Semester:
 
   
Modul 2: Konfigurationen des Analogen und Digitalen
 
   
Landschaft und Garten als Medien der Natur

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: während der Projektwoche (15. - 19. Juni 2026) in Potsdam
Ort: FHP D 116
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Blockseminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, heißt es, seien Kultur und Natur unwiederbringlich vermischt, der Dualismus sei ohnehin eine Konstruktion. Auf diesen Horizont hin befassen wir uns mit der Idee der Landschaft. Das Kompositum ‚Land-schaft‘ ist ein mehrdeutiger Begriff – im Alltagsverständnis bezeichnet er sowohl tatsächliche physische Umwelten als auch die Vorstellungen, die in unseren Köpfen existieren. In Anlehnung an Kant ließe sich sagen: Wir sehen nie die Landschaft „an sich“, sondern nur die von unseren Anschauungsformen und Begriffen bereits strukturierte Erscheinung. Was bis heute als schöne Landschaft gilt, buchstabierte insbesondere die englische Landschaftsgärtnerei detailliert aus, die letztlich mit den Materialien der Natur ein bildnerisches Werk erschuf. Der Park Sanssouci ist ein Beispiel eines als Bild angelegten Gartens, der in seiner Künstlichkeit Ähnlichkeiten mit dem künstlich modellierten Themenpark Walt Disney World in Florida aufweist, für den die sumpfige Gegend nach dem Ideal einer alpinen Landschaft mit Bergen, Seen und Bächen umgeformt wurde Es sind die hier verwirklichten Kriterien von Idylle, Arkadien und des Pittoresken, die wir bis heute in schönen Landschaften finden wollen – und die wir im Seminar auch sozial und politisch lesen werden. Während der Projektwoche – mit Exkursionsanteilen in den Park Sanssouci und zu seinen Bauten, aber auch in die Kunstsammlungen im Schloss und der Bildergalerie – werden wir kritisch die Landschaftsbilder in unseren eigenen Köpfen hinterfragen. Dazu werden wir zahlreiche praktische Übungen draußen machen, die Methoden des Nature Writing, des Zeichnens, Spazierengehens oder Waldbadens beinhalten. Übergeordnet ist das Seminar von der gegenwärtigen stark polarisierenden Frage geleitet, wann Landschaften - auch solche mit Wind- und Solarparks – schön sind. Testat: Reading Response (2-3 Seiten)
 
   
Tracking. Medien der Nach- und Mitverfolgung

Dozent: Prof. Dr. Kathrin Friedrich
Termin: Mi 10-12 Uhr
Ort: Neues Palais 9.2.04
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Tracking findet aktuell in ganz unterschiedlichen Formen statt – von satellitengestützter Wildtierbeobachtung über Webtracking bis zum sensor- und app-basierten Self-Tracking. Die soziotechnischen Funktionen der automatisierten Datenerhebung und -visualisierung umfassen dabei sowohl die retrospektive Dokumentation als auch die echtzeitliche Überwachung von Lebewesen und Prozessen. Medientheoretisch erfordert Tracking als Medienoperation die Auseinandersetzung mit Fragen rund um Quantifizierung, Visualisierung, Automatisierung sowie neuerlich insbesondere mit der Autonomisierung und der Handlungsmacht digitaler Medien. Im Seminar schauen wir uns verschiedene analoge und digitale Trackingpraktiken sowie medientheoretische und -historische Analysen an. Ausgehend von Beispielen sollen übergreifende kritische Perspektiven erarbeitet werden, die auch widerständige Medienpraktiken umfassen. Die Arbeitsweise des Seminars basiert neben der Textlektüre und Bespielanalyse auf Referaten (Testat), die Material und Impulse für die nachfolgende Diskussion im Plenum sowie ggf. Gruppenarbeiten einbringen. Genaueres zum Seminarinhalt und -ablauf sowie die Anforderungen für das Testat werden in der ersten Seminarsitzung besprochen.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Referat (10 Minuten)
 
   
Filmanalyse

Dozent: Enis Dinc
Termin: Wednesdays, 14:00–18:00, biweekly
Ort: ZeM – Zentrum für Medienwissenschaften, Potsdam
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
This seminar explores film analysis through collective screenings and in-depth discussions. Each session features the screening of a film followed by a discussion of how meaning is constructed through cinematic language. Films are analyzed from multiple perspectives — narrative structure, character, themes, subtext, mise-en-scène, cinematography, editing, and sound — while also addressing questions of representation, identity, and cultural context. The course aims to develop visual literacy, deepen understanding of film, and foster critical thinking. By the end, students will be able to produce well-supported analytical interpretations of films as artistic and cultural works.

