Courses
Summer 2012
Spectacle documenta – institution and experiment
Die documenta, die seit 1955 alle vier beziehungsweise fünf Jahre in Kassel ausgerichtet wird, gilt als die international größte und renommierteste Veranstaltung zeitgenössischer Kunst. Als feste Größe der westlich geprägten Gegenwartskunst ist sie viel diskutiert und umstritten. Die documenta rückt einzelne Künstler_innen bzw. künstlerische Praxen – zumindest kurzfristig – ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Von der Kritik wie auch von Teilen des Kunstmarktes wird insbesondere ihre Definitionsmacht problematisiert, der selbst erhobene oder ihr zugeschriebene Anspruch, relevante Kunst zu zeigen oder gar den „State of the Art“ abzubilden.
Mit dem Seminar wird eine kritische Reflexion des Ereignisses „Großausstellung“ und dessen kulturpolitischer wie medialer Bedingungen und Implikationen angestrebt. Es soll Einblick in die Struktur und die wechselvolle Geschichte der documenta genommen werden, die Figur des Kurators/der Kuratorin als Autor/in diskutiert sowie intensiv auf die Konzeption der diesjährigen 13. Ausgabe der documenta eingegangen werden. Schwerpunkte sind hier die Formulierung kuratorischer Thesen und die Präsentation künstlerischer Arbeiten auf der dOCUMENTA (13).
Mit dem Seminar wird eine kritische Reflexion des Ereignisses „Großausstellung“ und dessen kulturpolitischer wie medialer Bedingungen und Implikationen angestrebt. Es soll Einblick in die Struktur und die wechselvolle Geschichte der documenta genommen werden, die Figur des Kurators/der Kuratorin als Autor/in diskutiert sowie intensiv auf die Konzeption der diesjährigen 13. Ausgabe der documenta eingegangen werden. Schwerpunkte sind hier die Formulierung kuratorischer Thesen und die Präsentation künstlerischer Arbeiten auf der dOCUMENTA (13).
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Blockseminar, Exkursion zur dOCUMENTA (13) nach Kassel (Juni 2012)
Ort
FHP
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Neben der aktiven Teilnahme an Blockseminar und Exkursion wird die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Literatur wird in der Vorbesprechung angegeben und sollte von den Studierenden weitestgehend selbstständig besorgt werden. Anreise, Eintrittsgelder und Unterbringung in Kassel, die von den Studierenden selbst zu finanzieren sind, werden ebenfalls in der Vorbesprechung abgestimmt.
Vorbeitungstreffen: Montag, 7. Mai 18.30 Uhr, emw-Labor
Blockseminar: 23. und 24. Juni, jeweils 10-18 Uhr
Exkursion nach Kassel: 29.6. / 30.6. / 1.7.
Vorbeitungstreffen: Montag, 7. Mai 18.30 Uhr, emw-Labor
Blockseminar: 23. und 24. Juni, jeweils 10-18 Uhr
Exkursion nach Kassel: 29.6. / 30.6. / 1.7.
Summer 2011
Field Trip to the Venice Art Biennial
Die 1895 gegründete Biennale di Venezia ist die weltweit älteste Kunstbiennale. Die alle zwei Jahre stattfindende Schau, deren Eröffnungen vom Kunstbetrieb glamourös zelebriert werden, zählt zu den renommiertesten Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst. Die Biennale von Venedig gilt zudem als Vorläuferin eines Ausstellungstypus, der in den letzten zwei Dekaden enorme Konjunktur erfuhr. Häufig abseits der vormaligen Zentren westlich-geprägter Gegenwartskunst konnte sich eine Vielzahl periodisch stattfindender Großausstellungen etablieren: In spezifischer Allianz von Kunst, Politik und Citymarketing scheinen Biennalen, Triennalen und vergleichbare Festivals heute den gesamten Globus zu überziehen. Sie adressieren sowohl die Akteure des internationalen Kunstbetriebs als auch ein interessiertes Laienpublikum. Als Schauplätze künstlerischer wie kuratorischer Karrieren generieren sie kritische Diskurse, schaffen eigene Ökonomien, beflügeln kommunalpolitische Fantasien und treffen mitunter auf Widerstände und auf lokale Proteste.
Das Blockseminar geht der gemeinsamen Reise zur Biennale voraus. Es wird aktuelle Debatten und historische Entwicklungslinien nachzeichnen sowie lokale Spezifika diskutieren, etwa die Repräsentation einzelner Nationen in den Pavillons der Giardini und den Palazzi ausserhalb des Biennale Areals. Daneben wird von den Exkursionsteilnehmer_innen die Übernahme von Kurzreferaten zur Kunst- und Kulturgeschichte Venedigs erwartet, die den Besuch anderer relevanter Orte (Accademia, Sammlung Peggy Guggenheim, Palazzo Pesaro u.a.) vorbereiten und begleiten sollen.
Es fallen Kosten für Reise, Unterbringung, Eintrittskarten und Verpflegung an, die von den Teilnehmer_innen selbst zu tragen sind. Damit wir diese – nicht unerheblichen – Ausgaben möglichst niedrig halten, zeitig buchen und verlässlich planen können, ist es notwendig, sich spätestens beim ersten Treffen im April verbindlich anzumelden. Vorstellung der Seminarinhalte und Referatsvergabe ebenso beim ersten Treffen.
