Student Projects 2005

PROJEKTWOCHEN

Die EMW entwickelt alternative Lehr- und Lernformen, um den Studierenden ein produktives, aber auch kreatives und intensives Lernen zu ermöglichen. Im Sommersemester 2005 wurde dafür ein neues Konzept “Projektwoche” entworfen, das in diesem Semester gleich zweimal zur Anwendung kam.
Erstmals fand die Projektwoche unter der thematischen Vorgabe ‚Verschwörungstheorien’ vom 22.05. bis 26.05. 2005 in einer Tagungsstätte bei Belzig statt. Besonders diese zeitlich begrenzte Auslagerung eines vielgestaltigen, aber konzentrierten Lehrangebots bot das Potenzial, über den reinen Lehr- und Lernerfolg die Identität des Studiengangs und der Studentenschaft noch intensiver zu profilieren.
Zum Ende des Semesters wurde die Projektwoche ‘Game over?! – Theorie und Geschichte des Computerspiels’ organisiert. Eine Woche lang fanden täglich zwei Sessions mit Lectures eingeladener Gäste statt, die aus kulturwissenschaftlichen, theoretischen, programmiertechnischen, praktischen und künstlerischen Perspektiven das Feld Computer- und Videospiele bearbeiteten und ihre Ansätze zur Diskussion stellten. Zum Programm gehörte eine Exkursion zum Dresdner Hygienemuseum in die Ausstellung “Spielen Die Ausstellung”. Abends wurde die vierteilige Dokumentarreihe zur Kulturgeschichte des Computerspiels, “Games Odyssey”, gesichtet und die Möglichkeit geschaffen, in einem eigens dafür aufgebauten Computerpool Computer- und Videospiele unterschiedlichster Genres und Thematiken spielend kennen zu lernen.
Auf Seiten der Studierenden fand das Angebot, im Rahmen einer Woche einen interdisziplinär breit gefächerten Einblick in das Thema der Computerspiele zu gewinnen, großen Anklang.

Das Programm:

EINFÜHRUNG:
Michael Liebe: Eine etwas andere Geschichte des Computerspiels
Frank Furtwängler: Auf dem Weg zu einer Computerspieltheorie? Einführung in Leistung und Probleme der Game Studies.

EINBLICKE IN SPIELGESTALTUNGEN:
Matthias Ljungström: Practical game design
Nadja Franz: Arindal – eine neue Welt entsteht. Abgrenzung der Spielidee, Besonderheiten, Alphatesterfahrungen. Einführung –
Spielen – Diskussion.
EXKURSION: Exkursion zum Hygienemuseum Dresden: “Spielen. Die Ausstellung”.

VIRTUELLE RÄUME UND IMMERSION:
Matthias Bickenbach: Der virtuelle Grafik Raum
Jan Distelmeyer: Synergie, Immersion, Interaktivität – oder: “Wie kann jemand in einem Spiel denn einfach verschwinden?!”
Eine Annäherung an das Videospiel mit den Mitteln des Blockbuster-Kinos.

ENTEIGNUNGEN
SUBVERSIONEN: Vera Schlusmans: Tools to use 3D Games for your own projects
Oke Maas: Trickjumping.

Die Konzeption thematisch fokussierter Projektwochen mit unterschiedlichen Veranstaltungsformen (Lecture, Seminar, Projekt, praktische Erfahrungen etc.) hat sich für eine konzentriertes und produktives Lernen bewährt und soll in den nächsten Semestern fortgesetzt werden – anvisiert ist, pro Semester eine Projekt- oder Lecturewoche zu veranstalten.