Zusätzliche Informationen:
Active participation is expected. Films will be screened in class.
 
   
Modul 3: Visualität, Narrativität und Performativität
 
   
Media of Border Regimes: Data, Migration, Visibility

Dozent: Anja Breljak
Termin: Mo 18-20 Uhr
Ort: Neues Palais 8.0.59
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
This seminar examines borders as media infrastructures and sites of technological governance. Rather than approaching borders as fixed territorial lines, we analyze them as dynamic regimes constituted through data infrastructures, sensing technologies, satellite imagery, algorithmic profiling, and visual practices. Drawing on key theoretical frameworks from media theory, critical border studies, and governmentality studies (e.g. Sandro Mezzadra; William Walters; Louise Amoore; etc.), the seminar explores how contemporary border regimes operate through data, profiling, surveillance, and the logics of big tech industry. The course combines theoretical readings with case-study-based group research. We will analyze historical and contemporary media deployments at specific borders: biometric systems, humanitarian mapping, satellite surveillance, NGO counter-forensics, and social media narratives of migration. The overall aim is to understand borders as mediated, algorithmically structured, and politically contested spaces, where media technologies, power, mobility, and violence intertwine.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Case study presentation. Dieses Seminar findet auf Englisch statt. Neben der Auseinandersetzung mit englischsprachiger Forschungsliteratur ist es auch ein Angebot zum gemeinsamen Meistern von Diskussionen auf Englisch.
 
   
René Girards Theorie mimentischer Rivalität und die sozialen Medien

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Das Seminar findet freitags von 14:15 bis 16:15 Uhr statt
Ort: NP, 11.1.22
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar ist als Lektüre-Kurs angelegt. In ausgewählten Essays und Buch-Kapiteln soll das Werk des Literaturwissenschaftlers und Kulturtheoretikers René Girard vorgestellt werden. Sein zentrales Konzept der 'mimetischen Rivalität' steht im Mittelpunkt der Lektüren. Hier und da sollen Texte und AutorInnen hinzugezogen werden, die ähnliche Überlegungen zur 'Mimesis' oder zum 'imitativen Verhalten' angestellt haben. (Z.B. H. Plessner) Girards 'mimetisches Dreieck' ist insofern ein medienbasiertes Konzept, als hier immer zwei AkteurInnen eine/einen Dritte(n) brauchen, einen 'Mediator' oder eine 'Mediatorin', der oder die verkörpert, was rivalisierend begehrt wird. Der Mediator oder die Mediatorin aber können fiktional sein, d.h., sie werden von einem spezifischen Medium in einem spezifischen Format präsentiert und in die soziale Wirklichkeit gespiegelt. Roman oder soziale Netzwerke geraten so in den Blick. Literatur: R.G., All Desire Is Belonging. Essential Writings, Dublin (2023); R.G., Der Sündenbock (1982), Zürich (1988); R.G., Die verkannte Stimme des Realen. Eine Theorie archaischer und moderner Mythen (2002), München (2005); R.G., Shakespeare. Theater des Neids (1990), München (2011/2022).

Zusätzliche Informationen:
Testat: Lektürebericht (ca. 3 Seiten)
 
   
Modul 5: Nichtlineares Erzählen
 
   
Following the Hand That Writes: The Sound, Time and Space of a “Language”.

Dozent: M.Mus. Simon-Mary Vincent
Termin: Do. 10:00 - 13:30
Ort: FHP D 103
SWS: 12
Studiengang: MA
Module (MA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart:
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
This seminar will explore musical scores, sound types, photography, moving image, architecture, texts, and languages (as well as their scripts) — both in general and in detail – looking, for example, at how these media both prescribe and describe the body, sound, narrative structures, lines of development and of course politics, while either encouraging or discouraging “potential” for movement and expression. We will start with the basic elements of the point, the line and the curve, and look at ways of building and shaping a “language”, and what that might mean. The seminar will also include some excursions, which will be discussed at the first session. These ideas are a very basic starting point which we will explore both theoretically and practically, and your input and exchange of ideas is in the seminar is both warmly welcomed and encouraged. This topic can be interpreted as narrowly or broadly as you wish, and over the course of the semester some short exercises will be undertaken to guide us through the concepts and materials.