Vorbereitungstreffen: 21. April 2011, 18 Uhr
Blockseminar: 18/19. Juni 2011
Exkursionstermin: voraussichtlich 23-27. Juni 2011
Das Blockseminar geht der gemeinsamen Reise zur Biennale voraus. Es wird aktuelle Debatten und historische Entwicklungslinien nachzeichnen sowie lokale Spezifika diskutieren, etwa die Repräsentation einzelner Nationen in den Pavillons der Giardini und den Palazzi ausserhalb des Biennale Areals. Daneben wird von den Exkursionsteilnehmer_innen die Übernahme von Kurzreferaten zur Kunst- und Kulturgeschichte Venedigs erwartet, die den Besuch anderer relevanter Orte (Accademia, Sammlung Peggy Guggenheim, Palazzo Pesaro u.a.) vorbereiten und begleiten sollen.
Es fallen Kosten für Reise, Unterbringung, Eintrittskarten und Verpflegung an, die von den Teilnehmer_innen selbst zu tragen sind. Damit wir diese – nicht unerheblichen – Ausgaben möglichst niedrig halten, zeitig buchen und verlässlich planen können, ist es notwendig, sich spätestens beim ersten Treffen im April verbindlich anzumelden. Vorstellung der Seminarinhalte und Referatsvergabe ebenso beim ersten Treffen.
Vorbereitungstreffen: 21. April 2011, 18 Uhr
Blockseminar: 18/19. Juni 2011
Exkursionstermin: voraussichtlich 23-27. Juni 2011
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Vortreffen + Exkursion, siehe Seminartext unten
Ort
FH 4/2.16
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Literatur (Auswahl):
Marieke van Hal, Solveig Ovstebo, Elena Filipovic (Hg.), The Biennial Reader, Ostfildern-Ruit 2010.
Elena Filipovic, Barbara Vanderlinden (Hg.), The Manifesta Decade, Debates on Contemporary Art Exhibitions and Biennials in Post-wall Europe, Cambridge 2005.
Emma Barker (Hg.), Contemporary Cultures of Display, New Haven und London 1999.
Marieke van Hal, Solveig Ovstebo, Elena Filipovic (Hg.), The Biennial Reader, Ostfildern-Ruit 2010.
Elena Filipovic, Barbara Vanderlinden (Hg.), The Manifesta Decade, Debates on Contemporary Art Exhibitions and Biennials in Post-wall Europe, Cambridge 2005.
Emma Barker (Hg.), Contemporary Cultures of Display, New Haven und London 1999.
Winter 2010/2011
Dokumentarische Bildpolitiken und ihre Präsenz in der zeitgenössischen Kunst
Das Seminar wird aktuelle Bezugnahmen auf das Dokumentarische im Kunstbetrieb einer kritischen Prüfung unterziehen. Dazu werden künstlerische Bildpolitiken vorgestellt, kuratorische Strategien beleuchtet sowie kunstkritische Positionierungen analysiert. Daneben sollen ausgewählte historische Traditionen nachgezeichnet und Bezüge zu Dokumentarfilm- und Fotodiskursen hergestellt werden, die in der aktuellen Diskussion zur Relevanz und den Potentialen dokumentarisch argumentierender Arbeiten zumeist ausgeblendet bleiben. Das Seminar findet voraussichtlich immer Mittwochs von 14-18 h im wöchentlichen / zweiwöchentlichen Turnus statt. Die genauen Termine werden in der ersten Sitzung am 3.11.2010 bekannt gegeben. Neben der aktiven Teilnahme am Seminar wird die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Vorstellung von Themen und Vergabe von Referaten in der ersten Sitzung.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Mi. 14:00 - 18:00
Ort
FH 4/2.16
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar und Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
fortgeschrittene BA-Studierende, MA-Studierende
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Integraler Bestandteil der Veranstaltung ist eine zwei- bis dreitägige Exkursion nach München. Dort soll die Ausstellung „Dokumentarfilm im 21. Jahrhundert“ besucht werden, voraussichtlich am 14./15./16. Januar 2011. Die Ausstellung, für die die Pinakothek der Moderne mit der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) kooperiert, wird als „Museumsausstellung über den Dokumentarfilm“ beworben. Ziel sei, „die Bedeutung des dokumentarischen Erzählens für die bildende Kunst zu verdeutlichen, wechselseitige Einflüsse zu beschreiben und im Vergleich der unterschiedlichen Bildsprachen den Blick der jüngsten Regisseursgeneration auf ihre Welt zu zeigen“. Für Fahrt, Übernachtung und Eintritte fallen Kosten an, die von den Seminarteilnehmer_innen selbst getragen werden.
