhard. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2003. In: Berliner Zeitung, 27.7.2003.
    • Ecce Facies! Die Portraits Francis Bacon. in der Hamburger Kunsthalle, Galerie der Gegenwart. artnet, 16.11.05.
    • Offenen Auges. Als erster Papst besucht Benedikt XVI. das „Heilige Antlitz“ in Manoppello – eine Reliquie mit dem Abbild Jesu Christi. Zur Bildpolitik der katholischen Kirche. artnet, 31.8.06.
    • Geburtsvergessenheit. Ludger Lütkehaus’ eindrückliche Gründungsskizze einer Philosophie der Natalität.
      Zu: Ludger Lütkehaus: Natalität. Philosophie der Geburt. Verlag Die Graue Edi-tion, Kusterdingen 2006. In: NZZ, 11.11.2006.
    • Der Augenblick. Ist Kunst möglich? Das artnet Dossier zur Aktualität des französischen
      Philosophen Jean-François Lyotard für die Kunst. artnet, 17.4.07.
    • Gilles Deleuze und die Künste.
      Zu: Peter Gente / Peter Weibel (Hg.): Deleuze und die Künste. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2007. In: NZZ, 28.8.2007.
    • Produktives Changieren. Zum hundertsten Geburtstag von Otto Friedrich Bollnow. Neue Züricher Zeitung, 28.1.03.
    • Tier Mensch. Giorgio Agamben: Das Offene – Der Mensch und das Tier. Übers. v. Davide
      Giuriato. Edition Suhrkamp, Frankfurt/M. 2003. Frankfurter Rundschau, 21.8.03.
    • Vis-à-vis der Bilder. Sabine Flach, Inge Münz-Koenen, Marianne Streisand (Hg.): Der Bilderatlas im Wechsel der Künste und Medien. Wilhelm Fink Verlag, München 2005. artnet, 2.8.06.
    • Abgrund der Bilder. Jean-Luc Nancy: Am Grund der Bilder. Übersetzung von Emanuel Alloa. Diaphanes-Verlag Zürich, Berlin 2006. artnet, 24.2.06.
    • Wider die intellektuelle Ödnis. Gilles Deleuze: Die einsame Insel und andere Texte. Texte und Gespräche aus den Jahren 1953-1974. Hrsg. v. David Lapoujade. Frankfurt/M. 2003. Frankfurter Rundschau, 24.10.03.
    • Vom Rätsel der Zeit. Neuere Publikationen zu Gilles Deleuze.
      In: Mirjam Schaub: Gilles Deleuze im Wunderland: Zeit- als Ereignisphilosophie. München 2003 / Mirjam Schaub: Gilles Deleuze im Kino: Das Sichtbare und das Sagbare. München 2003 / Simon Ruf: Fluchtlinien der Kunst – Ästhetik, Macht, Leben bei Gilles Deleuze. Mit einem Vorwort v. Erich Kleinschmidt. Würzburg. 2003. In: NZZ, 19.8.03.
    • Souveräne Schurken.
      Zu: Jacques Derrida: Schurken – Zwei Essays über die Vernunft. Übers. v. Horst Brühmann. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003. In: Netzeitung, 8.9.2003.
    • Demarkation zum Nichts. François Jullien: „Das große Bild hat keine Form – oder: Vom Nicht-Objekt durch Malerei.“ Essay über Desontologisierung. Übersetzt von Markus Sedlaczek. Wilhelm Fink Verlag, München 2005. artnet, 1.11.06.
    • In Zeiten des Terrors. Jürgen Habermas, Jacques Derrida: Philosophie in Zeiten des Terrors. Zwei Gespräche, geführt, eingeleitet und kommentiert von Giovanna Borradori. Übers. v. Ulrich Müller-Schöll. Berlin, Wien 2004. Netzeitung, 25.6.04.
    • Was der Traum zu denken gibt. Jacques Derrida: Fichus. Frankfurter Rede. Übers. v. Stefan Lorenzer. Mit einer Replik v. Irving Wohlfarth. Wien 2003 / Jacques Derrida: Artaud Moma. Ausrufe, Zwischenrufe und Berufungen. Übers. v. Markus Sedlaczek. Wien 2003 / Jacques Derrida / Hans-Georg Gadamer: Der ununterbrochene Dialog. Übers. v. Martin Gessmann, Christine Ott, Felix Wiesler, Friedrich A. Kittler. Frankfurt am Main 2004 / Jacques Derrida: Die Einsprachigkeit des Anderen oder die ursprüngliche Prothese. Übers. v. Michael Wetzel. München 2003 / Jacques Derrida: Bleibe. Maurice Blanchot. Übers. v. Hans-Dieter Gondek. Wien 2003. Neue Züricher Zeitung, 5.7.04.
    • Mittagsschlaf der Moderne. Alexandra Stäheli sucht das Bild nach der Postmoderne.
      Zu: Alexandra Stäheli: Materie und Melancholie. Die Postmoderne zwischen Adorno, Lyotard und dem pictorial turn. Passagen Verlag, Wien 2004. In: Neue Züricher Zeitung, 4.4.2005.
    • Totengeläut.
      Zu: Jacques Derrida: Leben ist Überleben. Übers. v. Markus Sedlaczek. Mit einem
      Vorwort v. Jean Birnbaum. Wien 2005 / Jacques Derrida: Glas. Übers. v. Hans-Dieter Gondek u. Markus Sedlaczek. München 2006 / Jacques Derrida: Maschinen Papier. Das Schreibmaschinenband und andere Antworten. Übers. v. Markus Sedlaczek. Wien 2006 / Jacques Derrida / Bernhard Stiegler: Echographien. Fernsehgespräche. Übers. v. Horst Brühmann. Wien 2006 / Jacques Derrida: Genesen, Genealogien, Genres und das Genie. Das Geheimnis des Archivs. Übers. v. Markus Sedlaczek. Wien 2006 / Jacques Derrida / Élisabeth Roudinesco: Woraus wird Morgen gemacht sein? Ein Dialog. Übers. v. Hans-Dieter Gondek. Stuttgart 2006. In: NZZ, 15.1.07.
    • Souveräne Schurken. Jacques Derrida: Schurken – Zwei Essays über die Vernunft. Übers. v. Horst Brühmann. Frankfurt am Main 2003. Netzeitung, 8.9.03.
    • Das Fleisch der Bilder. Georges Didi-Huberman: Die leibhaftige Malerei. Aus dem Französischen v. Michael Wetzel. München 2002. Berliner Zeitung, 10.2.03.
    • Selbstfremdheit. Michel Leiris: Mannesalter. Übers. v. Kurt Leonhard. Frankfurt/M. 2003. Berliner Zeitung, 27.7.03
      .
    • Argumente der Bildlichkeit. Barbara Naumann / Edgar Pankow (Hrsg.): Bilder-Denken.
      Bildlichkeit und Argumentation. Wilhelm Fink Verlag, München 2004. artnet, 11.5.05.
    • Die Welt ohne uns. Berühmt wurde Jean Baudrillard durch seine Thesen zum Verschwinden der Grenzen zwischen Realität und Fiktion. In seinem letzten Text entwickelte er sie zur Bildtheorie weiter. artnet, 20. 8.08.
    • Klammheimlicher Etatismus. Erschreckend harmlos präsentieren sich in der Berliner
      Nikolaikirche Vorschläge zur Gestaltung eines Denkmals für die friedliche Revolution im Herbst 1989. artnet, 8.11.07.
    • Visual Swing. Die Berliner Galerie parterre zeigt jüngere Arbeiten des Malers Johannes Lacher. artnet, 24.4.07.
    • Kraft der Dissidenz. Louis Marin zeigt, dass Bild und Macht einen unauflöslichen Zusammenhang bilden. Das hat Konsequenzen auch für die akademische Bildanalyse. artnet, 26.3.08.
    • Dumme Kunst. Nachdem eine kommunale Ausstellung mit anti-islamischen Klischees kokettierte, protestierten erregte Nachbarn. Dennoch werden Klischees nicht zu guter Kunst. artnet, 7.3.08.
    • Hellhörigkeit für das Nichts. Ludger Lütkehaus‘ Erzählungen von ersten und letzten Dingen.
      Zu: Ludger Lütkehaus: Das nie erreichte Ende der Welt. Erzählungen von den ersten und letzten Dingen. Haffmans Verlag bei Zweitausendeins, Frankfurt/M. 2007. In: NZZ, 8.2.2008.
    • Diabolische Tiefe. Jean-Louis Déotte beschreibt die Erfindung der Zentralperspektive als den entscheidenden Gründungsakt der Neuzeit. artnet, 21.2.08.
    • Die Augen weit geöffnet. Wer alles sieht, sieht nichts. Paul Virilio stellt die Kunst vor die
      Alternative, blindlings mitzutun oder sich auf die Materialität der Körper zurückzubesinnen. artnet, 9.7.08.
    • Vor dem Bewegungssturm. Joseph Vogl widmet sich dem Zaudern.
      Zu: Joseph Vogl: Über das Zaudern. Diaphanes Verlag, Zürich, Berlin 2007. In: NZZ, 29.2.2008.
    • Der allerletzte Mohikaner. Dass Eitelkeit auch dem Philosophen zum Fluch gereichen kann, lernt man an Alain Badiou und seinem Konzept des Affirmationismus. artnet, 4.7.08.
    • Wenn wir Auschwitz sichtbar machen. Didi-Huberman über vier Fotografien, im Sommer 1944 von Häftlingen in Auschwitz heimlich aufgenommen, machen sichtbar, was bislang als
      undarstellbar galt. artnet, 23.4.08.
    • Atemlos, betörend. Wie wird der Blick zum Bild? Hans Belting führt in seinem neuen Buch unsere Perspektive auf ihren Ursprung zwischen Orient und Okzident zurück. artnet, 8.4.08.
    • Jenseits der Konvention. Wenn Philosophen kuratieren, werden aus Ausstellungen theoretische Fallbeispiele. Für Lyotards Projekt „Les Immatériaux“ liegt nun eine neue Deutung vor. Zu: Antonia Wunderlich: Der Philosoph im Museum. Die Ausstellung ‚Les Immatériaux‘ von Jean-François Lyotard. Transcript Verlag, Bielefeld 2008. artnet, 1.10.08.
    • What you see is what you get. Die Geschichte der Modernisierung des Sehens. Zu: Matthias Bruhn, Kai-Uwe Hemken (Hg.): Modernisierung des Sehens. Sehweisen zwischen Künsten und Medien. Transcript Verlag, Bielefeld 2008. artnet, 29.10.08.
    • Wider die anthropologische Abstinenz. Gernot Böhme beharrt gegenüber Moral und Technik auf der Natur des Menschen.
      Zu: Gernot Böhme: Invasive Technisierung. Technikphilosophie und Technikkritik. Verlag Die Graue Edition, Kusterdingen 2008. Gernot Böhme: Ethik leiblicher Existenz. Über unseren moralischen Umgang mit der eigenen Natur. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2008. In: NZZ, 21.3.09.
    • Akademisches Aphrodisiakum. Zur strittigen Aktualität der Kunstgeschichte. Zu: Verena Krieger (Hg.): Kunstgeschichte und Gegenwartskunst. Vom Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft. Böhlau Verlag Köln, Wien, Weimar 2008. artnet, 19.11.09.
    • Die Honigpumpe ist abgestellt. Berlin zelebriert den „Kult des Künstlers“. Doch in erster Linie feiern die Museen sich selbst. Bei so viel Beweihräucherung bleibt die Auseinandersetzung mit Kunst auf der Strecke. artnet, 16.1.09.
    • Glotzen, ohne Angst zu haben. Bill Viola und die Selbststilisierung des Künstlers. artnet,
      26.1.2009.
    • Das Bild, ein Homunculus. Zu: Bernd Hüppauf, Peter Weingart (Hg.): Frosch und Frankenstein. Bilder als Medium der Popularisierung von Wissenschaft. transcript Verlag, Bielefeld 2009. artnet, 23.7.2009.
    • Die Gretchenfrage der Kunst. Thierry de Duves Reflexionen über das Christentum. artnet, 15.1.2010.
    • Unheitere Geistesart. Ästhetik und Politik bei Walter Benjamin.
      Zu: Jean-Michel Palmier: Walter Benjamin. Lumpensammler, Engel und bucklicht Männlein. Ästhetik und Politik bei Walter Benjamin. Übers. v. Horst Brühmann. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2009. In: artnet, 2.2.2010.
    • Nietzsche als Philosoph. Eine hilfreiche Einführung zu einem Denker von erstaunlicher Aktualität.
      Zu: Günter Figal: Nietzsche – Eine philosophische Einführung. Reclam Verlag, Stuttgart 1999. In: Berliner Zeitung, 12.11.1999.
    • Zu Tode erschrocken. Zu Horst Bredekamps „Theorie des Bildakts“. artnet 22.2.11.
    • Weltbürgerkieg der Werte. Zu Steffel Dengler „Die Kunst der Freiheit?“ artnet, 9.3.11.
    • Unser Dibbuk. Die Studie Didi-Hubermans über Aby Warburgs. artnet, 21.3.11.
    • Gespensterhafte Nachwirkung. Georges Didi-Huberman über Aby Warburg und die Folgen. Neue Zürcher Zeitung, 16.2.11.
    • Auf der Suche nach dem Politischen. Zur Lage der politischen Kunst heute. artnet, 7.9.11.
    • Elegante Wissenschaft. Zur Frage des Theoriedesigns nach dem linguistic und iconic turn. artnet, 28.9.11.
    • Fat Freddy, Fat Freddy’s Cat und die Westcoast Kakerlacken. Zu Thomas Becker: “Die Lust am Unseriösen”, artnet 14.10.2011.
    • Very heavy on the Wire. Zu Christian Janecke: “Die Maschen der Kunst”, artnet, 19.12.2011.
    • Leibhaftig. Zu Stefan Ripplinger “Bildzweifel”, artnet, 20.1.12.
    • Das Ende des Freundschaft. Zu „Freunde von Freunden, Berlin“, artnet, 20.2.2012.
    • Turn! Turn! Turn! Zu Emmanuel Alloa (Hg.): „Bildtheorien aus Frankreich. Eine Anthologie“, artnet, 6.3.2012.
    • Kreuzfahrt durch den Kreativsektor. Zur 13. Ausgabe der Zeitschrift „Kultur & Gespenster“, artnet, 30.3.2012.
    • Nach mir die Sinnflut! Zu Jonathan Meese: „Ausgewählte Schriften zur Dikatur der Kunst“, artnet, 23.4.2012.
    • Sehsucht. Zu Johannes Grave: „Caspar David Friedrich – Glaubensbild und Bildkritik“, artnet, 18.5.2012.
    • Widerfahrnis: Gernot Böhmes Versuch über die Formation des Subjekts zieht die Summe einer langjährigen Arbeit.
      Zu: Gernot Böhme: Ich-Selbst. Über die Formation des Subjekts. Wilhelm Fink Verlag, München 2012. In: NZZ, 27.3.13.
    • Verwegene Reflexion. Ute Guzzonis Philosophie des Staunens.
      Zu: Ute Guzzoni: erstaunlich und fremd. Erfahrungen und Reflexionen. Verlag Karl Alber, Freiburg i. Br., München 2012. In: NZZ, 18.6.13.
Courses
Summer 2026
Money as a medium - The Digital Capitalism and its Consequences
Nach dem vom damaligen US-Präsidenten Richard Nixon 1971 dekretierten Ende des Goldstandards für den US-Dollar (Bretton-Woods-System) und der weltweiten Einführung freier Wechselkurse mit dem Dollar als Ankerwährung, schien sich geldpolitisch für Nationalstaaten und ihre Bevölkerungen, für internationale Finanzmärkte und -institutionen, für Zentral-, Privat- und Schattenbanken, Groß- und Kleinaktionäre, institutionelle Anleger, Spekulanten und Investoren erst einmal wenig zu ändern. Tatsächlich verlief der Übergang überraschend reibungslos. Was den Mainstream in Volkswirtschaftslehre und angrenzenden Disziplinen rasch zu dem Schluss führte, dass sich allenfalls in der Praxis im Umgang mit Geld etwas geändert habe, der Begriff des Geldes selbst aber unverändert geblieben sei. Was sich im Rückblick als Trugschluss herausstellen sollte. Tatsächlich markiert Nixons Entscheidung einen fundamentalen Bruch im Wesen des Geldes selbst. Denn mit der Entkopplung des Geldes von einem materiellen Substrat (hier: Gold), das seinen Begriff die letzten knapp dreitausend Jahre regiert hatte, setzte nicht nur ein nahezu exponentielles Geldmengenwachstum zumal in den OECD-Staaten ein, das mit den etablierten Parametern ökonomischen Wissens ebenso wenig zu plausibilisieren ist wie dessen Konsequenzen – die exzessive Akkumulation und Ungleichverteilung von Reichtum – geldpolitisch noch zu bewältigen. Vor allem folgte der ökonomischen Dematerialisierung alsbald eine mediale (Implementierung des Internet in den 1990er Jahren) und zuletzt eine digitale Dematerialisierung des Geldes (blockchainbasierte Kryptowährungen ab den 2010er Jahren; Facebooks Libra, Digitalisierung des Dollar, des Euro etc.) auf dem Fuße, die tiefgreifende sozioökonomische, politische, kulturelle und mediale Verwerfungen nach sich zu ziehen begonnen hat. Das Seminar wird versuchen, diese Verwerfungen aus einer genuin medienwissenschaftlichen Perspektive in den Blick zu nehmen. Es geht dabei von der Überlegung aus, dass Geld kein bloßes Instrument oder Mittel ökonomischer Aktivitäten darstellt, sondern ein Medium sui generis, das das Selbst-, Intim-, Sozial- und Weltverhältnis des Menschen durchdringt, prägt und in spezifischer Weise ein-, zu- und ausrichtet – als Schuldverhältnis. Von hier aus erst soll beschreibbar werden, dass und warum der Digitale Kapitalismus der Gegenwart kein liberaler, auch kein neoliberaler, sondern ein originär libertärer Kapitalismus ist, der an einer demokratisch und rechtstaatlich verfassten Res Publica kein Interesse mehr zu haben scheint.