Zusätzliche Informationen:
Please note: This seminar will be held in English.
 
   
Modul 6: Mediale Umgebungen
 
   
Bewegte Landschaften

Dozent: Prof. Anne Quirynen
Termin: Do.14Uhr-17Uhr
Ort: FHP
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Die filmische Auseinandersetzung mit Landschaft vermittelt komplexe Zusammenhänge von Raum, Wahrnehmung, Zeitlichkeit und Ideologie. Im Film fungiert Landschaft sowohl als repräsentationale als auch als konzeptuelle Konstruktion und prägt, wie Umwelten, Kulturen und menschliche Erfahrungen wahrgenommen werden. Filmische Landschaften entstehen an der Schnittstelle von Ästhetik, Technologie und Rezeption, wo die Kamera unser Verständnis von Raum und Zeit vermittelt. Das Seminar untersucht filmische Praktiken sowie installative Arbeiten, die die Materialität des Films, die Dauer der Einstellung und die Wahrnehmungserfahrung von Raum in den Vordergrund stellen. Dabei wird analysiert, wie Bildausschnitt, Dauer und räumliche Kontinuität die filmische Konstruktion von Landschaft und den Blick der Zuschauer:innen prägen. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die Auswahl einer spezifischen Landschaft in Berlin oder Potsdam als Untersuchungsgegenstand. Filmische Arbeiten befassen sich mit Fragen der räumlichen Wahrnehmung, der filmischen Beobachtung und den ökologischen Beziehungen spezifischer Umgebungen. Ein Schwerpunkt liegt auf praktischen Experimenten mit unterschiedliche Screens, um zu erforschen, wie unterschiedliche Formen von Projektion und Bildschirmwiedergabe die Wahrnehmung und Vermittlung von Landschaft verändern.

Zusätzliche Informationen:
Ziel ist es, bereits nach fünf Wochen die Konzepte und Formate für Einzel- oder Gruppenprojekte festzulegen, die im Verlauf des Semesters kontinuierlich im Austausch mit den anderen Teilnehmer:innen entwickelt werden. Die entstandenen Arbeiten werden anschließend im Juli 2026 gemeinsam mit begleitendem Textmaterial präsentiert.
 
   
Modul 7: Experimentelle Forschungsarbeit
 
   
EMW Filmfestival (Arbeitstitel)

Dozent: Prof. Anne Quirynen
Termin: Nach Absprache
Ort: FHP
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Forshung
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Das Team steht seit WS. Leider sind keine Einschreibungen mehr möglich.

Zusätzliche Informationen:
Im Sommersemester laden wir ein Publikum ein und machen die Arbeiten der Studierenden in einem öffentlichen Rahmen erlebbar.
 
   
Experimentelle Forschungsarbeit

Dozenten: Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Dr. Kathrin Friedrich, Prof. Winfried Gerling, Prof. Dr. Nico Heise, Dr. Kai Knörr, Dr. Susanne Müller, M.A. Judith Pietreck, Prof. Anne Quirynen, M.A. Alexander Schindler, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel, Dr. Katrin von Kap-herr, M.A. Anna Zaglyadnova
Termin: nach Vereinbarung
Ort: FHP / UP
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte: 12
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.

