Theses 2018

Die Gestalt der Ungestalt. Ein audiovisuelles Experiment zur filmischen Groteske

Carolin Schramm (BA)

Betreuung: Prof. Anne Quirynen, Prof. Dr. Heiko Christians

Die vorliegende Arbeit untersucht die filmische Groteske. Im Fokus stehen die Fragen, wie sich das Groteske im Medium des Films äußert und ob sich eine groteske Filmform schaffen lässt. Mit vorgefundenem Material aus verschiedenen Spielfilmen wird eine künstlerische Annäherung an diese Fragen geschaffen. Dafür werden kurze Filmausschnitte zu einem komplexen Gefüge verwoben, indem Motive des Grotesken zu einer seriellen Struktur versammelt werden. Ergänzend dazu wird im theoretischen Teil das Groteske als Medium der Grenzüberschreitung und Transformation betrachtet, in welchem sich kulturell Marginalisiertes rezentriert. Das Groteske zeichnet sich durch strukturelle Offenheit und eine ambivalente Wirkung aus. Es arbeitet mit den kreativen Mechanismen der Verkehrung, Verzerrung und Vermischung, welche für die praktische Arbeit eine zentrale Rolle spielen. In der folgenden Interpretation fällt die körperliche Grenzüberschreitung als ein verbindendes Element der
untersuchten Grotesken auf.