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Summer 2021
Concept and Project Development: Archiving, An Artistic Practice
Das Archiv ist präsenter und umfassender denn je – ob als konkreter Ort, als medienwissenschaftliche Metapher oder in der Popkultur. Wir leben in einem Zeitalter, in dem u.a. dank Digitalisierungsmethoden noch nie so viel archiviert wurde wie zuvor, gleichzeitig verrotten aufgrund von Geld- und Personalmangel auf der ganzen Welt Archivalien. Archive sind mächtige und schwer zugängliche Orte; das Original wird dort in säurefreien Kartons vor dem zerstörerischen menschlichen Zugriff bewahrt – obwohl es ja nur für solche Momente (wie beispielsweise Forschung) aufbewahrt wird. So ist das Archiv-Dasein immer auch zwiespältig. Der archivarische Wunsch Objekte zu ordnen und zu hierarchisieren muss immer kritisch bewertet und die jeweilige (jahrhundertelang meist eurozentristische) Perspektive hinterfragt werden. Das Offenlegen von archivarischer Praxis gelingt v.a. in der künstlerischen Auseinandersetzung, da Sammeln an sich schon immer ein Grundmodus von Künstler*innen war. Besonders interessant ist in dieser komprimierten Auseinandersetzung mit künstlerischen Archiven die Fotografie — „because the camera is literally an archiving machine, every photograph, every film is a priori an archival object.“ (Enwezor, Okwui: Archive Fever, 2007)
In dieser Projektwoche werfen wir einen Blick auf das Archiv als Institution und die Tätigkeit des Archivierens anhand einer eigenen, kleinen Sammlung. Ziel der Projektwoche ist es, ein archivarisches Projekt (z.B. ein Fotobuch) zu planen und zu präsentieren. Wie ist der Weg vom ersten Einfall, Moodboard, Abstract zum fertigen Produkt? Wie kann innerhalb eines sehr weiten Themenfeldes (in dem Fall Archiv) eine konkrete Idee entwickelt werden? Dabei stehen nicht nur inhaltliche Fragen im Zentrum, sondern auch ganz pragmatische: Welche Programme brauche ich für welche Art von Umsetzung? Welche Profession hilft mir bei der Umsetzung meiner Idee? Am Ende steht der Projektwoche entsteht kein fertiges Projekt, sondern eine Präsentation, die den Weg dorthin zeigt.
(Susann Massute studierte Kommunikationsdesign (BA) und Europäische Medienwissenschaften (MA) in Potsdam. Für ihre Masterarbeit »Architektur der Archive« bereiste sie zahlreiche Archive in Berlin um mit analogen Fotografien eine Momentaufnahme der hiesigen Archivlandschaft zu erstellen. Neben der Arbeit an freien Illustrationsprojekten gestaltet sie jede Woche den Titel der Wochenzeitung der Freitag und betreut als Artdirektorin das Online-Magazin Das Filter.)
In dieser Projektwoche werfen wir einen Blick auf das Archiv als Institution und die Tätigkeit des Archivierens anhand einer eigenen, kleinen Sammlung. Ziel der Projektwoche ist es, ein archivarisches Projekt (z.B. ein Fotobuch) zu planen und zu präsentieren. Wie ist der Weg vom ersten Einfall, Moodboard, Abstract zum fertigen Produkt? Wie kann innerhalb eines sehr weiten Themenfeldes (in dem Fall Archiv) eine konkrete Idee entwickelt werden? Dabei stehen nicht nur inhaltliche Fragen im Zentrum, sondern auch ganz pragmatische: Welche Programme brauche ich für welche Art von Umsetzung? Welche Profession hilft mir bei der Umsetzung meiner Idee? Am Ende steht der Projektwoche entsteht kein fertiges Projekt, sondern eine Präsentation, die den Weg dorthin zeigt.
(Susann Massute studierte Kommunikationsdesign (BA) und Europäische Medienwissenschaften (MA) in Potsdam. Für ihre Masterarbeit »Architektur der Archive« bereiste sie zahlreiche Archive in Berlin um mit analogen Fotografien eine Momentaufnahme der hiesigen Archivlandschaft zu erstellen. Neben der Arbeit an freien Illustrationsprojekten gestaltet sie jede Woche den Titel der Wochenzeitung der Freitag und betreut als Artdirektorin das Online-Magazin Das Filter.)
Dozenten
Prof. Winfried Gerling, Susann Massute
Termin
Projektwoche (7.-11.06.)
Ort
fhp tba
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 8
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
6
Zielgruppe
vorrangig 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Für die Teilnahme an der Projektwoche benötigt jede*r Studierende*r ein eigenes fotografisches/bildgewordenes Archiv als Arbeitsmaterial. Dass kann gefundenes Material von Online-Kollektionen sein (wie z.B. https://www.rijksmuseum.nl/en), eine digitalisierte Objektsammlung (z.B. Platten, Postkarten, Fossilien) oder eigens erstellte Fotografien, die eine Sammlung sein könnten (z.B. im Bereich Porträt, Architektur, Fahrzeuge, etc.), der Umfang sollte etwa zwischen 20–100 Bilder betragen (grober Richtwert).
Testat: Präsentation der Konzeptentwicklung
Testat: Präsentation der Konzeptentwicklung
