
M.A. Vanessa Oberin
Sprechstunde
Individuelle Termine nach Voranmeldung per Mail.
Veranstaltungen
Winter 2026/2027
Oddly Satisfying. Kritische Perspektiven auf Internetästhetiken
Vorschlag von Vanessa Oberin/Lehrauftrag ZeM (Kathrin), bitte Mittwoch Raum reservieren, ggf. muss später auf Block umgestellt werden
Dozenten
Termin
Mi 14-18 zweiwöchentlich
Ort
NP
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Teilnehmerbegrenzung
25
Sommer 2026
Streit um Kunst – zwischen Freiheit, Autonomie und Kulturkampf
Spätestens seit der Debatte um die documenta fifteen sind die Begriffe der Kunstfreiheit und der ästhetischen Autonomie Gegenstand eines neu entfachten Streits um die Kunst: Was darf Kunst? Was soll Kunst? Wie steht es um ihre gesellschaftliche Verantwortung und wo liegen die Grenzen ihrer Politisierung? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den historischen Ursprüngen und den gegenwärtigen Kontroversen um Kunstfreiheit und Kunstautonomie. Die Kunstfreiheit ist in Deutschland durch Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert, also ein rechtlicher Schutz für Kunstschaffende und ihre Werke vor staatlichen Eingriffen – doch endet sie dort, wo die Rechte anderer durch Kunst eingeschränkt werden. Ästhetische Autonomie verweist auf das seit Kant gehegte Ideal der Zweckfreiheit: Kunst soll frei von moralischen, ideologischen oder politischen Indienstnahmen sowie ökonomischen Verwertungskontexten sein. Auch dies ist nicht immer (oder immer seltener) der Fall: Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich spricht von ‚postautonomer‘ Kunst, da die Übergänge zu Aktivismus und Konsumpraktiken längst fließend geworden sind.
Im Seminar widmen wir uns dem Thema multiperspektivisch, mit historischen Rückgriffen und aktuellen Fallbeispielen. Ziel des Seminars ist einerseits die Sensibilisierung für den ästhetischen Eigenwert und die Eigengesetzlichkeit von Kunst, und andererseits die Befähigung zur kritischen Einordnung der Instrumentalisierung von bzw. der Angriffe auf Kunst. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, sich aktiv in die Seminargestaltung einzubringen und mit Referaten in die jeweiligen Wochenthemen einzuleiten. Das Themenspektrum umfasst: historische Theorien der Kunstautonomie, Provokationen der künstlerischen (Neo-)Avantgarden, Kunst(un)freiheit in der DDR, Gewalt in der Performancekunst, Fragen von Repräsentation und kultureller Aneignung, Institutionskritik, die Verwendung von (lebenden und toten) Tieren in der Kunst, Grenzgänge von Kunst und Aktivismus, aktuelle Antisemitismus-Debatten und Angriffe auf die Kunstfreiheit von Rechts, das Kunstwerk im Zeitalter generativer KI sowie die Frage nach dem Ende ästhetischer Autonomie.
Testat: Referat (10 Min.)
Im Seminar widmen wir uns dem Thema multiperspektivisch, mit historischen Rückgriffen und aktuellen Fallbeispielen. Ziel des Seminars ist einerseits die Sensibilisierung für den ästhetischen Eigenwert und die Eigengesetzlichkeit von Kunst, und andererseits die Befähigung zur kritischen Einordnung der Instrumentalisierung von bzw. der Angriffe auf Kunst. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, sich aktiv in die Seminargestaltung einzubringen und mit Referaten in die jeweiligen Wochenthemen einzuleiten. Das Themenspektrum umfasst: historische Theorien der Kunstautonomie, Provokationen der künstlerischen (Neo-)Avantgarden, Kunst(un)freiheit in der DDR, Gewalt in der Performancekunst, Fragen von Repräsentation und kultureller Aneignung, Institutionskritik, die Verwendung von (lebenden und toten) Tieren in der Kunst, Grenzgänge von Kunst und Aktivismus, aktuelle Antisemitismus-Debatten und Angriffe auf die Kunstfreiheit von Rechts, das Kunstwerk im Zeitalter generativer KI sowie die Frage nach dem Ende ästhetischer Autonomie.
Testat: Referat (10 Min.)
