
Anja Breljak
Medienwissenschaften und Medientheorie Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Kurzbiografie
Anja Breljak ist Medienwissenschaftlerin und Philosophin. In ihrer Doktorarbeit hat sie eine Mediengeschichte der Empfindlichkeit erarbeitet, diese ist im Rahmen des Potsdamer Forschungskollegs SENSING: Zum Wissen sensibler Medien entstanden und wurde 2025 an der Universität Potsdam verteidigt. Sie hat Philosophie und Ökonomie in Berlin, Paris und Sarajevo studiert. Anja arbeitet zwischen den Disziplinen. Ihre Forschungsinteressen umfassen Wissens-, Körper- und Mediengeschichte, Affekt- und Machttheorien, sowie performative Kunst & Kritik. An der Universität Potsdam forscht Anja derzeit zu Sensing-Technologien und Grenzregimen.
Publikationen
Herausgaben
- Mühlhoff, R.; Breljak, A.; Slaby, J. (2019). Affekt. Macht. Netz: Auf dem Weg zu einer Sozialtheorie der digitalen Gesellschaft. Bielefeld: Transcript.
- Breljak, A. (2024): „Hybride Arbeit, Neue Medien: Modi behavioreller Macht in medialen Arbeitsumgebungen“. In: AugenBlick. Konstanzer Hefte zur Medienwissenschaft. Konstanz: Schüren.
- Breljak, A. (2021): „Puls Maschine Labor Empfindlichkeit“. In: CYTTER.log. Ausstellungskatalog. Christian Doeller (Ed.). Leipzig.
- Breljak, A.; Kersting, F.; Miersch, K.; Stieglitz, T.; Wohnsiedler, I. (2021): „Was ist Ökonomie? Das Interdisziplinäre Studentische Kolloquium (ISK) an der Humboldt-Universität zu Berlin.“ In: Wirtschaft neu lehren. Erfahrungen aus der pluralen, sozioökonomischen Hochschulbildung, herausgegeben von Janina Urban, Marie-Luise Schröder, Harald Hantke und Lukas Bäuerle. Wiesbaden: Springer VS.
- Breljak, A.; Obermeyer, S.; Schulz, J.; Weigelt, S. (2020): „Erden. Über Gaia und andere Gottheiten der Klimakatastrophe“. In: Urbane Künste Ruhr Magazin #2. Bochum.
- Breljak, A.; Schwinghammer, C.; Nadim, T.; Wagner, N. (2019). „Influencing the Machine? Ein Gespräch über Bots, Kunst und das Erzählen von Geschichten in Zeiten technologischer Beeinflussung“. In: Zeitschrift für Medienwissenschaft. Heft 21: Künstliche Intelligenzen. Bielefeld: Transcript.
- Breljak, A.; Mühlhoff, R. (2019). „Was ist Sozialtheorie der Digitalen Gesellschaft?“. In: Affekt. Macht. Netz: Auf dem Weg zu einer Sozialtheorie der digitalen Gesellschaft.
- Breljak, A. (2019). „Die Zeit der Datenmaschinen. Zum Zusammenhang von Affekt, Wissen und Kontrolle im Digitalen“. In: Affekt. Macht. Netz: Auf dem Weg zu einer Sozialtheorie der digitalen Gesellschaft.
- Breljak, A.; Schulz, J. (2019). „‚Die Mächte verstehen, die am Werk sind‘. Ein Gespräch mit Toni Negri.“ In: Affekt. Macht. Netz: Auf dem Weg zu einer Sozialtheorie der digitalen Gesellschaft.
- Breljak, A.; Kersting, F. (2019). „Macht Ökonomie Gesellschaft? Zur Wirkmacht ökonomischen Wissens“. In: Perspektiven einer pluralen Ökonomik. Heidelberg: Springer.
- Breljak, A. (2017). „Subjektivierungsgefüge Grenzkontrolle. Warten, sich ausweisen, weitergehen?”. In: movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung. Jg. 3, Heft 1/2017. Bielefeld: Transcript.
- Breljak, A.; Kersting, F. (2017). „Performativity: Moving economics further?”. In: Journal of Economic Methodology. Volume 24, Issue 4, 2017. New York: Taylor & Francis
Courses
Big Tech Takeover: Media Economies and the State
Module (BA): 3
Media in Movement: Dance and Technology
Module (MA): 3
Project Monitoring
Module (BA): 11
Experimental Research Project
Module (MA): 7
Beiträge der Medientheorie
Module (BA): 1
AI and Democracy
In diesem Seminar erarbeiten wir klassische Positionen der Medien- und Öffentlichkeitstheorie (Jürgen Habermas, Nancy Fraser) sowie Ansätze der kritischen Plattform- und Technikforschung (z. B. Cathy O'Neil, Safiya Umoja Noble, Kate Crawford ). Wie lässt sich davon ausgehend über KI als sozio-technische Infrastruktur nachdenken? Wie funktioniert das Zusammenspiel aus ökonomischen Interessen, politischer Macht und medialen Logiken heute? Welche Herausforderung gehen damit für demokratische Gesellschaften einher?
