Theses 2015
Post Publizieren.Eine praktische Auseinandersetzung mit den gestalterischen Möglichkeiten. elektronischer Bücher.

Betreuung: Prof. Winfried Gerling, Prof. Boris Müller
Bachelorarbeit
Ich—ganz persönlich und ganz ehrlich—lese keine eBooks; ich lese Bücher und ich mache Bücher.
Geboren ins digitale Zeitalter, begeistert von intelligenter Worterkennung in Textverarbeitungsprogrammen, ständiger Nutzer von Musik- und Serien-Streams, für die ich bereit bin, penetrante Pop-up-Fenster mit eindeutigen Angeboten über mich ergehen zu lassen, aber keinen Taler Hartgeld hinlegen würde; abhängig von Google Maps um von Hier nach Da zu kommen—kann ich mich dennoch nicht mit dem geräuschlosen »Umblättern« digitaler Buchseiten anfreunden, obwohl dabei sogar ein Schatten und eine papiereigene Transparenz simuliert werden.
Aber warum ist das so? Geht es nur darum, dass diese digitalen Leseobjekte nicht auf Papier gedruckt = keinem festen Medium permanent eingeschrieben sind? Oder ist es die immer gleiche Darstellung, die jeden Text charakterlos vereinheitlicht und mich schnell langweilt? Doch bringt das elektronische Buch auch wertvolle Perspektiven. Was ist zum Beispiel mit barrierefreiem Lesen oder damit, Bildung auch in ärmeren Regionen der Welt uneingeschränkt zugänglich zu machen?
Ich schäme mich für meine Engstirnigkeit und stelle mich in dieser Arbeit der arglosen Frage: Was ist ein eBook – Ebook – E-Book?