
Dr. Christian Richter
Europäische Medienwissenschaft Lehrbeauftragter
Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
mail@christv.net
Courses
Summer 2020
Erzählmaschinen – Zur Medialität der Achterbahn
Fahrgeschäfte und Achterbahnen verfügen über eine lange Kulturgeschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts begann man in den sogenannten „Scenic Railways“ die zunächst funktionellen Konstruktionen gezielt um narrative Gestaltungselemente zu ergänzen und in exotische Settings einzubetten, sodass jede Fahrt auch zugleich eine Geschichte erzählte. Seit den 1950er Jahren sind die Bahnen nicht selten rund um Filme, Serien oder (Helden-)Figuren gestaltet und versuchen auf diese Weise, filmische Erzählungen um physisch-spürbare Erfahrungen zu verlängern. In Themenparks wie Disneyland/Disney World oder den Universal Studios sind diese Techniken unter dem Schlagwort des „Imagineering“ weiterentwickelt worden, um gigantische Immersions-Anlagen zu erschaffen. Sie alle formulieren das Versprechen, in ihnen Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ zu können.
Zugleich sind Achterbahnen und Fahrattraktionen selbst Gegenstand medialer Erzählungen der Populärkultur, die sich etwa in Kinofilmen, Fernsehsendungen, Pop-Songs, Computerspielen, YouTube-Kanälen, Reiseführern, öffentlich zelebrierten Weltrekorden oder ausführlichen Erfahrungsberichten entfalten. Sie inszenieren die Maschinen mal als bedrohliche Monster, mal als faszinierende Hi-Tech-Meisterwerke, mal als emotionale Metaphern und mal als lustbringende Vergnügungsapparate. Achterbahnen selbst stellen offenbar ein Quell unzähliger Geschichten dar.
Im Seminar wollen wir uns mit diesen kulturgeschichtlichen Phänomenen beschäftigen und untersuchen, wie sich mit, durch und über Achterbahnen Geschichten erzählen lassen. Dabei werden wir auch einen Disney-Crash-Kurs im Gestalten von Fahrattraktionen durchlaufen.
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Zugleich sind Achterbahnen und Fahrattraktionen selbst Gegenstand medialer Erzählungen der Populärkultur, die sich etwa in Kinofilmen, Fernsehsendungen, Pop-Songs, Computerspielen, YouTube-Kanälen, Reiseführern, öffentlich zelebrierten Weltrekorden oder ausführlichen Erfahrungsberichten entfalten. Sie inszenieren die Maschinen mal als bedrohliche Monster, mal als faszinierende Hi-Tech-Meisterwerke, mal als emotionale Metaphern und mal als lustbringende Vergnügungsapparate. Achterbahnen selbst stellen offenbar ein Quell unzähliger Geschichten dar.
Im Seminar wollen wir uns mit diesen kulturgeschichtlichen Phänomenen beschäftigen und untersuchen, wie sich mit, durch und über Achterbahnen Geschichten erzählen lassen. Dabei werden wir auch einen Disney-Crash-Kurs im Gestalten von Fahrattraktionen durchlaufen.
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Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
im April und Mai: Mi+Do 16.00 - 20.00 Uhr (s. genaue Termine)
Ort
Online
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Wir werden das Seminar online abhalten. Zu den angegebenen Zeiten treffen wir uns in gemeinsamen Videokonferenzen . Zugleich wird uns Moodle als zentrale Austauschsplattform dienen.
Testat: Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars ist der Entwurf und die Präsentation einer eigenen Achterbahn/Fahrattraktion zu erbringen. Zusätzlich sind eigene Beispiele beizutragen werden, in denen sich eine Mediatisierung von Achterbahnen zeigt.
Bitte die genauen Termine beachten - wöchentliche Termine am Mittwoch & Donnerstag
16.00 - 20.00 Uhr
Testat: Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars ist der Entwurf und die Präsentation einer eigenen Achterbahn/Fahrattraktion zu erbringen. Zusätzlich sind eigene Beispiele beizutragen werden, in denen sich eine Mediatisierung von Achterbahnen zeigt.
Bitte die genauen Termine beachten - wöchentliche Termine am Mittwoch & Donnerstag
16.00 - 20.00 Uhr
Winter 2019/2020
Media|Education - An Introduction
Lern- und Lehrprozess werden wie jeder andere Kommunikationsprozess durch ihre medialen Umgebungen maßgeblich bedingt, weswegen auch in diesen Kontexten gilt, dass Medien keine neutrale Rolle einnehmen, sondern maßgeblich mitbestimmen, was und wie gelernt wird. Wir lernen nicht - wie oft unscharf behauptet wird – aus Medien, sondern im Umgang mit Medien. Hierdurch stehen mediale Umgebungen, ihr Gebrauch und ihre Formatierungen im Zentrum jedes Wissensvermittlungsprozesses und verlangen für alle pädagogischen Kontexte eine ausführliche Betrachtung. Unter dem Begriff der „Medienkompetenzvermittlung“ haben zentrale medienwissenschaftliche Aspekte längst Einzug in Lehrerbildung, schulische Rahmenlehrpläne, außerschulische Projekte und frühkindliche Bildungspläne gefunden. Dies allerdings ohne expliziten Bezug zu medienwissenschaftlich Theorien und allzu oft unter dem Augenmerk auf (vermeintliche) Risiken einer Mediennutzung behandelt werden. Darüber müssen wir sprechen.
