Theses 2006
Bilder der Beschleunigung. Ikonografie/Topik/Theorie.
Hannes Mandel
Betreuung: PD Dr. Heiko Christians, Dr. Peter Bexte
Bachelorarbeit
FHP-Preis für herausragende Abschlussarbeiten 2006 im Studiengang EMW
Die BA-Abschlußarbeit steuert zielstrebig auf eine Problematisierung der visuellen Topik der Beschleunigung zu. Die eigene Präsentation und Analyse von Bildern der Beschleunigung konzediert von Anfang an den ‚zweiten Blick’, die miteingekaufte Kontextualisierung, der man bestenfalls nur eine differenziertere hinzufügt, und wird gerade so dem bei Curtius entliehenen Anspruch gerecht, ‚die vorgefundenen Tatbestände zu deuten, und nicht bloß oder schon bei ihrer Einordnung umzubiegen’ in Hinsicht auf mehr oder weniger geschlossene Theorien. Die Bestandsaufnahme der Chronos- und Kairos- oder Phaeton-Deutungen gibt ein hervorragendes Beispiel dafür ab. Das Vorgehen ermöglicht es nun ausserdem, auf dem für ein solches Projekt immer noch engen Raum Pointen von Theorien (Luhmanns These von der zunehmenden Komplexität des Sozialen) oder von historischen Ableitungen (Entwicklung der Perspektive in der Renaissance) mit einer maximalen Effektivität einzubringen. Die Geschichte der Bilder der Beschleunigung wird präzise eingeteilt und hebt den Versuch einer Visualisierung der Geschwindigkeit selbst völlig zu Recht als eigenen Abschnitt heraus. Der Schlussteil zur Theoriegeschichte widmet sich dem Werk Paul Virilios und zerlegt es ebenso gekonnt in seine topischen Bestandteile.
Betreuung: PD Dr. Heiko Christians, Dr. Peter Bexte
Bachelorarbeit
Die BA-Abschlußarbeit steuert zielstrebig auf eine Problematisierung der visuellen Topik der Beschleunigung zu. Die eigene Präsentation und Analyse von Bildern der Beschleunigung konzediert von Anfang an den ‚zweiten Blick’, die miteingekaufte Kontextualisierung, der man bestenfalls nur eine differenziertere hinzufügt, und wird gerade so dem bei Curtius entliehenen Anspruch gerecht, ‚die vorgefundenen Tatbestände zu deuten, und nicht bloß oder schon bei ihrer Einordnung umzubiegen’ in Hinsicht auf mehr oder weniger geschlossene Theorien. Die Bestandsaufnahme der Chronos- und Kairos- oder Phaeton-Deutungen gibt ein hervorragendes Beispiel dafür ab. Das Vorgehen ermöglicht es nun ausserdem, auf dem für ein solches Projekt immer noch engen Raum Pointen von Theorien (Luhmanns These von der zunehmenden Komplexität des Sozialen) oder von historischen Ableitungen (Entwicklung der Perspektive in der Renaissance) mit einer maximalen Effektivität einzubringen. Die Geschichte der Bilder der Beschleunigung wird präzise eingeteilt und hebt den Versuch einer Visualisierung der Geschwindigkeit selbst völlig zu Recht als eigenen Abschnitt heraus. Der Schlussteil zur Theoriegeschichte widmet sich dem Werk Paul Virilios und zerlegt es ebenso gekonnt in seine topischen Bestandteile.