Summer 2010
representations of Shoah - compact course and field trip to Oswiecim (memorial and museum Auschwitz-Birkenau)
Das zweitägige Blockseminar, das der Exkursion nach Polen voraus geht, beschäftigt sich mit Repräsentationen der Shoah und dem prekären Status von Bildern. Die dreitägige Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau beinhaltet voraussichtlich einen kurzen Aufenthalt in Krakau (mit Übernachtung). Das Seminar knüpft an die Veranstaltungen zu Erinnerungskultur/en an, die im SS 09 und WS 09/10 stattfanden, ist jedoch auch unabhängig von diesen belegbar. Die Veranstaltungen reflektierten theoretische Konzepte kollektiven Erinnerns und gingen unterschiedlichen Konzepten von Gedenkstätten nach. Sie diskutierten aktuelle Debatten sowie ausgewählte Zugriffe auf Erinnerungsdiskurse in der Bildenden Kunst und Architektur, im Film und in literarischen Texten.
Neben der aktiven Teilnahme wird die Lektüre von Grundlagentexten aus dem Reader und die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Themenvergabe beim Vorbereitungstreffen.
Literatur:
Georges Didi-Huberman: Bilder trotz allem, München 2007.
Sven Kramer (Hg.): Die Shoah im Bild, München 2003.
Neben der aktiven Teilnahme wird die Lektüre von Grundlagentexten aus dem Reader und die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Themenvergabe beim Vorbereitungstreffen.
Literatur:
Georges Didi-Huberman: Bilder trotz allem, München 2007.
Sven Kramer (Hg.): Die Shoah im Bild, München 2003.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Blockseminar 26./27.6., Exkursion vom 9.-11.7., Vortreffen 28.5.
Ort
FHP, 4/2.16
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar und Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
EMW, Design, Kulturarbeit
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Es fallen Fahrt- und Übernachtungskosten für den Exkursionsteil an, die die Teilnehmer_innen selbst zu tragen haben.
Winter 2009/2010
compact course and excursion: memory studies
Das Blockseminar und die Exkursion beschäftigen sich mit Erinnerungskultur/en und –ästhetik/en. Von besonderem Interesse ist dabei das Gedenken und Erinnern in Form von Denk- oder Mahnmalen. Monumenten liegen spezifische Kulturauffassungen und Bildungsaufträge zu Grunde, die sich – so wie auch Formen, Ästhetiken oder Medien – über die Jahre und in Abhängigkeit von religiösen wie politischen Systemen verändern. So unterschied sich die offizielle Erinnerungspolitik der DDR stark von jener in der BRD und die Zeugenschaft von Überlebenden prägte die bisherige gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Shoah.
Anhand ausgewählter Beispiele und zugehöriger Debatten wird im Seminar der Gestaltung von Erinnerung nachgegangen. Es werden spezifische Zugriffe auf Erinnerungsdiskurse in der Bildenden Kunst und Architektur, im Film und in literarischen Texten diskutiert. Im Anschluss an das Blockseminar werden im Exkursionsteil der Veranstaltung gemeinsam ausgewählte Orte in Berlin und Brandenburg besucht – etwa die Ausstellung Topographie des Terrors, die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße (Stasi-Museum), die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen u.a.
Das Seminar knüpft an die gleichnamige Veranstaltung im SS 09 an, die theoretische Konzepte der Gedächtnisforschung im 20. Jahrhundert thematisierte. Selbstverständlich sind beide Seminare jedoch auch unabhängig von einander belegbar. Neben der aktiven Teilnahme wird die Lektüre von Grundlagentexten aus dem Reader und die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Themenvergabe beim Vorbereitungstreffen.
Anhand ausgewählter Beispiele und zugehöriger Debatten wird im Seminar der Gestaltung von Erinnerung nachgegangen. Es werden spezifische Zugriffe auf Erinnerungsdiskurse in der Bildenden Kunst und Architektur, im Film und in literarischen Texten diskutiert. Im Anschluss an das Blockseminar werden im Exkursionsteil der Veranstaltung gemeinsam ausgewählte Orte in Berlin und Brandenburg besucht – etwa die Ausstellung Topographie des Terrors, die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße (Stasi-Museum), die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen u.a.
Das Seminar knüpft an die gleichnamige Veranstaltung im SS 09 an, die theoretische Konzepte der Gedächtnisforschung im 20. Jahrhundert thematisierte. Selbstverständlich sind beide Seminare jedoch auch unabhängig von einander belegbar. Neben der aktiven Teilnahme wird die Lektüre von Grundlagentexten aus dem Reader und die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Themenvergabe beim Vorbereitungstreffen.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Blockseminar 13.-15.11. & 27.-29.11., Vortreffen am 30.10., 16h in Raum 4/2.16
Ort
FH
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar und Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
EMW, Design, Kulturarbeit
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Es fallen Kosten für den Exkursionsteil an (Fahrtkosten und Eintritte), die die Teilnehmer_innen selbst zu tragen haben.
Summer 2009
compact course and excursion: memory studies
Das Blockseminar und die anschließende Exkursion beschäftigen sich mit Erinnerungskultur/en und –ästhetik/en. Von besonderem Interesse ist dabei das Gedenken und Erinnern in Form von Denk- oder Mahnmalen. Monumenten liegen spezifische Kulturauffassungen und Bildungsaufträge zu Grunde, die sich – so wie auch Formen, Ästhetiken oder Medien – über die Jahre und in Abhängigkeit von religiösen wie politischen Systemen verändern. So unterschied sich die offizielle Erinnerungspolitik der DDR stark von jener in der BRD und die Zeugenschaft von Überlebenden prägte die bisherige gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Shoah.