Literatur: Aldo Haesler u.a: Kleine Philosophie des Geldes im Augenblick seines Verschwindens (2024). Aaron Sahr: Die monetäre Maschine (2022). Philipp Staab: Digitaler Kapitalismus (2019). Elena Esposito: Die Zukunft der Futures: Die Zeit des Geldes in Finanzwelt und Gesellschaft (2011). Joseph Vogl: Kapital und Ressentiment (2021). Ann Pettifor, The Production of Money (2017). Richard Duncan: The New Depression. The Breakdown of the Paper Money Economy (2012). Randall L. Wary, Modern Money Theory. A Primer on Macroeconomics for Souvereign Monetary Systems, 2012. David Graeber: Schulden, Gewalt und unpersönliche Märkte. Polanyianische Meditationen (2009). Anna Echterhölter: Im Zweistromland der Geldentstehungstheorie (2014). Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion (1921). Giorgio Agamben: Kapitalismus als Religion (2017). Jacques Derrida: Wenn es Gabe gibt – oder „Das falsche Geldstück“ (1990).

Film: Robert Bresson: Das Geld (F, 1983). Carmen Losmann: Oeconomia (D, 2020).
Dozenten
Dr. Kai Knörr, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mi 14-18 (14täglich)
Ort
Neues Palais 1.09.2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Für den Erwerb der Credits (Testat) muss ein Protokoll (ca. zwei Seiten) angefertigt und vorgestellt werden. Die Einzelheiten besprechen wir in der ersten Sitzung.
Winter 2025/2026
The Intelligence of Capital: AI als Myth, Metaphor. and Medium
Nach dem Aufkommen eines massentauglichen Personal Computer (Anfang der 80er Jahre des 20. Jhr.), der Implementierung des World Wide Web (Anfang der 90er Jahre), dem Durchbruch von Social Media (Anfang der 2000er Jahre) und der weltweiten Distribution des Smartphone (ab den 10er Jahren des 21. Jhr.), scheint mit der Freischaltung von Chat-GPT (30.11.2022), einem frei zugänglichen, KI-basierten und generativen Textgenerierungsmodell eine neue Stufe in der Entwicklung der modernen Techo-Ökonomie erreicht worden zu sein. Flankiert wird sie durch aufgeregt hitzige Debatten wahlweise um die Möglichkeit einer Auslöschung der Menschheit oder der Lösbarkeit aller planetaren Krisen der Gegenwart, die besagte Menschheit zu verantworten habe. Ziel des Seminars wird sein, die dominierenden Diskurse zur Künstlichen Intelligenz zu entmythologisieren, indem wir erstens den Entstehungs- und Verwendungszusammenhang der Metaphern, die ihren Diskurs regulieren, hinterfragen, zweitens die spezifische, für ihre techno-ökonomische Verwertung zugerichtete Vorstellung von Intelligenz genealogisch kontextualisieren und drittens, indem wir KI als Medium begreifen, dessen Performativität bereits grundlegende Vorentscheidungen über das, was wir unter Intelligenz, Lernen, Kreativität, Urteilen etc. zu verstehen haben, getroffen hat.

Lit. Yuval Harari: Nexus (2024); Dieter Mersch: Kann KI Kunst? (2025); Käte Meyer-Drawe: Der Mensch in Spiegel seiner Maschinen (1996). Kate Crawford: Atlas der KI (2024); Manuela Lenzen: Künstliche Intelligenz (2020); Felix Maschewski, Anna-Verena Nosthoff: Künstliche Intelligenz (2024); Dies: Algorithmus (2024); James Muldoon (u.a.):Feeding the Machine (2024); Jan Distelmeyer: Mit der KI zu tun bekommen (2025); Martin Gessmann: Das Lächeln der Roboter (2020); Isaac Asimov, I Robot (1950); Harlan Ellison, I have no Mouth and I must Scream (1967). E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann (1816).
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mi 14-18 Uhr, vierzehntägig, Beginn: 29.10.25
Ort
NP Haus 9, Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Für den Erwerb der Credits (Testat) muss ein Protokoll (ca. zwei Seiten) angefertigt und vorgestellt werden. Die Einzelheiten besprechen wir in der ersten Sitzung.
Winter 2024/2025
Digital Capitalism: Dept and Guilt of the Capital
Vor gut 100 Jahren schrieb Walter Benjamin an einem Fragment gebliebenen Text mit dem Titel „Kapitalismus als Religion“ (1921). Darin skizzierte er den Kapitalismus u.a. als reine Kultreligion, die aber nicht, wie bei religiösen Praktiken sonst üblich, auf die Vergebung von Schuld zielt, sondern auf deren Universalisierung. Knapp 100 Jahren später kommentierte Giorgio Agamben Benjamins Versuch unter dem nämlichen Titel („Il capitalismo comme religione“, 2017) und explizierte dessen These des Kapitalismus als eines „verschuldenden Kultus“ am Begriff des Geldes. Das Seminar nimmt Agambens geldtheoretische Konkretisierung von Schuld und Schulden zum Anlass, den Zusammenhang von Geld und Schuld im Kontext des Digitalen Kapitalismus systematisch zu diskutieren und genealogisch auf die in der Spätantike kanonisch gewordene frühchristliche Erdlösungstheologie rückzubinden. Im Anschluss, aber auch in Absetzung von David Graebers großer Genealogie der Schulden („Dept – The First 5‘000 Years“, 2011) soll es um den spezifisch monotheistisch-christlichen Zusammenhang von Schuld und Schulden gehen und um die Frage, ob und wie er sich noch im heutigen säkularen Kapitalismus medienphilosophisch wiedererkennen lässt.

Lit.: Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion (1921). Giorgio Agamben: Kapitalismus als Religion (2017). David Graeber: Schulden – Die ersten fünftausend Jahre (2011). Friedrich Nietzsche: Genealogie der Moral (1887). Maurizio Lazzaroto: Die Fabrik des verschuldeten Menschen. Essay über das neoliberale Leben (2012). Roberto Esposito: Souveräne Schuld (2013). Joseph Vogl, Kapital und Ressentiment, 2021. Elena Esposito: Die Zeit der Futures (2010). Eske Bockelmann, Im Takt des Geldes, 2012. Aaron Sahr, Die monetäre Maschine, 2022. Philipp Staab, Digitaler Kapitalismus, 2019.

Film: Carmen Losmann: Oeconomia, D 2020. Mordillat, Gérard: Die Welt und ihr Eigentum, F 2021. Ilan Ziv: Der Kapitalismus, F, Can 2013.

Musik: Patti Smith, Constantine’s Dream, (2012).
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
vierstündig, vierzehntägig, Beginn: 28.10.24
Ort
FH D 103
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, 3. Sem.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Protokoll (2 Seiten)
Summer 2024
Digital Capitalism: The Property of the Capital
Mit der Implementierung des World Wide Web Anfang der 90er Jahre des 20. Jhr., der Etablierung von Plattformen, Metaplattformen, Suchmaschinen, Cloudanwendungen und Social Media, der weltweiten Distribution des Smartphone ab den 10er Jahren des 21. Jhr. und der jüngsten Welle einer artifiziellen Automation probabilistischer Entscheidungs­routinen (Stichwort: KI) trat der Digitale Kapitalismus in seine heiße Phase. Gemeint ist damit keine bloße medientechnische Erweiterung neoliberaler Wertschöpfungsstrategien, sondern das Aufkommen einer neuen Epistemologie und Praxis kapitalistischer Ökonomie mit einschneidenden Folgen für die politischen, sozialen und intimen Verhältnisse der Menschen untereinander. Das Seminar wird versuchen, diese Folgen beispielhaft am Begriff des Eigentums zu diskutieren; zum einen systematisch mit Blick auf dessen aktuelle Metamorphosen, zum anderen genealogisch mit Blick auf seine philosophische und theologische Ideengeschichte. Neben sogenannten „proprietären Märkten“ – also Märkten, die als Plattformen im Besitz von Privatunternehmen sind –, neben der Expansion von Eigentumsverhältnissen für Phänomene, die dank digitaler Technologien überhaupt erst als Eigentum markiert, verrechtlicht und kapitalisiert werden können, soll im Seminar die Entwicklung des abendländischen Eigentumsbegriffs dazu auch im Kontrast zu dem der Armut betrachtet werden – aus der Perspektive soziologischer Armutsforschung wie auch aus der theologischen Perspektive des sog. mittelalterlichen Armutsstreits, den der Orden der Franziskaner mit der Kurie in Rom auszufechten hatte und dessen Folgen bis in die Gegenwart spürbar sind.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mittwoch, 4-stündig, 14-tägig, Beginn: 17.4.24
Ort
NP Raum 8.0.64
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, 3. Sem.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Lit.
Umberto Eco: Der Name der Rose (1982). Giorgio Agamben: Höchste Armut (2012). Giorgio Agamben: Der Gebrauch der Körper (2020). Thomas Piketty: Kapital und Ideologie (2019). Katharina Pistor: Der Code des Kapitals. Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft (2020). Philipp Staab: Digitaler Kapitalismus (2019). Joseph Vogl: Kapital und Ressentiment (2021). Jacques Derrida: Marx’ Gespenster (1990). Gunnar Heinsohn, Otto Steiger: Eigentum, Zins und Geld. Ungelöste Rätsel der Wirtschaftswissenschaft (1996). Jean-Jacques Rousseau: Gesellschaftsvertrag (1762). John Locke: Zweite Abhandlung über die Regierung (1690). Max Stirner: Der Einzige und sein Eigentum (1845).