Im Seminar wollen wir uns diesem komplexen Diskurs nähern und bestehende Ansätze der Medienbildung sowie verschiedene Modelle der Medienkompetenz mit einem medienwissenschaftlichen Blick untersuchen. Gemeinsam werden wir überlegen, welchen Beitrag die Medienwissenschaft zu dieser aktuellen Debatte leisten kann und Ideen entwickeln, wie Aspekte einer medienwissenschaftlichen Medienbildung vermittelt werden können.
Im Seminar wollen wir uns diesem komplexen Diskurs nähern und bestehende Ansätze der Medienbildung sowie verschiedene Modelle der Medienkompetenz mit einem medienwissenschaftlichen Blick untersuchen. Gemeinsam werden wir überlegen, welchen Beitrag die Medienwissenschaft zu dieser aktuellen Debatte leisten kann und Ideen entwickeln, wie Aspekte einer medienwissenschaftlichen Medienbildung vermittelt werden können.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Freitags 10.00 - 14.00 Uhr
Ort
Neues Palais, Haus 09 Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
20
Zusätzliche Informationen
Bitte die konkreten Termine beachten!
Fr 06.12.2019; Fr 13.12.2019; Fr. 10.01.2020; Fr. 17.01.2020; Fr. 24.01.2020; Fr. 31.01.2020; Fr. 07.02.2020
Fr 06.12.2019; Fr 13.12.2019; Fr. 10.01.2020; Fr. 17.01.2020; Fr. 24.01.2020; Fr. 31.01.2020; Fr. 07.02.2020
Summer 2019
Wird fortgesetzt... Formen und Mechanismen der (Fernseh-)Serie – Staffel 2
Auch in diesem Semester wollen wir uns mit Fragen der „Populären Serialität“ beschäftigen, die jüngst in der Forschung eine enorme Aufwertung und Beachtung gefunden haben. Am Beispiel der Fernsehserie sollen deren Prinzipien, Funktionen und Ursprünge ergründet und auf andere serielle Formen übertragen werden, die auch außerhalb eines Fernsehprogramms zu finden sind (z.B. auf Videoplattformen, im Radio, in Zeitschriften, im Kino, im Theater oder woanders).
Diesmal sollen vor allem verschiedene Modi von Wiederholungen, Aspekte der industriell-seriellen Produktion, liturgische Muster und serielle Strukturen auf YouTube im Zentrum stehen. Exemplarisch wollen wir uns außerdem mit der Serie "Westworld" (USA, 2016) befassen und diese unter anderem mit dem gleichnamigen Film (USA, 1973) vergleichen. Hierfür empfiehlt es sich, die erste Staffel der Serie im Vorfeld zu beschaffen (z.B. in der Bibliothek auszuleihen).
Die Veranstaltung stellt eine Fortsetzung des gleichnamigen Seminars aus dem Wintersemester dar und knüpft inhaltlich daran an. Neue Teilnehmende sind dennoch herzlich willkommen.
Diesmal sollen vor allem verschiedene Modi von Wiederholungen, Aspekte der industriell-seriellen Produktion, liturgische Muster und serielle Strukturen auf YouTube im Zentrum stehen. Exemplarisch wollen wir uns außerdem mit der Serie "Westworld" (USA, 2016) befassen und diese unter anderem mit dem gleichnamigen Film (USA, 1973) vergleichen. Hierfür empfiehlt es sich, die erste Staffel der Serie im Vorfeld zu beschaffen (z.B. in der Bibliothek auszuleihen).
Die Veranstaltung stellt eine Fortsetzung des gleichnamigen Seminars aus dem Wintersemester dar und knüpft inhaltlich daran an. Neue Teilnehmende sind dennoch herzlich willkommen.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
freitags, 14.00 - 16.00 Uhr (bitte genaue Termine beachten)
Ort
Neues Palais, Haus 22 Raum 0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Seminartermine: 24.05.2019, 14.06.2019, 21.06.2019, 28.06.2019, 05.07.2019, 12.07.2019 und 19.07.2019
Winter 2018/2019
Eine noch... - Formen und Mechanismen der (Fernseh-)Serie
Das Seminar will sich mit Fragen der „Populärer Serialität“ beschäftigen, die jüngst in der Forschung ein enorme Aufwertung und Beachtung gefunden hat. Am Beispiel der Fernsehserie wollen wir deren Prinzipien, Funktionen und Ursprünge ergründen und auf andere serielle Formen übertragen, die auch außerhalb eines Fernsehprogramms zu finden sind (z.B. auf Videoplattformen, im Radio, in Zeitschriften, im Kino, im Theater oder woanders).
