Events 2011

Gefangen in der Filmstadt: Zwangsarbeit im Potsdam-Babelsberg des NS-Regimes | Vortrag, Filmvorführung und Diskussion

27.01.2011 im Filmmuseum Potsdam

Am Beispiel des NS-Propagandafilms GERMANIN beleuchtete die Potsdamer Historikerin Dr. Almut Püschel den noch immer recht unbekannten Komplex der Zwangsarbeit im Filmstudio Babelsberg während des Zweiten Weltkriegs.
Nach dem einführenden Vortrag folgte die Vorführung des Films GERMANIN (Deutschland 1942/43, R.: Max W. Kimmich mit Luis Trenker, Lotte Koch, Peter Petersen und Louis Brody). Er erzählt als antibritisches Propagandastück von der Entwicklung jenes Mittels gegen die Schlafkrankheit, das zunächst "Bayer 205" und später "Germanin" genannt wurde – in "unserem Afrika", so heißt es, gelingt durch "Kampf und Opfergang" schließlich, was der Film als "ein unvergängliches Kapitel deutscher Kolonialgeschichte" feiert.
Zum Abschluss eröffnete ein Podiumsgespräch zwischen Dr. Almut Püschel, Dr. Britta Lange (Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. Jan Distelmeyer (FH Potsdam) die Diskussion mit dem Publikum.

Die Veranstaltung war eine Kooperation der Fachhochschule Potsdam, der Universität Potsdam (Studiengang Europäische Medienwissenschaft) und des Filmmuseums Potsdam.