
Apl. Prof. Dr. Brunhilde Wehinger
Institut für Künste und Medien
Neues Palais Haus 6
Tel. 0331 9771824
wehinger@uni-potsdam.de
http://www.uni-potsdam.de/u/avl/wehinger.html
Office hours
Dienstag 14-15 Uhr
Courses
Summer 2011
Kriminalromane des 19. und 20. Jahrhunderts
150 Jahren in der Gunst der Leserschaft. Ganz abgesehen davon, dass Kriminalfilmserien das tagtägliche Fernsehprogramm füllen – kein Tag ohne „Tatort“, „Polizeiruf“ etc. pp.
Der ‚Gründungstext’ der Kriminalerzählung erschien im Jahre 1841: „The Murders in the Rue Morgue“ von Edgar Allan. Es ist eine Literaturform des bürgerlichen Zeitalters (Anonymität des Verbrechens) und der Metropole.
Was kennzeichnet das immer aktuelle Muster dieser literarischen Gattung? Was interessiert die Leser/innen an der literarischen Darstellung des Verbrechens? Nicht das „Schöne, Gute, Wahre“ der Unterhaltungsliteratur, sondern die radikal realistische Darstellung der Schattenseiten unserer Gesellschaft sind Gegenstand der ‚Krimi’-Klassiker (wobei es gleichzeitig die ‚beruhigende’ Variante viktorianischer Herkunft gibt: Verbrechen in der Idylle, englisches Landhaus, schrulliger Buttler, graue Zellen arbeiten, Fall gelöst, Idylle wieder hergestellt; neuer Fall etc.).
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage nach den Grundmustern der klassischen Varianten des Kriminal- und Detektivromans, die die Figur des (Privat)Detektivs und des anonymen Verbrechers modellieren, mit der Angst „spielen“, um Spannung zu generieren, „Aufklärung“ des Verbrechens leisten etc. Die Kriminalerzählung greift nämlich Elemente der Aufklärung und der Romantik auf, aber auch mythologische Elemente.
Die „Klassiker“ des modernen Detektivromans entstanden in den 1930er Jahren; die Figur des Detektivs ist der moderne ‚Held’ der Aufklärung (des Verbrechens), der die Angst besiegt (die Angst wurde in der Romantik literaturfähig). Ende des 20. Jahrhunderts veränderten Krimi-Autorinnen die klassische Figurenkonstellation (weibliche Figur hat Angst, männliche Figur leistet Aufklärung). Wir werden auch Wegbereiter der Kriminalerzählung berücksichtigen (Kleist, E.T.A. Hoffmann, Fontane) sowie die neuerdings so erfolgreichen „historischen Kriminalromane.
Zur Vorbereitung:
- Edgar Allan Poe, The Murders in the Rue Morgue/Die Morde in der Rue Morgue (1841)
- Dashiell Hammet, The Maltese Falcon/Der Malteser Falke (1930)
- Raymond Th. Chandler, The Big Sleep/Der große Schlaf (1939)
- Eric Ambler, The Mask of Dimitrios/Die Maske des Dimitrios (1939)
Der ‚Gründungstext’ der Kriminalerzählung erschien im Jahre 1841: „The Murders in the Rue Morgue“ von Edgar Allan. Es ist eine Literaturform des bürgerlichen Zeitalters (Anonymität des Verbrechens) und der Metropole.
Was kennzeichnet das immer aktuelle Muster dieser literarischen Gattung? Was interessiert die Leser/innen an der literarischen Darstellung des Verbrechens? Nicht das „Schöne, Gute, Wahre“ der Unterhaltungsliteratur, sondern die radikal realistische Darstellung der Schattenseiten unserer Gesellschaft sind Gegenstand der ‚Krimi’-Klassiker (wobei es gleichzeitig die ‚beruhigende’ Variante viktorianischer Herkunft gibt: Verbrechen in der Idylle, englisches Landhaus, schrulliger Buttler, graue Zellen arbeiten, Fall gelöst, Idylle wieder hergestellt; neuer Fall etc.).
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage nach den Grundmustern der klassischen Varianten des Kriminal- und Detektivromans, die die Figur des (Privat)Detektivs und des anonymen Verbrechers modellieren, mit der Angst „spielen“, um Spannung zu generieren, „Aufklärung“ des Verbrechens leisten etc. Die Kriminalerzählung greift nämlich Elemente der Aufklärung und der Romantik auf, aber auch mythologische Elemente.
Die „Klassiker“ des modernen Detektivromans entstanden in den 1930er Jahren; die Figur des Detektivs ist der moderne ‚Held’ der Aufklärung (des Verbrechens), der die Angst besiegt (die Angst wurde in der Romantik literaturfähig). Ende des 20. Jahrhunderts veränderten Krimi-Autorinnen die klassische Figurenkonstellation (weibliche Figur hat Angst, männliche Figur leistet Aufklärung). Wir werden auch Wegbereiter der Kriminalerzählung berücksichtigen (Kleist, E.T.A. Hoffmann, Fontane) sowie die neuerdings so erfolgreichen „historischen Kriminalromane.
Zur Vorbereitung:
- Edgar Allan Poe, The Murders in the Rue Morgue/Die Morde in der Rue Morgue (1841)
- Dashiell Hammet, The Maltese Falcon/Der Malteser Falke (1930)
- Raymond Th. Chandler, The Big Sleep/Der große Schlaf (1939)
- Eric Ambler, The Mask of Dimitrios/Die Maske des Dimitrios (1939)
Dozent
Apl. Prof. Dr. Brunhilde Wehinger
Termin
Dienstag 10.15-11.45
Ort
Neues Palais 1.1.107
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 9
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
MA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Einschreibung demnächst über Moodle
https://moodle.uni-potsdam.de/
https://moodle.uni-potsdam.de/