
Desiree Förster
Akademische Mitarbeiterin
Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien
Komplex 1, Haus 2, R
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
dfoerster@uni-potsdam.de
Sprechstunde
n. V.
Veranstaltungen
Winter 2018/2019
Elementare Medien, elementare Kunst
Leben bedeutet Energie zu verbrauchen. Menschen gewinnen Energie aus Feuer (Verbrennung + Sonne), Wasser (Wasserkraft), Luft (Wind und Gas) oder Erde (Öl, Brennstoffe, Batterien). Feuer, Erde, Wasser, Luft sind aber auch seit der Antike die vier Elemente, die als Grundbestandteile der Welt angesehen wurden. Auf ihnen basiert eine Geologie der Medien, die es verbietet, Medien allein als immaterielle Clouds zu denken, als vielmehr ökologisch im wörtlichen Sinn. Denn der massive Energieverbrauch der modernen Gesellschaften verbraucht sehr, sehr viel Energie, was jedoch in den Medienwissenschaften bislang kaum reflektiert wird. Die Diskussionen rund um das Zeitalter des Menschen – das „Anthropozän“ als dem neuen geologischen Zeitalter – erfordert ein neues Nachdenken über die elementaren Bedingungen menschlichen Lebens auf der Erde. Hier geht es um den Menschen als geologischen Faktor, weil Menschen der Natur Ressourcen entnehmen und diese in unterschiedlichsten Formen in der Atmosphäre, in den Gewässern und der Erde ablagern wie beispielsweise Plastik in den Ozeanen und in unseren Körpern oder CO2 und andere Gase in der Atmosphäre.
Im Seminar werden wir die vielfältigen Positionen genau behandeln, mit denen Künstler*innen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und vor allem der Gegenwart diese Themen behandeln – von Land Art über Skulptur, Environment, Film bis hin zur Performance. Außerdem werden wir Schlüsseltexte zur Frage der Elementaren Medien lesen.
Im Seminar werden wir die vielfältigen Positionen genau behandeln, mit denen Künstler*innen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und vor allem der Gegenwart diese Themen behandeln – von Land Art über Skulptur, Environment, Film bis hin zur Performance. Außerdem werden wir Schlüsseltexte zur Frage der Elementaren Medien lesen.
Dozenten
Desiree Förster, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin
montags, 16-18 Uhr
Ort
1.09.2.04, NP
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Zur Ergebnissicherung und zum Verfassen kleiner Texte parallel zum Seminar werden wir auf Moodle einen Wiki anlegen. Außerdem wird es zum Austausch mit Sebastian Mörings Seminar zu Elementen im Computerspiel stehen. Es ist ausdrücklich erwünscht, das Seminar als Begleitung zum Verfassen eigener Hausarbeiten zu nutzen. Dies bedeutet, dass das Seminar nur besuchen kann, wer die Zeit aufbringt, das Seminar mit eigenen Recherche- und Schreibarbeiten sowie natürlich mit Lektüren zu begleiten.
Sommer 2018
Aesthetic of Engagement. Erfahrung, Ereignis und Gefühl in der Kunst
Dieses Seminar bespricht ausgehend von dem Konzept des amerikanischen Philosophen Arnold Berleant, eine "aesthetic of engagement", in dem es nicht um die Bewertung eines (Kunst-) Objektes, sondern um ein aktives Erleben des Wahrnehmungsaktes geht. Gelesen werden Texte zu Aesthetik, Phenomenologie und Prozessphilosophie, ein großer Fokus soll aber auch auf der Besprechung von Kunst liegen, die eine Trennung von Betrachter und Kunstobjekt auflösen hin zu einer teilnehmenden Erfahrung im Wahrnehmungsakt selbst. Originaltexte werden in englischer Sprache gelesen.
Dozent
Desiree Förster
Termin
Mo, 10-12 Uhr
Ort
Universität Potsdam 1.01.1.07
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar richtet sich an höhere Semester, ab dem 3. Semester
Winter 2017/2018
Vorlesung: Medienästhetik: Wahrnehmung / Umgebungen / Kreisläufe
Mit der neuen Studienordnung wurde aus der bisherigen Medienästhetik-Vorlesung die Vorlesung zu Wahrnehmung, Umgebungen und Kreisläufen. Die Umbenennung bedeutet eine Neuperspektivierung ästhetischer Grundlagen der Medienästhetik, die nun weniger Theorien des Kunstschönen behandeln, die ebenfalls Teil der Ästhetik sind, sondern die Ästhetik als allgemeine Theorie der Wahrnehmung (aisthesis) historisch und gegenwärtig auslotet. Immanuel Kant und Alexander Gottlieb Baumgarten sind hierbei Vertreter aus der Geschichte der Ästhetik, Gernot Böhme und Martin Seel Vertreter gegenwärtiger Ansätze, die versuchen, eine ökologische Ästhetik bzw. eine Ästhetik der Natur zu skizzieren. Angereichert werden diese mit Ansätzen aus der Medienökologie, mit der sich mediale Umwelten denken lassen wie die von Marshall McLuhan, Paul Virilio oder Neil Postman sowie mit Theorien, die virtuelle Umwelten (media environments) in den Blick nehmen. Im Zentrum steht die Frage, wie Umwelten wahrgenommen werden und was geschieht, wenn diese Wahrnehmung medial und technisch aufgerüstet wird durch Prothesen, Linsen, Kameras, Projektionen, Head Mounted Displays oder Go-Pro-Kameras. Die Vorlesung wird dabei Schlaglichter der Theorie praxisnah anhand von zahlreichen Beispielen entfalten.