Zusätzliche Informationen:
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
 
   
Modul 8: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
 
   
Computer

Dozenten: Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Boris Müller
Termin: Do, 18:00-19:30
Ort: FHP D 011
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 7
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 CP
Zielgruppe: BA / MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Der Computer – in all seinen Formen – gilt als allgegenwärtige Leittechnologie des 21. Jahrhunderts. Unter dem Schlagwort der Digitalisierung werden Lebensverhältnisse (von Arbeitsweisen bis zur Organisation des Privaten, von menschlichen bis zu planetarischen Bedingungen) weltweit verändert. Um so wichtiger ist es, sich mit den Bedingungen, Erscheinungsformen und Folgen des Computers auseinanderzusetzen. Die komplexe Verzahnung von Technik, Ästhetik und Praktiken, die Verbindungen zwischen Maschinen, Lebewesen, Elementen und Dingen, fordern gestalterische und medientheoretische Perspektiven heraus. Diesem Thema widmet sich diese aus zwei Gründen außergewöhnliche Lehrveranstaltung: Sie verbindet Vorlesungs- und Seminar-Charakter, indem auf Vortrags-Elemente gemeinsame Diskussionen folgen. Und sie ist eine kooperative Veranstaltung, indem durch Boris Müller (Interaction Design) und Jan Distelmeyer (Mediengeschichte und -theorie) zwei unterschiedliche Fachperspektiven in einen Dialog treten. Die kooperative Veranstaltung "Computer" hat dabei zum Ziel, theoretische, gestalterische, mediale, technische, kulturelle und gesellschaftliche Fragen nicht getrennt zu verhandeln, sondern aufeinander zu beziehen, um zu einem neuen Verständnis der theoretischen und praktischen Aspekte des Computers zu kommen. Wie können wir uns zu dem verhalten, was "die Digitalisierung" genannt und als Computerisierung realisiert wird? Dazu wird das klassische Format der Vorlesung für unterschiedliche Perspektiven, Positionen und Diskussionen geöffnet. In aufeinander bezogenen Vorlesungen werden Jan Distelmeyer und Boris Müller gemeinsam zu ausgewählten Themen referieren und diese dann zur Diskussion stellen. Zu den verhandelten Themen gehören u.a. prinzipielle und historische Aspekte (der Medialität) des Computers, Grundlagen zu Software und Hardware, zu Netzwerken, zu Betriebssystemen und Systemen des Betriebs, zu Fragen der Ermächtigung und Operativen Bildern sowie – das wird ein Schwerpunkt der diesjährigen Vorlesung sein – zu Verfahren und Dringlichkeiten jener Entwicklungen, die unter dem Begriff "Künstliche Intelligenz" laufen.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Text zu Verbinungen zwischen (mindestens) zwei Sitzungen (2 Seiten)
 
   
Bildschirmanordnungen (Bröllin: ‚Verortungen‘)

Dozenten: Prof. Dr. Kathrin Friedrich, Dr. Susanne Müller
Termin: 15. - 19. Juni 2026 sowie 20. Mai 2026 (16-18)
Ort: Bröllin
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Bildschirme und mobile Displays sind eine zentrale Schnittstelle medienkünstlerischer Praxis – neben der Rezeption von Medienkunst in Ausstellungsräumen oder online sind auch Entwurfspraxen auf die Nutzung von Displays verschiedener Art angewiesen. Bildschirme als materielle Objekte sowie als mediale Schnittstelle ermöglichen und ‚ordnen‘ Wahrnehmung, Gestaltung und Interaktion. Neuerlich werden zunehmend mobile Bildschirme wie Smartphones und Head-mounted Displays für medienkünstlerische Arbeiten genutzt und versprechen im Zusammenspiel mit Augmented oder Virtual Reality erweiterte und immersive Medienerlebnisse. In der Projektwoche setzen wir uns mit verschiedenen Bildschirmanordnungen in der Medienkunst und grundlegenden medientheoretischen Fragen zu Wahrnehmung, Räumlichkeit und Interaktion auseinander. Neben Inputs durch die Dozentin basiert die Arbeitsweise insbesondere auf Recherche und Analyse in Arbeitsgruppen sowie einer Präsentation der Ergebnisse am Ende der Projektwoche (Testat). Zur Vorbesprechung und Findung der Arbeitsgruppen treffen wir uns am 20.5. um 16.00 online oder am Neuen Palais (weitere Informationen folgen). Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist obligatorisch.

