Birgit Kohler



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Summer 2025
Performing Documentary
Zur Vielfalt dokumentarischer Formen gehören seit ungefähr 20 Jahren auch Filme, die Dokument und Performance, also zwei nach gängiger Vorstellung konträre Kategorien, miteinander verbinden. Im Vorfeld recherchiertes dokumentarisches Material wird hier buchstäblich zur Aufführung gebracht bzw. in Szene gesetzt – mit explizit zur Schau gestellter Inszenierung, betonter Künstlichkeit, Verfremdungseffekten und performativen Auftritten. Das Vortragen dokumentarischer Zeugnisse durch Stellvertreter*innen (Schauspieler*innen, Protagonist*innen, Stofftiere u.a.) ist Ausdruck von Selbstreflexion und hinterfragt kritisch grundlegende Parameter des dokumentarischen Kinos. Thematisch geht es dabei um aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie zum Beispiel Frauenhandel, Wirtschaftskriminalität, Strafvollzug, Jugendgewalt oder auch um persönliche Auseinandersetzungen mit familiären und anderen Beziehungskonstellationen. „Performing Documentary“ steht für eine ästhetisch prononcierte Politik der Form, die klassische dokumentarische Verfahren und gesellschaftliche Verhältnisse gleichermaßen befragt. Ausgehend von KURZ DAVOR IST ES PASSIERT (Anja Salomonowitz, Österreich 2006) werden anhand der Sichtung weiterer Filme verschiedene Konfigurationen dieser „Spiel-Art“ des Dokumentarischen herausgearbeitet sowie ihr Für und Wider zur Diskussion gestellt.
Dozent
Birgit Kohler
Termin
16.–20.06. (Projektwoche)
Ort
FHP, D116
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (15 Min.)