Film:
Jean-Jacques Annaud: Der Name der Rose (D, F, I 1986). Gérard Mordillat: Die Welt und ihr Eigentum, 4-teilige Dokumentation, arte 2022.
Winter 2020/2021
Digital Capitalism: Homo Oeconomicus Ludens (Capital as Medium III.1)
Nach der Finanzkrise 2008 und mit der flächendeckenden Verbreitung des Smartphone haben sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Bereich der Ökonomie derart fundamentale Veränderungen vollzogen, dass von einem genuin Digitalen Kapitalismus zu sprechen sinnvoll erscheint. Gemeint ist damit eben nicht die Digitalisierung von bestehenden Geschäfts-, Produktions-, Konsumptions- und Distributionsmodellen, sondern die Etablierung völlig neuer Wertschöpfungsstrategien im Bereich der IT-Economy, deren führende Unternehmen (Google, Apple, Facebook, Amazon, Tencent, Alibaba) längst nicht nur zu den börsennotiert teuersten überhaupt gehören. Vor allem haben ihre Praktiken, Produkte und Dienstleistungen den gesamten Bereich der Wirtschaft wie der Gesellschaft überhaupt erfasst und tiefgreifend zu verändern begonnen. Gegenüber dem landläufigen System des neoliberalen lässt sich der Digitale Kapitalismus u.a. durch folgende Punkte charakterisieren: erstens durch die Etablierung sogenannter proprietärer Märkte (Plattformen und Metaplattformen) anstelle allgemein zugänglicher, neutraler Märkte; zweitens durch die Kapitalisierung unknappbarer Güter; drittens durch die Konstitution einer neuen Subjektivierungsform, den Homo Oeconomicus Ludens, bei dem die bislang konstitutive Differenz zwischen Arbeit und Spiel unscharf wird; viertens durch die Ankündigung einer digitalen, durch die Blockchain-Technologie gesicherten und das Smartphon weltweit distribuierbaren Kryptowährung (Libra etc.); und fünftens durch die Herausbildung einer Form ökonomischen Wissens, das durch KI-gestützte Expertensysteme, Big Data und neue netzwerkbasierte statistische Verfahren die ‚epistemische Bescheidenheit‘ der neoliberalen Lehren weit hinter lässt. Das Seminar wird versuchen, das Phänomen des Digitalen Kapitalismus anhand dieser fünf Punkte zu thematisieren und sich dabei vor allem auf Punkt drei (Subjekt) und vier (Geld) fokussieren. Ziel ist dabei nicht eine wertneutrale Theorie einer Politischen Ökonomie der Gegenwart, sondern – ganz im Sinne von Marx – deren Kritik.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mit., 14-18 Uhr, zweiwöchig, Beginn: 4.11.20
Ort
UP NP 9.1.02 - Ab 2.12.20 online!
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Lit u.a.: Aaron Sahr, Das Versprechen des Geldes. Eine Praxistheorie des Kredits, Hamburg 2017. David Graeber, Schulden. Die ersten fünftausend Jahre, München 2014. Ann Pettifor, The Production of Money. How to Break the Power of Bankers, London, New York 2017. Joseph Vogl, Der Souveränitätseffekt, Zürich, Berlin 2015. Richard Duncan, The New Depression. The Breakdown of the Paper Money Economy, Singapur 2012. Nick Srnicek, Plattform-Kapitalismus, Hamburg 2017. Eske Bockelmann, Im Takt des Geldes. Zur Genese des modernen Denkens, Springe 2012. Aldo Haesler, Das letzte Tabu. Ruchlose Gedanken aus der Intimsphäre des Geldes, Frauenfeld 2012. Dan Schiller, Digital Capitalism. Networking the Global Market System, Cambridge 2000. Ders. Digital Depression. Information Technology and Economic Crises, Illinois 2014. Philipp Staab, Digitaler Kapitalismus. Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit, Berlin 2019. Randall L. Wary, Modern Money Theory. A Primer on Macroeconomics for Souvereign Monetary Systems, New York 2012. Quinn Slobodian, Globalisten. Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus, Berlin 2019. Michael Mayer, Homo Oeconomicus Ludens: Begriff (Kapital als Medium III.1), 2020, im Erscheinen. Ders., Die Geldform als Botschaft (Kapital als Medium III), 2020, im Erscheinen.

Testat: aktive regelmäßige Teilnahme; Präsentation.
Summer 2019
The Invisible Hand: On the Genealogy of Economy (Capital as Medium III)
Adam Smiths Metapher der „unsichtbaren Hand“, mit der er die auf Ausgleich tendierenden Selbststeuerungskräfte ökonomischer Prozesse umschrieb, ist eine der wirkmächtigsten Tropen der modernen Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte. An nur wenigen und eher randständigen Stellen in seinem Werk notiert, gehört die durch die „unsichtbare Hand“ genährte Vorstellung, dass das ungehemmte Gewinnstreben Einzelner in summa den Wohlstand aller befördere, bis heute zum festen Inventar liberaler Rechtfertigungsrhetorik. Der allein durch bloßen Eigennutz befeuerte Konkurrenzkampf aller gegen alle führe auf lange Sicht zu einem Gleichgewichtszustand allgemeiner Prosperität und demonstriere damit die insgesamt zweckmäßige Einrichtung der liberalen Weltordnung. Dabei speist sich die Metapher nicht nur erkennbar aus dem Fond mittelalterlicher Theologie, die aller irdischen Unbilden zum Trotz die manus gubernatoris als Ordnungsmacht in Gottes gerechter Schöpfung am Werk sah, sondern zeigt überraschenderweise auch systematische Analogien zum Motiv zirkulärer Kausalität, die als Feedbackschleife den Prozess kybernetischer Selbstregulierung organisiert. Das Seminar wird versuchen, den Begriff der Ökonomie genealogisch zu rekonstruieren, um die strukturellen Affinitäten von Technologie und Kapital auf ihren gemeinsamen Grund einer genuin theologischen Heilsökonomie zurückzuführen.

Lit u.a.: Don DeLillo: Cosmopolis (2003), Joseph Vogl: Das Gespenst des Kapitals (2010). Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen (1776). Ders. Theorie der ethischen Gefühle (1759). Michel Foucault: Geschichte der Gouvernementalität II: Die Geburt der Biopolitik (1978-1979). Hannelore Bublitz u.a. (Hg.): Unsichtbare Hände. Automatismen in Medien-, Technik- und Diskursgeschichte (2011). Sigrid Weigel: Geld und Genealogie (2016). Giorgio Agamben: Herrschaft und Herrlichkeit (2007). Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion (1921). Werner Hamacher: Schuldgeschichte. Benjamins Skizze ‚Kapitalismus als Religion‘ (2003).
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mi 14-18h, 14-tg., Beginn: 17.4.19
Ort
1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, 3. Sem.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Hinweis 1: Die Studierenden werden gebeten, sich den Roman von Don DeLillo „Cosmopolis“ zu besor­gen und bis zum Beginn des Seminars durchzulesen. Die überprüfbare Lektüre bildet die Grundlage für die Attestierung des Seminars.

Hinweis 2: Während des Seminars ist der Gebrauch von internetfähigem Equipment wie PCs, Smartphones oder Tablets nicht erlaubt. Bitte benutzen Sie Papier und manuelles Schreibzeug und bringen die online gestellten Texte ausgedruckt mit.
Summer 2016
"And forgive us our debts" (Capital as a Medium II)
In einer Neuübersetzung der „Bibel in gerechter Sprache“ ersetzten die Autoren den Ausdruck „Schuld“ (gr. Opheiléma) im „Vaterunser“, dem prominentesten Gebet des Christentums, durch „Schulden“. Die Empörung in Presseorganen und theologischen Zirkeln war erwartungsgemäß groß, doch hermeneutisch ebenso naiv wie historisch blind. Denn die Formel „Vergib uns unsere Schulden“ illuminiert mit einem Schlag nicht nur die politische Situation in Judäa Anfang des 1. Jhr. n. Chr., sondern eines der primären politischen Probleme der antiken Welt überhaupt: die vor allem durch azyklisch auftretende Schuldenkrisen antiker Gesellschaften induzierte massenhafte Versklavung ihrer Bevölkerungen. Erst vor diesem Hintergrund wird der ab dem 6. Jhr. v. Chr. sich radikalisierende Monotheismus mit seinem antibabylonischen, antirömischen und schließlich antiimperialen Impetus lesbar als Versuch, dieses Verschuldungs- als Schuldregime radikal zu durchbrechen. Das Seminar nimmt die antike Situation als Paradigma, um die gegenwärtige spätkapitalistische Schuldenkrise auf ihre subjekttheoretischen, politischen und medienkulturgeschichtlichen Implikationen hin zu diskutieren und die Frage aufzuwerfen, was mit Menschen geschieht, wenn sie einander nicht als Gleiche unter Gleichen gegenübertreten, sondern dauerhaft als Schuldner und Gläubiger. Im Zentrum steht dabei das Fragment von Walter Benjamin „Kapitalismus als Religion“ (1921), in dem er den Kapitalismus im strengen Sinne als Religion und dergestalt als den „vermutlich ersten Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus“ ausbuchstabiert. Die „Akkumulation des Kapitals“ (Marx) wird somit als Akkumulation eines Verschuldungszusammenhangs erkennbar, der das Verhältnis des Menschen zu sich und seinesgleichen, zur sozialen und natürlichen Umwelt zurichtet. Das Kapital ist das Medium dieses Verhältnisses. ---

Das Seminar schließt an das im Modul 3 platzierte Seminar „Communität (Kapital als Medium I)“ vom letzten WS an, setzt dessen Besuch aber nicht voraus.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mit, 10-12 Uhr
Ort
1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, 3. Sem.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Lit. Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion (1921). Bibel in gerechter Sprache, hrsg. v. Ulrike Bail u.a. (2006). Peter Greenaway, Margret Kampmeyer, Cilly Kugelmann: Gehorsam, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im jüdischen Museum Berlin (2015). David Graeber: Schulden – Die ersten fünftausend Jahre (2011). Joseph Vogl: Der Souveränitätseffekt (2015). Karl Marx, Friedrich Engels: Das Kapital, Bd. 1 (1867). David Hume: Of Public Credit (1752). Thomas Macho (Hrsg.): Bonds, Schuld, Schulden und andere Verbindlichkeiten (2014). Michael Hudson: Die Herrschaft der Finanzoligarchie: Der Krieg der Banken gegen das Volk (2011). Thomas Piketty: Das Kapital des 21. Jahrhunderts (2013). Maurizio Lazzaroto: Die Fabrik des verschuldeten Menschen. Essay über das neoliberale Leben (2012). Paul Windolf (Hrsg.): Finanzmarkt-Kapitalismus (2005). Ralf und Stefan Heidenreich: Mehr Geld (2008). Peter Seele, Georg Pfleiderer (Hrsg.): Kapitalismus – eine Religion in der Krise, I. Grundprobleme von Risiko, Vertrauen, Schuld (2013).

Belletristik: Luther Blissett: Q (1999).

Film: Adam McKay: The Big Short (2016)
Forum Medienphilosophie
Das Forum Medienphilosophie wendet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Promotion, Master) im weiteren Umkreis der Medienphilosophie schreiben und bereits ein schlüssiges Exposé ihrer Arbeit vorlegen können.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
NN
Ort
NN
SWS
1
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
Masterstudierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Geplant sind Veranstaltungen mit Lektüren, Präsentationen und Diskussionen zum Stand der jeweiligen Arbeiten.
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
individuell vereinbaren
Ort
FH/ Uni
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
individuell vereinbaren
Ort
FH/ Uni
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
10
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Heidegger and the Jews and the Media Science
In Heidegger begegnet Europa seiner eigenen Frage als Gestalt. Die Gestalt Heideggers wäre der Rede kaum wert, ginge es allein um eine prominente Person, ihre politische Verstrickung und ihr Versagen, sich offen zu ihr zu verhalten. Aber es geht nicht nur um eine Figur der Zeit- und Geistesgeschichte, sondern um einen Philosophen, dessen exzeptionelle Stellung in Abrede zu stellen bequem sein mag, aber an der Sache zu Gänze vorbeigeht. Und diese Sache ist „Europa“ als ein Denkzusammenhang, den Heidegger mit hoher Präzision ausgelotet und radikal hinterfragt hat. Nicht zuletzt die kontinentaleuropäische Medienwissenschaft verdankt seiner Technikphilosophie entscheidende Anstöße zu einem Medienbegriff, der dessen instrumentelle (Technik als Reich der Mittel) und anthropozentrische Verkürzung (Technik als Prothese und Organverlängerung) zu unterlaufen erlaubt. Die antisemitischen Äußerungen, die sich in den unlängst veröffentlichten „Schwarzen Heften“ - Denktagebüchern aus der Zeit zwischen 1931 und 1948 - fanden, stellen neben dem politischen und publizistischen Skandal, den sie entfachten, nicht allein die Frage, warum für Heidegger „die Juden“ zur Projektionsfläche einer geschichtsphilosophischen Verschwörungstheorie wurden, sondern von welchen ideengeschichtlichen Voraussetzungen her dies überhaupt geschehen konnte. Hinter dem manifesten „seinsgeschichtlichen Antisemitismus“ Heideggers könnte so ein latenter „philosophischer Antijudaismus“ zum Vorschein kommen, der die Geschichte Europas begleitet wie ein Schatten. Das Seminar wird versuchen, diesen „philosophischen Antijudaismus“ zu thematisieren als Frage nach einem biblischen Gott, der, trotz aller Versuche, ihn in den Registern griechischer Metaphysik und Postmetaphysik abzubilden, diesem Europa fremd blieb. Für ein Denken, das im Medium des Seins einen universellen Deutungsanspruch erhob, war und ist der biblische Gott „jenseits des Seins“ (Lévinas) eine Provokation. Damit deutet sich auch eine Revision grundlegender medienkulturwissenschaftlicher Narrative zu Buch, Schrift und Humanismus an. -

Lit: Die Bibel. Heidegger: Die Schwarzen Hefte (1931-48), Gesamtausgabe Bd. 94-97. Hans Jonas: Gnosis und spätantiker Geist (1934). Jacob Taubes: Abendländischen Eschatologie (1947). Michael Mayer: Europäische Kulturgeschichte. Skript zur Vorlesung 2014. Emmanuel Lévinas: Einige Überlegungen zur Philosophie des Hitlerismus (1934). Jean-Francois Lyotard: Heidegger und die Juden (1988). Philippe Lacoue Labarthe: Die Fiktion des Politischen (1987), Peter Trawny: Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung (2014); Trawny: Irrnisfuge. Heideggers An-Archie (2014), Jean-Luc Nancy: Heidegger und wir (2015). Jacques Derrida: Heidegger, Die Hölle der Philosophen (1987). Derrida: Edmond Jabès und die Frage nach dem Buch (1964). Derrida: Das kommende Buch (1997). Ute Guzzoni: Der andere Heidegger (2009).
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Die, 14-16 Uhr
Ort
1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, 3. Sem. und höher
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Zur Vorbereitung ist die Lektüre von Ute Guzzoni: "Der andere Heidegger, Kpt. Wissenschaft und Technik" dringend empfohlen.
Winter 2015/2016
Medienphilosophische Grundbegriffe: Communität (Kapital als Medium I)
Wo es Medien gibt, gibt es Beziehungen. Die Aussage entgeht nur dann dem drohenden Trivialitätsverdacht, wenn diese Beziehungen die durch sie bezogenen Elemente erst zu dem machen, was sie sind – sie also mit konstituieren. Begreifen wir „Kapital“ nicht nur im landläufigen Sinne als ökonomische Kategorie, sondern als Medium eigener Art, fragen wir nach den Beziehungen, die es ermöglicht, ihrer Qualität und Beschaffenheit. Das Seminar nimmt Ausgang von der These, dass das „Kapital als Medium“ Beziehungen allein im Modus der Nicht-Beziehung realisiert - als abstrakte Relationen gegeneinander isolierter Elemente. So zeitigt die Reduktion menschlichen Handelns auf ein durch das Eigeninteresse motiviertes Verhalten zu sich und seinesgleichen, zur Mit- und Umwelt im Ganzen, eine Figur strukturell atomisierter Subjektivität, die das Verhältnis zwischen Mensch und Mensch wie zwischen Mensch und Umwelt allein als instrumentelles fassen kann. Hiervon ausgehend fragt das Seminar nach der Möglichkeit einer nicht zweckrational bedingten „Communität“ als „freie Assoziation der Menschen untereinander“ (Marx). Die Frage gilt somit dem „Com/Kom“ in Communität, in Kommunion, Kommunismus und Kommunikation, also dem Mit-sein und der Mit-teilung als dem starken Grund von Menschen, zusammenzugehören, zusammenzusein und zusammenzustehen.