Anhand ausgewählter Beispiele und zugehöriger Debatten soll im Seminar der Gestaltung von Erinnerung nachgegangen werden. Grundlage der Veranstaltung ist zudem die Lektüre und Diskussion prominenter Konzepte der Gedächtnisforschung im 20. Jahrhundert – etwa Maurice Halbwachs’ Unterscheidung zwischen dem individuellen und dem kollektiven Gedächtnis, Jan Assmanns Ansatz des kommunikativen und des kulturellen Gedächtnisses, Aby Warburgs Mnemosyne-Projekt oder Pierre Noras Vorstellung von Erinnerungsorten, an denen sich Gedächtnis kristallisiert.
Die Veranstaltung besteht aus einem ein-/zweitägigen Blockseminar und einer anschließenden dreitägigen Exkursion. Diese führt zuerst zum ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Im Anschluss soll die Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla in der Nähe von Regensburg besucht werden, die als Kunstschöpfung des bayerischen Königs Ludwig im 19. Jahrhundert entstand. Dritte und letzte Station der Exkursion ist die KZ-Gedenkstätte Dachau bei München.
Neben der aktiven Teilnahme wird die Lektüre von Grundlagentexten aus dem Reader und die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Themenvergabe beim Vorbereitungstreffen.
Es fallen Kosten für die Hin- und Rückfahrt sowie für Übernachtung und Verpflegung an, die allerdings erst konkret ermittelt werden können, sobald die Anzahl an Teilnehmer/innen feststeht.
Termin noch unter Vorbehalt
Anhand ausgewählter Beispiele und zugehöriger Debatten soll im Seminar der Gestaltung von Erinnerung nachgegangen werden. Grundlage der Veranstaltung ist zudem die Lektüre und Diskussion prominenter Konzepte der Gedächtnisforschung im 20. Jahrhundert – etwa Maurice Halbwachs’ Unterscheidung zwischen dem individuellen und dem kollektiven Gedächtnis, Jan Assmanns Ansatz des kommunikativen und des kulturellen Gedächtnisses, Aby Warburgs Mnemosyne-Projekt oder Pierre Noras Vorstellung von Erinnerungsorten, an denen sich Gedächtnis kristallisiert.
Die Veranstaltung besteht aus einem ein-/zweitägigen Blockseminar und einer anschließenden dreitägigen Exkursion. Diese führt zuerst zum ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Im Anschluss soll die Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla in der Nähe von Regensburg besucht werden, die als Kunstschöpfung des bayerischen Königs Ludwig im 19. Jahrhundert entstand. Dritte und letzte Station der Exkursion ist die KZ-Gedenkstätte Dachau bei München.
Neben der aktiven Teilnahme wird die Lektüre von Grundlagentexten aus dem Reader und die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Themenvergabe beim Vorbereitungstreffen.
Es fallen Kosten für die Hin- und Rückfahrt sowie für Übernachtung und Verpflegung an, die allerdings erst konkret ermittelt werden können, sobald die Anzahl an Teilnehmer/innen feststeht.
Termin noch unter Vorbehalt
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Blockseminar am 4./ 5.Juli, Exkursion 10./12.7.
Ort
FHP, Haus 4, 2.16
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar und Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
EMW, Design, Kulturarbeit
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Im Anschluss an das Seminar wird im kommenden Wintersemester (WS 2009/10) voraussichtlich eine zweite Veranstaltung zum Thema angeboten werden, die die Diskussion vertiefen soll. Beide Seminare sind selbstverständlich auch unabhängig von einander belegbar.
Winter 2008/2009
Blockseminar und Exkursion zur Fotoausstellung The Family of Man in Clervaux / Luxemburg
Die „erfolgreichste Fotoausstellung aller Zeiten“ wurde inmitten des Kalten Krieges als begehbares LIFE Magazin konzipiert. Nach der ersten Präsentation im New Yorker Museum of Modern Art (1955) tourten fünf Kopien der Schau bis 1961 durch insgesamt 69 Staaten - als Aushängeschild der expandierenden US-amerikanischen cultural diplomacy und mit finanzieller Unterstützung von Coca-Cola und der CIA-nahen United States Information Agency. Die geschickt platzierte und kommunizierte Ausstellung, die die Kraft der Liebe und Mitmenschlichkeit beschwor, wurde zum Publikumsmagneten und zog weltweit neun Millionen Besucher/innen an. Vorausgegangen waren mehrere Jahre Vorbereitungszeit, intensive Archivrecherchen und Aufrufe zur Einsendung von Fotos, die eine rege internationale Beteiligung durch Amateure wie professionelle Fotografen und einen langwierigen Auswahlprozess nach sich zogen. 