Hierbei wird das Seminar absichtlich keine inhaltlichen Vorgaben machen, sondern sich einzig daran ausrichten, welche Fragen und Aspekte Sie als Teilnehmende selbst als interessant und untersuchenswert erachten. Gemeinsam wollen wir uns gegenseitig Serien, Ideen, Überlegungen und Theorien vorstellen und diese dann miteinander diskutieren.
Hierbei wird das Seminar absichtlich keine inhaltlichen Vorgaben machen, sondern sich einzig daran ausrichten, welche Fragen und Aspekte Sie als Teilnehmende selbst als interessant und untersuchenswert erachten. Gemeinsam wollen wir uns gegenseitig Serien, Ideen, Überlegungen und Theorien vorstellen und diese dann miteinander diskutieren.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Freitags, 10.00 - 14.00 Uhr (bitte genaue Termine beachten)
Ort
Neues Palais, Haus 22 Raum 0.39
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Seminartermine: 30.11.2018, 14.12.2018, 11.01.2019, 18.01.2019, 25.01.2019, 01.02.2019 und 08.02.2019
Summer 2018
LIVE
Die Mondlandung, Fußballweltmeisterschaftsendspiele, royale Hochzeiten, «Wetten, dass..?» oder die Anschläge vom 11. September: Wenn im Rundfunk das Wort „Live“ verwendet wird, kündigen sich oft außergewöhnliche Ereignisse an. Eine Live-Übertragung verspricht Nähe, Authentizität, Spannung und Lebendigkeit. Doch was einst als ureigener Modus des Rundfunks galt und eng mit dem Fernsehen verbunden ist, findet auch in anderen medialen Bereichen wie Live-Musik, Live-Chats oder Live-Streams Anwendung.
Im Seminar wollen wir uns ausführlich dem Phänomen des LIVE widmen und untersuchen, welche Ästhetiken und Inszenierungsweisen, aber auch welche kulturellen Auswirkungen, Erwartungen, Faszinationen und Zuschreibungen sich mit dem Term verbinden. Dazu werden wir uns sowohl mit einschlägigen Texten aus der Fernsehwissenschaft als auch mit dem Spielfilm „Die Truman Show“, der anstehenden Fußball-WM, Let’s Play-Videos und anderem spannenden Material beschäftigen, um weitere live-ähnliche Formen identifizieren zu können.
Darüber hinaus ist im Rahmen des Seminars ein Besuch bei der LIVE-Sendung «Hart aber Fair“ sowie der Nachrichten vom RBB geplant.
Im Seminar wollen wir uns ausführlich dem Phänomen des LIVE widmen und untersuchen, welche Ästhetiken und Inszenierungsweisen, aber auch welche kulturellen Auswirkungen, Erwartungen, Faszinationen und Zuschreibungen sich mit dem Term verbinden. Dazu werden wir uns sowohl mit einschlägigen Texten aus der Fernsehwissenschaft als auch mit dem Spielfilm „Die Truman Show“, der anstehenden Fußball-WM, Let’s Play-Videos und anderem spannenden Material beschäftigen, um weitere live-ähnliche Formen identifizieren zu können.
Darüber hinaus ist im Rahmen des Seminars ein Besuch bei der LIVE-Sendung «Hart aber Fair“ sowie der Nachrichten vom RBB geplant.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Freitags 10.00 - 14.00 (bitte genaue Termine beachten)
Ort
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.04
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar wird an folgenden Terminen stattfinden:
13.04., 18.05., 01.06., 22.06., 29.06., 13.07. & 20.07.
13.04., 18.05., 01.06., 22.06., 29.06., 13.07. & 20.07.
Winter 2017/2018
Watching TV makes you stupid, fat and violent! - Forms, positions and principles of Media Criticism
Wir kennen typische Vorhaltungen gegen das Internet, gegen Computerspiele, gegen Social-Media oder gegen Smartphones. Stets wird in diesen Erfindungen (auch) eine geistige oder körperliche Bedrohung sowie ein Potential zur Sucht gesehen. Am deutlichsten wird dies am Beispiel des Fernsehens, denn kaum ein Medium steht so sehr im permanenten Verdacht, sein Publikum eher zu schädigen, als ihm zu nutzen.
Doch woher kommen solche Ansichten, worauf basieren diese Ängste und inwiefern sind sie begründet?
Im Semniar wollen wir deswegen das Fernsehen als exemplarisches Fallbeispiel betrachtet und verschiedene Texte, in denen das Medium als problematisch eingeschätzt wird, diskutieren. Hier sind Positionen von Manfred Spitzer und Christian Pfeiffer, aber auch von Neil Postman zu nennen. Ergänzt werden diese durch Darstellungen des Fernsehens in anderen Unterhaltungsmedien (etwa in Romanen, Filmen, den Simpsons oder Musik), um zu untersuchen, wie weitreichend diese Ansichten in allen Bereichen der Gesellschaft verankert sind.
