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Summer 2014
Introduction media philosophy
Was eigentlich ist ein Medium? Was Medientheorie? Und was Medienphilosophie? Ohne jede einzelne dieser Fragen abschließend beantworten zu können oder auch nur zu wollen, wird das Seminar einige der wichtigsten medienwissenschaftlichen Positionen der letzten Jahre diskutieren und in ihrer spezifischen Fragestellung aneinander schärfen. Gelesen werden u.a. Texte von Fritz Heider, Marshall McLuhan, Vilém Flusser, Friedrich Kittler, Jean Baudrillard und Hans Magnus Enzensberger.
Dozent
Termin
Mi, 10-12 Uhr
Ort
Raum 1.19.119
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Summer 2013
Hermeneutics. On the relevance of a discredited concept
Die Hermeneutik hat es gegenwärtig nicht leicht. In den aktuellen Debatten einer postdekonstruktivistischen Präsenzphilosophie, in den Diskussionen über das Unsagbare, das Sich-Zeigende, die Aisthesis und das Ereignis scheint die als ‚Sprache’ oder ‚Rede’ übersetzte Hermeneia geradezu metonymisch für das veraltete Paradigma des Diskursiven, der Intelligibilität und der Logik des ausgeschlossenen Dritten zu stehen. Wie Hermes die Schildkröte tötete, um aus ihrem Panzer die erste Leier zu machen, so steht die Hermeneutik insgesamt im Verdacht, das Lebendige an den Dingen zu töten, um sie dem kontrollierenden Zugriff des menschlichen Intellekts zu unterwerfen.
Diese Einengung des Hermeneutikbegriffs übergeht allerdings die Vielschichtigkeit der unter diesem Stichwort versammelten Praktiken, Methoden und Philosophien, die im Laufe ihrer Anwendungsgeschichte einen immer feineren Sinn für das Andere der Identität entwickelt haben. Das Seminar wird diese innere Vielfältigkeit der Hermeneutik anhand ausgewählter Texte aus den Bereichen der Theologie, der Geschichtswissenschaft, des Rechts und der Philosophie analysieren und prüfen, inwiefern die gegenwärtige Auseinandersetzung mit der Hermeneutik der Höhe ihres philosophischen, insbesondere auch medientheoretischen Reflexionsniveaus gerecht wird.
Diese Einengung des Hermeneutikbegriffs übergeht allerdings die Vielschichtigkeit der unter diesem Stichwort versammelten Praktiken, Methoden und Philosophien, die im Laufe ihrer Anwendungsgeschichte einen immer feineren Sinn für das Andere der Identität entwickelt haben. Das Seminar wird diese innere Vielfältigkeit der Hermeneutik anhand ausgewählter Texte aus den Bereichen der Theologie, der Geschichtswissenschaft, des Rechts und der Philosophie analysieren und prüfen, inwiefern die gegenwärtige Auseinandersetzung mit der Hermeneutik der Höhe ihres philosophischen, insbesondere auch medientheoretischen Reflexionsniveaus gerecht wird.
Dozent
Termin
Mi, 14-16 Uhr, erster Termin am 10.4. 2013
Ort
1.22.038
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Teilnehmerbegrenzung
20
Zusätzliche Informationen
Seminarleitung zusammen mit Martin Urmann von der Freien Universität Berlin.
Winter 2012/2013
Formatting
Alle massenmedial verbreiteten Bilder definieren sich über ihr Format. Mit ihm wird das Innen vom Außen des Bildes getrennt. Im Bereich der Bewegtbilder haben sich über die Jahre nur wenige unterschiedliche Seitenverhältnisse durchsetzen können. War noch vor einigen Jahren 4:3, der alte Fernsehstandard, das vorherrschende Format, so werden heutzutage Nachrichten, Musicclips, Fernsehfilme in einer Rahmung von 16:9 gefasst. Die Konsequenzen für die Bildgestaltung sind fundamental. Die Figur/Grund-Differenz muss auf gänzlich andere Weise herausgearbeitet werden als bei 4:3. Die dabei entstehende Ästhetik setzt sich über die massenmediale Verbreitung gesellschaftlich durch. In der Analyse stellen sich Formate somit als ebenso unsichtbar wie wirkmächtig heraus. Die Werbeslogans vom „besseren“ oder „natürlicheren“ Sehen in 16:9 sind kein Ausdruck eines ästhetischen Fakts, sondern die Selbstbestätigung der selbstverständlich gemachten Matrix unserer Sehgewohnheiten.