1964 ging die letzte vollständige Kopie von The Family of Man als Schenkung an Luxemburg, das Geburtsland des Initiators und Autors der Ausstellung, Edward Steichen. Seit 1994 ist sie im Schloss Clervaux in den Ardennen zu besichtigen. Im Jahr 2003 wurde die Ausstellung von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Das vorbereitende Seminar analysiert die wirkungsmächtige bildsprachliche Rhetorik und Inszenierung der viel gelobten wie auch umstrittenen Ausstellung. Es thematisiert Theoreme, Ideologien und kulturpolitische Strategien des Kalten Krieges, diskutiert exemplarisch (race/class/gender) Imperative und Universalismen der Schau und beschäftigt sich kritisch mit Hintergründen wie aktuellen Bezugnahmen auf die Ausstellung. Deren Autor Edward Steichen propagierte mit The Family of Man ein spezifisches Verständnis des ästhetischen Status von Fotografie, das eng mit journalistischen Gebrauchsweisen von Bildern verbunden war. Die Kunst- bzw. Fotogeschichtsschreibung suchte der Künstler-Kurator kanonbildend zu prägen. Als Direktor der Abteilung für Fotografie des MoMA betrieb Steichen institutionell über 15 Jahre deren Popularisierung und Identifikation mit den Massenmedien. Der vormalige prominente Vertreter des Piktorialismus hatte im ersten Weltkrieg pionierhaft zur US-amerikanischen Militärkartographie beigetragen und die großflächige Erfassung von Regionen in Frankreich mittels Aerial Photography aus dem Flugzeug kommandiert. Nachdem er in den 1920er und 1930er Jahren u.a. als hochbezahlter Pressefotograf tätig gewesen war und sich verstärkt für die Unmittelbarkeit der Off-studio-Fotografie interessiert hatte, machte er im zweiten Weltkrieg all seinen Einfluss geltend, um trotz seines fortgeschrittenen Alters aktiv teilnehmen zu können. So übernahm er die Leitung der Fotografieabteilung der Marine. Steichen arbeitete an propagandistischen Ausstellungen wie Road to Victory (1942) und Power in the Pacific (1945), und während seines Direktoriums am MoMA (1947-62) bestand der Patriot auf der Anrede mit seinem militärischen Rang eines Captain. The Family of Man kann als das Opus magnum der kuratorischen Tätigkeit Edward Steichens gelten.
Das vorbereitende Seminar analysiert die wirkungsmächtige bildsprachliche Rhetorik und Inszenierung der viel gelobten wie auch umstrittenen Ausstellung. Es thematisiert Theoreme, Ideologien und kulturpolitische Strategien des Kalten Krieges, diskutiert exemplarisch (race/class/gender) Imperative und Universalismen der Schau und beschäftigt sich kritisch mit Hintergründen wie aktuellen Bezugnahmen auf die Ausstellung. Deren Autor Edward Steichen propagierte mit The Family of Man ein spezifisches Verständnis des ästhetischen Status von Fotografie, das eng mit journalistischen Gebrauchsweisen von Bildern verbunden war. Die Kunst- bzw. Fotogeschichtsschreibung suchte der Künstler-Kurator kanonbildend zu prägen. Als Direktor der Abteilung für Fotografie des MoMA betrieb Steichen institutionell über 15 Jahre deren Popularisierung und Identifikation mit den Massenmedien. Der vormalige prominente Vertreter des Piktorialismus hatte im ersten Weltkrieg pionierhaft zur US-amerikanischen Militärkartographie beigetragen und die großflächige Erfassung von Regionen in Frankreich mittels Aerial Photography aus dem Flugzeug kommandiert. Nachdem er in den 1920er und 1930er Jahren u.a. als hochbezahlter Pressefotograf tätig gewesen war und sich verstärkt für die Unmittelbarkeit der Off-studio-Fotografie interessiert hatte, machte er im zweiten Weltkrieg all seinen Einfluss geltend, um trotz seines fortgeschrittenen Alters aktiv teilnehmen zu können. So übernahm er die Leitung der Fotografieabteilung der Marine. Steichen arbeitete an propagandistischen Ausstellungen wie Road to Victory (1942) und Power in the Pacific (1945), und während seines Direktoriums am MoMA (1947-62) bestand der Patriot auf der Anrede mit seinem militärischen Rang eines Captain. The Family of Man kann als das Opus magnum der kuratorischen Tätigkeit Edward Steichens gelten.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Vorbereitungstreffen 23.10, 18 Uhr, Blockseminar 8.+9.11., Exkursion 15.+16.11.
Ort
FHP 4/2.16
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Blockseminar und Exkursion
Leistungspunkte
4 CP
Zielgruppe
EMW, Design, Kulturarbeit
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Voraussetzung für die Exkursion ist die aktive Teilnahme am vorbereitenden Blockseminar. Erwartet wird zudem die Übernahme eines Kurzreferats. Angabe von Literatur und Vergabe von Referatsthemen beim Vorbereitungstreffen. Es fallen Kosten für die Hin- und Rückfahrt sowie für Übernachtung und Verpflegung an, die allerdings erst konkret ermittelt werden können, sobald die Anzahl an Teilnehmer/innen feststeht.
Termin noch unter Vorbehalt
Termin noch unter Vorbehalt
Summer 2008
'exhibition-ism' - business activities at the international exhibition service II
Das Seminar diskutiert exemplarisch ausgewählte künstlerische und kuratorische Ansätze, deren Wirkung sich bis in die aktuelle Ausstellungspraxis nachzeichnen lässt. Neben der Vorstellung und Diskussion historischer Beispiele wird auch auf aktuelle Ausstellungsereignisse eingegangen – etwa die Berlin Biennale oder die Präsentation der Friedrich Christian Flick Sammlung im Hamburger Bahnhof, die gemeinsam besucht werden.