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' - Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
Leseorte (Bröllin: 'Verortungen')

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: 15. - 19. Juni 2026
Ort: Kulturgut Bröllin
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 4
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Wo lesen sie am liebsten - oder überhaupt? Und was? Und wie genau? Mehrfach, überfliegend, mit Pausen? Und beeinflusst der Ort die Art und Wahl ihrer Lektüre? Wenn ja, wie? Darüber ist viel nachgedacht worden. Der empfindsame Mensch las gerne unter einem Baum in der Natur. Der moderne Mensch liest entspannt in der U-Bahn, während er mit Höchstgeschwindigkeit durch ein dunkles Tunnelsystem gejagt wird. Begibt er sich in einen bewussten Gegensatz zu dem, was passiert - oder passt sich sein Lesen dieser hochmobilen Umgebung an? Leseorte bergen so viele Fragen. Sie bieten uns eine Perspektive auf das Lesen, die wir sogar vor Ort ausprobieren können. Wir wechseln ja von drinnen nach draußen, vom Gemeinschaftsraum in die Sitzecke am Ende des Gartens oder Flurs. Was macht ein Ort mit unserem Lesen? Das werden wir hoffentlich herausfinden! Und zwischendurch sprechen wir auch übers Hören. Was macht das Podcasting mit Lesen? Eine deutliche jüngere Frage. Literatur: Irina Hron et al. (Hg.), Leseszenen. Poetologie - Geschichte - Medialität, Heidelberg (2020); Michael Hagner, Die Lust am Buch, Berlin (2019); Matthias Bickenbach, Bildschirm und Buch. Versuch über die Zukunft des Lesens, Berlin (2023); Christoph Engemann, Die Zukunft des Lesens, Berlin (2025). Testat: Präsentation

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
Randgänge: Spazieren, Wahrnehmen, Gestalten (Bröllin: 'Verortungen')

Dozenten: Prof. Winfried Gerling, Dr. Susanne Müller
Termin: 15. - 19. Juni 2026 sowie 8. Mai 2026
Ort: Bröllin
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart:
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA und MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Jede Art der Fortbewegung zieht eine bestimmte Art der Erkenntnis nach sich. Natur - genauer: Landschaft - lässt sich immer nur im Wechselspiel zwischen Erkenntnisform und vorherrschenden Darstellungen untersuchen. Unter dieser Prämisse wollen wir nicht nur auf unterschiedliche Art und Weise die Gegend rings um Bröllin erkunden, wollen wandern, spazieren, exponieren, sondern unsere Wahrnehmung des Erlebten erforschen. Gemeinsam wollen wir in Bröllin den Landschaftsbegriff an seine Grenzen bringen. Wir werden besprechen, was Landschaft eigentlich ist und warum sie ‚schön‘ ist bzw. sein soll. Wir werden aber auch ausprobieren, wie Tempo, Tageszeit, Standort, Bewegungsform, Aufzeichnungen oder das Ausblenden von Sinnen die Wahrnehmung der Umgebung verändern. Auch andere Fragen, z.B. nach dem ‚Klang‘ von Landschaft, nach Kartografierbarkeit, genderspezifischen Aspekten, Bodenbeschaffenheit, Flora und Fauna oder Historizität schließen sich hier an. Das Seminar endet mit einer Projektpräsentation am Ende der Projektwoche in Bröllin. Da es sich um ein Projektseminar mit 4 Punkten handelt, findet am 8. Mai 2026 (von 10 bis 16 Uhr) vorbereitend für alle Teilnehmenden eine Seminarsitzung in Potsdam statt.

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
MicroFM & the politics of minor gestures

Dozent: Kate Donovan
Termin: Mo 10:00 - 13:30
Ort: FHP D 116 & Berlin (tbc)
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projekt Seminar
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
The MicroFM movement has its roots in pirate and free radio, with the fundamental goal of bringing communities together to democratise the airwaves against a backdrop of commercial dominance and governmental control. Many countries have or are currently transitioning from analogue to digital radio (DAB+ and internet streaming), with Germany set to do so within the next 5 years, yet the FM spectrum is still highly regulated. MicroFM refers to the low-power devices that do not require a license, making FM transmission accessible, relatively cheap, DIY, and able to foster collectivity and focus on the local. We’ll look into the history of MicroFM, including projects dealing with access to the airwaves and anti-racism (Mbanna Kantako) and feminism (Margaretta D’Arcy), as well as key figures such as Tetsuo Kogawa. Theoretically, we’ll focus on notions of the “minor gesture” (Manning, 2016; Abdulla & Oliveira, 2023), and “emergent strategies” (brown 2017), bringing together notions of scale in terms of the social, ecological and more-than-human. Practically we’ll build MicroFM transmitters, experiment with various modes of small scale transmission and reception (including walkie talkies, transmitters for audio walks and guided tours), develop modes of listening and enunciating in dialogic exchange, and develop personal or group projects.