Lit u.a.: Marx/Engels: Manifest der kommunistischen Partei (1848). Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (1858). Marx: Die deutsche Ideologie (1846). Alain Badiou: Die kommunistische Hypothese (2009). Giorgio Agamben: Die kommende Gemeinschaft (2001). Jean-Luc Nancy: Die herausgeforderte Gemeinschaft (2001). Jacques Derrida: Politik der Freundschaft (1994).
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Blockseminar
Ort
NP 1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA 3. Sem., MA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar ist eine Blockveranstaltung in mehreren Teilen. Für die erfolgreiche Teilnahme am Seminar ist der Besuch aller Teile bindend!

Termine:
Sa., 7.11.15: 10-18 Uhr
Sa., 28.11.15: 10-18 Uhr
Sa., 23.1.16: 10-18 Uhr
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
nach Absprache
Ort
nach Absprache
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Forum Medienphilosophie
Das Forum Medienphilosophie wendet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Promotion, Master) im weiteren Umkreis der Medienphilosophie schreiben und bereits ein schlüssiges Exposé ihrer Arbeit vorlegen können.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mo. 17-21 Uhr
Ort
NN
SWS
1
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
Masterstudierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Geplant sind Veranstaltungen mit Lektüren, Präsentationen und Diskussionen zum Stand der jeweiligen Arbeiten.
Seminar zur Vorlesung Europäische Kulturgeschichte
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer
Termin
Fr 16-18
Ort
1.09.112
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
nach individueller Absprache
Ort
nach Absprache
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
10
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Europäische Kulturgeschichte
Die Vorlesung zur „Europäischen Kulturgeschichte“ stellt ihr Thema in systematischer Absicht dar. Es geht hier nicht um die bloße Rekonstruktion historischer Epochen und ihrer Abfolge, sondern um den Versuch, an exemplarischen Schauplätzen, Ereignissen und Personen dieser Geschichte, den Begriff Europas und seiner Kultur zu schärfen. Dabei soll zum einen die Produktivität jener Fundamentalmedien - wie Bild, Schrift, Buchdruck, analoge und digitale Aufzeichnungsapparte - aufgezeigt werden, die die Kulturen, denen sie entspringen, ebenso tiefgreifend prägen wie den Menschen, der sich ihrer bedient. Während damit erste Umrisse einer „Medienkulturwissenschaft“ sichtbar werden sollen, wird zum anderen die Problematisierung Europas und des Homo Europeus zugleich das kulturwissenschaftliche Fundament einer „Europäischen Medienwissenschaft“ freilegen. Die Perspektive auf ihr Sujet ist dabei weder eurozentristisch verengt noch affirmativ auf das „Wahre, Gute und Schöne“ dieser Kulturgeschichte fixiert. Er im ungemilderten Blick auf deren andere, dunkle Seite, die im Ereignis der Shoah ihren radikalen Ausdruck gefunden hat, entfaltet sie sich in der Einheit von Kultur und Barbarei.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer
Termin
Fr. 14-16 Uhr
Ort
NP 1.09.112
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung
90
Zusätzliche Informationen
Auch wenn es eine Pflichtveranstaltung ist, müssen Sie sich regulär anmelden.
Experimental Media Studies
Die Vorlesung, die zugleich einführenden und systematischen Charakter hat, kombiniert Grundlagenwissen mit einer Vorstellung der besonderen Arbeitsgebiete der beteiligten Lehrenden.
Die jeweils vierstündigen Sitzungen sind so konzipiert, dass sich an jede Vorlesung eine Diskussion der behandelten Themen und Fragestellungen anschließt.
Dozenten
Termin
Montag, 11-15 Uhr
Ort
FHP D 116
SWS
3
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
MA (obligatorisch für MA 1. Semester)
Teilnehmerbegrenzung
50
Summer 2015
Europäische Kulturgeschichte 2
Dozenten
Termin
Do. 10-12 Uhr
Ort
FHP, HG 108
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
1
Teilnehmerbegrenzung
90
Plötzlich diese Übersicht - Psychomacht und Gouvernementalität
Michel Foucaults 1979 formulierte Einsicht, dass der „Homo Oeconomicus“, der interessengeleitete und nach Nützlichkeitserwägungen handelnde Mensch, „eminent regierbar“ sei, enthüllt seine verblüffende Aktualität, wenn man „regierbar“ mit „kontrollierbar“ übersetzt. Das Problem gegenwärtig ist also nicht nur, dass „schattenstaatliche Institutionen“ (Verbünde von Nachrichten-, Geheimdiensten und privatwirtschaftliche IT-Unternehmen), die sich dem Regularium rechtsstaatlicher Gewaltenkontrolle und -teilung zunehmend entziehen, ein nachgerade lückenloses, weltweites Überwachungsregime implementiert haben. Das Problem ist, dass die, die durch dieses Regime überwacht werden, überwachbar sind. Und die Frage lautet: Wie ist ein Subjekt strukturell verfasst, das kontrolliert, berechnet und regiert wird, weil es an sich kontrollierbar, berechenbar und regierbar ist? Seine apriorische Konformität steht dabei ebenso zur Diskussion wie deren Bedingung: die performativen Effekte medialer Dispositive, die dieses Subjekt, das sich ihrer bedient, hervorrufen.

Lit. u.a.: Dave Eggers: Der Circle, 2013. Bernard Stiegler: Von der Biopolitik zur Psychomacht, 2009. Ders. Hypermaterialität und Psychomacht, 2010. Gilles Deleuze: Postscriptum über die Kontrollgesellschaft, 1990. Josef Vogl: Das Gespenst des Kapitals, 2010. Martin Heidegger: Der Satz vom Grund, 1956. Michel Foucault: Geschichte der Gouvernementalität II: Die Geburt der Biopolitik, 1978/79. Frank Schirrma­cher: Ego. Das Spiel des Lebens, 2013. Byung-Chul Han: Psychopolitik: Neoliberalis­mus und die neuen Machttechniken, 2014.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Projektwoche
Ort
NP
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 6
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Hinweis: Die Studierenden werden gebeten, bis zum Beginn des Seminars sich den Roman von Dave Eggers: “Der Circle” (New York 2013; dt. Köln 2014) zu besorgen und zu lesen!

Hinweis: Ausgesuchte Teile des Seminars werden von Johannes Bennke (Doktorand EMW) geleitet.
Forum Medienphilosophie
Das Forum Medienphilosophie wendet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Promotion, Master) im weiteren Umkreis der Medienphilosophie schreiben und bereits ein schlüssiges Exposé ihrer Arbeit vorlegen können.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mo. 17-21 Uhr
Ort
NN
SWS
1
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
Masterstudierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Geplant sind Veranstaltungen mit Lektüren, Präsentationen und Diskussionen zum Stand der jeweiligen Arbeiten.
Martin Heidegger: Die Kehre
Im Jahr 1949 hielt Martin Heidegger unter dem Obertitel „Einblick in das was ist“ vier Vorträge, die sein Denken der Technik in Gestalt der vier Grundworte „Ding, Gestell, Gefahr, Kehre“ entfalten. Das Seminar steht im Kontext einer Serie von vier Seminaren zu diesem Vortragszyklus, der für die Entwicklung der Medienwissenschaft von herausragender Bedeutung ist. Unter dem Leitmotiv „Heideggers Satz“ sollen dabei diese vier Vorträge sukzessive in einer Satz-für-Satz-Lektüre gelesen, ausgelegt und diskutiert werden. Im Teil IV der Seminarreihe lesen wir den Vortrag "Die Kehre".
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mit. 10-14 Uhr (vierzehntägig)
Ort
NP 1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Der vorherige Besuch der Seminarteile I (Das Ding), II (Das Gestell) und III (Die Gefahr) wird nicht vorausgesetzt.

Allen, die neu hinzukommen, sei aber dringend die Lektüre von Ute Guzzoni: "Der andere Heidegger" (Auszug, Text 004) empfohlen!

Beginn: 15.4.2015
Exercise to Lecture European Cultural History 2: Semester 2 | Group A
Diese für BA 2. Semester obligatorische zweisemestrige Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Termin
montags, 14.00 bis 16.00 Uhr | Beginn: 20.04.
Ort
UP NP 1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
BA EMW | Erasmus Incomings
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Bitte schreiben Sie sich in beide Übungen gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen.
Exercise to Lecture European Cultural History 2: Semester 2 | Group B
Diese für BA 2. Semester obligatorische zweisemestrige Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Termin
montags, 14.00 bis 16.00 Uhr | Beginn: 20.04.
Ort
UP NP 1.12.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
BA EMW | Erasmus Incomings
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Bitte schreiben Sie sich in beide Übungen gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen.
Exercise to Lecture European Cultural History 2: Semester 4 and higher
Diese für BA 4. Semester obligatorische zweisemestrige Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Ekaterina Vassilevski
Termin
montags, 10.00 bis 12.00 Uhr | Beginn: 20.04.
Ort
UP NP 1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung eines ersten freien Forschungsvorhabens oder einer eigenständigen praktischen Projektarbeit. Möglich ist die Kooperation mit anderen Institutionen oder eine Antragstellung aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung.
Dozenten
Termin
auf Anfrage
Ort
auf Anfrage
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Das Modul beinhaltet die Entwicklung und Durchführung eines Projektes eigener Wahl, das von den Studierenden in Zusammenarbeit mit Hochschullehrern entwickelt und von diesen betreut werden soll. Dabei steht die Kooperation zwischen Fachhochschule und Universität im Vordergrund.

Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
nach Absprache
Ort
nach Absprache
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Winter 2014/2015
Einführung in die Medienkulturwissenschaft 1: Medientheorie
Einführungsveranstaltung mit Übung zu den grundlegenden Kultur- und Medientheorien, obligatorisch.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Montag, 16.30-18 Uhr s.t., Beginn: 20.10.14
Ort
FHP D 011
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
3
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
90
Europäische Kulturgeschichte 1
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer, Dr. Jörg Sternagel
Termin
Freitag, 14-16 Uhr, Beginn: 24.10.14
Ort
3.06.HS 03 (Griebnitzsee)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
1
Teilnehmerbegrenzung
90
Forum Medienphilosophie
Das Forum Medienphilosophie wendet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Promotion, Master) im weiteren Umkreis der Medienphilosophie schreiben und bereits ein schlüssiges Exposé ihrer Arbeit vorlegen können.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Montag, 17-21 Uhr
Ort
NN
SWS
1
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
Masterstudierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Geplant sind Veranstaltungen mit Lektüren, Präsentationen und Diskussionen zum Stand der jeweiligen Arbeiten.
Experimental Media Studies
Die Vorlesung, die zugleich einführenden und systematischen Charakter hat, kombiniert Grundlagenwissen mit einer Vorstellung der besonderen Arbeitsgebiete der beteiligten Lehrenden.
Die jeweils vierstündigen Sitzungen sind so konzipiert, dass sich an jede Vorlesung eine Diskussion der behandelten Themen und Fragestellungen anschließt.
Dozenten
Termin
Montag, 11-15 Uhr
Ort
FHP D 116
SWS
3
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
MA (obligatorisch für MA 1. Semester)
Teilnehmerbegrenzung
50
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
nach Absprache
Ort
nach Absprache
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
nach Absprache
Ort
nach Absprache
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Übung zur Vorlesung: Einführung in die Medienkulturwissenschaft 1
Übung zur Vorlesung: Einführung in die Medienkulturwissenschaft 1
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Fritz Schlüter
Termin
Do 16-18 Uhr
Ort
Neues Palais 1.09.2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
EMW BA, 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Pflichtveranstaltung für BA 1. Semester. Einschreibung trotzdem notwendig!!! Bitte schreiben Sie sich in beide Übungen gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen.

Begleitende Pflichtlektüre: Dieter Mersch: Medientheorien zur Einführung, Hamburg 2006.
Exercise to Lecture European Cultural History 1: Semester 1
Diese für BA 1. Semester obligatorische zweisemestrige Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer, Dr. Jörg Sternagel
Termin
montags, 14.00 bis 16.00 Uhr | Beginn: 27.10.
Ort
Campus Griebnitzsee | 3.06.H1
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
BA EMW | Erasmus Incomings
Teilnehmerbegrenzung
25
Exercise to Lecture European Cultural History 1: Semester 3 and higher
Diese für BA 3. Semester obligatorische zweisemestrige Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer, Dr. Jörg Sternagel
Termin
montags, 10.00 bis 12.00 Uhr | Beginn: 27.10.
Ort
Campus Griebnitzsee | 3.06.H2
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Laboratorium
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine neue, experimentelle und hoffentlich bessere Form des ehemaligen Kolloqiums. Das verpflichtende Kolloqium am Ende des Studiums wird dadurch ersetzt. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen sollen. Es soll ein Ort des Experimentierens werden. So hat jede/r Studierende bereits während des Studiums die Möglichkeit, spannende Themen, die ihn/sie abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren in diese alternative Form des Kolloquiums einzubringen und mit den anderen zu diskutieren. Dies kann auch gegebenenfalls zur Themenfindung für Abschlussarbeiten beitragen.
Dozenten
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Montag, 14:00-16:00 Uhr (s.t.)
Ort
FHP D 226
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloqium
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Ab dem Sommersemester 2015 an findet das LABORATORIUM nur noch einmal im Jahr statt.
Übung zur Vorlesung Einführung in die Medienkulturwissenschaft 1: Medientheorie
In der Übung werden die Vorlesung ergänzende und vertiefende Texte gelesen und besprochen.
Dozenten
Julian Jochmaring, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Do 10-12 Uhr
Ort
UP 1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Ü
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Pflichtveranstaltung für BA 1. Semester. Einschreibung trotzdem notwendig!!! Bitte schreiben Sie sich in beide Übungen gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen.

Begleitende Pflichlektüre: Dieter Mersch, Medientheorien zur Einführung, Hamburg 2006.
Etymologies of Jazz | Spring School in Potsdam & Haifa
Words do not refer to contents they designate. At first, words do laterally refer to other words, says Emmanuel Levinas. The word »jazz« is no exception and laterally refers to other words like body, improvisation, rhythm, sound, and techniques. Language then refers to positions of the one that listens and the one that speaks, or, in jazz, to the one that plays an instrument like a piano. Like language, experience no longer appears to be made up of isolated elements. On the contrary, elements of experience, as elements of jazz, signify on the basis of the world and of the position of the one that looks, hears, and listens. Between meaning and sense, each word is at the confluence of innumerable semantic rivers, as is the word jazz. 

The Spring School aims to continue with reflections on etymologies of jazz, stressing that meaning is situated in the ethical, generally before culture and also specifically before aesthetics, whereas meaning, as the philosopher Emmanuel Levinas understands it, goes beyond any cultural, social, symbolic and linguistic significations, in a movement of sense, a unique sense that is imperative. Language and jazz signify on the basis of the world. Expression defines culture, whereas culture and artistic creation are part of the ontological order themselves, or rather, they are ontological »par excellence«, since they make the understanding of being possible. 