Die Veranstaltung ist Teil einer mehrsemestrigen Beschäftigung mit Konjunkturen im Ausstellungsbetrieb, die im WS 2007/2008 begann und nun weitergeführt wird. Das Seminar adressiert dabei explizit auch Studierende, die im letzten Semester nicht teilgenommen haben, und ist damit unabhängig von einer vormaligen Teilnahme belegbar. Ziel der Veranstaltung ist es, diskursiv ein Verständnis für unterschiedliche Strategien visueller Argumentation sowie ästhetische Kompetenz und Kritikfähigkeit im Umgang mit Ausstellungen herauszubilden.
Standen im vergangenen Semester vor allem Ausstellungen und Displays der klassischen Moderne sowie deren Wirkungsmacht im Vordergrund, so soll es nun verstärkt um künstlerische Strategien der Aneignung und Kritik gehen. Es sollen Bezüge zur kunstkritischen Diskussion und zum Kunstmarkt ermittelt werden, ausstellungsrelevante Marketingstrategien diskutiert sowie kulturpolitische Settings reflektiert werden – Entscheidungen, die Ausstellungen „rahmen“ und dabei nicht nur spezifischen Bedingungen und Dynamiken unterliegen, sondern eben solche auch produzieren. Die Bandbreite der Beispiele reicht von der Ausstellungsinitiative „This is Tomorrow“ der Independent Group (1956) über feministische, queere und aktivistische Praxen der folgenden Jahrzehnte bis hin zur spektakulären Präsentation jenes diamantbesetzten Schädels des britischen Künstlers Damien Hirst, der im vergangenen Jahr für 50 Millionen Britische Pfund die Besitzer wechselte (For the Love of God, 2007).
Neben der aktiven Teilnahme am Seminar und den Ausstellungsterminen vor Ort wird die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Vorstellung von Themen und Vergabe von Referaten in der ersten Sitzung am Mittwoch, den 16.04.08. Seminar danach vierzehntägig am 30.4.,14.5.,28.5.,11.6.,25.6.,9.7. (Abschlusssitzung). Literatur wird in der ersten Sitzung angegeben und sollte von den Studierenden selbstständig besorgt werden.
Allgemeine Literatur:
Bruce Altshuler: The Avant-Garde in Exhibition, New Art in the 20th Century, New York 1994.
Emma Barker (Hg.): Contemporary Cultures of Display, New Haven und London 1999.
Elena Filipovic/Barbara Vanderlinden (Hg.), The Manifesta Decade, Debates on Contemporary Art Exhibitions and Biennials in Post-wall Europe, Cambridge 2005.
Reesa Greenberg, Bruce W. Ferguson, Sandy Nairne (Hg.): Thinking about Exhibitions, London 1996.
Katharina Hegewisch/Bernd Klüser (Hg.): Die Kunst der Ausstellung, Frankfurt/Main und Leipzig 1995.
Rosalind Krauss: The Cultural Logic of the late Capitalist Museum, in: October No. 54, Winter 1990, S. 3-22; dt. Übersetzung siehe: dies.: Die kulturelle Logik des spätkapitalistischen Museums, in: Texte zur Kunst No. 6, Juni 1992, S.131-144.
Mary Anne Staniszewski: The Power of Display, A History of Exhibition Installations at the Museum of Modern Art, Cambridge 1998.
Die Veranstaltung ist Teil einer mehrsemestrigen Beschäftigung mit Konjunkturen im Ausstellungsbetrieb, die im WS 2007/2008 begann und nun weitergeführt wird. Das Seminar adressiert dabei explizit auch Studierende, die im letzten Semester nicht teilgenommen haben, und ist damit unabhängig von einer vormaligen Teilnahme belegbar. Ziel der Veranstaltung ist es, diskursiv ein Verständnis für unterschiedliche Strategien visueller Argumentation sowie ästhetische Kompetenz und Kritikfähigkeit im Umgang mit Ausstellungen herauszubilden.
Standen im vergangenen Semester vor allem Ausstellungen und Displays der klassischen Moderne sowie deren Wirkungsmacht im Vordergrund, so soll es nun verstärkt um künstlerische Strategien der Aneignung und Kritik gehen. Es sollen Bezüge zur kunstkritischen Diskussion und zum Kunstmarkt ermittelt werden, ausstellungsrelevante Marketingstrategien diskutiert sowie kulturpolitische Settings reflektiert werden – Entscheidungen, die Ausstellungen „rahmen“ und dabei nicht nur spezifischen Bedingungen und Dynamiken unterliegen, sondern eben solche auch produzieren. Die Bandbreite der Beispiele reicht von der Ausstellungsinitiative „This is Tomorrow“ der Independent Group (1956) über feministische, queere und aktivistische Praxen der folgenden Jahrzehnte bis hin zur spektakulären Präsentation jenes diamantbesetzten Schädels des britischen Künstlers Damien Hirst, der im vergangenen Jahr für 50 Millionen Britische Pfund die Besitzer wechselte (For the Love of God, 2007).
