Courses
Winter 2012/2013
Combining. An Introduction to the Aesthetics of Film
Spätestens mit dem Eintritt der Filmkunst in die Kino-Moderne, die mit ihren ungewöhnlichen Formangeboten auch Anomalien im Erleben hervorbrachte, wurde offenkundig, dass entscheidende Zusammenhänge zwischen künstlerischer Gestaltung und ästhetischer Wirkung des Films nicht ohne Einbeziehung psychologischer Erkenntnisse zu klären sein dürften. Voraussetzung für eine interdisziplinäre Erforschung ästhetischer Filmwirkungen ist aber ein Umdenken in der Filmwissenschaft. So macht es etwa Sinn, bei der Untersuchung der Formphänomene nach deren psychologischem Wirkungspotential zu fragen und bereits die Kategorien der klassischen Filmtheorie entsprechend zu interpretieren. Formen der Narration lassen sich z.B. im Zusammenhang mit kognitiver Invariantenbildung sehen, wobei auch vor- und unbewusst rezipierte Erzählstrukturen objektivierbar werden. Konflikte der Figuren erweisen sich als Quelle für Emotionen, Kamerahandlungen als Mittel der Reizselektion, Montageverfahren als solche von Aufmerksamkeitslenkung. Filmschlüsse entlassen die Zuschauer mit Vorstellungen, die auf variable intentionale Zustände verweisen usw.
Anhand von Filmbeispielen jenseits des Mainstreams versucht das Seminar ein Grundverständnis filmwissenschaftlicher Kategorien zu schaffen, das zugleich psychologische Probleme der Rezeption akzentuiert, um den Teilnehmern ein rezeptionsästhetisches Westentaschenmodell der Filmanalyse in die Hand zu geben, das sowohl für die aktuelle Medienpraxis taugt als auch den Zugang zu künftigen Wissenschaftsentwicklungen erleichtert.
Lit.: P.Wuss: Cinematic Narration and its Psychological Impact: Functions of Cognition, Emotion and Play. Newcastle u.T.: Cambridge Scholars Publ. 2009
Anhand von Filmbeispielen jenseits des Mainstreams versucht das Seminar ein Grundverständnis filmwissenschaftlicher Kategorien zu schaffen, das zugleich psychologische Probleme der Rezeption akzentuiert, um den Teilnehmern ein rezeptionsästhetisches Westentaschenmodell der Filmanalyse in die Hand zu geben, das sowohl für die aktuelle Medienpraxis taugt als auch den Zugang zu künftigen Wissenschaftsentwicklungen erleichtert.
Lit.: P.Wuss: Cinematic Narration and its Psychological Impact: Functions of Cognition, Emotion and Play. Newcastle u.T.: Cambridge Scholars Publ. 2009
Dozent
Termin
Mittwoch, 14.00 - 18.00
Ort
FHP, Haus 4 Raum 216
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA / NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar findet im Umfang von 2 SWS statt, wird aber durch einen ebenfalls 2stündigen, obligatorischen Sichtungstermin begleitet.
Seminarleitung: Prof. Dr. Peter Wuss
Seminarleitung: Prof. Dr. Peter Wuss