Jazz, then, is discussed qua expression, and our Spring School therefore focuses on reflecting on its etymologies between language and music, meaning and sense, performativity and mediality, ethnicity and historicity.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Dr. Jörg Sternagel, M.Mus. Simon-Mary Vincent
Termin
Part I, Potsdam: 12-13 Feb 2015 | Part II, Haifa: 23-24 Mar 2015
Ort
Potsdam | Haifa
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA EMW Fachsemester 3 und höher, MA EMW Fachsemester 1 und höher
Teilnehmerbegrenzung
6
Zusätzliche Informationen
In cooperation with Dr. Keren Omry, Department of English Language and Literature, and Prof. Yuval Shaked, Department of Music, University of Haifa, Israel. Funded by the University of Potsdam, Initiative »Schwerpunktregion Israel«.
Summer 2014
Forum Medienphilosophie
Das Forum Medienphilosophie wendet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Promotion, Master) im weiteren Umkreis der Medienphilosophie schreiben und bereits ein schlüssiges Exposé ihrer Arbeit vorlegen können.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mo. 17-21 Uhr (vierzehntägig)
Ort
NN
SWS
1
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
Masterstudierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Geplant sind Veranstaltungen mit Lektüren, Präsentationen und Diskussionen zum Stand der jeweiligen Arbeiten.
Das Abendmahl
"Hoc est enim corpus meum ... Hic est calix sanguinis mei. (Dies also ist mein Leib ... Hier ist der Kelch meines Blutes)." Jesu Worte stehen im Zentrum der Eucharistie, dem Nucleus christlicher Liturgie. Medientheologisch ist das Abendmahl vor allem deshalb bedeutsam, weil "Brot" und "Wein" Leib und Blut hier nicht symbolisieren. Sie "sind" der Leib und das Blut Christi, deren Realpräsenz. Das Seminar wird versuchen, diesen Kontext näherhin auszuleuchten. Neben der Lektüre der biblischen Texte selbst und ihrer Darstellung in bildender Kunst und Film, ausgewählter theologischer Exegesen (Augustinus, Luther, Karl Barth u.a.) steht im Zentrum des Seminars das Projekt einer "Dekonstruktion des Christentums" von Jean-Luc Nancy und der Begriff des "schwachen Glaubens" Gianni Vattimos.

Filme: Gabriel Axel: Babettes Fest. Dä, Sw, F 1987. Pier Paolo Pasolini: Das 1. Evangelium - Matthäus. I 1964.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, M.Mus. Simon-Mary Vincent
Termin
Projektwoche Bröllin
Ort
Bröllin
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 4
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Die Studierenden werden gebeten, bis zum Beginn der Veranstaltung Ende Mai die vier Evangelien (Evangelium des Matthäus, Markus, Lukas und Johannes im Neuen Testament) zu lesen. Achten Sie dabei vor allem auf das Geschehen vom Abendmahl bis zur Auferstehung.
BA - Colloquium
Dieses Seminar ist als Diskussionsforum und Abschlusshilfe für alle gedacht, die an ihrer BA-Arbeit arbeiten. Wenn nicht alle Sitzungen mit der Besprechung konkreter Abschlussprojekte ausgefüllt sind, werden Sitzungen zu einem übergreifenden Thema ausgerichtet.
Dozenten
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Dienstag, 16-18 Uhr s.t. (Beginn: 15.4.2014)
Ort
FHP D 105
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 13
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Leistungspunkte
Teil der Abschlussprüfung
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Obligatorisch für alle, die im SoSe 2014 ihre BA-Arbeit anfertigen.
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
individuell
Ort
individuell
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
individuell
Ort
individuell
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Tarkowskijs Welt
Andrej Tarkowskij gehört längst zu den unumstritten bedeutendsten Filmautoren des 20. Jahrhunderts. Dabei wurde die Entwicklung seines Werks nicht nur im sowjetischen Raum einst misstrauisch beäugt und dessen Rezeption behindert. Auch im Westen war der Regisseur anfangs umstritten, galt als kryptisch, politisch wie religiös konservativ, langweilig. Die nachgerade kultische Verehrung aber, die Tarkowskij heutzutage entgegenschlägt, verstellt womöglich den Blick auf dessen Œuvre nicht minder. Das Seminar wird versuchen, sich seinen Filmen mehrfach zu nähern: Zum einen gilt die Aufmerksamkeit den offensichtlichen, von Tarkowskij selbst explizit gemachten Zugängen zu seiner Welt und Weltsicht. Zum anderen aber soll auch versucht werden, sich den unausdrücklichen Motiven und Intentionen zu widmen.

Das Seminar versteht sich als ein Versuch in Film-Philosophie, das sich aus der festgehaltenen Differenz zwischen Kino und philosophischer Kategorie dem Werk Andrej Tarkowskijs zu nähern versucht. Ein thematischer Schwerpunkt des Seminars wird – neben Fragen nach Alterität, Aisthesis und Medialität – die Frage nach dem Motiv der Scham sein.

Das Seminar findet vierzehntägig jeweils vierstündig statt. Zusätzlich sind zwei Seminartage zur Filmsichtung und – arbeit jeweils Samstags eingeplant. Alle Termine sind obligatorisch.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Dienstag, 18-22 Uhr (vierzehntägig)
Ort
1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW MA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Die folgenden Texte sollten bis zum Beginn des Seminars angeschafft und gelesen werden: Arkadi und Boris Strugatzki: Picknick am Wegesrand (1971). Frankfurt/M. 1981. Stanislaw Lem: Solaris (1961). Berlin 2006.

Beginn: 15.4.14
Martin Heidegger: Die Gefahr
Im Jahr 1949 hielt Martin Heidegger unter dem Obertitel „Einblick in das was ist“ vier Vorträge, die sein Denken der Technik in Gestalt der vier Grundworte „Ding, Gestell, Gefahr, Kehre“ entfalten. Das Seminar steht im Kontext einer Serie von vier Seminaren zu diesem Vortragszyklus, der für die Entwicklung der Medienwissenschaft von herausragender Bedeutung ist. Unter dem Leitmotiv „Heideggers Satz“ sollen dabei diese vier Vorträge sukzessive in einer Satz-für-Satz-Lektüre gelesen, ausgelegt und diskutiert werden. Im Teil III der Seminarreihe lesen wir den Vortrag "Die Gefahr". Dabei wird es auch darum gehen, wie der Begriff der Gefahr sich von Motiven wie Risiko und Risikogesellschaft, Wagnis oder ihrem Antonym Sicherheit absetzt.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mitt. 12-14 Uhr
Ort
1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Der vorherige Besuch der Seminarteile I (Das Ding) und II (Das Gestell) wird nicht vorausgesetzt.

Beginn: 16.4.14
Winter 2013/2014
Laboratorium
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine neue, experimentelle Form des ehemaligen Kolloquiums. Das verpflichtende Kolloquium am Ende des Studiums wird dadurch ersetzt. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen können und sollen. Es soll ein Ort des Experimentierens sein. So hat jede/r Studierende bereits während des Studiums die Möglichkeit, spannende Themen, die sie/ihn auch abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren in diese Veranstaltung einzubringen und mit anderen zu diskutieren. Dies kann gegebenenfalls zur Themenfindung für Abschlussarbeiten beitragen.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Dienstag, 16 - 19 Uhr
Ort
NP 1.1.107
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Experimental Media Studies
Die Vorlesung, die zugleich einführenden und systematischen Charakter hat, kombiniert Grundlagenwissen mit einer Vorstellung der besonderen Arbeitsgebiete der beteiligten Lehrenden.
Die jeweils vierstündigen Sitzungen sind so konzipiert, dass sich an jede Vorlesung eine Diskussion der behandelten Themen und Fragestellungen anschließt.
Dozenten
Termin
Montag, 11-15 Uhr (Beginn: 21.10.2013)
Ort
FHP D011 (neues Designgebäude)
SWS
3
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
MA (obligatorisch für MA 1. Semester)
Teilnehmerbegrenzung
50
Einführung in die Medienkulturwissenschaft 1: Medientheorie
Einführungsveranstaltung mit Übung zu den grundlegenden Kultur- und Medientheorien, obligatorisch.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mo 16-18
Ort
UP HS 1.11.009
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
3
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
90
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
individuell
Ort
individuell
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
individuell
Ort
individuell
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Homo ludens - Die Welt als Spiel (Kapitalismus und Paranoia)
Die durchschnittliche Verweildauer einer Aktie im Portfolio eines Aktionärs an der New Yorker Börse ist innerhalb eines Jahrzehnts von mehreren Monaten auf wenige Sekunden zusammengeschrumpft. Der dafür verantwortliche Hochfrequenzhandel an den Finanzmärkten führt aber weltweit nicht nur zu erheblichen sozioökonomischen, politischen und kulturellen Verwerfungen, sondern basiert auf einer spieltheoretischen Modellierung menschlichen Handelns durch digitale Systeme. Das Seminar nimmt Ausgang von dem Versuch, den dabei leitenden Spielbegriff auszulesen und auf seine anthropologischen Implikationen und performativen Effekte hin zu diskutieren. Als Frage: Welcher Begriff von Spiel ist diesen Systemen implizit? Und welcher des Menschen? Und welche Wirkungen haben diese Begriffe auf das Verständnis des Menschen von sich und zu seinesgleichen? Das Ziel des Seminars ist einerseits, den rationalistisch verengten Spielbegriff, der in computerbasierten Entscheidungsroutinen des globalen Finanzkapitals als mathematischer Algorithmus zum Einsatz kommt, mit einem medienanthropologisch erweiterten Spielbegriff zu konfrontieren. Um im Ausgang hiervon andererseits nach der Logik des modernen Finanz- und Informationskapitalismus überhaupt zu fragen und dessen virtuell paranoide Verfassung (Misstrauen als universelle Konstante, Implementierung planetarer Überwachungsprogramme) zu thematisieren.

Lit. u.a.:
Don DeLillo: Cosmopolis. Köln 2003. Josef Vogl: Das Gespenst des Kapitals. Zürich, Berlin 2010. Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der kommunistischen Partei. 1848. Jacques Derrida: Marx‘ Gespenster. Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Frankfurt/M. 1995. Martin Heidegger: Der Satz vom Grund (1956). Michael Hardt / Toni Negri: Empire. Die neue Weltordnung. Frankfurt/M. 2002. Samuel Weber: Geld ist Zeit. Gedanken über Kredit und Krise. Zürich, Berlin 2009. Eugen Fink: Spiel als Weltsymbol (1960). Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1794). Johan Huizinga: Homo ludens. Versuch einer Bestimmung des Spielelementes der Kultur. (1938) Helmuth Plessner: Lachen und Weinen. Eine Untersuchung nach den Grenzen menschlichen Verhaltens (1950). Natascha Adamowsky: Spielfiguren in virtuellen Welten. Frankfurt/New York 2000. Frank Schirrmacher: Ego. Das Spiel des Lebens. München 2013. Sybille Krämer: Die Welt – ein Spiel? Über die Spielbewegung als Umkehrbarkeit (2005).

Filme u.a.: David Cronenberg: Cosmopolis. Can, F 2012. Matteo Garrone: Gomorrha. I 2008. Alejandro González Iñárritu: Biutiful. Mex, Es 2010. Ron Howard: A Beautiful Mind. USA, 2001

Wichtiger Hinweis: Alle Studierenden sollen bis zum Beginn des Seminars sich folgenden Text besorgen und auch gelesen haben: Don DeLillo: Cosmopolis (wahlweise in engl. od. dt. Übersetzung)
Dozenten
Dr. Mark Butler, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Montag, 10-14 Uhr
Ort
FH D116
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Dieses Seminar findet im Verbund "Ludification – Räume des Möglichen" in Kooperation mit der Veranstaltung "Homo Ludens 2.0" im Master-Modul 6 von Mark Butler statt. Der Besuch der weiteren Veranstaltung wird dringend empfohlen. Es ist möglich, den Verbund von Veranstaltungen mit einer übergreifenden Arbeit benotet zu absolvieren. In diesem Falle können die Module 2 und 6 durch den Besuch des Verbundes und die übergreifende Arbeit vollständig absolviert werden.

Im Sommersemester 2014 wird im Verbund "Ludification. Räume des Möglichen" (Modul 2 + Modul 6) angeboten: "Big Data" von Uli Richtmeyer (Modul 2) und Winfried Gerling (Modul 6).
Homo Ludens 2.0 (Ludification: Spaces of Possibilty)
Digitalen Medien wohnt ein enormes spielerisches Potenzial inne, weswegen das Ludische in postindustrielle Gesellschaften Konjunktur erlebt. Alan Turings universelle Maschine, also die konzeptionelle Grundlage des programmierbaren Digitalcomputers von 1936, kann als Metaspiel charakterisiert werden. Denn Turing entwarf damit ein abstraktes Modell, in dem sämtliche rekursiven Regelsysteme – und somit alle Spiele – simuliert werden können. Somit eröffnete die Turing-Maschine ein expansives, unvorhergesehenes Spielfeld. Die Affinität zwischen Computer und Spielen war von Anfang an vorhanden, obwohl sie sich erst ab 1962 wirklich zu entfalten begann, nachdem die erste Generation von Computerhackern am MIT das gewaltige spielerische Potential des digitalen Mediums mit der Implementierung des ersten digitalen Actionspiels geweckt hatte.

Während das Spielerische von Computerspielen buchstäblich auf der Hand liegt, kann es auch als grundlegendes Charakteristikum unserer Beziehung zum Computer und unseres durch das digitale Medium vermittelten Verhältnisses zu Selbst, Welt und Medialität postuliert werden. Die digitale Simulationstechnologie macht auf die konstitutive Rolle des Symbolischen für die Wirklichkeit aufmerksam und lädt zum Spiel mit ihm ein. Digitale Medien stellen eine gewaltige Einladung zum Spiel dar. Sie bieten ein Reich des Virtuellen – des Möglichen, aber nicht Notwendigen. Im Digitalen ist alles weitaus plastischer als außerhalb – Bits lassen sich viel leichter manipulieren als Atome bzw. dienen dazu, diese zu verändern.

Mit der Verbreitung von digitalen Medien und der ihnen innewohnenden spielerische Potenz in allen Lebenssphären im Zuge der letzten vier Dekaden, muss die Konzeption des Spiels allerdings neu formuliert werden. Denn das Spiel verlässt zunehmend die Grenzen des Spielplatzes. Anstatt sich innerhalb eines fest umrissenen raumzeitlichen Rahmens zu ereignen – ein Kerncharakteristikum klassischer kulturwissenschaftlicher Spieltheorien seit Johan Huizingas "Homo Ludens" – entgrenzt sich das Spiel. Die klassische kulturwissenschaftliche Definition taugt nicht mehr um zeitgenössische Phänomene wie Gamification, virtuelle Ökonomien in Onlinespielen oder das waghalsige Treiben des Casino Kapitalismus zu begreifen.