Zusätzliche Informationen:
Seminars will take place on Mondays, sometimes double sessions (to be discussed), and sometimes in Berlin - at Refuge Worldwide in Neukölln and other locations tbc.
 
   
Urheber-, Design- und Medienrecht im europäischen Kontext (Vorlesung mit integrierter Übung)

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: dienstags, 10 bis 13 Uhr
Ort: FH Potsdam, Hörsaal D/011
SWS: 3
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: empfohlen für BA 1. oder 2. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts im deutschen und im europäischen Kontext. Dazu gehören u.a. die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen einer integrierten Übung werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.

Zusätzliche Informationen:
Abschluss: Klausur
 
   
Journalismus und Recht (Seminar)

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr
Ort: FHP D307
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Reporter ohne Grenzen schätzen in ihrem aktuellen Bericht das rechtliche Umfeld für den Journalismus in Deutschland zwar als "grundsätzlich günstig" ein; zugleich konstatiert die Organisation, dass Reformen im Sicherheitsrecht grundlegende Rechte von Journalist*innen untergraben. Der Zugang zu Informationen sei vergleichsweise lückenhaft und die Medienvielfalt gerate zunehmend unter Druck. Insbesondere weibliche Medienschaffende, People of Colour und Reporter*innen, die über Genderthemen und Rassismus berichten, würden in den sozialen Netzwerken vermehrt angegriffen. Wir werden im Rahmen des Seminars die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen für die journalistische Arbeit in Deutschland und in anderen Ländern kennenlernen und analysieren. Dabei werden wir auch die Sphäre der Blogger und Influencer sowie den Einsatz von Chatbots und sog. künstlicher Intelligenz im Journalismus diskutieren.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar schließt an die Vorlesung zum Urheber-, Design- und Medienrecht an und setzt eine erfolgreiche Teilnahme an dieser Vorlesung in einem der vorhergehenden Semester voraus. Testat: Referat (10 Minuten)
 
   
Experimentelle Fotografie

Dozent: Céline Pilch
Termin: Freitags 13:00 - 16:30
Ort: FHP D103
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA/MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Seminar ist künstlerisch praktisch ausgelegt und bietet eine Einführung in die analoge Fotografie. Ihr werdet sowohl die technischen Aspekte wie Bildwinkel, Blendenöffnung und Belichtungszeit als auch die chemischen Grundlagen wie Entwicklungszeiten und den Umgang mit Chemikalien kennenlernen. Im Laufe des Semesters werden verschiedene Techniken eingeführt, um schließlich eigene Projekte zu entwickeln. Der Fokus liegt auf dem Experiment und dem Zusammenspiel von chemischen Reaktionen und Licht. Wir werden Kameras bauen, lichtempfindliche Oberflächen erzeugen, und Abzüge von digitalen Bildschirmen entwickeln. Mit Zeit und Neugier gilt es, die verschiedenen Prozesse zu erkunden und die gestalterischen Möglichkeiten der experimentellen Fotografie für eigene Ideen zu nutzen. Außerdem sprechen wir über die Entstehungsgeschichte der Fotografie und den Unterschied zwischen analogen und digitalen Bildern. Das Wesen des Mediums, seine transformativen Eigenschaften und sein Einfluss auf unsere Wahrnehmung werden diskutiert und in der praktischen Arbeit erfahrbar gemacht. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Für Chemikalien und Fotopapier fallen Materialkosten von 10€ an, die zu Beginn des Semesters bezahlt werden können.
 
   
Urban LoveScapes – Topologien eines zukünftigen Miteinanders

Dozent: Prof. Myriel Milicevic
Termin: Dienstag, 10:00 – 15:30
Ort: FH LW226
SWS: 6
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 3

