Student Projects 2011

Museum für zeitgenössisches Studieren | #1 Spuren des Un/Sichtbaren

Anlässlich des 20. Jubiläums der Universität Potsdam haben Studierende der Europäischen Medienwissenschaft das Museum für zeitgenössisches Studieren gegründet. Während die Festwoche den erfolgreichen Bestand und die Historie der Universität seit 1991 begeht, eröffnet das Museum einen Raum, um das Zustandekommen von Geschichtlichkeit selbst zu befragen. Museen wie Universitäten gelten als Wissens- und Erkenntnisorte. Sie sind ordnende Institutionen der Bildung, des Kanons und des Wahren. Das Museum für zeitgenössisches Studieren versteht sich als Labor der Selbstbefragung, als Austausch zwischen den Disziplinen und Rängen, als Durcheinander­bringen der Ordnungen, Diskurse und Dinge. Seine Sammlung befördert nicht nur historische und aktuelle Dingwelten zu Tage, sondern auch Praktiken und Strukturen des Studiums.

Die erste Ausstellung Spuren des Un/Sichtbaren rückte das Marginale und Halbvergessene ins Licht, um versteckte Strukturen der Universität zu beleuchten. Die Exponate und Installationen setzten sich spielerisch mit den Rahmenbedingungen der Wissensorte Museum und Universität auseinander. Zentral war dabei das Spiel Modulopoly, welches in Anlehnung an das bekannte Gesellschaftsspiel Monopoly Studienalltag, -regeln und -abläufe veranschaulichte. Die weitere Spurensuche führt durch Gegenentwürfe, Traumvorstellungen und Tonwelten und untersucht die Institution Universität auf neuen „Wegen“. Verschiedene Fundstücke aus dem universitären Alltag stellten sich zur Disposition: Sind sie persönliche Unscheinbarkeiten oder historische Zeugen? Die kleinen Dinge des Alltags, unerlässlich aber so leicht zu vergessen, obwohl mit jeder verstreichenden Sekunde auch sie wichtiger Teil der Historie werden können. Denn wer entscheidet, ob etwas vergessen werden darf oder historisch wertvoll ist?

Teilnehmende Studenten:
Alina Bärtels, Linda Dabbagh, Annika Haas, Philippa Halder, Jana Koch, Fabio König, Daniel Kubik, Johanna Lucht, Carolin Modla, Christin Murawski, Denis Newiak, Deborah Reusch, Silja Rheingans, Francesca Witusinski, Volha Yakavenka

Betreuung:
Daniela Döring