Theses 2006

Prozesse des Verklumpens. Filmessay über das Wachsen und Schrumpfen am Beispiel von Ballungsräumen

Torsten Krone

Betreuung: PD Dr. Heiko Christians, Dr. Hans-Jörg Pöttrich
Bachelorarbeit

Die BA-Arbeit ‚Prozesse des Verklumpens. Filmessay über das Wachsen und Schrumpfen am Beispiel von Ballungsräumen’ besteht aus zwei Teilen. Die praktische Arbeit besteht aus einem Treatment für einen 30minütigen Film zum oben genannten Thema. Im Essay wird eine etymologische Ebene vorgeschaltet, die viele semantische Implikationen des Wortfeldes ‚Klumpen’, ‚Ballung’, ‚Schrumpfen’ und ‚Wachsen’ erörtert. An diese spannenden, spielerischen Erörterungen werden strengere theoretische Fragen gerichtet. Welche Modelle werden in den Natur- und Medienkulturwissenschaften zur Theoriebildung über die Phänomene herangezogen? Welche Debatten in den Medien-Kulturwissenschaften sind hier anschließbar und fruchtbar? Schließlich wird eine dritte Ebene angepeilt, die die Frage nach den theoretischen Brücken zu konkreteren Problemen der Stadt- und Regionalplanung bzw. –förderung stellt, wobei politische Implikationen bewußt nicht ausgeblendet, aber auch nicht einseitig betont werden. Die verbindenden Themen heißen Zentrum-Peripherie-Austausch oder Zirkulation und Raumbeherrschung. Gegen Ende des Essays wird der Blick von der Analyse und Demonstration der vorstrukturierenden Kraft von Metaphern für Theorien auf einen konkreten Fall gelenkt: Es ist die Metropole Berlin mit ihrem Brandenburger Umland, an der diese Modelle und ihre Beschreibungs- bzw. prognostische Kraft erprobt werden. Diesen Faden nimmt das Filmtreatment auf. In einer Mischung aus digital animiertem Kartenmaterial, Luftaufnahmen, Grafiken, Interviews, eingesprochenen historischen, natur- und medienwissenschaftlichen oder soziologischen Erläuterungstexten, ästhetisch anspruchsvollen Kamerafahrten und Standbildern bzw. Photographien wird der Austausch zwischen der Peripherie und dem Zentrum dokumentiert und analysiert.