Beschreibung:
Was wäre, wenn wir urbane Räume so gestalten und entwickeln würden, dass sie nicht nur Bewegung, Konsum und Erholung ermöglichen, sondern vielfältige Formen von Liebe schützen und nähren? Eine Topologie der Liebe versteht Stadt nicht als Ansammlung von Gebäuden und Infrastrukturen, sondern als ein Netzwerk potenzieller Beziehungen und macht deren Entstehung zur gestalterischen Aufgabe. Mit Urban LoveScapes erforschen wir spielerisch, welche Orte in der Stadt schon heute eine wichtige Rolle für liebevolle Beziehungen spielen und welche Potenziale in unscheinbaren oder obsoleten Orten stecken. Dabei kombinieren wir sozialwissenschaftliche Methoden (Befragung, Interviews) mit künstlerischen und experimentellen Formaten. An einigen Tagen werden wir dafür Exkursionen an verschiedene Orte in Berlin unternehmen. Auf Grundlage unserer Beobachtungen und im Diskurs mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erarbeiten wir spekulativ Visionen, Bilder und Szenarien für liebevollere urbane Zukünfte und reflektieren diese kritisch in Bezug auf mögliche individuelle, gesellschaftliche und planetare Konsequenzen. Wir verstehen Liebe nicht nur als Gefühl, sondern als eine verantwortungsbewusste Praktik, die vielfältige Formen annehmen kann. Sie ist nicht nur ein privates Thema, sondern auch ein politisches, da unsere Art zu Lieben von gesamtgesellschaftlichen Phänomenen wie dem Patriarchat, der Globalisierung oder dem Kapitalismus geprägt wird. Konkret berücksichtigen wir vielfältige Formen der Liebe und ihre möglichen Wechselwirkungen, wie Liebe zu Mitmenschen, zu anderen Lebewesen und zur Natur, Selbstliebe, „romantische“ Liebe in Paar(+)-Beziehungen und Freundschaften z.B. zwischen Kulturen, Milieus, Geschlechtsidentitäten, Generationen und politischen Lagern. Als Produkt entwickeln wir in Einzel- oder Teamarbeiten Fanzines mit Erkenntnissen und Visualisierungen aus dem gesamten Prozess und präsentieren diese Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsam organisierten Veranstaltung. Der Kurs ist interdisziplinär und bewegt sich zwischen Design, Stadtforschung und Zukünfte-Psychologie. Vorkenntnisse setzen wir nicht voraus.

Zusätzliche Informationen:
Offen für EMW-Studierende. Bitte beachten: Hoher Workload (10 CP!) !!!!! Bitte dazu einschreiben bei Incom (nicht hier!) UND die Dozierende per Mail anschreiben !!! https://fhp.incom.org/workspace/11577 Beginn: 6.4.!
 
   
Climate Community Streetplay

Dozent: Prof. Myriel Milicevic
Termin: Donnerstag, 14:00 – 18:30
Ort: FH D005
SWS: 6
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 3