Dozent
Termin
Mi 14-16 Uhr
Ort
NP 11.1.22
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Literatur (Beispiele): Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft, 1790; Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 1795; Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, 1935; Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie, 1970; Linda Nochlin: Why Have There Been No Great Women Artists?, 1971; Peter Bürger: Theorie der Avantgarde, 1974; Hito Steyerl: Duty Free Art, 2017; Juliane Rebentisch: Theorien der Gegenwartskunst, 2021; Bettina Paust, Laura-Mareen Janssen (Hg.): Lebende und Tote Tiere in der Kunst – Fragen, Probleme, Perspektiven, 2019; Birgit Eusterschulte, Christian Krüger (Hg.): Involvierte Autonomie. Künstlerische Praxis zwischen Engagement und Eigenlogik, 2022; Wolfgang Ullrich: Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie, 2022; Peter Laudenbach: Volkstheater: Der rechte Angriff auf die Kunstfreiheit, 2023; Daniel Martin Feige, Michael Lüthy (Hg.): Kunstautonomie. Positionen zu einer Kontroverse, 2025.
Winter 2024/2025
Freie Projektarbeit (betreut)
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.
Dozenten
PD Dr. Bernd Bösel, Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Winfried Gerling, Dr. Susanne Müller, M.A. Vanessa Oberin, Dr. Judith Pietreck, Prof. Anne Quirynen, M.A. Alexander Schindler, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel, Dr. Katrin von Kap-herr, M.A. Anna Zaglyadnova
Termin
nach Absprache
Ort
tba
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 11
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte
10
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Experimentelle Forschungsarbeit
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.
Dozenten
PD Dr. Bernd Bösel, Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Winfried Gerling, Dr. Susanne Müller, M.A. Vanessa Oberin, Dr. Judith Pietreck, Prof. Anne Quirynen, M.A. Alexander Schindler, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel, Dr. Katrin von Kap-herr, M.A. Anna Zaglyadnova
Termin
nach Absprache
Ort
UP tba
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 7
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte
12
Teilnehmerbegrenzung
5
Zusätzliche Informationen
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
Förderstrukturen im Kulturbetrieb
Zur Kulturförderung zählen die dauerhafte institutionelle Finanzierung, individuelle Projektförderungen sowie die Vergabe von Preisen, Zuschüssen und Stipendien an Kunstschaffende. In Deutschland hat die öffentliche Kulturförderung einen besonderen Status, während sie in anderen Ländern, wie beispielsweise den USA, mehrheitlich in privater Hand liegt. Dass Kunst und Kultur hierzulande vorrangig mit Geldern von Ländern und Kommunen finanziert werden, dient u.a. der Sicherstellung von Kunstfreiheit und kultureller Teilhabe, die im deutschen Grundgesetz bzw. der UN- Menschenrechtskonvention verankert sind. Doch rosig sieht es für die Kultur trotzdem nicht aus: Insbesondere Stätten der freien Kulturszene vermissen eine langfristige Perspektive, hangeln sich von Projektförderung zu Projektförderung, während die Haushalte immer weniger Geld für sie vorsehen. Zugleich lässt sich an kulturpolitischen Debatten um Themen wie Restitution und Antisemitismusklausel ablesen, dass die Kriterien und Werte der öffentlichen Förderung immer wieder überprüft und ausgehandelt (und machmal auch verteidigt) werden müssen.
Dozent
Termin
tgl. 18.11.–22.11.
Ort
FHP, D116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 3
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar findet in der Winterprojektwoche statt und bietet theoretische und praktische Zugänge zum weiten Themenfeld der Kulturförderung. Neben einer Einführung in die Geschichte, Akteure, Instrumente und Kriterien öffentlicher und privater Kulturförderung in Deutschland, befassen wir uns mit aktuellen kulturpolitischen Kontroversen und der Frage nach kultureller Identitätsbildung, die mit Kriterien der Förderungswürdigkeit unmittelbar verbunden sind. Zudem enthält das Seminar einen Exkursionstag sowie verschiedene Praxisübungen, in denen wir Förderrichtlinien analysieren und einen eigenen Antrag (probehalber) verfassen.