Neben der aktiven Teilnahme am Seminar und den Ausstellungsterminen vor Ort wird die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Vorstellung von Themen und Vergabe von Referaten in der ersten Sitzung am Mittwoch, den 16.04.08. Seminar danach vierzehntägig am 30.4.,14.5.,28.5.,11.6.,25.6.,9.7. (Abschlusssitzung). Literatur wird in der ersten Sitzung angegeben und sollte von den Studierenden selbstständig besorgt werden.
Allgemeine Literatur:
Bruce Altshuler: The Avant-Garde in Exhibition, New Art in the 20th Century, New York 1994.
Emma Barker (Hg.): Contemporary Cultures of Display, New Haven und London 1999.
Elena Filipovic/Barbara Vanderlinden (Hg.), The Manifesta Decade, Debates on Contemporary Art Exhibitions and Biennials in Post-wall Europe, Cambridge 2005.
Reesa Greenberg, Bruce W. Ferguson, Sandy Nairne (Hg.): Thinking about Exhibitions, London 1996.
Katharina Hegewisch/Bernd Klüser (Hg.): Die Kunst der Ausstellung, Frankfurt/Main und Leipzig 1995.
Rosalind Krauss: The Cultural Logic of the late Capitalist Museum, in: October No. 54, Winter 1990, S. 3-22; dt. Übersetzung siehe: dies.: Die kulturelle Logik des spätkapitalistischen Museums, in: Texte zur Kunst No. 6, Juni 1992, S.131-144.
Mary Anne Staniszewski: The Power of Display, A History of Exhibition Installations at the Museum of Modern Art, Cambridge 1998.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Mi 15:00 - 18:00, 14tg, Beginn: 16.4. (davon 2-3 Ausstellungstermine in Berlin)
Ort
FHP 5/3.17
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
EMW, Design, Kulturarbeit
Teilnehmerbegrenzung
20
Zusätzliche Informationen
Karin Rebbert ist Kulturwissenschaftlerin und beschäftigt sich mit bildender Kunst, Fotografie, Film und Kriminalliteratur. Sie leitete den Bereich „Education“ der Documenta 11 in Kassel und ko-kuratierte die 6. Werkleitz Biennale in Halle.
Winter 2007/2008
'exhibition-ism' - business activities at the international exhibition service II
Das Seminar diskutiert exemplarisch ausgewählte künstlerische und kuratorische Ansätze des 19., 20. und 21. Jahrhunderts – Meilensteine des Ausstellungswesens, deren Wirkung sich bis in die aktuelle Ausstellungspraxis nachzeichnen lässt. Die Bandbreite der Beispiele reicht von frühen Weltausstellungen über Ausstellungsgestaltungen der klassischen Moderne bis hin zur (westlich geprägten) Gegenwartskunst. Historische Formate werden durch aktuelle Bezugnahmen und Kommentierungen ergänzt, Ausstellungsarchitekturen und –designs thematisiert und deren maßgeblicher Anteil an der Produktion von Bedeutung untersucht. Das Seminar stellt künstlerische Strategien der Aneignung und Kritik zur Diskussion und ermittelt Bezüge zur kunstkritischen Diskussion. Kritisch reflektiert werden zudem ausstellungsrelevante Marketingstrategien sowie kulturpolitische Settings – Entscheidungen, die Ausstellungen „rahmen“ und dabei nicht nur spezifischen Bedingungen und Dynamiken unterliegen, sondern eben solche auch produzieren.
Ziel der Veranstaltung ist es, diskursiv ein Verständnis für unterschiedliche Strategien visueller Argumentation sowie ästhetische Kompetenz und Kritikfähigkeit im Umgang mit Ausstellungen herauszubilden.
Neben der aktiven Teilnahme wird die Übernahme eines Referats erwartet. Vorstellung von Themen und Vergabe von Referaten in der ersten Sitzung am Mittwoch, den 17.10.07. Seminar danach vierzehntägig mittwochs als Doppelsitzung am 7.11., 21.11., 5.12., 19.12., 9.1., 23.1., 6.2. (Abschlusssitzung). Im Anschluss an das Seminar wird im kommenden Sommersemester (SS 2008) voraussichtlich eine zweite Veranstaltung zum Thema angeboten werden, die inhaltlich anknüpfen und die Diskussion fortführen soll. Beide Seminare sind selbstverständlich auch unabhängig von einander belegbar.
Zwei wichtige Referenztexte sind:
Tony Bennett: The Exhibitionary Complex, in: Reesa Greenberg, Bruce W. Ferguson, Sandy Nairne (Hg.): Thinking about Exhibitions, London 1996, S. 81-112; ebenfalls abgedruckt in: David Boswell and Jessica Evans (Hg.): Representing the Nation, Histories, Heritage and Museums, A Reader, London und New York 1999, S. 332-62.
Rosalind Krauss: The Cultural Logic of the late Capitalist Museum, in: October No. 54, Winter 1990, S. 3-22; dt. Übersetzung siehe: dies.: Die kulturelle Logik des spätkapitalistischen Museums, in: Texte zur Kunst No. 6, Juni 1992, S.131-144.
Weitere Literatur:
Bruce Altshuler: The Avant-Garde in Exhibition, New Art in the 20th Century, New York 1994.
Emma Barker (Hg.): Contemporary Cultures of Display, New Haven und London 1999.