Aus der exemplarischen Auseinandersetzung mit dem Fernsehen sollen sich letztlich generellen Mechanismen von Medien-/Kulturkritik herausschälen, die für alle neu aufkommenden Medien (egal ob Comics, Internet oder Bücher) stets ähnlich verlaufen.
Doch woher kommen solche Ansichten, worauf basieren diese Ängste und inwiefern sind sie begründet?
Im Semniar wollen wir deswegen das Fernsehen als exemplarisches Fallbeispiel betrachtet und verschiedene Texte, in denen das Medium als problematisch eingeschätzt wird, diskutieren. Hier sind Positionen von Manfred Spitzer und Christian Pfeiffer, aber auch von Neil Postman zu nennen. Ergänzt werden diese durch Darstellungen des Fernsehens in anderen Unterhaltungsmedien (etwa in Romanen, Filmen, den Simpsons oder Musik), um zu untersuchen, wie weitreichend diese Ansichten in allen Bereichen der Gesellschaft verankert sind.
Aus der exemplarischen Auseinandersetzung mit dem Fernsehen sollen sich letztlich generellen Mechanismen von Medien-/Kulturkritik herausschälen, die für alle neu aufkommenden Medien (egal ob Comics, Internet oder Bücher) stets ähnlich verlaufen.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Freitags 14.00 - 16.00 Uhr
Ort
Neues Palais, Haus 19, Raum 1.21
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Das Seminar stellt eine Kooperation zwischen der Europäischen Medienwissenschaft und dem Departement Erziehungswissenschaft dar und ist daher Studierenden beider Zielgruppen geöffnet. Aus der Zusammenführung der Disziplinen sollten sich aufgrund der unterschiedlichen Herangehensweisen für beide Seiten sehr erhellende Impulse ergeben.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Studierende in den ersten Fachsemestern.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Studierende in den ersten Fachsemestern.
Winter 2016/2017
TELEVISION 4.0
Längst können Serien, Nachrichten, Reportagen, Shows oder Filme nicht mehr ausschließlich auf einem Fernsehapparat empfangen werden, sondern lassen sich zusätzlich auf Laptops, Smartphones oder Tablets über Mediatheken, Online-Plattformen oder Streaming-Dienste (scheinbar) flexibel, ungebunden sowie orts- und zeitsouverän abrufen. Doch obwohl viele dieser Angebote weder über ein TV-Signal verbreitet werden, noch an einen Fernsehsender, feste Sendezeiten, einen unveränderbaren Ausstrahlungsrhythmus oder gar eine Einbettung in einen Programmablauf gebunden sind, werden sie zuweilen als fernsehartig wahrgenommen und besprochen. Parallel dazu bildet sich innerhalb des Portals YouTube ein eigener Kosmos heraus, der über eigene Stars, Formate und Ästhetiken verfügt und sich selbst als eine neue Version des Fernsehens versteht.
Je stärker die Grenzen zwischen den medialen Bereichen verschwimmen, desto brüchiger wird der einst unmissverständliche Begriff FERNSEHEN. Aber, scheinbar existiert ein gemeinsamer inhaltlicher, struktureller und ästhetischer Kern, den das Fernsehprogramm, Streaming-Portale wie Netflix und YouTube miteinander teilen. Um diesen offenlegen zu können, wollen wir im Seminar versuchen, die neuen Medienformen mithilfe klassischer Film- und Fernsehtheorien zu beschreiben. Ergänzend dazu werden wir einzelne Fernsehsendungen, Serien oder YouTube-Videos ausführlich analysieren, um zu identifizieren, welche vormals dem FERNSEHEN zugeschriebenen Eigenschaften in die On-Demand-Dienste übernommen werden und inwiefern sich dabei Verschiebungen ergeben. Oder kurz gefragt: Wie viel „altes“ Fernsehen steckt in den „neuen“ On-Demand-Plattformen?
Je stärker die Grenzen zwischen den medialen Bereichen verschwimmen, desto brüchiger wird der einst unmissverständliche Begriff FERNSEHEN. Aber, scheinbar existiert ein gemeinsamer inhaltlicher, struktureller und ästhetischer Kern, den das Fernsehprogramm, Streaming-Portale wie Netflix und YouTube miteinander teilen. Um diesen offenlegen zu können, wollen wir im Seminar versuchen, die neuen Medienformen mithilfe klassischer Film- und Fernsehtheorien zu beschreiben. Ergänzend dazu werden wir einzelne Fernsehsendungen, Serien oder YouTube-Videos ausführlich analysieren, um zu identifizieren, welche vormals dem FERNSEHEN zugeschriebenen Eigenschaften in die On-Demand-Dienste übernommen werden und inwiefern sich dabei Verschiebungen ergeben. Oder kurz gefragt: Wie viel „altes“ Fernsehen steckt in den „neuen“ On-Demand-Plattformen?