Dafür verbinden wir Medienwissenschaft, politische Theorie und kritische Technikforschung. KI werden wir dafür als umkämpftes Feld demokratischer Aushandlung analysieren. Ziel ist es, algorithmische Systeme medien- und demokratietheoretisch einzuordnen, Macht- und Ungleichheitsstrukturen zu identifizieren und aktuelle KI-Debatten kritisch zu reflektieren.
Module (BA): 7
Media of Border Regimes: Data, Migration, Visibility
Drawing on key theoretical frameworks from media theory, critical border studies, and governmentality studies (e.g. Sandro Mezzadra; William Walters; Louise Amoore; etc.), the seminar explores how contemporary border regimes operate through data, profiling, surveillance, and the logics of big tech industry.
The course combines theoretical readings with case-study-based group research. We will analyze historical and contemporary media deployments at specific borders: biometric systems, humanitarian mapping, satellite surveillance, NGO counter-forensics, and social media narratives of migration. The overall aim is to understand borders as mediated, algorithmically structured, and politically contested spaces, where media technologies, power, mobility, and violence intertwine.
Module (MA): 3
Dieses Seminar findet auf Englisch statt. Neben der Auseinandersetzung mit englischsprachiger Forschungsliteratur ist es auch ein Angebot zum gemeinsamen Meistern von Diskussionen auf Englisch.
Sensing the Border: Media Analysis of Sensor Technologies in Borderregions
Im Seminar „Sensing the Border“ beschäftigen wir uns mit medienwissenschaftlichen Zugängen zu Sensortechnologien, die an der Grenze, in der Grenzkontrolle oder im Kontext von Migration und Flucht eine zentrale Rolle spielen. Im Fokus stehen sowohl die staatlichen Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien als auch deren Nutzung durch Aktivist:innen, Hilfsorganisationen oder Menschen auf der Flucht.
Welche Denkhorizonte eröffnet die medienwissenschaftliche Literatur zu Sensing und Sensortechnologien für das Feld der Critical Border Studies? Was können wiederum die Medienwissenschaften von den Critical Border Studies lernen? Theoretische Perspektiven werden im Seminar mit Fallbeispielen aus unterschiedlichen Bereichen wie Kunst, Aktivismus und Politik kombiniert. Wir werden uns mit den ethischen, sozialen und politischen Implikationen dieser Technologien befassen und untersuchen, wie sie das Spannungsfeld von Sensing zwischen Überwachung, Widerstandspraktiken und der politischen Intervention informieren.
Module (BA): 10
The Sensitive Machine. Artificial Intelligence in Film and Theory
In diesem Seminar werden wir exemplarisch Beispiele jüngster Darstellungen Künstlicher Intelligenzen im Film untersuchen und mit theoretischen Auseinandersetzungen verknüpfen. Dabei gehen wir der Frage nach, was für Implikationen die Inszenierungsweisen maschinischer Sensibilitäten haben und welche Tropen, Bilder, Klischees dafür herangezogen werden. Insbesondere dort, wo antropomorphisierte Darstellungen von KI im Spiel sind, werden nicht zuletzt auch Zuschreibungen von Gender, Race, Dis/Ability und Klassenzugehörigkeit, von Rollenerwartungen und Körpernormen erkennbar, die wir einer kritischen Analyse unterziehen werden.
Das Testat für dieses Seminar besteht aus einem Essay von 5 bis 7 Seiten. Andere Medienformate, in denen das theoretische oder filmische Material verhandelt und bearbeitet wird, sind willkommen und können individuell abgestimmt werden.
Module (BA): 7
Die erste Sitzung dieser Veranstaltung findet am 10.11.20 in Zoom statt, wir beginnen um 10:15 Uhr.
Sofern es die Corona-Siuation zulässt, findet die Abschlusssitzung am 09.02.21 als Doppelsitzung von 10:15-13:45 Uhr in Präsenz wird. Der Ort dafür wird noch bekanntgegeben.
Die Bereitschaft Filme und Texte auch auf Englisch zu bearbeiten wird vorausgesetzt.
Kontakt: Anja Breljak, anja.breljak@uni-potsdam.de