Testat: Antragsentwurf (3 Seiten) soll in der Projektwoche entstehen, kann aber auch noch danach abgegeben werden (Frist: 31. Januar 2025), bei Gruppenarbeiten addieren sich die Seitenzahlen
Testat: Antragsentwurf (3 Seiten) soll in der Projektwoche entstehen, kann aber auch noch danach abgegeben werden (Frist: 31. Januar 2025), bei Gruppenarbeiten addieren sich die Seitenzahlen
Arts of Noticing: Medienkunst nach dem Multispecies Turn
Der menschliche Exzeptionalismus hat sich tief in die westliche Kunstgeschichte eingeschrieben. „Wir sind es (…) nicht gewohnt, Geschichten zu lesen, die ohne menschliche Helden auskommen“, bemerkt Anna L. Tsing. Um Welten jenseits des Menschlichen zu bemerken, bedarf es der Anthropologin zufolge einer neuen Kunst der Wahrnehmung, einer „arts of noticing“. Gerade heute, in den Ruinen des Kapitalismus sei es notwendig, Erzählungen abseits von Fortschritt und Wachstum aufzuspüren. Im Seminar untersuchen wir Beispiele der Gegenwartskunst, die dem 'multispecies turn' folgen und uns aufmerksam für mehr-als-menschliche Beziehungsgeflechte werden lassen. Dabei gilt es, die Gegenwartsdiagnosen der Entfremdung, verarmter Naturwahrnehmung und medienbedingten Aufmerksamkeitsdefiziten auch kritisch zu hinterfragen: Denn zuweilen ist es Medientechnologie, die uns der mehr-als-menschlichen Welt näherbringen kann.
Dozent
Termin
Freitag, 10:00–13:30, 14-täglich, Beginn: 25.10.
Ort
FHP, D116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar findet 14-täglich statt und ist als theoretisch-praktische Annäherung an das Thema konzipiert. Medienkunstbeispiele werden als Referate erarbeitet, Begriffe wie „Worlding”, „Multispezies“ oder „Postanthropozentrismus“ auf Basis gemeinsamer Textlektüren erörtert. Zudem beobachten und schulen wir unsere eigene Wahrnehmung beim Spazieren und während eines Ausstellungsbesuchs. Testat: Referat (10 Min.)
Containment und die feministische Technikphilosophie
Assoziationen mit dem Halten, Tragen und Behausen sind traditionell weiblich konnotiert: Frauen als Hüterinnen des Hauses, als Gebärende und Bewahrerinnen des Sozialen gelten in der westlichen Geschichte als ‚Container‘ par excellence. Bis heute idealisiert die Technologieentwicklung im Zeichen von algorithmischer Vorhersage, Smart Homes und Sprachassistentinnen den Zustand der permanenten Versorgung und allumfassenden Bedürfnisbefriedigung (heißt: des Im-Mutterleib-Seins). Auch die unhinterfragte ständige Verfügbarkeit von Ressourcen gehört zur mythischen Existenzweise moderner Technologien.
Mit „Containment: Technologies of Holding, Filtering, Leaking” ist im Sommer 2024 der letzte von Marie-Luise Angerer mitherausgegebene Sammelband erschienen. Das Publikationsprojekt geht auf einen prägenden Aufsatz der australischen Kulturwissenschafterin Zoë Sofoulis zurück, der 2020 in einem Online-Workshop einer Re-Lektüre unterzogen wurde. In „Container Technologies“ (2000) bearbeitet Sofoulis, die eine langjährige Wegbegleiterin Angerers war, ebenjene westliche Denktradition, die die Umwelt als passiv, weiblich und endlos verfügbar versteht, und aus der die Vorstellung stets funktionierender, technischer Versorgungsstrukturen erwächst. Aus Sichtweise einer feministischen Technikphilosophie verweist Sofoulis jedoch auf die konstitutiven Abhängigkeiten, die hinter jeder Form des Behältnisses stehen.
In diesem Seminar lesen wir ausgewählte Texte aus dem Sammelband sowie weitere Aufsätze aus der feministischen (Technik)philosophie, die sich dem Halten und Bewahren, aber auch Figuren der Porosität und des (drohenden) Verlusts widmen. Konkret werden die Denkfiguren u.a. anhand utopischer Technologien, wie der Ectogenesis und Cryopreservation, aber auch banal wirkender Dinge wie Taschen, Samen und Müll.
Containment-Band (open access): https://meson.press/books/containment
Weitere Autor*innen: Ursula K. Le Guin, Christina Sharpe, Janina Loh, Shulamith Firestone, Irina Aristarkhova, Charmaine Chua, Jennifer Gabrys.