Der Computer ist nicht nur das wichtigste Spielzeug der postindustriellen Gesellschaft, sondern auch ihr dominantes Arbeitsgerät. Der reibungslose Wechsel zwischen Spiel und Arbeit, der im digitalen Medium möglich ist, führt zu einer Vermischung der traditionell voneinander getrennten Sphären. Die affektive Kopplung zwischen Mensch und Computer, die beim Spielen entsteht, erzeugt eine Lust am Computer, die auch auf die Arbeit abfärbt. Gleichzeitig werden Effizienzimperative aus der Arbeitswelt auch beim Spielen wirksam. Die Entgrenzung des Spiels und die Amalgamierung von Spiel und Arbeit polarisieren. Während ein Lager in der Ubiquität des Spielerischen eine erstrebenswerte Utopie sieht, befürchtet das andere eine sich verwirklichende Dystopie.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Veranstaltung folgende Leitfragen:

Welche Beziehung besteht zwischen Digitalität und Spiel? Wie lässt sich Spiel unter digitalen Bedingungen fassen?
Wie müssen tradierte Terminologien neu gefasst werden, um der gegenwärtigen kulturellen Situation gerecht zu werden?
Welche Konsequenzen, Potenziale und Gefahren zeichnen sich ab, die von der Entgrenzung des Spiels ausgehen?
In welchen zeitgenössischen Phänomenen zeigt sich die zunehmende soziokulturelle Ludifizierung?
Und: Mit welchen medialen Mitteln läßt sich diese Entwicklung reflektieren?
Dozenten
Dr. Mark Butler, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Donnerstags 10:00 - 13:00
Ort
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.04
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
Master Verbund
Teilnehmerbegrenzung
12
Zusätzliche Informationen
Dieses Seminar findet im Verbund "Ludification – Räume des Möglichen" in Kooperation mit der Veranstaltung "Homo Ludens - Die Welt als Spiel" im Master-Modul 2 von Michael Mayer statt. Der Besuch der weiteren Veranstaltung wird dringend empfohlen. Es ist möglich den Verbund von Veranstaltungen mit einer übergreifenden Arbeit benotet zu absolvieren. In diesem Falle können die Module 2 und 6 durch den Besuch des Verbundes und die übergreifende Arbeit vollständig absolviert werden.

Im Sommersemester 2014 wird im Verbund »Praktiken/Politiken des Ästhetischen« (Modul 3 + Modul 5) angeboten: »Utopia« von Heiko Christians (Modul 3) und Anne Quirynen (Modul 5).
Summer 2013
Laboratorium
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine neue, experimentelle Form des ehemaligen Kolloquiums. Das verpflichtende Kolloquium am Ende des Studiums wird dadurch ersetzt. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen können und sollen. Es soll ein Ort des Experimentierens sein. So hat jede/r Studierende bereits während des Studiums die Möglichkeit, spannende Themen, die sie/ihn auch abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren in diese Veranstaltung einzubringen und mit anderen zu diskutieren. Dies kann gegebenenfalls zur Themenfindung für Abschlussarbeiten beitragen.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Di. 16-19 Uhr
Ort
UP NP 1.1.107
SWS
3
Studiengang
MA
Module (MA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Leistungspunkte
1
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Beginn: 16.4.13
Exercise to Lecture European Cultural History I and II, Semester 4
Die für BA-Studierende obligatorische Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Dr. Jörg Sternagel
Termin
Mo. 10-14 Uhr
Ort
UP NP 1.09.204
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
EMW BA, NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Beginn: 15.4.13
Exercise to Lecture European Cultural History I and II, Semester 2
Die für BA-Studierende obligatorische Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Europäischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen in der Antike bis heute. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte aus und zu den vorgestellten Epochen gelesen und diskutiert.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Dr. Jörg Sternagel
Termin
Mo. 10-14 Uhr
Ort
UP NP 1.09.102
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
EMW BA, NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Beginn: 15.4.13
Exercise to Lecture Introduction to Media Cultural Studies: Media Theory
Die für BA-Studierende obligatorische Übung begleitet die gleichnamige Vorlesung zur Medienkulturwissenschaft: Medientheorie. Die Vorlesung nachbereitend werden exemplarische Texte gelesen und diskutiert.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Dr. Jörg Sternagel
Termin
Mo. 14-16 Uhr
Ort
UP NP 1.09.102
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Übung
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
EMW BA, NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Beginn: 15.4.13
Heidegger II: Das Gestell
Im Jahr 1949 hielt Martin Heidegger unter dem Obertitel „Einblick in das was ist“ vier Vorträge, die sein Denken der Technik in Gestalt der vier Grundworte „Ding, Gestell, Gefahr, Kehre“ entfalten. Das Seminar steht im Kontext einer Serie von vier Seminaren zu diesem Vortragszyklus, der für die Entwicklung der Medienwissenschaft von herausragender Bedeutung ist. Unter dem Leitmotiv „Heideggers Satz“ sollen dabei diese vier Vorträge sukzessive in einer Satz-für-Satz-Lektüre gelesen, ausgelegt und diskutiert werden. Im Teil II der Seminarreihe lesen wir den Vortrag "Das Gestell" und gleichen ihn mit verwandten technik- und medienphilosophischen Versuchen u.a. bei Jacques Derrida, Jean-Luc Nancy, Ute Guzzoni, Friedrich Kittler, Bernard Stiegler ab.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Di. 14-16 Uhr
Ort
1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 6
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA ab 3. Semester, MA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Der Besuch von Teil I wird nicht vorausgesetzt.

Zusätzlich zu den jeweils zweistündigen Sitzungen ist ein eintägiger Seminartag geplant, der sich mit der Frage nach der Technik in Form eines Exkurses in die Bereiche der Bildenden Kunst und des Films widmen wird.

Den Termin des Seminartags ersehen Sie aus dem Terminplan; Seminarraum wird noch bekanntgegeben.

Beginn: 16.4.13
Naturtechniken - Techniknaturen: Bröllin Projektwoche
Some of the most provocative independent video being produced today draw on the border between “fact” and “fiction.” The students will be challenged to create work that asks it’s viewers to re-evaluate their assumptions or question their beliefs.this semester the class explores the concept of nature/culture by analyzing natur documentaries/ fictions such as Microcosmos, BBC Nature serie, crittercam National geographic and many more
This class brings together students working across a number of media and platforms to create a project.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Anne Quirynen, M.Mus. Simon-Mary Vincent
Termin
Projektwoche Bröllin + Vorbereitung 10.04. + Nachbesprechung
Ort
Bröllin und FH
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projekt
Leistungspunkte
8
Zielgruppe
EMW BA ab 4. Semester
Teilnehmerbegrenzung
12
Zusätzliche Informationen
Please note that extra workshops will be scheduled.
Natural Technologies - Technical Natures: Beyond Culture and Nature
Das Seminar untersucht die 'große abendländische Trennung' der Moderne, die derzeit in vielen Forschungsfeldern grundlegend kritisiert und dekonstruiert wird: die epistemologische Unterscheidung von Natur und Kultur und ihre medialen Inszenierungsformen. Mit dem Ausruf des "Anthropozän" wird bestritten, dass von Mensch und Technik unberührte Natur heute (noch) existieren würde: Natur ist demnach immer schon (auch) Technik. In der Technikgeschichte und Actor Network Theory wiederum wird seit den 1990er Jahren die klare Unterscheidung von Technik und Natur durch Ansätze unterlaufen, in denen technischen und anderen nicht-menschlichen Dingen eine eigene Handlungsmacht zugestanden wird - hier geht es um Techniknaturen.
Das Seminar befragt Konzepte von Natur und Kultur anhand einer Reihe von Natur-Kultur-Hybriden/-Vermischungen, welche die klaren Unterscheidungen in Frage stellen oder scheitern lassen. In Textlektüren, Sichtungen von künstlerischen Arbeiten und Spaziergängen beschäftigen wir uns u.a. mit der Geschichte der Natur-Kultur-Unterscheidung, mit Landschaft und Agrikultur, mit dem Konzept der 'Naturvölker' in Ethnologie und Alltagswissen, mit der Architektur von Vogelnestern und Bionik, mit Muschelkulturen und Tierzucht, mit Berliner Schlüsseln und anderen handelnden Dingen.
Dozenten
Termin
Projektwoche Naturtechniken - Techniknaturen
Ort
Bröllin
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 6, 7, 10
Module (MA): 3, 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar in Projektwoche
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA und MA
Teilnehmerbegrenzung
25
Naturtechniken - Techniknaturen | The Idea of Gould
Performer, Dirigent, Komponist, Kritiker, Philosoph, Regisseur, Komiker, Radiomacher. Diese Tätigkeiten beschreiben nur sehr vage den Rahmen dessen, wer und was 'Glenn Gould' ist und war. Denn seine Lebenseinstellung zeichnete sich nicht nur durch eine intensive, philosophische Betrachtung sondern auch durch eine Kritik verschiedenster Medien aus.
Das Pianisten-Wunderkind, der sich von der Bühne schon in seinem 32. Lebensjahr verabschiedete, ist als einer der provokantesten Musikinterpreten aller Zeiten sowohl viel gelobt worden als auch umstritten.
Er nutzte die Möglichkeiten des Aufnahmestudios exzessiv, sowie er dessen technische Auswirkungen auf das menschliche Phänomen 'Musik' zu schätzen wusste. Er drehte Dokumentarfilme, kreierte Hörspiele, korrespondierte mit Marshall McLuhan, und nicht zuletzt ließ er sich von der Isolation der weiten offenen Räume der kanadischen Landschaft inspirieren aber auch schützen.
Diese enigmatische Figur und die von ihm aufgemachte Spannunge zwischen einer menschlich technischen und technisch menschlichen Welt werden wir im Rahmen des Seminars anhand von Musikaufnahmen, Texten, Filmen und eigener praktischer Arbeit untersuchen.
Dozenten
Termin
Projektwoche 26.5. - 31.5
Ort
Bröllin
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
4
Teilnehmerbegrenzung
12
Zusätzliche Informationen
Die Veranstaltung findet in Bröllin während der Projektwoche statt, vom 26.5. - 31.5.
Winter 2012/2013
Klassiker der Medientheorie
Obligatorisches Theorieseminar, in dem klassische Texte der Medientheorie gelesen und diskutiert werden. Zugleich soll damit ein erster Einstieg und Überblick in den Bereich der Medientheorie gegeben werden.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Do 14-16 Uhr
Ort
1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Seminar
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Pflichtveranstaltung für BA, 1. Semester. Eine Einschreibung ist notwendig!
Laboratorium
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine neue, experimentelle Form des ehemaligen Kolloquiums. Das verpflichtende Kolloquium am Ende des Studiums wird dadurch ersetzt. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen können und sollen. Es soll ein Ort des Experimentierens sein. So hat jede/r Studierende bereits während des Studiums die Möglichkeit, spannende Themen, die sie/ihn auch abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren in diese Veranstaltung einzubringen und mit anderen zu diskutieren. Dies kann gegebenenfalls zur Themenfindung für Abschlussarbeiten beitragen.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Anne Quirynen
Termin
Die 18-21 Uhr
Ort
FH, Haus 4, Raum 2.16
SWS
3
Studiengang
MA
Module (MA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
n.n.
Ort
tba
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung eines ersten freien Forschungsvorhabens oder einer eigenständigen praktischen Projektarbeit. Möglich ist die Kooperation mit anderen Institutionen oder eine Antragstellung aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung.
Dozenten
Termin
n.n.
Ort
n.n.
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Das Modul beinhaltet die Entwicklung und Durchführung eines Projektes eigener Wahl, das von den Studierenden in Zusammenarbeit mit Hochschullehrern entwickelt und von diesen betreut werden soll. Dabei steht die Kooperation zwischen Fachhochschule und Universität im Vordergrund.

Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Heidegger und die Frage nach dem Ding
Im Jahr 1949 hielt Martin Heidegger unter dem Obertitel „Einblick in das was ist“ vier Vorträge, die sein Denken der Technik in Gestalt der vier Grundworte „Ding, Ge-Stell, Gefahr, Kehre“ entfalten. Das Seminar bildet den Auftakt einer Serie von vier Seminaren zu diesem Vortragszyklus, der für die Entwicklung der Medienwissenschaft von herausragender Bedeutung ist. Unter dem Leitmotiv „Heideggers Satz“ sollen dabei in den kommenden Semestern diese vier Vorträge in einer Satz-für-Satz-Lektüre gelesen, ausgelegt und diskutiert werden. Den Auftakt bildet der Vortrag „Das Ding“.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Dienstag, 14-16 Uhr + 3 Blocktage
Ort
1.22.039
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA ab 3. Semester, MA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Studierende des MA-Moduls zur "Geschichte der Dinge" sind herzlich eingeladen.

Zusätzlich zu den zweistünd. Sitzungen wöchentlich sind drei Seminartage eingeplant, die sich mit der Frage nach dem Ding aus poetischer, literarischer und künstlerischer Perspektive u.a. bei Francis Ponge, Rainer Maria Rilke, Paul Cézanne, Marcel Duchamp befassen werden. Die Termine der Seminartage ersehen Sie aus dem Terminplan. Zum Seminarraum Samstags siehe jeweils die einzelnen Termin unten im Plan.
Just for You
Der ‚Mann vom Lande‘ in Kafkas „Vor dem Gesetz“ sitzt seinen Fall aus, noch im Vorurteil, dass es allgemeine Maßstäbe des Urteils gibt: „Alle Streben doch nach dem Gesetz … wie so kommt es, dass in den vielen Jahren niemand ausser mir Einlass verlangt hat“? Der Türhüter erkennt, dass dieser am Ende ist und brüllt ihn an: „Hier konnte niemand sonst Einlass erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt.“

‚Vor dem Gesetz‘ stehen der Mann vom Lande, der Türhüter, Kafka und ich und du. Eingespannt in Akte des Antwortens, als Urheber und Interpreten, die wir niemals genau wissen, ob das, was wir antworten, auch verantworten können, schaffen wir dennoch unablässig Worte, Bilder, Haltungen und Übersetzungen. Eine Antwort aber gibt es nur von Fall zu Fall, für uns und von uns, beständig gehalten, uns an Andere zu richten und von ihnen gerichtet zu werden.