Dozenten
Desiree Förster, Dr. Sebastian Möring, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin
montags 12-14
Ort
1.09.1.02 NP
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
Vorlesung
Leistungspunkte
1 + 2
Zielgruppe
BA ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
90
Zusätzliche Informationen
Zu der Vorlesung gibt es eine Übung.
Sommer 2017
Deconstructing Clouds - vom Wetterlesen und Klima gestalten
Der Klimawandel stellt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit dar und ist als komplexes Phänomen ein schwer zu vermittelndes Thema für Politik und Wissenschaft gleichermaßen. Was in seinen globalen Auswirkungen kaum begreifbar ist, schlägt sich im lokalen nieder – oftmals in Form von extremen Wetterbedingungen oder Ernteausfällen – für die uns aber im Alltag der Sinn fehlt, bzw. das Wissen, um diese Veränderungen einer globalen Entwicklung zuzuordnen.
Abendrot - Gutwetterbot' - Morgenrot mit Regen droht – Das Wetterlesen, das durch sich reimende Bauernregeln noch die Generationen unserer Großeltern zu Wahrsagern machte, braucht heute andere Techniken, um eine Beziehung zu den sich rasant zum Unvorhersehbaren entwickelnden Wetterphänomenen herzustellen.
In dieser Kursveranstaltung werden Studierende der Medienwissenschaften und dem Fachbereich Design in interdisziplinären Teams lokale Wetterveränderungen untersuchen, Bauern und andere Wetterexperten befragen, sich mit dem Klimawandeldiskurs, atmosphärischen Medien und Sensing-Technologien auseinandersetzen, und eigene schriftliche, visuelle und räumliche Vorschläge für alternative Lesweisen des Wetters erarbeiten. Die Ergebnisse können vielfältige Formen annehmen, von textlicher und visueller Bildanalyse, über eigene Visualisierungen oder räumlichen Installationen von Wolkenmodellen und Messgeräten. Das Seminar umfasst externe Beiträge von Künstlern, Wissenschaftlern, Landwirten und Förstern und zielt auf das Neuentdecken unserer alltäglichen Umgebung ab, den mikroskopisch kleinen Prozessen in der Erde und den weit entfernten Himmelsgestalten, die es neu zu verstehen, fühlen und zu vermessen gilt.
Besondere Aufmerksamkeit werden wir auch den aktuellen Entwicklungen und politischen Hintergründen im Klimadiskurs widmen und dessen Implikationen für die Medienpraxis.
Abendrot - Gutwetterbot' - Morgenrot mit Regen droht – Das Wetterlesen, das durch sich reimende Bauernregeln noch die Generationen unserer Großeltern zu Wahrsagern machte, braucht heute andere Techniken, um eine Beziehung zu den sich rasant zum Unvorhersehbaren entwickelnden Wetterphänomenen herzustellen.
In dieser Kursveranstaltung werden Studierende der Medienwissenschaften und dem Fachbereich Design in interdisziplinären Teams lokale Wetterveränderungen untersuchen, Bauern und andere Wetterexperten befragen, sich mit dem Klimawandeldiskurs, atmosphärischen Medien und Sensing-Technologien auseinandersetzen, und eigene schriftliche, visuelle und räumliche Vorschläge für alternative Lesweisen des Wetters erarbeiten. Die Ergebnisse können vielfältige Formen annehmen, von textlicher und visueller Bildanalyse, über eigene Visualisierungen oder räumlichen Installationen von Wolkenmodellen und Messgeräten. Das Seminar umfasst externe Beiträge von Künstlern, Wissenschaftlern, Landwirten und Förstern und zielt auf das Neuentdecken unserer alltäglichen Umgebung ab, den mikroskopisch kleinen Prozessen in der Erde und den weit entfernten Himmelsgestalten, die es neu zu verstehen, fühlen und zu vermessen gilt.
Besondere Aufmerksamkeit werden wir auch den aktuellen Entwicklungen und politischen Hintergründen im Klimadiskurs widmen und dessen Implikationen für die Medienpraxis.
Dozenten
Desiree Förster, Prof. Myriel Milicevic
Termin
Die, 14-18:30 Uhr
Ort
FHP D 106
SWS
6
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
6
Zielgruppe
FH Interface-Design, EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar beginnt bereits am 4.4.2017! Wenn möglich bei Interesse bitte zu diesem Termin erscheinen. Das Seminar wird geleitet von Prof. Myriel Milicevic und Desiree Förster. Es richtet sich an Studierende der FH (interface design) und EMW-Studierende