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Mi, 14.15 - 15.45 Uhr
Ort
Neues Palais; Haus 9 Raum 216
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Welche Beispiele konkret besprochen werden, liegt in der Auswahl der Studierenden, die als Paten einzelner Sitzungen, deren jeweiligen Ablauf mitgestalten sollen. Um eine produktive Arbeitsatmosphäre gewährleisten zu können, wird die Anzahl der Teilnehmenden strikt auf 25 Personen begrenzt. Vorkenntnisse des Fernsehprogramms, des Netflix-Angebots oder der YouTube-Szene sind nicht zwingend erforderlich, jedoch hilfreich. Wohl aber sollte ein grundsätzliches Interesse für diese Themenbereiche vorhanden sein, um aktiv und engagiert an den Sitzungen teilnehmen zu können.
Summer 2016
How television reflects on itself
Über Fernsehen wird gesprochen, geschrieben, diskutiert, gestritten, geschimpft und gejubelt. In Zeitungen, im Radio, in der Mittagspause, in Blogs, auf Websites oder in YouTube-Clips. In den genannten Fällen aber wird dafür stets ein Medienwechsel vollzogen und Fernsehen mit den Mitteln und Formen anderer Medien reflektiert. Umso spannender scheint daher die Frage, wie sich Fernsehen mit seinen eigenen Konventionen als Teil des eigenen, laufenden Programms thematisieren kann? Wie Fernsehen im Fernsehen stattfinden kann?
Das Seminar möchte versuchen, verschiedene Ansätze und Strategien zu sammeln, mit denen sich das Medium in sich selbst befasst. Diese sollen gemeinsam angesehen, analysiert und diskutiert werden. Die Bandbreite kann dabei von selbstreflexiven Serien über Programmankündigungen bis zu Kunstprojekten und darüber hinaus reichen. Doch auch Formate wie «TV Total», «House of Cards» oder «Last Week Tonight» können berücksichtigt werden.
Das Seminar möchte versuchen, verschiedene Ansätze und Strategien zu sammeln, mit denen sich das Medium in sich selbst befasst. Diese sollen gemeinsam angesehen, analysiert und diskutiert werden. Die Bandbreite kann dabei von selbstreflexiven Serien über Programmankündigungen bis zu Kunstprojekten und darüber hinaus reichen. Doch auch Formate wie «TV Total», «House of Cards» oder «Last Week Tonight» können berücksichtigt werden.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
mittwochs 16.00 - 18.00 Uhr
Ort
NP Haus 22 Raum 0.39
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
BITTE BEACHTEN: Das Seminar beginnt um Punkt 16.00 Uhr und endet erst um 18.00 Uhr damit wir genügend Zeit haben, möglichst viele Bespiele ausführlich zu sichten und zu besprechen.
Summer 2015
History and forms of commercial television in Germany
Das Seminar versucht, einen Überblick über das duale Rundfunksystem in Deutschland mit einem Fokus auf dem Privatfernsehen zu liefern. Dazu wird im ersten Teil zunächst die historische, gesellschaftliche und gesetzliche Entwicklung des kommerziellen Fernsehens bis zur Aufnahme des Betriebs der ersten Privatsender nachvollzogen, bevor anschließend deren inhaltlicher und ästhetischer Fortgang untersucht wird. Auch sollen die Grabenkämpfe zwischen den öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Anbietern untersucht werden.
Die zweite Hälfte des Seminars widmet sich schließlich anhand konkreter Sendungen(vermeintlich) typischen Inhalten und Genres des Privatfernsehens, die gemeinsam angesehen und besprochen werden. Kernfragen werden sein, welche Strategien die privaten Anbieter nutzten, um sich neben den bereits existierenden öffentlich-rechtlichen Anstalten zu etablieren und welchen Einfluss deren Erfolg oder Misserfolg auf das restliche Programm hat(te).
Wir werden über Reality-Formate, Castingshows, Erotik-Reihen, Daily Talks, Daily Soaps, Confrontainment-Programme, Gameshows und viele andere Inhalte vor allem aus den 90er-Jahren sprechen.
Die zweite Hälfte des Seminars widmet sich schließlich anhand konkreter Sendungen(vermeintlich) typischen Inhalten und Genres des Privatfernsehens, die gemeinsam angesehen und besprochen werden. Kernfragen werden sein, welche Strategien die privaten Anbieter nutzten, um sich neben den bereits existierenden öffentlich-rechtlichen Anstalten zu etablieren und welchen Einfluss deren Erfolg oder Misserfolg auf das restliche Programm hat(te).
