Theses 2020
Es geht nicht darum, eine Linie zu finden. Eine fotografische Arbeit über Trampelpfade als das ‚Dazwischen‘.


Julia Dembowski
Betreuung: Prof. Winfried Gerling / Dr. Bernd Bösel
Die fotografische Arbeit "Es geht nicht darum, eine Linie zu finden", bestehend aus vierzehn Bildern, behandelt den Trampelpfad als eine Figur zwischen angelegtem Weg und unberührter Natur. Der Fokus liegt dabei auf den Relationen von Pfaden und Wegen in der Stadt. Sichtbar wird ein flächiges Linienspiel, das sich durch die Drohnenperspektive von den alltäglichen Sehgewohnheiten absetzt. Begleitend dazu sind essayistische Gedankengänge formuliert, die sich unter anderem mit der lexikalischen und historischen Trennung von Weg und Pfad auseinandersetzen. Ausgehend von Michel Serres‘ Überlegungen wird diese vermeintliche Trennung auf Überschneidungen hin untersucht. Letztendlich wird sich herausstellen, dass die Grenzen nicht aufrechtzuerhalten sind und sich beide Seiten in einem gemeinsamen Zwischenraum näherkommen.
Abschließend zu der Auseinandersetzung mit den Fotografien, wird der genaue Projektverlauf dokumentiert und das Projekt als solches medienreflexiv betrachtet.