Theses 2015

Geliebte Technik. Ein Film über Menschen und Roboter

Julia Jentsch

Betreuung: Prof. Anne Quirynen, Dr. Mark Butler
Bachelorarbeit

In meiner Bachelor-Arbeit habe ich mich mit dem Verhältnis von Menschen zu Robotern auseinandergesetzt. In einer ungefähr zwanzigminütigen filmischen Arbeit habe ich vier Protagonisten beobachtet und sie zu dem Verhältnis zu ihren Robotern befragt. Dabei wollte ich herausfinden, wie uns Roboter dazu verleiten, ihnen Zuneigung entgegenzubringen und welche Rolle die Fähigkeit eines Roboters zur künstlichen Intelligenz dabei spielt. Dies führte mich zu der These:

Die Fähigkeit eines Roboters zu Künstlicher Intelligenz beeinflusst unsere Wahrnehmung des Roboters weniger, als seine Fähigkeit menschliche Eigenschaften zu imitieren.

Der Film sollte in Form einer selbsterzählenden Dokumentation gestaltet sein, in der die Protagonisten von ihren Erfahrungen erzählen und bei den Interaktionen mit ihren Robotern beobachtet werden. Der Zuschauer soll sich so die Aussage des Films ohne eine zusätzliche Einordnung selbst erschließen können.

Der schriftliche Teil soll ergänzend zum Film die Idee und Entwicklung Künstlicher Intelligenz und sozialer Robotik beleuchten. Somit soll eine Erklärung für die Projektion menschlicher Eigenschaften auf den Roboter versucht werden. Insbesondere die Materialität des Roboters, die ihn von einem Computer unterscheidet, spielt hier meines Erachtens eine große Rolle. Mittels einer Untersuchung der Spiegeltheorie Jacques Lacans und der Deutung des Roboterkörpers als bewegtes Interface soll so meine These bestätigt werden.