Wir werden über Reality-Formate, Castingshows, Erotik-Reihen, Daily Talks, Daily Soaps, Confrontainment-Programme, Gameshows und viele andere Inhalte vor allem aus den 90er-Jahren sprechen.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Fr 14.00 - 16.00
Ort
Neues Palais | Haus 19 Raum 0.13
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Geplant sind zusätzlich ein Besuch beim Moderator und Journalisten Ulrich Meyer sowie eine Exkursion zu den Dreharbeiten von "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten".
Lonely, blunted and at risk? Different views on the media consumption habits of children and adolescents
In seinem Essay „Erfindet euch neu!“ erklärt der Autor Michelle Serres seine flammende Liebe zu den kleinen „Däumlingen“ – also zu der neuen Generation junger Menschen, die durch die Nutzung technischer, digitaler und vernetzter Medien hervorgebracht wurden. Ausgehend von dieser begeisterten Haltung sollen verschiedene Ansichten zur Art, zum Umfang und zur Schädlichkeit des Gebrauchs solch technischer Medien bei Kindern und Jugendlichen diskutiert werden.
Bis zu welchem Grad ist der Einsatz von technischen Medien im Schul-/Kinderall-tag zu fördern? Gibt es „alte“ Fähigkeiten und Kulturtechniken, die bewahrenswert sind? Wenn ja, welche wären dies? Ebenso soll der im Zusammenhang mit medienpädagogischen Konzepten oft verwendete Begriff der „Medienkompetenz“ kritisch hinterfragt werden.
Wir beabsichtigen, dies in einer methodisch abwechslungsreicher Weise zu tun. Dazu wollen wir zunächst zentrale Thesen deutscher Medienpädagog'innen in Kleingruppen erarbeiten und diese den medienkritischen Ansichten von Manfred Spitzer und Christian Pfeiffer gegenüberstellen. Anschließend wollen wir verschiedene Zukunftsperspektiven besprechen, um letztlich gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, wie Kinder und Jugendliche idealerweise auf diese medialen Herausforderungen und Möglichkeiten eines digitalen Kapitalismus vorbereitet werden können.
Als Kooperationspartner konnte das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) gewonnen werden.
Bis zu welchem Grad ist der Einsatz von technischen Medien im Schul-/Kinderall-tag zu fördern? Gibt es „alte“ Fähigkeiten und Kulturtechniken, die bewahrenswert sind? Wenn ja, welche wären dies? Ebenso soll der im Zusammenhang mit medienpädagogischen Konzepten oft verwendete Begriff der „Medienkompetenz“ kritisch hinterfragt werden.
Wir beabsichtigen, dies in einer methodisch abwechslungsreicher Weise zu tun. Dazu wollen wir zunächst zentrale Thesen deutscher Medienpädagog'innen in Kleingruppen erarbeiten und diese den medienkritischen Ansichten von Manfred Spitzer und Christian Pfeiffer gegenüberstellen. Anschließend wollen wir verschiedene Zukunftsperspektiven besprechen, um letztlich gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, wie Kinder und Jugendliche idealerweise auf diese medialen Herausforderungen und Möglichkeiten eines digitalen Kapitalismus vorbereitet werden können.
Als Kooperationspartner konnte das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) gewonnen werden.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Blockseminar in der Projektwoche in Potsdam
Ort
Medieninnovationszentrum Babelsberg | Stahnsdorfer Str. 107 in 14482 Potsdam
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar wird durchgeführt zusammen mit: Christian Höppner (freier Medienpädagoge)
Winter 2014/2015
Mittendrin statt nur dabei: Das Internet und die Zukunft des Fernsehens
Seit einigen Jahren wird stetig der Tod des klassischen Fernsehens durch das Internet vorausgesagt. Deswegen ist zu erkennen, dass sich das Fernsehprogramm sowohl inhaltlich und technisch als auch ästhetisch immer mehr dem Internet anzunähern versucht – oder zumindest versucht, Eigenschaften zu übernehmen, die dem Internet zugesprochen werden. Durch mehr Interaktivität, eine stärkere Einbindung des Publikums und eine größere Unabhängigkeit will das traditionelle, (vermeintlich) passive Fernsehen insbesondere bei jungen Zielgruppen weiterhin attraktiv bleiben.
Die Bandbreite an Maßnahmen reicht dabei vom gemeinsamen Tele-Twittern während Live-Ausstrahlungen über die Einbindung sozialer Netzwerke bis zu kompletten TV-Shows, deren Konzepte an die Funktionalität einer App gebunden sind. Mit JOIZ existiert seit kurzem sogar ein kompletter Sender, der sich selbst als „Social TV“ versteht. Darüber hinaus sind weite Programmteile in Mediatheken jederzeit und teilweise vorab abrufbar. Legal wie illegal. Und Unternehmen wie Netflix produzieren eigene Serien, die exklusiv im Netz zu sehen sind und trotzdem mit Fernsehpreisen ausgezeichnet werden.