Mit „Containment: Technologies of Holding, Filtering, Leaking” ist im Sommer 2024 der letzte von Marie-Luise Angerer mitherausgegebene Sammelband erschienen. Das Publikationsprojekt geht auf einen prägenden Aufsatz der australischen Kulturwissenschafterin Zoë Sofoulis zurück, der 2020 in einem Online-Workshop einer Re-Lektüre unterzogen wurde. In „Container Technologies“ (2000) bearbeitet Sofoulis, die eine langjährige Wegbegleiterin Angerers war, ebenjene westliche Denktradition, die die Umwelt als passiv, weiblich und endlos verfügbar versteht, und aus der die Vorstellung stets funktionierender, technischer Versorgungsstrukturen erwächst. Aus Sichtweise einer feministischen Technikphilosophie verweist Sofoulis jedoch auf die konstitutiven Abhängigkeiten, die hinter jeder Form des Behältnisses stehen.
In diesem Seminar lesen wir ausgewählte Texte aus dem Sammelband sowie weitere Aufsätze aus der feministischen (Technik)philosophie, die sich dem Halten und Bewahren, aber auch Figuren der Porosität und des (drohenden) Verlusts widmen. Konkret werden die Denkfiguren u.a. anhand utopischer Technologien, wie der Ectogenesis und Cryopreservation, aber auch banal wirkender Dinge wie Taschen, Samen und Müll.
Containment-Band (open access): https://meson.press/books/containment
Weitere Autor*innen: Ursula K. Le Guin, Christina Sharpe, Janina Loh, Shulamith Firestone, Irina Aristarkhova, Charmaine Chua, Jennifer Gabrys.
Dozent
Termin
Freitag, 10:00–13:30, 14-täglich, Beginn: 1.11.
Ort
FHP, D116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Als Bachelorseminar konzipiert, soll auch das Lesen philosophischer Texte selbst thematisiert werden und Raum für das Aushalten von Mehrdeutigkeiten und Unsicherheiten geschaffen werden. Studierende sind zudem eingeladen, eigene Lektürevorschläge einzubringen.
Testat: Reading Response (2 Seiten), bitte bis 7.2. abgeben!
Testat: Reading Response (2 Seiten), bitte bis 7.2. abgeben!
Sommer 2024
Medien der Zeugenschaft
„Media witnessing“ sei eigentlich eine Tautologie, schreiben Amit Pinchevski und Paul Frosh in der Einführung zum ihrem gleichnamigen Sammelband von 2008. Jeder Akt der Zeugenschaft ist auf eine Vermittlung angewiesen, jede Vermittlung gibt ein Zeugnis von etwas. Doch dasselbe sind sie trotzdem nicht. Medienpraktiken des Bezeugens müssen in ihrer spezifischen historischen Situierung betrachtet werden. Während es die Figur der/des Zeug*in seit Jahrtausenden gibt, ist das heutige „testimoniale Bewusstsein“ (Marszałek/Herbst) westlicher Gesellschaften eine Konsequenz des Holocaust. Im Seminar beschäftigen wir uns mit verschiedenen Formen des Bezeugens ab Mitte des 20. Jahrhunderts: mit der Rolle von Medien in der Erinnerungskultur, mit den Bildethiken von Foto- und Fernsehjournalismus, verteilter Zeugenschaft in Sozialen Medien, mit den Affektstrukturen und Identitätspolitiken von Zeugenschaft und nicht zuletzt dem „nonhuman witnessing“ in gegenwärtigen Kriegen und ökologischen Krisen.
Vorausetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft Texte auf Deutsch und Englisch zu lesen.
Testat: Referat (10 min)
Literatur:
Amit Pinchevski / Paul Frosh (Hg.): Media Witnessing. Testimony in the Age of Mass Communication, 2008; Sibylle Schmidt / Sybille Krämer / Ramon Voges (Hg.): Politik der Zeugenschaft. Zur Kritik einer Wissenspraxis, 2011; Georges Didi-Huberman: Bilder trotz allem, 2007; Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten, 2003; Winfried Gerling / Susanne Holschbach / Petra Löffler: Bilder verteilen. Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur, 2018; Kerstin Schwankweiler / Verena Straub / Tobias Wendl: Image Testimonies. Witnessing in Times of Social Media, 2019; Kimberly Juanita Brown: Regarding the Pain of the Other. Photography, Famine, and the Transference of Affect (in: Feeling Photography), 2014; Allissa V. Richardson: Bearing Witness While Black, 2020; 2018; Susan Schuppli: Material Witness. Media, Forensics, Evidence, 2020; Michael Richardson / Magdalena Zolkos: Witnessing after the human (Angelaki), 2022; Michael Richardson / Magdalena Zolkos: Witnessing the Anthropocene (Angelaki), 2023.
Vorausetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft Texte auf Deutsch und Englisch zu lesen.
Testat: Referat (10 min)
Literatur:
Amit Pinchevski / Paul Frosh (Hg.): Media Witnessing. Testimony in the Age of Mass Communication, 2008; Sibylle Schmidt / Sybille Krämer / Ramon Voges (Hg.): Politik der Zeugenschaft. Zur Kritik einer Wissenspraxis, 2011; Georges Didi-Huberman: Bilder trotz allem, 2007; Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten, 2003; Winfried Gerling / Susanne Holschbach / Petra Löffler: Bilder verteilen. Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur, 2018; Kerstin Schwankweiler / Verena Straub / Tobias Wendl: Image Testimonies. Witnessing in Times of Social Media, 2019; Kimberly Juanita Brown: Regarding the Pain of the Other. Photography, Famine, and the Transference of Affect (in: Feeling Photography), 2014; Allissa V. Richardson: Bearing Witness While Black, 2020; 2018; Susan Schuppli: Material Witness. Media, Forensics, Evidence, 2020; Michael Richardson / Magdalena Zolkos: Witnessing after the human (Angelaki), 2022; Michael Richardson / Magdalena Zolkos: Witnessing the Anthropocene (Angelaki), 2023.
Dozent
Termin
Mi. 12:00 - 13:30
Ort
FHP D116
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 6
Module (MA): 8
Module (BA): 6
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Bitte beachten Sie: Das Seminar beginnt pünktlich um 12 Uhr und endet pünktlich um 13:30 Uhr.
Kunst anschauen: Werk – Ausstellung – Institution
Das in drei Themenblöcke gegliederte Exkursionsseminar bringt Studierende an verschiedene Ausstellungsorte zeitgenössischer Kunst in Potsdam und Berlin. Den jeweiligen Auftakt bildet eine monatliche Text- und Planungssitzung an der FHP. Im ersten Block („Werk“) befassen wir uns mit den Positionen einzelner Künstler*innen, reflektieren ihre medialen Verfahrensweisen, erproben verschiedene Techniken der Kunstbetrachtung sowie Beschreibungsweisen ästhetischer Erfahrung. Im zweiten Block („Ausstellung“) liegt das Augenmerk auf kuratorischen Konzepten, Fragen der räumlichen Anordnung und diskursiven Zusammenführung verschiedener künstlerischer Positionen. Block drei („Institution“) eröffnet nicht zuletzt Perspektiven auf die (materiellen) Rahmenbedingungen des Kunstbetriebs: Worin unterscheiden sich Ausstellungen in kommunalen und kommerziellen Galerien, in Museen, Projekträumen und Kunstvereinen?
Orte, die wir besuchen sind u.a. Gropius Bau, KW Institute for Contemporary Art und DAS MINSK. Insgesamt gibt es neun Exkursionstermine, drei davon werden von den Studierenden selbst gestaltet. Gleichwohl bei einigen Häusern die Möglichkeit zu kostenfreiem Gruppeneintritt gegeben sein kann, fallen bei einzelnen Terminen Eintrittsgelder von 5–8€ an, die von den Teilnehmenden selbst getragen werden müssen.
Orte, die wir besuchen sind u.a. Gropius Bau, KW Institute for Contemporary Art und DAS MINSK. Insgesamt gibt es neun Exkursionstermine, drei davon werden von den Studierenden selbst gestaltet. Gleichwohl bei einigen Häusern die Möglichkeit zu kostenfreiem Gruppeneintritt gegeben sein kann, fallen bei einzelnen Terminen Eintrittsgelder von 5–8€ an, die von den Teilnehmenden selbst getragen werden müssen.