Das Seminar wird dieses Phänomen auf Basis theoretischer Einführungen und praktischer Fallstudien beleuchten. So werden Analysen unterschiedlicher Tagesschau-Sendungen der letzten zwanzig Jahre nachvollziehbar machen, wie sich wandelnde Bildformate konkret auf unsere Sehgewohnheiten auswirken. Auch Spielfilme und Dokumentationen werden gemeinsam angeschaut und diskutiert. Die theoretischen Einführungen beleuchten die Zusammenhänge von Ästhetik, Gesellschaft und Apparat (Filmtheorie, Apparatus-Theorie, Kritische Theorie, Dispostivanalyse, Habitustheorie) näher. Zudem wird den Studenten eine kurze Kulturgeschichte der Proportion vorgestellt.
Das Seminar wird dieses Phänomen auf Basis theoretischer Einführungen und praktischer Fallstudien beleuchten. So werden Analysen unterschiedlicher Tagesschau-Sendungen der letzten zwanzig Jahre nachvollziehbar machen, wie sich wandelnde Bildformate konkret auf unsere Sehgewohnheiten auswirken. Auch Spielfilme und Dokumentationen werden gemeinsam angeschaut und diskutiert. Die theoretischen Einführungen beleuchten die Zusammenhänge von Ästhetik, Gesellschaft und Apparat (Filmtheorie, Apparatus-Theorie, Kritische Theorie, Dispostivanalyse, Habitustheorie) näher. Zudem wird den Studenten eine kurze Kulturgeschichte der Proportion vorgestellt.
Dozenten
Termin
Mi 14-16
Ort
Neues Palais, Haus 8, 59
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Kurs von Fabian Goppelsröder und Peter Müller, DFG-Graduiertenkolleg 1549 “Sichtbarkeit und Sichtbarmachung” (http://sichtbarkeit-sichtbarmachung.de)
Summer 2012
Geste Denken – Gestisch Denken. Ansätze einer Philosophie der Geste als Denkfigur
Im Zusammenhang der stärker werdenden Medien- und Performanztheorien, des zunehmenden Interesses an Tanz und Körperlichkeit ist auch die Geste immer mehr Gegenstand des Interesses geworden. Akademische Gesellschaften, Zeitschriften, Sonderforschungsbereiche widmen sich dem Thema. Linguisten und Kognitionswissenschaftlern, Forscher aus den Bereichen Theater und Film, Kunstgeschichte, Philosophie, Soziologie und Pädagogik haben das Thema für sich entdeckt. Vor diesem Hintergrund will das Seminar einen etwas anderen Schwerpunkt setzen. Die Geste soll nicht primär als Bewegung des menschlichen Körpers thematisiert, sondern dezidiert als Denkfigur verstanden werden, als Hybrid zwischen Phänomen und Konzept, welches Denkprozesse in eigener Weise in Gang setzt und überhaupt ermöglicht. Das Vage, Unbestimmte, Schillernde der Geste soll als philosophisch produktiv untersucht werden.
Basistexte der Diskussion werden Vilém Flusser: Gesten. Versuch einer Phänomenologie und Giorgio Agamben: Mittel ohne Zweck sein. Zur Kontextualisierung werden Passagen von Quintilian bis David McNeill und Michael Tomasello gelesen.
Basistexte der Diskussion werden Vilém Flusser: Gesten. Versuch einer Phänomenologie und Giorgio Agamben: Mittel ohne Zweck sein. Zur Kontextualisierung werden Passagen von Quintilian bis David McNeill und Michael Tomasello gelesen.
Dozent
Termin
Das Seminar findet am 18., 19. 21. und 22. Mai, je 10 bis 16 Uhr statt
Ort
Haus 2, 1.15
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
20
Zusätzliche Informationen
Interessierte Studenten melden sich bitte bis spätestens 15. April bei Fabian Goppelsröder: goppelsroeder@web.de
