Theses 2010
unter-druck. Überlegungen zur Form und Begrifflichkeit der Entschleunigung
René Wilbrandt
Supervision: Prof. Dr. Dieter Mersch, Prof. Dr. Heiko Christians
Bachelor thesis
Wir leben in einer beschleunigten und sich stetig beschleunigenden Gesellschaft. Fastfood, Turbokapitalismus, Flexibilität, Klettverschlüsse oder Aufzüge sind Begriffe eines Diskurses, der eine Beschleunigung im politischen, digitalen, ökonomischen oder privaten Alltag konstatiert. Eine noch junge Gegenbewegung, die den Ruf nach Entschleunigung artikuliert, gilt es, in dieser Arbeit zu verorten und der Entschleunigung eine Form zu geben.
Die Struktur der Be- und Entschleunigung wird vielerlei in der Literatur, in Feuilletons oder Gesellschaftsgruppierungen mehrfach zu Grunde gelegt, womit Phänomene wie der Burnout oder der Unfall beschrieben werden.
Gerade im Bruch, im plötzlichen Wandel, will die Arbeit versuchen, das oftmals Paradoxe an jenen Kommunikationsmodellen ausfindig zu machen, die sich der Begriffe Be- und Entschleunigung bedienen.