Der Seminartitel, „just for you“, lässt sich dann wie folgt lesen: ‚Um Dir gerecht zu werden‘, oder ‚Alles von Euch abhängig‘ . Er gilt uns als Aufgabe, den Umformungen des Titels zu folgen und jenes ‚Für‘ ausloten, das jede Kommunikation und Übertragung, Rede und Gegenrede erst eröffnet und zugleich unterbricht - jenes ‚Zwischen‘ also, bei dem das Gesetz, die Regel und das Urteil auf dem Spiel stehen.

Zu jeder Sitzung lesen, schreiben und diskutieren wir Texte, Bilder, Filme etc., um Antworten zu ermessen, die zum Ende des Semesters in einer Projektarbeit zusammengeführt werden sollen (Heft, Buch, oder weiteren Gesprächsrunden).

Literatur, Film: Franz Kafka: „Der Prozeß: ‚Im Dom‘“. Gilles Deleuze: „Unterhandlungen: ‚Postskriptum über die Kontrollgesellschaft‘“. Jacques Derrida: „Gesetzeskraft‘“. Derrida: „Préjugés – Vor dem Gesetz“. Jean François Lyotard: „Politik des Urteils“. Werner Hamacher: „Für – Die Philologie“. Emmanuel Levinas: „Die Spur des Anderen“. Bernard Waldenfels: „Antwortregister“. Hal Ashby: „Harold and Maude“ (1971).
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Do 12-14 Uhr
Ort
1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar wird verantwortet von Hans Kannewitz und Lukas Juretko, betreut von PD Dr. Michael Mayer.
Zu Beginn des Seminars wird ein Reader mit der Seminarliteratur bereitgestellt.
Summer 2012
Experimentelle Forschungsarbeit
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
n.V.
Ort
n.V.
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Project Monitoring B.A.
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung.
Dozenten
Termin
n.V.
Ort
n.V.
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freies Projekt
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Laboratorium
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine neue, experimentelle Form des ehemaligen Kolloquiums. Das verpflichtende Kolloquium am Ende des Studiums wird dadurch ersetzt. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen können und sollen. Es soll ein Ort des Experimentierens sein. So hat jede/r Studierende bereits während des Studiums die Möglichkeit, spannende Themen, die sie/ihn auch abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren in diese Veranstaltung einzubringen und mit anderen zu diskutieren. Dies kann gegebenenfalls zur Themenfindung für Abschlussarbeiten beitragen.
Dozenten
Prof. Dr. Christine Hanke, Prof. em. Dr. Michael Mayer, Prof. Anne Quirynen
Termin
Di. 18 -20
Ort
FHP 4/2.16
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Kolloquium
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Trotz Bilder
Sich ein Bilder von einer Sache zu machen, heißt gewöhnlich, diese Sache zu begreifen. Aber was, wenn das, was da begriffen werden soll, nicht zu begreifen ist? Der Skandal, den die von Clément Cheroux kuratierte und von Georges Didi-Huberman kommentierte Ausstellung „Mémoire de camps“ 2001 provozierte, dreht sich im Kern um genau diese Frage: Sind Bilder, die es gibt (dokumentarisch) oder die wir uns machen (fiktional), angesichts des Unvorstellbaren, das sie zu zeigen versuchen, per se „falsch“, sprich: eine Lüge? Oder gibt es eine mögliche Wahrheit der Bilder und in den Bildern, die dem, was jede Vor- und Darstellung sprengt, gerecht werden könnte? Und wie sähen diese Bilder aus, wie deren Lektüre?

Das Seminar wird die Frage nach der Darstellbarkeit des Undarstellbaren anhand von Didi-Hubermans 2003 erschienenem Buch „Bilder trotz allem“ ebenso diskutieren wie an ausgewählten photographischen, zeichnerischen, filmischen und narrativen Beispielen, die Politik der Massenvernichtung visuell und literarisch zu reflektieren. Die „Shoah“, die Vernichtung der europäischen Juden, wird dabei zwar einen besonderen Stellenwert einnehmen. Doch sollen auch andere Erfahrungen historischer Traumatisierung durch Massenvernichtung und Massenmord thematisch werden.

- Theorie: Didi-Huberman: Bilder trotz allem. München 2007. Didi-Huberman: Der Ort trotz allem. In: Phasmes. Köln 2001, S. 262-279. Didi-Huberman: Das Archiv brennt. (Vortrag HU-Berlin, 2004). Raul Hilberg: Die Vernichtung der europäischen Juden. Franfurt/M. 1982. Claude Lanzmann: Der patagonische Hase. Hamburg 2010 u.a.
- Comic: Art Spiegelman: Maus I: Mein Vater kotzt Geschichte aus. Hamburg 1989. Art Spiegelman: Maus II: Und hier begann mein Unglück. Hamburg 1992
- Zeichnung: Thomas Geve: Il n’y a pas d’enfants ici. Dessins d’un enfant survivant des champs de concentration. Paris 2009
- Literatur: Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten. Berlin 2008
- Filme: Atom Egoyan: Ararat. Kanada, Frankreich 2002. Alain Resnais: Hiroshima, mon amour. Japan, Frankreich 1959. Ari Folman: Waltz with Bashir. Israel, Frankreich, Deutschland 2008
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Dienstag, 12 - 14 Uhr
Ort
1.22.037
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Die Blockveranstaltungen am 2.6., 3.6 und 7.7, 8.7 finden statt im Raum: 1.09.204
Die Zeit des Weltbildes
Am 9. Juni 1938 hält Martin Heidegger seinen Vortrag „Die Begründung des neuzeitlichen Weltbildes durch die Metaphysik“, den er später unter dem Titel „Die Zeit des Weltbildes“ veröffentlichen sollte. In ihm findet sich in Keimform seine früheste Auseinandersetzung mit der Technik, die - ebenso wie die Kunst - in „Sein und Zeit“ (1927) noch keine nennenswerte Rolle gespielt hatte. Bemerkenswert an Heideggers Keimling seiner Philosophie der Technik ist u.a., dass der zentrale Begriff, in dem seine Überlegungen gipfeln, der des „Weltbildes“, sich in seinem späteren Oeuvre nicht mehr findet. Das Seminar wird versuchen, sich diesem Begriff in einer möglichst genauen Satz-für-Satz-Lektüre des Heideggerschen Textes zu nähern. Ziel ist dabei auch, Heideggers Frage nach der Welt überhaupt, ihrem Schicksal in Zeiten der tele-technischen Globalisierung, zu rekonstruieren und sie mit einigen ausgesuchten welt- und technikphilosophischen Ansätzen abzugleichen.

Das Seminar bildet den Auftakt zu einer Serie von Seminaren zu Heideggers Denken der Technik, das für die Entwicklung der Medienwissenschaft zwar von herausragender Bedeutung ist, dessen Lektüre indessen nach wie vor durch die Interpretationen Friedrich Kittlers in nicht unproblematischer Weise dominiert wird. Ab dem Wintersemester 2012/13 werden dann unter dem Obertitel „Heideggers Satz“ sukzessive die vier Bremer Vorträge von 1949 („Das Ding“, „Das Ge-Stell“, „Die Gefahr“, „Die Kehre“) durchgearbeitet.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Donnerstag, 14-16 Uhr
Ort
1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Literatur: Martin Heidegger: Die Zeit des Weltbildes. In: Ders. Holzwege, Frankfurt/M. 1980. Jean-Luc Nancy: Die Erschaffung der Welt oder die Globalisierung. Übers. v. Anette Hoffmann. Zürich, Berlin 2003. Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen. München 1992. Paul Virilio: Die Sehmaschine. Übers. v. Gabriele Ricke u. Ronald Voullié. Berlin 1989 u.a.
Winter 2011/2012
Ideenwerkstatt
Das Seminar wendet sich an Studierende und Promovierende, die bereits an ihren Abschlussarbeiten sitzen. In einem offenen Diskurs sollen Ideen ausgetauscht und Probleme und Fragestellungen diskutiert werden. Der Schwerpunkt liegt auf theoretisch ausgerichteten Arbeiten.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Ideenwerkstatt
Ort
NN
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Teilnehmerbegrenzung
12
Zusätzliche Informationen
Die Veranstaltung ist als Blockseminar gedacht mit zwei ganztägigen Treffen.
Experimental Research Project
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
Termin
nach Abprache
Ort
tba
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
8
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
Project Monitoring
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
Termin
nach Abprache
Ort
tba
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Melancholie der Medien: Bild und Trauerarbeit
Für Roland Barthes unterhält das photographische Abbild eine besondere Beziehung zum Toten und zur Trauer. Ausgehend von dieser Bestimmung, wird das Seminar versuchen, das Verhältnis von Trauer und Bild im Allgemeinen näherhin in den Blick zu nehmen und medienethisch zu präzisieren. Im Zentrum stehen dabei einerseits Sigmund Freuds „Trauer und Melancholie“ (1915) sowie Jacques Derridas späte Antwort hierauf: „Trauerkraft“ (1993), die den Begriff der Melancholie ethisch rehabilitiert; andererseits mehrere Filme, in denen Trauer und Melancholie (nicht nur) narrativ zum Thema werden.

Literatur u.a.: Sigmund Freud: Trauer und Melancholie (1915). In: StA, Bd. III. Ffm. 2000 - Jacques Derrida: Kraft der Trauer. Übers. v. Michael Wetzel. In: Michael Wetzel/Herta Wolf (Hg.): Der Entzug der Bilder. Visuelle Realitäten. München 1994, S. 13-35 – Derrida, Hans Georg Gadamer: Der ununterbrochene Dialog. Frankfurt/M. 2004 - Jean-Paul Sartre: Brüderlichkeit und Gewalt. Übers. v. Grete Osterwald. Berlin 1993 - Roland Barthes: Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie. Übers. v. Dietrich Leube. Ffm. 1996 - Barthes: Tagebuch der Trauer. Übers. v. Horst Brühmann. München 2010 - Barthes: Über Fotografie. Interview mit Angelo Schwarz (1977) und Guy Mandery (1979). In: Herta Wolf (Hg.): Paradigma Fotografie. Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters, Bd. 1. Ffm. S. 82-88. Filme: Terrence Malick: Tree of Life. USA 2011. Lars von Trier: Melancholia. Dän 2011. Susanne Bier: In einer besseren Welt. Dän 2011
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Dienstag, 12.00 - 14.00 Uhr
Ort
1.22.0.39
SWS
6
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Zusätzlich zum wöchentlichen Dienstagstermin werden folgende vier Termine als Block zur Film- und Literaturanalyse gesetzt:

- Samstag, 12.11.11, 11-19.00 Uhr
- Samstag, 3.12.11, 11-19 Uhr
- Samstag, 28.1.12 und Sonntag, 29.1.12 11-19 Uhr.
Raum ist jeweils: 1.09.2.13
Texte zur Medientheorie und Medienphilosophie
Sokrates' Apologie vor seinen Athenischen Richtern 399 v. Chr. gipfelte bekanntlich in dem Urteil: „Ich weiß, dass ich nicht weiß“ (oîda ouk eidōs). Was sich wie ein ironisches Understatement anhören könnte, impliziert tatsächlich aber eine Kritik von Wissen und Wissenschaft, deren Relevanz bis heute unabgegolten ist. In Kombination mit der Schriftkritik Platons, einer Frühform von Medien- und Rationalitätskritik, werden hier die Konturen einer Differenz zwischen Philosophie und Wissenschaft sichtbar, die einen einseitig theoretischen, allein in Form von Aussagensätzen organisierten Zugang zu Wahrheit und Wirklichkeit radikal in Frage stellen. Das Seminar wird versuchen, diese Differenz für die Bestimmung des Verhältnisses zwischen Medienwissenschaft und Medienphilosophie fruchtbar zu machen und an ausgesuchten medientheoretischen Grundlagentexten zu überprüfen. Ziel ist eine genauere Bestimmung von Medienphilosophie, die immer auch andere, nicht-theoriebasierte Praktiken des Wissens erprobt.
Literatur: Platon: Die Apologie des Sokrates. Platon: Phaidros (vor allem: 274b-278b). Wolfgang Wieland: Platon und die Formen des Wissens. Göttingen 1982. Wolfgang Wieland: Platons Schriftkritik und die Grenzen der Mitteilbarkeit. Freiburg i.Br. WS 1908/81. Stefan Münker u.a. (Hg.): Medienphilosophie. Frankfurt/M. 2003. Stefan Münker (Hg.): Was ist ein Medium? Frankfurt/M. 2008. Lorenz Engell u.a. (Hg.): Kursbuch Medienkultur. Die maßgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard. Stuttgart 2000. Alexander Roessler u. Bernd Stiegler (Hg.): Grundbegriffe der Medientheorie. Paderborn 2005. Dieter Mersch: Medientheorien zur Einführung. Hamburg 2006. u.a.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mittwoch, 12 - 14 Uhr
Ort
1.09.2.04
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 1
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
obligatorisch Erstsemester MA-Studium
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Das Seminar ist ein Pflichtseminar für MA-Erstsemester und trug bislang den Titel "Texte zur Medientheorie".
Schreiben über Film im Spannungsfeld von Medien- und Filmwissenschaft
In dem Tutorium werden wir uns an der Schnittstelle von Filmwissenschaft und Medienwissenschaft bewegen und uns fragen, was dies für das Schreiben über Film genau bedeutet. Wie lässt sich ein medientheoretisch fundierter Zugang zum Film zusammen mit einem filmanalytischen Ansatz denken - und darüber Schreiben? Grundlegende filmanalytische Parameter wie z.B. Plansequenz, Licht, Ton, usw. werden wir beispielhaft anhand von mehreren Filmsequenzen diskutieren und als Ausgangspunkt für unsere Untersuchung nehmen. Das Tutorium bietet einen Film- und Textkorpus zum Thema an, ist aber auch gedacht als eine Plattform für individuelle Bedürfnisse, Filme und Texte zu vertiefen sowie eigene Interessen einzubringen. Das Tutorium richtet sich sowohl an Bachelor- wie MasterstudentInnen.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Di, 16.00 - 18.00 Uhr
Ort
1.09.1.14
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Projektarbeit Tutorium
Zielgruppe
EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Tutorium wird geleitet von Johannes Bennke (MA, 3. Sem.) bennke@uni-potsdam.de
Summer 2011
Shoah und Bilderverbot
Spätestens mit Claude Lanzmanns neunstündiger Dokumentation „Shoah“ über die Vernichtung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten, die vollständig auf dokumentarisches Bildmaterial verzichtet, avancierte das Bilderverbot zum medienethischen Grundaxiom angesichts der „Endlösung“. Der Unvorstellbarkeit des Geschehenen sollte einzig ihre Undarstellbarkeit antworten. Das Bild von Auschwitz war als Negation aller Bilder gesetzt. Doch schon in Alain Resnais‘ frühem Film-Essay „Nuit et brouillard“ werden vier Fotografien thematisch, die Häftlinge des „Sonderkommandos“ von der Vernichtungsprozedur selbst machen konnten. Ausgehend von dem Eklat, den Georges Didi-Hubermans Auseinandersetzung mit diesen Fotografien provozierte, soll die Frage diskutiert werden, ob und wie man Bildern der Endlösung medienethisch gerecht und dabei das Verhältnis von Fiktionalität und Dokumentarität bestimmt werden kann.
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Blockseminar - Bröllin-Woche, 23.5.-26.5., je 10-18 Uhr
Ort
FH Haus 4, Raum 216
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW, BA Kuwi M6
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Literatur u.a.: Didi-Huberman: Bilder trotz allem, München 2007. Claude Lanzmann: Der patagonische Hase. Erinnerungen. Hamburg 2010. Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten. Berlin 2008 / Filme u.a.: Claude Lanzmann: Shoah. Frankreich 1974-85. Alain Resnais: Nacht und Nebel, Frankreich 1955. Steven Spielberg: Schindlers Liste. USA 1993
Bilder der Vernichtung - Vernichtung der Bilder
Ausgehend von dem Eklat, den Georges Didi-Hubermans Auseinandersetzung mit vier Fotografien provozierte, die Häftlinge des sog. „Sonderkommandos“ von der Vernichtungsprozedur in Auschwitz-Birkenau machen konnten, soll die Frage nach der Darstellbarkeit des Undarstellbaren diskutiert werden. An ausgewählten fotografischen, zeichnerischen, filmischen und narrativen Beispielen sollen Versuche, Traumata der Massenvernichtung visuell und literarisch zu bearbeiten, sowohl inhaltlich als auch formal genauer untersucht werden. Dabei wird die Frage nach dem Bild und bildlicher Darstellung thematisch, ihren Möglichkeiten und Grenzen angesichts extremer historischer Ereignisse wie der Vernichtung der europäischen Juden, dem Genozid an den Armeniern und dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki. (Das Seminar knüpft dabei an die Diskussionen des Seminars zu „Shoah und Bilderverbot“ im Mai an, setzt dessen Besuch aber nicht voraus.)
Theorie: Didi-Huberman: Bilder trotz allem. München 2007. Didi-Huberman: Der Ort trotz allem. In: Phasmes. Köln 2001, S. 262-279. Didi-Huberman: Das Archiv brennt. (Vortrag HU-Berlin, 2004). Comic: Art Spiegelman: Maus I: Mein Vater kotzt Geschichte aus. Hamburg 1989. Art Spiegelman: Maus II: Und hier begann mein Unglück. Hamburg 1992. Zeichnung: Thomas Geve: Il n’y a pas d’enfants ici. Dessins d’un enfant survivant des champs de concentration. Paris 2009. Literatur: Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten. Berlin 2008. Filme: Atom Egoyan: Ararat. Kanada, Frankreich 2002. Alain Resnais: Hiroshima,mon amour. Japan, Frankreich 1959. Ari Folman: Waltz with Bashir. Israel, Frankreich, Deutschland 2008
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Blockseminar 14.7.-16.7.11, je 10-18 Uhr
Ort
Fr. & Sa. Raum 1.12.014; So. in Berlin: Raum NN
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar
Leistungspunkte
2 oder 6
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Wegen Raumknappheit muss der Donnerstagstermin leider entfallen. Ob der Ersatztermin am Sonntag überhaupt wahrgenommen werden kann, entscheidet sich noch. Er fände in Berlin statt, der genaue Ort würde zu Beginn des Seminars noch bekanntgegeben.
Winter 2010/2011
Der Schleier als Medium und Provokation
Mit dem Verbot der „Burka“ in Belgien und Frankreich tritt der Fall ein, dass in zwei europäischen Staaten die öffentliche Ganzkörperverschleierung (muslimischer) Frauen untersagt wird, während die öffentliche „Ganzkörperentschleierung“ (Striptease, Pornographie) erlaubt ist. Der bizarre Umstand lenkt den Blick auf die Frage des Schleiers selbst. Dass im Westen die Verhüllung des menschlichen Gesichts als provokant angesehen wird; dass staatliche Organe sich das Recht ausbedingen, die faziale Nacktheit der Bürger normativ durchzusetzen, markiert den Ausgangspunkt des Seminars, das den Schleier als Provokation und Medium zu thematisieren versucht. Dabei sollen auch dessen geistesgeschichtliche Referenzen zurückverfolgt und geklärt werden, inwieweit sie für den abendländischen Hang zur Enthüllung prägend sind. Denn schon biblisch begründete der Akt der Entschleierung eine eigene literarische Gattung: die „Apokalypse“. Gewöhnlicherweise assoziiert mit einer allesvernichtenden Katastrophe, bedeutet das griechische „apokaplypto“ vorab nur „ich entdecke, offenbare, enthülle, lüfte einen Schleier“. Das Seminar wird sich deshalb auch der Frage nähern, warum die besagte Entschleierung als katastrophisch realisiert wird. Literatur: Jacques Derrida & Hélène Cixous: Voiles - Schleier und Segel. Wien 2007. Jacques Derrida: Apokalypse. Wien, Graz 1985. Feferico Ferrari & Jean-Luc Nancy: Die Haut der Bilder. Zürich, Berlin 2006. Georgio Agamben: Nacktheit. Frankfurt/M. 2010. Almut Sh. Bruckstein: Die Maske des Moses. Berlin, Wien 2001. Aleida und Jan Assmann (Hg.): Schleier und Schwelle. Bd. 1 und 2. München 1997. Orhan Pamuk: Schnee. München, Wien 2005. Film (u.a.): Atom Egoyan: Exotica. Kanada 1994
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Mi, 14:00-15:30
Ort
UP 1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 oder 6
Zielgruppe
BA EMW, BA Kuwi Modul 3
Teilnehmerbegrenzung
25
Summer 2010
Musik versus Stadt versus Musik
Ob klassische oder ‘Folk’ Musik (in breitestem Sinne), Jazz, Punk, Techno, Dubstep unter viel anderem, spielt die Musik eine starke und wichtige Rolle in der soziallen Entwicklung sowie in der ‘Beschreibung’ einer Stadt.
Im Gegenzug beschreibt eine Stadt die politischen, kulturellen, soziallen sowie architekurellen Rahmen, wogegen Musikstile sich entwickeln und sich ‘austesten’ können/müssen.

Eine dritte Ebene zeichnet solche Rahmen in neue Topologien weiter, nähmlich Personal Listening Spaces (Walkman, iPod, Autoradio), interaktive, mobile Technologien und funktionale Klänge.

Wie hat die Musik Anteil an der Enstehung sowie der Artikulation von geographischer und städtischer Imagination und eine Stadt Anteil an der Enstehung sowie der Artikulation von musikalischer Imagination und Kreation?

Dieses Seminar wird die Begriffe ‘Musik’ und ‘Stadt’ sowie die Art ihrer Verbindung und Auseinandersetzung untersuchen.
Dozenten
Prof. em. Dr. Michael Mayer, Dr. Jörg Sternagel, M.Mus. Simon-Mary Vincent
Termin
Do 10:15-11:45
Ort
UP 1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2009/2010
Medienphilosophische Grundbegriffe: Was ist Berührung?
Ein Phänomen wie die Berührung scheint nicht nur theoretisch, sondern vor allem medientheoretisch unergiebig. Gilt Berührung doch per se als Akt der Unmittelbarkeit, der ebenso evident wie fraglos zu sein scheint. Als durch kein Medium vermittelter Kontakt zwischen einem Berührten und einem Berührenden gehört die Berührung zum eigentlichen Nahsinn, der anders als Sehen und Hören durch eine absolute Distanzlosigkeit charakterisiert zu sein scheint. Das Seminar wird genau diese Selbstverständlichkeiten anfechten. Ausgangspunkt ist dabei die Frage, ob es eine „virtuelle“, sprich eine „Berührung-auf-Distanz“ geben kann; und ob gegenläufig dazu eine visuelle Praxis denkbar ist, die ausdrücklich als Naherfahrung beschrieben werden kann, sprich: als Erfahrung eines Blicks, der berührt und sich berühren lassen kann. Im Zentrum der Diskussion steht dabei das Werk Jean-Luc Nancys, der die Frage der Berührung in der Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst und eng in den Kontext einer „Dekonstruktion des Christentums“ stellte. Die Rekonstruktion dieses Zusammenhangs bildet dabei den Zielpunkt des Seminars.


Literatur u.a:
Jean-Luc Nancy: Noli me tangere. Zürich, Berlin 2008
Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums. Zürich, Berlin 2007
Jacques Derrida: Berühren, Jean-Luc Nancy. Berlin 2007
Maurice Merleau-Ponty: Das Sichtbare und das Unsichtbare. München 41994
Maurice Merleau-Ponty: Der Zweifel Cézannes. 1994
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Do 17:15-18:45
Ort
UP 1.11.122
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 oder 6
Zielgruppe
BA EMW, Nebenfach MW
Teilnehmerbegrenzung
25
Summer 2009
Schizophrenie des Kinos
Schizophrenie ist seit je Thema des Kinos gewesen: der Verbrecher, der seiner Taten nicht inne ist, weil ein anderer, abgespaltener Teil seines Selbst sie begangen hat, fasziniert Regisseure wie Publikum gleichermaßen. Dabei wird der Schizophrene meist durch dedektivisch psychiatrische Recherche und polizeiliche Verfolgung dingfest gemacht. Das Gewebe der Normalität wird gleichsam durch seine Eliminierung restituiert. Seit einiger Zeit jedoch tauchen vermehrt Filme auf, die das Sujet der Identitätsspaltung sowohl narrativ wie formal radikalisieren: Nicht nur wird die Geschichte konsequent aus der Binnenperspektive des Schizophrenen erzählt, auch die filmischen Erzählformen selbst gleichen sich der schizophrenen Wahrnehmung an. Das Kino selbst wird schizophren.
Anhand ausgewählter Filme, die im Licht der Schizoanalyse aus Gilles Deleuze und Félix Guattaris „Anti-Ödipus“ reflektiert werden sollen, wird das Seminar versuchen, diese jüngere Entwicklung des Kinos zu diskutieren und auf seine gegenwartsdiagnostische Relevanz hin durchsichtig zu machen.

Filme:
Alfred Hitchcook Psycho
Stanley Kubick: Shining
John Carpenter: Halloween. USA 1978
James Mangold: Identität. USA 2003
David Lynch: Lost Highway

Literatur:
Gilles Deleuze/Félix Guattari: „Anti-Ödipus“
Deleuze: Das Zeit-Bild
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Ihlow-Woche 15.-19.6.2009
Ort
Up Neues Palais siehe unten
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW, BA Kuwi M6
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Raumplan für die Lehrveranstaltung

Samstag, 13.6.
10.30-17.30 Uhr Raum 2.14.222 (Golm)

Sonntag
10.30-17.30 Uhr Raum 2.14.222 (Golm)

Montag 15.6.
11-16 Uhr Raum 1.9.204
17-19 Uhr Raum 1.9.112

Dienstag 16.6.
10-13 Uhr Raum 1.9.204
15-19 Uhr Raum 1.9.112
Medien der Moderne: Was ist ein Buch?
Kaum eine These Jacques Derridas fand derart leicht Eingang in die öffentliche Diskussion wie seine Rede vom "Ende des Buches und dem Anfang der Schrift". Und kaum eine war missverständlicher. Dass ein Buch als primärer Träger abendländischer Zivilität nach dem vielbeschworenen iconic turn verschwinden, dass es durch Neue Medien zurückgedrängt, gar verdrängt würde, galt als gesetzt. Das "Ende der Gutenberggalaxis"? Und was eigentlich ist ein Buch? Was soll an seine Stelle treten? Und was macht seine Bedeutung überhaupt aus?

Vor allem in der Auseinandersetzung mit Derridas These wird das Seminar versuchen, diese Frage zu bearbeiten. Dabei soll die medienphilosophische Frage auch in den Kontext einer biblischen Tradition gerückt werden, die dem Buch als Medium des Wortes Gottes eine zentrale Rolle zuschreibt und der Derrida überraschend nahe steht.

Literatur:
Derrida: Grammatologie
Derrida: Dissemination
Derrida: Maschinen Papier
Emmanuel Lévinas: Von der Ethik zur Exegese
Edmond Jabès: Das Buch der Fragen
Maurice Blanchot: Das kommende Buch
Michael Wetzel: Die Enden des Buches
Manfred Frank: Was ist Poststrukturalismus?
Bolz: Ende der Gutenberggalaxis
Almut Sh. Bruckstein: Die Maske des Moses. Studien zur jüdischen Hermeneutik

Film:
Francois Truffaut: Fahrenheit 451
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Fr 15.15-16.45 Uhr
Ort
UP 1.09.204
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW, BA Kuwi Modul 3
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2008/2009
Das Kino der Toten
Das Kino Alain Resnais, François Truffauts, Atom Egoyans, das Fernsehen Edgar Reitz wie auch Alejandro Amenabar (The Others, ES, USA 2001), M. Night Shyamalan (The sixth Sence,USA 1999), George A. Romero (Die Nacht der lebenden Toten, USA 1968) scheinen ausgezeichnete Schauplätze einer Gegenwärtigkeit der Toten zu definieren, einer Präsenz jenseits ihrer Exklusion aus dem Kreis der momentan Lebenden. Wobei durch diese Präsenz nicht nur der „Tod“ im allgemeinen thematisch wird, sondern der „Tod des Anderen“, der mich zwar anders betrifft als mein eigener, aber von nicht minderer Bedeutung ist. Das Seminar wird versuchen, dieser Frage des „anderen Todes“ nachzugehen und mit der Reflexion zu verschränken, ob es mediale wie ästhetische Merkmale gibt, die das Filmbild in ausgezeichneter Weise qualifizieren, die Toten zu aktualisieren. Die medientheoretische These vom Post-Mortem-Kino als Möglichkeitsmedium (Thomas Elsässer) wäre hierzu ebenso aufzugreifen wie das medial objektivierte Gedächtnis, das Archiv, als privilegierter Ort der Heimsuchung durch die Toten.

Filme u.a:
John Huston: Die Toten (USA GB, D 1987)
François Truffaut: Das grüne Zimmer (F 1978)
Alain Resnais: Hiroshima, mon amour (F, JP 1959)
Atom Egoyan: Das süße Jenseits (CA 1997)

Literatur:
James Joyce: Die Toten (1924/25)
Sarah Kofman: Rue Ordener, Rue Labat (1995)
Jacques Derrida: Die Tode des Roland Barthes (1981)
Jacques Derrida: Adieu (1995)
Michael Mayer: Derridas Tode (2006)
Gilles Deleuze: Das Zeit-Bild. Kino 2 (1985)
Emmanuel Lévinas: Gott, die Zeit und der Tod (1975)
Dozent
Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin
Freitag 13.15-16.45 Uhr
Ort
1.09.212
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
EMW
Teilnehmerbegrenzung
25