Theses 2014
Ethik · Sprache · Alterität … in der Philosophie von Emmanuel Lévinas · Versuch über das Bedeuten

Sabeth Kerkhoff
Betreuung: Dr. Jörg Sternagel, Dr. Michael Mayer
Bachelorarbeit
»Einem Menschen begegnen heißt, von einem Rätsel wach gehalten werden.« (Emmanuel Lévinas)
Ein Anders-Denken über Begegnen und Berühren, über Rätsel und Wahrheit über Sinn und Wahn-Sinn um nicht nur anders zu denken und anders zu sprechen sondern um das Andere anders zu spüren.
Unser Verhältnis zur Welt ist ein getrenntes und doch eines der Zusammengehörigkeit. Existenzielle Sicherheiten, Ruhe im Selbst, wirkliche Einheit mit Natur und Menschen scheint uns entzogen. Doch ein Drang, eine Spannung lässt uns nach den Dingen und den Menschen fragen, sprechend suchen wir nach einem Halt in Antworten, den diese fälschlich zu geben versprechen. Es gilt die Fragen anders zu stellen und die Antworten anders zu erwarten.
Das Bedeuten der Fremdheit, in seiner Erscheinung im anderen Menschen, im Tod und in Gott hat mich in der Auseinandersetzung mit Lévinas im Hinblick auf die Notwendigkeit einer ethischen Sprache beschäftigt. Einer Sprache, in der es weniger um Worte als um Haltungen geht, um Nuancen der Verschiebung hin zu einem Rätsel - hin zu einer Welt entrückt aus dem starren Licht, das den forschenden Blick bringt, hin zu einer dritten Möglichkeit des Erscheinens. Abseits von Offenbarung und Verbergung geschieht etwas - unbemerkt, unvorstellbar. Diese andere Form des Be-deutens, der zur lévinasschen Ethik führt, habe ich in den Gesten des Opfers, des Sich-Beugens und Begehrens betrachtet, die mir Indiz waren für die Wahrung eines Zwischenraums – für das Heraufkommen eines anderen Sinns.
In meiner Arbeit habe ich diesem Nachdenken von Lévinas über das Ich, den anderen Menschen, den Tod und unsere Beziehung zu einem Unendlichen in der Betrachtung des Romans »Malina« von Ingeborg Bachmann Raum gegeben. Dabei hat sich gezeigt, dass die Kunst, die Poesie der Rätselhaftigkeit der Dinge, der Entzogenheit in besonderem Maße gerecht wird. Sie berührt ohne festzuhalten.
Betreuung: Dr. Jörg Sternagel, Dr. Michael Mayer
Bachelorarbeit
»Einem Menschen begegnen heißt, von einem Rätsel wach gehalten werden.« (Emmanuel Lévinas)
Ein Anders-Denken über Begegnen und Berühren, über Rätsel und Wahrheit über Sinn und Wahn-Sinn um nicht nur anders zu denken und anders zu sprechen sondern um das Andere anders zu spüren.
Unser Verhältnis zur Welt ist ein getrenntes und doch eines der Zusammengehörigkeit. Existenzielle Sicherheiten, Ruhe im Selbst, wirkliche Einheit mit Natur und Menschen scheint uns entzogen. Doch ein Drang, eine Spannung lässt uns nach den Dingen und den Menschen fragen, sprechend suchen wir nach einem Halt in Antworten, den diese fälschlich zu geben versprechen. Es gilt die Fragen anders zu stellen und die Antworten anders zu erwarten.
Das Bedeuten der Fremdheit, in seiner Erscheinung im anderen Menschen, im Tod und in Gott hat mich in der Auseinandersetzung mit Lévinas im Hinblick auf die Notwendigkeit einer ethischen Sprache beschäftigt. Einer Sprache, in der es weniger um Worte als um Haltungen geht, um Nuancen der Verschiebung hin zu einem Rätsel - hin zu einer Welt entrückt aus dem starren Licht, das den forschenden Blick bringt, hin zu einer dritten Möglichkeit des Erscheinens. Abseits von Offenbarung und Verbergung geschieht etwas - unbemerkt, unvorstellbar. Diese andere Form des Be-deutens, der zur lévinasschen Ethik führt, habe ich in den Gesten des Opfers, des Sich-Beugens und Begehrens betrachtet, die mir Indiz waren für die Wahrung eines Zwischenraums – für das Heraufkommen eines anderen Sinns.
In meiner Arbeit habe ich diesem Nachdenken von Lévinas über das Ich, den anderen Menschen, den Tod und unsere Beziehung zu einem Unendlichen in der Betrachtung des Romans »Malina« von Ingeborg Bachmann Raum gegeben. Dabei hat sich gezeigt, dass die Kunst, die Poesie der Rätselhaftigkeit der Dinge, der Entzogenheit in besonderem Maße gerecht wird. Sie berührt ohne festzuhalten.