Dozent
Termin
Fr. 12:00 - 15:00
Ort
FH D106
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Teilnehmerbegrenzung
15
Sommer 2020
Experience Machines I: Mediale Künste nach der phänomenologischen Wende
Mit dem Aufkommen von Land Art, Environments, Performances und Happenings vollzog sich in den 1960er Jahren eine Wende in der bildenden Kunst, die von Alex Potts als eine phänomenologische und später von Dorothea von Hantelmann als »experiential turn« bezeichnet wurde. Die Skulptur verließ ihren Sockel, Grenzen zwischen Kunst und Leben verschwammen, ästhetische Erfahrung erfuhr eine sinnliche Entgrenzung. Die taktil-kinästhetische Involvierung der Rezipientin führte weg von einer vorrangig repräsentativen Funktion der Kunst, hin zu dem, wie sie sich anfühlt – d.h. ihrer unmittelbaren, körperlichen Wahrnehmbarkeit. Auch in der Filmtheorie gelten Zuschauer*innen spätestens seit den 1990ern als ›embodied‹ und die Kinoerfahrung als ein ganzkörperliches Erlebnis. Nicht zuletzt steht ›Experience‹ auch im Bereich der Medieninnovation seit geraumer Zeit im Mittelpunkt: UX-Design und Virtual Reality kennzeichnen eine zunehmende Tendenz zur medientechnologischen Berechnung und Modellierung von Wahrnehmung, gestützt von kognitionswissenschaftlicher Erforschung phänomenalen Erlebens.
Gedankenexperimente wie Oswald Wieners ›Bio-Adapter‹ oder Robert Nozicks ›Experience Machine‹ sind Versuche, die Phantasmen psychophysischer Berechenbarkeit und medialer Entgrenzung zu Ende zu denken: Wie wäre es, wenn mediale Umgebungen und sensorische Simulationen alle Sinne umfassend — und somit von keiner äußeren Realität mehr zu unterscheiden — wären? Auf welchen Annahmen hinsichtlich Wahrnehmung, Erfahrung und Körperlichkeit beruhen derlei Spekulationen? Und was bedeutet die Kalibrierung von Wahrnehmung und Stimmung — abseits solch radikaler Tech-Utopien — für ästhetisches Erleben und Mediengebrauch im Hier und Jetzt? Das Seminar lädt Studierende ein, Beispiele ›phänomenaler‹ Medienkunst anhand einschlägiger Lektüren aus den Bereichen der Ästhetik, Kunstgeschichte, Filmtheorie und Kognitionswissenschaft kritisch zu reflektieren.
Gedankenexperimente wie Oswald Wieners ›Bio-Adapter‹ oder Robert Nozicks ›Experience Machine‹ sind Versuche, die Phantasmen psychophysischer Berechenbarkeit und medialer Entgrenzung zu Ende zu denken: Wie wäre es, wenn mediale Umgebungen und sensorische Simulationen alle Sinne umfassend — und somit von keiner äußeren Realität mehr zu unterscheiden — wären? Auf welchen Annahmen hinsichtlich Wahrnehmung, Erfahrung und Körperlichkeit beruhen derlei Spekulationen? Und was bedeutet die Kalibrierung von Wahrnehmung und Stimmung — abseits solch radikaler Tech-Utopien — für ästhetisches Erleben und Mediengebrauch im Hier und Jetzt? Das Seminar lädt Studierende ein, Beispiele ›phänomenaler‹ Medienkunst anhand einschlägiger Lektüren aus den Bereichen der Ästhetik, Kunstgeschichte, Filmtheorie und Kognitionswissenschaft kritisch zu reflektieren.
Dozent
Termin
donnerstags 10–13:30 Uhr, zweiwöchentlich
Ort
ZeM
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-Studierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Aufgrund der aktuellen Situation findet diese Lehrveranstaltung als Onlineseminar statt. Den Teilnehmenden soll ein weitgehend asynchrones Selbststudium ermöglicht werden. Das bedeutet: Input durch die Lehrende und Textmaterial werden im zweiwöchentlichen Rhythmus bereitgestellt und von den Studierenden im je eigenen Tempo erarbeitet sowie mittels schriftlicher ›Reading Responses‹ gemeinsam auf Incom diskutiert. Die Bereitschaft, Texte auf Englisch zu lesen, wird vorausgesetzt. Im Verlauf des Semesters arbeiten die Studierenden zudem an eigenen Online-Inhalten (ähnlich einer Referatsleistung). Darüber hinaus soll es drei Präsenztermine via Videocall geben: zur Vorbesprechung am 23.04., für Zwischenfeedback am 18.06. sowie für die gemeinsame Abschlusssitzung am 16.07.
Testat: Übernahme eines Kurzreferats (Onlineformat) sowie zweiwöchentliche, kurze Lektüreberichte
Testat: Übernahme eines Kurzreferats (Onlineformat) sowie zweiwöchentliche, kurze Lektüreberichte