Im Seminar wollen wir die verschiedenen Ansätze zusammentragen und ihre jeweilige Medialität gemeinsam diskutieren sowie in einen medienphilosophischen und fernsehhistorischen Kontext stellen. Werden in den genannten Beispielen die beiden „Welten“ tatsächlich miteinander verbunden? Können die Konzepte ihr Versprechen nach Crossmedialität und Interaktivität tatsächlich einlösen? Inwieweit sind diese Ansätze überhaupt neu? Lassen sich Internet und Fernsehen mit ihren jeweils spezifischen, etablierten Nutzungsweisen und Versprechungen überhaupt sinnvoll verbinden? Und wenn dies gelingen kann, welche Konsequenzen und Nebeneffekte birgt dies für beide Seiten? Wie verhalten sich klassische Fernsehtheorien zu den neuen Entwicklungen?
Geplant sind Besprechungen der Formate: «iCarly», «Ehrensenf», «Bauerfeind», «Log In», «House of Cards», «Addicts», «Quizduell», «Millionärswahl», «Rising Star», «Keep You Light Shining», «The Tonight Show with Jimmy Fallon», «Sat.1 Morningstar», «Superball», «ZDF Glückstelefon», «Hugo» und viele andere Beispiele.
Die Bandbreite an Maßnahmen reicht dabei vom gemeinsamen Tele-Twittern während Live-Ausstrahlungen über die Einbindung sozialer Netzwerke bis zu kompletten TV-Shows, deren Konzepte an die Funktionalität einer App gebunden sind. Mit JOIZ existiert seit kurzem sogar ein kompletter Sender, der sich selbst als „Social TV“ versteht. Darüber hinaus sind weite Programmteile in Mediatheken jederzeit und teilweise vorab abrufbar. Legal wie illegal. Und Unternehmen wie Netflix produzieren eigene Serien, die exklusiv im Netz zu sehen sind und trotzdem mit Fernsehpreisen ausgezeichnet werden.
Im Seminar wollen wir die verschiedenen Ansätze zusammentragen und ihre jeweilige Medialität gemeinsam diskutieren sowie in einen medienphilosophischen und fernsehhistorischen Kontext stellen. Werden in den genannten Beispielen die beiden „Welten“ tatsächlich miteinander verbunden? Können die Konzepte ihr Versprechen nach Crossmedialität und Interaktivität tatsächlich einlösen? Inwieweit sind diese Ansätze überhaupt neu? Lassen sich Internet und Fernsehen mit ihren jeweils spezifischen, etablierten Nutzungsweisen und Versprechungen überhaupt sinnvoll verbinden? Und wenn dies gelingen kann, welche Konsequenzen und Nebeneffekte birgt dies für beide Seiten? Wie verhalten sich klassische Fernsehtheorien zu den neuen Entwicklungen?
Geplant sind Besprechungen der Formate: «iCarly», «Ehrensenf», «Bauerfeind», «Log In», «House of Cards», «Addicts», «Quizduell», «Millionärswahl», «Rising Star», «Keep You Light Shining», «The Tonight Show with Jimmy Fallon», «Sat.1 Morningstar», «Superball», «ZDF Glückstelefon», «Hugo» und viele andere Beispiele.
Dozent
Dr. Christian Richter
Termin
Fr 12.00 - 13:30
Ort
UP 1.19.415
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW, NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Am 29. Oktober 2014 werden wir die Möglichkeit haben, die ZDF-Sendung "Log In" zu besuchen. Im Januar wird Prof. Dr. Ilona Wuschig (Hochschule Magdeburg) einen Gastvortrag halten.
Summer 2014
On Social Responsibility of Media- How far can TV go?
Würdelose Dschungelprüfungen. Vorgeführte Kandidaten in Reality-Formaten. Frauenfeindliche Klischees bei Castingshows. Sensationsgierige Nachrichten. Die Liste der moralischen Vorwürfe gegen das deutsche Fernsehprogramm ist lang und vielfältig.
Doch welche Grenzen müssen/sollten eingehalten werden? Wie wandeln sich diese und wer legt sie überhaupt fest? Welche Verantwortung müssen oder können Sender, Redakteur_innen und Produzent_innen angesichts eines großen Marktdrucks übernehmen? Wie viel Verantwortlichkeit ist den Zuschauer_innen zuzutrauen? Inwieweit sind Skandale und Tabubrüche zulässige Erfolgsgaranten? Kurz, wie weit darf Fernsehen gehen?
Das komplexe und wissenschaftlich oft unzureichend behandelte Gebiet der Medienethik möchten wir in dem Seminar exemplarisch am Beispiel des Fernsehens aufgreifen. Angestrebt wird ausdrücklich aber keine philosophische oder theologische Diskussion über die Begriffe Ethik und Moral, sondern vielmehr eine praxisnahe und konkrete Auseinandersetzung mit der Problematik bezogen auf das deutsche Fernsehprogramm.
