Courses
Summer 2015
Interfacing Humanities
Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften und Cultural Studies beschäftigen sich mit gesellschaftlich relevanten Diskursen, Ideen und Konzepten, verbleiben als geisteswissenschaftliche Disziplinen meist jedoch in der theoretischen, textbasierten Auseinandersetzung mit ihren Themen. Der Schritt dahin, die theoretisch verhandelten und identifizierten Diskurse, Konflikte oder relevante Fragestellungen in stoffliche, gestalterische oder repräsentierende Formen zu überführen, soll in diesem Kurs angestrebt werden. Dabei sollen zunächst zwei in den Geisteswissenschaften verortete Diskurse als Ausgangspunkte dienen, von denen eines in einem Design-Projekt vertieft wird. Die praktische Umsetzung kann von klassischem Interface Design über Visualisierung bis hin zu Ausstellungsdesign oder physical computing-Projekten reichen. Wichtig ist, für die jeweils gewählte Problemstellung ein schlüssiges Konzept zu entwickeln und eine angemessene visuelle Form zu finden. Dabei kann ein Fokus beispielsweise auf der Illustration komplexer Theorien und Konzepte liegen, z.B. im Format Infografik, in der Umsetzung kritischer Ansätze in Form von Interventionen oder in der Entwicklung eines Tools zur Analyse und Interpretation von Zusammenhängen.
Zu den behandelten Themen zählen:
In- und Exklusion. Otherness und Repräsentation
Ziel ist es, Strukturen von Exklusion nachzuvollziehen und zu identifizieren um daraufhin interventionistische Strategien zu entwickeln. Dies soll insbesondere in Bezug auf Museen, kulturelle Archive und Bibliotheken geschehen. Im praktischen Teil soll die Konstruktion von Fremdheiten thematisiert und sichtbar gemacht werden. Zum Beispiel kann durch die Visualisierung von Sammlungsbeständen über bestehende Museumsmauern und Museumsformen hinweg die Unterteilung in „Kunst“ und „Volkskunst“ aufgehoben und hinterfragt werden oder durch Interventionen im Austellungsdisplay die Problematik der Repräsentation von „Fremdheit“ thematisiert und verhandelt werden.
Distant Reading und Spatial Turn
Seit Ende der 1980er Jahre erfährt der Begriff des Raumes als kulturelle Einflussgröße eine neue Bedeutung in der Sozial-, Kultur- und Literaturwissenschaft. Diese neue Perspektive wird als „Spatial Turn“ bezeichnet. In Kombination mit der Methode des Distant Reading (nach Franco Moretti), also der quantitativen Analyse von literarischen Werken, ergeben sich gänzlich neue Möglichkeiten zur Untersuchung von Räumlichkeit über zahlreiche Texte hinweg. Aufgabe soll es hier sein, räumliche Schilderungen visuell zu repräsentieren und Unterschiede zwischen Autoren kenntlich zu machen.
Bei den praktischen Arbeiten im Seminar wird explizit dazu aufgerufen, kritisch-interventionistisch vorzugehen – d.h. sich nicht durch die „Regeln“ der klassischen Kunst-, Kultur- oder Literaturwissenschaft und –geschichte einschränken zu lassen. Dies kann bedeuten, dass auch Entwürfe entwickelt werden können, deren Umsetzung als Konzept im Fiktiven verbleibt.
Zu den behandelten Themen zählen:
In- und Exklusion. Otherness und Repräsentation
Ziel ist es, Strukturen von Exklusion nachzuvollziehen und zu identifizieren um daraufhin interventionistische Strategien zu entwickeln. Dies soll insbesondere in Bezug auf Museen, kulturelle Archive und Bibliotheken geschehen. Im praktischen Teil soll die Konstruktion von Fremdheiten thematisiert und sichtbar gemacht werden. Zum Beispiel kann durch die Visualisierung von Sammlungsbeständen über bestehende Museumsmauern und Museumsformen hinweg die Unterteilung in „Kunst“ und „Volkskunst“ aufgehoben und hinterfragt werden oder durch Interventionen im Austellungsdisplay die Problematik der Repräsentation von „Fremdheit“ thematisiert und verhandelt werden.
Distant Reading und Spatial Turn
Seit Ende der 1980er Jahre erfährt der Begriff des Raumes als kulturelle Einflussgröße eine neue Bedeutung in der Sozial-, Kultur- und Literaturwissenschaft. Diese neue Perspektive wird als „Spatial Turn“ bezeichnet. In Kombination mit der Methode des Distant Reading (nach Franco Moretti), also der quantitativen Analyse von literarischen Werken, ergeben sich gänzlich neue Möglichkeiten zur Untersuchung von Räumlichkeit über zahlreiche Texte hinweg. Aufgabe soll es hier sein, räumliche Schilderungen visuell zu repräsentieren und Unterschiede zwischen Autoren kenntlich zu machen.
Bei den praktischen Arbeiten im Seminar wird explizit dazu aufgerufen, kritisch-interventionistisch vorzugehen – d.h. sich nicht durch die „Regeln“ der klassischen Kunst-, Kultur- oder Literaturwissenschaft und –geschichte einschränken zu lassen. Dies kann bedeuten, dass auch Entwürfe entwickelt werden können, deren Umsetzung als Konzept im Fiktiven verbleibt.
Dozent
Katrin Glinka
Termin
Mittwoch 10-14 Uhr !! Beginn schon am 1.4.!!!
Ort
FH D 105
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 9
Module (BA): 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
EMW MA und BA (höhere Semester)
Teilnehmerbegrenzung
12
Zusätzliche Informationen
Der Kurs richtet sich an Studierende des Fachbereichs Design (Hauptstudium), sowohl an Studierende aus dem Studiengang Europäische Medienwissenschaft.
!!!Beginn schon am 1.4.!!!!
Anmeldung bitte direkt bei der Dozentin vorab (glinka@fh-potsdam.de) oder über Incom!
!!!Beginn schon am 1.4.!!!!
Anmeldung bitte direkt bei der Dozentin vorab (glinka@fh-potsdam.de) oder über Incom!
