Theses 2018

Re-Oriented Futures. Ein Science Fiction Film über alternative Zukunftsimaginationen im Kontext migrantischer Identität.

Schahrzad Zamankhan (MA)

Betreuung: Prof. Anne Quirynen, Prof. Dr. Jan Distelmeyer

In Europa grassiert ein neu erwachter Nationalismus. Während einengende Identitätskorsette sich enger schnüren, können besonders in den Medien alternative Bilder kreiert werden, die entgegenwirken, selbstermächtigend und widerständig sind. Bilder, die fluide und hybride Identität vor die dichotomische und rassistische Unterscheidung des Selbst/Anderen stellen. Im Rahmen der postkolonialen Science-Fiction werden Mythen wie „Aliens“ oder „fremde Planeten“ genutzt, um „das Fremde“ neu zu interpretieren und zu hybdridisieren. Wichtige Agenten bei diesem Prozess sind dabei die postkolonialen und poststrukturalistischen Theorien. Der Film „Re-Oriented Futures“ nähert sich anhand dieser Instrumente zwei Migrationsgeschichten. In zwei Episoden sollen im Rahmen diasporischer Erfahrung und einer dystopischen Narrative, hybride und fluide Freiräume geschaffen werden. Dabei spielen auch die Rolle der Frau und die Natur eine Rolle. Es besteht die Herausforderung nicht erneut in dichotomische Identitätsstrukturen zu verfallen.