Dazu wollen wir neben aktuellen Grenzfällen auch frühere Skandale gemeinsam analysieren und Regeln, Grundsätze, Ursachen und Lösungen diskutieren sowie die Verantwortlichkeit der beteiligten Parteien beleuchten. Ferner sollen vertiefende Gespräche mit Spezialisten aus der Praxis die Lehrveranstaltung bereichern.
Geplante Themen u.a.:
«Deutschland sucht den Superstar», «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!», «Big Brother», «Schwer verliebt», «Tatort: Internet», «TV Total», «Die Supernanny» sowie die Fälschung der Hitler-Tagebücher und das Geiseldrama von Gladbeck.
Doch welche Grenzen müssen/sollten eingehalten werden? Wie wandeln sich diese und wer legt sie überhaupt fest? Welche Verantwortung müssen oder können Sender, Redakteur_innen und Produzent_innen angesichts eines großen Marktdrucks übernehmen? Wie viel Verantwortlichkeit ist den Zuschauer_innen zuzutrauen? Inwieweit sind Skandale und Tabubrüche zulässige Erfolgsgaranten? Kurz, wie weit darf Fernsehen gehen?
Das komplexe und wissenschaftlich oft unzureichend behandelte Gebiet der Medienethik möchten wir in dem Seminar exemplarisch am Beispiel des Fernsehens aufgreifen. Angestrebt wird ausdrücklich aber keine philosophische oder theologische Diskussion über die Begriffe Ethik und Moral, sondern vielmehr eine praxisnahe und konkrete Auseinandersetzung mit der Problematik bezogen auf das deutsche Fernsehprogramm.
Dazu wollen wir neben aktuellen Grenzfällen auch frühere Skandale gemeinsam analysieren und Regeln, Grundsätze, Ursachen und Lösungen diskutieren sowie die Verantwortlichkeit der beteiligten Parteien beleuchten. Ferner sollen vertiefende Gespräche mit Spezialisten aus der Praxis die Lehrveranstaltung bereichern.
Geplante Themen u.a.:
«Deutschland sucht den Superstar», «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!», «Big Brother», «Schwer verliebt», «Tatort: Internet», «TV Total», «Die Supernanny» sowie die Fälschung der Hitler-Tagebücher und das Geiseldrama von Gladbeck.
Dozenten
Dr. Christian Richter, Dr. Frank Schubert
Termin
Di 16-19
Ort
Neues Palais 1.22.038
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA EMW, KuWi
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2013/2014
Types, forms and impacts of political talkshows.
Das Fernsehen hat die Geschichte Deutschlands nicht nur von Anfang an begleitet, sondern dessen sozialen und politischen Entwicklungen reflektiert, bewertet und ebenso beeinflusst. Dies geschah in zahlreichen Formaten auch abseits von Nachrichtensendungen oder Live-Übertragungen. Das Seminar versucht, diese komplexe Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Diskussionen und ihrer Thematisierung im Fernsehen aufzuarbeiten.
Weil diese Debatten insbesondere in (politischen) Talkshows stattfanden, erscheint dieses Genre besonders bedeutsam und untersuchenswert zu sein. Dazu sollen aktuelle, aber auch frühere Talk-Formate des deutschen Fernsehens sowie ihre verschiedenen Inszenierungsformen eines Gesprächs gemeinsam angesehen und analysiert werden. Letztlich ergibt sich auf diese Weise nicht nur ein Überblick über die deutsche Fernsehlandschaft, sondern auch eine Rückschau auf spannende, gesellschaftliche Diskussionen.
Geplant sind Untersuchungen der Sendungen «Je später der Abend», «3nach9», «Explosiv – Der heiße Stuhl», «Gottschalk Late Night», «Talk in Berlin», «Hans Meiser», «Friedmann», «Sabine Christiansen», «Günther Jauch», «Stuckrad-Barre», «Markus Lanz», «Roche & Böhmermann» und andere.
Weil diese Debatten insbesondere in (politischen) Talkshows stattfanden, erscheint dieses Genre besonders bedeutsam und untersuchenswert zu sein. Dazu sollen aktuelle, aber auch frühere Talk-Formate des deutschen Fernsehens sowie ihre verschiedenen Inszenierungsformen eines Gesprächs gemeinsam angesehen und analysiert werden. Letztlich ergibt sich auf diese Weise nicht nur ein Überblick über die deutsche Fernsehlandschaft, sondern auch eine Rückschau auf spannende, gesellschaftliche Diskussionen.
Geplant sind Untersuchungen der Sendungen «Je später der Abend», «3nach9», «Explosiv – Der heiße Stuhl», «Gottschalk Late Night», «Talk in Berlin», «Hans Meiser», «Friedmann», «Sabine Christiansen», «Günther Jauch», «Stuckrad-Barre», «Markus Lanz», «Roche & Böhmermann» und andere.
Dozenten
Dr. Christian Richter, Dr. Frank Schubert
Termin
Di 14-16 Uhr
Ort
Neues Palais 1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW, Magister-Nebenfach
Teilnehmerbegrenzung
25