Theses 2016
FLATLAND_EINE TOPOLOGIE DES HYPERLINK
Konstanze Scheidt
Betreuung: Prof. Anne Quirynen, PD Dr. Ulrich Richtmeyer
_Gibt es noch mögliche Geschichten?
Diese Frage hat zunächst nicht viel mit dieser Arbeit zu tun, doch Friedrich Dürrenmatt stellte sie und zweifelt drei Seiten lang an der Daseinsberechtigung von Schriftstellern in der mehr und mehr technologisierten Welt. Sollte der Blick nicht besser auf Biologie und Physik gerichtet werden, »sich ordnungshalber über das Gerüst Rechenschaft abzulegen, in welchem wir pendeln« (Dürrenmatt, 1992, S.26)?
Gibt es einen Weg, über das Internet zu schreiben? Sollte die Mühe nicht besser auf Informatik und Mathematik angewendet werden, sich über das Zahlengewebe Klarheit zu verschaffen, in dem wir zappeln?
Dürrenmatt fand seine Geschichten in der Welt der Pannen, ohne Absicht, zufällig etwas allgemeines, menschliches erzählend. Die vorliegende Arbeit geht einen (Irr?)Weg durch den aktuellen Diskurs rund um Netzwerkgesellschaft, Interfaces, Kommunikation, Medien und die Frage des menschlichen Handlungspotenzials in einer digitalisierten Welt, immer begleitet von Vilém Flusser. Dabei wird der Blick als roter Faden auf einen Aspekt des World Wide Webs geworfen, der schon viel älter ist als dieses und es zuallererst bedingt: den Hyperlink. Aus verschiedenen Richtungen wird diese Technik, auf der (noch) unsere alltägliche Nutzung des WWW basiert, eingekreist und sowohl nach der technisch–historischen Grundlage und den gesellschaftlichen Wechselwirkungen als auch der gegenwärtigen Situation gefragt, um einen Ausblick auf das Kommende zu werfen. Nehmt, was ihr wollt.
Betreuung: Prof. Anne Quirynen, PD Dr. Ulrich Richtmeyer
_Gibt es noch mögliche Geschichten?
Diese Frage hat zunächst nicht viel mit dieser Arbeit zu tun, doch Friedrich Dürrenmatt stellte sie und zweifelt drei Seiten lang an der Daseinsberechtigung von Schriftstellern in der mehr und mehr technologisierten Welt. Sollte der Blick nicht besser auf Biologie und Physik gerichtet werden, »sich ordnungshalber über das Gerüst Rechenschaft abzulegen, in welchem wir pendeln« (Dürrenmatt, 1992, S.26)?
Gibt es einen Weg, über das Internet zu schreiben? Sollte die Mühe nicht besser auf Informatik und Mathematik angewendet werden, sich über das Zahlengewebe Klarheit zu verschaffen, in dem wir zappeln?
Dürrenmatt fand seine Geschichten in der Welt der Pannen, ohne Absicht, zufällig etwas allgemeines, menschliches erzählend. Die vorliegende Arbeit geht einen (Irr?)Weg durch den aktuellen Diskurs rund um Netzwerkgesellschaft, Interfaces, Kommunikation, Medien und die Frage des menschlichen Handlungspotenzials in einer digitalisierten Welt, immer begleitet von Vilém Flusser. Dabei wird der Blick als roter Faden auf einen Aspekt des World Wide Webs geworfen, der schon viel älter ist als dieses und es zuallererst bedingt: den Hyperlink. Aus verschiedenen Richtungen wird diese Technik, auf der (noch) unsere alltägliche Nutzung des WWW basiert, eingekreist und sowohl nach der technisch–historischen Grundlage und den gesellschaftlichen Wechselwirkungen als auch der gegenwärtigen Situation gefragt, um einen Ausblick auf das Kommende zu werfen. Nehmt, was ihr wollt.