Beschreibung:
In diesem Kurs richten wir die Aufmerksamkeit auf die sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Dimensionen städtischer Gemeinschaften im Kontext des Klimawandels. Die sich langsam, aber stetig verstärkenden Auswirkungen wie Hitzestress zwingen Gemeinden dazu, sich auf die Folgen steigender Temperaturen vorzubereiten. Neben Anpassungen der städtischen Infrastruktur müssen Gemeinschaften auch selbst gestärkt werden, indem informeller Austausch, lokale Kommunikation und Unterstützungsnetzwerke gefördert werden. Diese Climate Communities verbinden sowohl Menschen, als auch Pflanzen und Tiere, denn das menschliche Wohlbefinden ist untrennbar mit Ökosystemen und anderen Lebewesen verwoben. Ziel ist es, Straßenspiele zu entwickeln und zu gestalten, die verschiedene Challenges, Strategien und Zusammenhänge der Klimaanpassung im Hinblick auf diese Gemeinschaften vermitteln und zum Handeln anregen. Die entwickelten Spiele werden wir im Rahmen der World Design Capital 2026 in Frankfurt a.M. auf die Straße bringen. Bäume während Dürreperioden schützen, Hitzeinseln in Cooling Spots verwandeln, sich mit Tieren und Pflanzen verbünden, als Hitzewelle Mitspieler*innen vor sich hertreiben, Tiere bei Überschwemmungen retten, gegen die Versiegelung von Grünflächen um die Wette rennen, oder aus der Perspektive von Bestäubern Oasen entdecken… Spiele können Straßen in andere Welten verwandeln. Sie machen urbane Herausforderungen des Klimawandels erfahrbar und eröffnen Spieler*innen gemeinschaftliche Handlungsräume. Kursstruktur Im ersten Teil des Kurses wollen wir in einem Stadtteil die sozio-ökologischen Auswirkungen im Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und ihre Zusammenhänge visualisieren. Wir fragen: Wie und wo sind Menschen und andere Lebewesen von der Klimaerwärmung betroffen und wie könnten sie sich gegenseitig unterstützen? Wie können wir diese bestehenden, aber auch potenziellen Netzwerke mit ihren räumlichen, sozialen und natürlichen Beziehungen verstehen und spielerisch vermitteln? Aufbauend auf den Erkenntnissen zu den Herausforderungen lokaler Climate Communities werden wir dann im zweiten Teil in Teams an spezifischen Aspekten arbeiten und konkrete Konzepte für Straßenspiele entwickeln. Diese sollen sich an Menschen jeden Alters richten. Das spielerische Format und die gestalterische Umsetzung sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Themen auf überraschende und nicht konfrontative Weise zu schärfen und im Idealfall Menschen aus der Nachbarschaft für weitere Aktivitäten zusammenbringen. Dieser Kurs fördert einen Non-Human-Centered-Design-Ansatz und ermutigt zu kreativen, spielerischen und experimentellen Ideen für das Verständnis des Zusammenlebens in der Klimakrise. Durch Recherchen, Beobachtungen, Literatur und theoretische Inputs wollen wir in gemeinschaftlichen Prozessen Spielideen entwickeln und umsetzen. Bereitschaft zu Teamwork, forschendem Lernen, Dialog, Eigeninitiative und gemeinsamer Umsetzung bei WDC in Frankfurt sind essenziell. Der Kurs findet in Kooperation mit der Frankfurt UAS, Stadtforschung / Prof. Paola Alfaro d’Alençon und Johann Grunenwald sowie gemeinsam mit Studierenden Bachelor Stadtplanung statt. Inhaltlich werden wir begleitet u.a. von Herbert Lohner, BUND Berlin und Katja Stephan, Soziale Arbeit. Climate Community Streetplay ist ein Projekt von Myriel Milićević und der Spieldesignerin Ruttikorn Vuttikorn Erstmals im Sommersemester 2022 durchgeführt, wurde es seitdem in Deutschland und Thailand weiterentwickelt und in internationalen Publikationen und auf Konferenzen vorgestellt. HINWEIS: Dieser Kurs umfasst zwei Blocktermine! Die Teilnahme ist Voraussetzung und mit Anmeldung zum Kurs verbindlich. Samstag 02.05. - Sonntag 03.05. (Feiertag 1. Mai!) Gemeinsame Aktivitäten mit Studierenden aus Frankfurt und Potsdam in Berlin. Mittwoch 01.07.- Sonntag 05.07. Climate Community Streetplay at Kulturcampus, Frankfurt a.M. Der Kurs wird finanziell unterstützt und sollte sämtliche Unkosten decken. Rechnet dennoch ggf. mit einem Eigenanteil (ca. 100 Euro).

Zusätzliche Informationen:
Offen für EMW-Studierende. Bitte beachten: Hoher Workload (10 CP!) !!!!! Bitte dazu einschreiben bei Incom (nicht hier!) UND die Dozierende per Mail anschreiben !!! https://fhp.incom.org/workspace/11576 Beginn: 7.4.!
 
   
Modul 9: Kolloquium
 
   
Laboratorium

Dozenten: Prof. Dr. Kathrin Friedrich, Prof. Anne Quirynen
Termin: Mi 12-14 Uhr
Ort: NP, Haus 1, Raum 1.07
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Kolloquium
Leistungspunkte: 6
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Beim LABORATORIUM handelt es sich um eine experimentelle Form des Kolloquiums. Die Besonderheit des LABORATORIUMS besteht darin, dass Masterstudierende aller Semester gemeinsam daran teilnehmen können. Jede/r Studierende hat hier bereits während des Studiums die Möglichkeit, Themen, die abseits der angebotenen Lehrveranstaltungen interessieren, in diese alternative Form des Kolloquiums einzubringen und mit allen zu diskutieren. Das Kolloquium LABORATORIUM unterstützt die Studierenden insbesondere bei der Themenfindung, der Operationalisierung von Forschungsproblemen, Literaturrecherchen und Strukturierung von Arbeiten. Andere Fragen und Themen im Zusammenhang mit den eigenen Forschungsinteressen und -arbeiten können ebenfalls gerne eingebracht werden.