Jürgen Krusche

Jürgen Krusche

krusche@swissonline.ch



Courses
Summer 2006
Das Ding in Japan
In Japan scheint das Ding einen besonderen Stellenwert zu haben. Vor allem in den traditionellen Künsten wurde dem Ding immer große Beachtung entgegengebracht. Es wird nicht als Objekt angesehen, welches dem Subjekt, also dem Menschen entgegensteht. Dinge wie Menschen gründen beide im Nichts und stehen somit auf einer gemeinsamen Ebene. Dieser zen-buddhistische Anteil des Denkens zeigt sich auch in der Dichtkunst - dies vor allem in den Haikus von Bashô - und der Tuschmalerei, die beide künstlerischer Ausdruck dieser anderen Sichtweise sind. Auch im 21. Jahrhundert findet man diese andere Sicht auf das Ding, wie beispielsweise in den Fotografien von Daido Moriyama. Letzten Endes prägt dieses denken auch heute noch die Gestalt Japans. So zeichnen sich japanisches Produktdesign und Architektur nicht nur durch Reduktion aus, sondern immer auch durch ein besonderes Verständnis für den Gebrauch der Dinge.
Das Kennenlernen (durch Texte, Bilder und Filme) dieser unterschiedlichen kulturellen Praktiken soll die besondere Konzeption des Dings in Japan aufzeigen. Ziel des Seminars wird nicht nur sein, eine andere Sicht der Dinge kennenzulernen, sondern dadurch aud die eigene, nämlich unsere westlich abendländische, besser zu verstehen.
Dozent
Termin
Block, 07./08./09.06.
Ort
UP 2.14.105
SWS
2
Studiengang
BA, BA (alte Studienord.)
Module (BA): 6; alte Studienordnung: 1c, 2a, 2c
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar
Teilnehmerbegrenzung
keine