Katharina Hegewisch/Bernd Klüser (Hg.): Die Kunst der Ausstellung, Frankfurt/Main und Leipzig 1995.
Eberhard Roters (Hg.): Stationen der Moderne, Kataloge epochaler Kunstausstellungen in Deutschland, 1910-1962, Köln 1988.
Mary Anne Staniszewski: The Power of Display, A History of Exhibition Installations at the Museum of Modern Art, Cambridge 1998.
Ziel der Veranstaltung ist es, diskursiv ein Verständnis für unterschiedliche Strategien visueller Argumentation sowie ästhetische Kompetenz und Kritikfähigkeit im Umgang mit Ausstellungen herauszubilden.
Neben der aktiven Teilnahme wird die Übernahme eines Referats erwartet. Vorstellung von Themen und Vergabe von Referaten in der ersten Sitzung am Mittwoch, den 17.10.07. Seminar danach vierzehntägig mittwochs als Doppelsitzung am 7.11., 21.11., 5.12., 19.12., 9.1., 23.1., 6.2. (Abschlusssitzung). Im Anschluss an das Seminar wird im kommenden Sommersemester (SS 2008) voraussichtlich eine zweite Veranstaltung zum Thema angeboten werden, die inhaltlich anknüpfen und die Diskussion fortführen soll. Beide Seminare sind selbstverständlich auch unabhängig von einander belegbar.
Zwei wichtige Referenztexte sind:
Tony Bennett: The Exhibitionary Complex, in: Reesa Greenberg, Bruce W. Ferguson, Sandy Nairne (Hg.): Thinking about Exhibitions, London 1996, S. 81-112; ebenfalls abgedruckt in: David Boswell and Jessica Evans (Hg.): Representing the Nation, Histories, Heritage and Museums, A Reader, London und New York 1999, S. 332-62.
Rosalind Krauss: The Cultural Logic of the late Capitalist Museum, in: October No. 54, Winter 1990, S. 3-22; dt. Übersetzung siehe: dies.: Die kulturelle Logik des spätkapitalistischen Museums, in: Texte zur Kunst No. 6, Juni 1992, S.131-144.
Weitere Literatur:
Bruce Altshuler: The Avant-Garde in Exhibition, New Art in the 20th Century, New York 1994.
Emma Barker (Hg.): Contemporary Cultures of Display, New Haven und London 1999.
Katharina Hegewisch/Bernd Klüser (Hg.): Die Kunst der Ausstellung, Frankfurt/Main und Leipzig 1995.
Eberhard Roters (Hg.): Stationen der Moderne, Kataloge epochaler Kunstausstellungen in Deutschland, 1910-1962, Köln 1988.
Mary Anne Staniszewski: The Power of Display, A History of Exhibition Installations at the Museum of Modern Art, Cambridge 1998.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Mi, 15:30-18:30h, 14tg
Ort
FHP, 4/1.14
SWS
2
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
EMW, Design
Teilnehmerbegrenzung
20
Zusätzliche Informationen
Karin Rebbert ist Kulturwissenschaftlerin und beschäftigt sich mit bildender Kunst, Fotografie, Film und Kriminalliteratur. Sie leitete den Bereich „Education“ der Documenta 11 in Kassel und ko-kuratierte die 6. Werkleitz Biennale in Halle.
Summer 2007
Spectacle documenta - istitution and experiment
Blockseminar (zweitägig, Samstag und Sonntag,
2. und 3. Juni 07, 10 - 18 Uhr) und Exkursion zur Documenta nach Kassel (15. - 18. Juli 07).
Vorbesprechung ist am 25.4. zusammen mit Frau Söll.
Die documenta, die seit 1955 alle 4 beziehungsweise 5 Jahre in Kassel ausgerichtet wird, gilt als die international größte und renommierteste Veranstaltung zeitgenössischer Kunst. Als feste Größe der westlich geprägten Gegenwartskunst ist sie viel diskutiert und umstritten. Die documenta rückt einzelne Künstler/innen bzw. künstlerische Praxen – zumindest kurzfristig – ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Von der Kritik wie auch von Teilen des Kunstmarktes wird insbesondere ihre Definitionsmacht problematisiert, der selbst erhobene oder ihr zugeschriebene Anspruch, relevante Kunst zu zeigen oder gar den „State of the Art“ abzubilden.
Mit dem Seminar wird eine kritische Reflexion des Ereignisses „Großausstellung“ und dessen kulturpolitischer wie medialer Bedingungen und Implikationen angestrebt. Es soll Einblick in die Struktur und die wechselvolle Geschichte der documenta genommen werden, was aktuell unter anderem deshalb angebracht scheint, weil die künstlerische Leitung der documenta12 explizit auf die Anfänge der Ausstellung Bezug nimmt. Im Seminar soll die Figur des Kurators / der Kuratorin als Autor/in diskutiert sowie intensiv auf die Konzeption der documenta12 eingegangen werden. Schwerpunkte sind hier deren Fokus auf Bildung und Vermittlung und nicht zuletzt die Präsentation kuratorischer Thesen und künstlerischer Arbeiten.
Neben der aktiven Teilnahme an Blockseminar und Exkursion wird die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Literatur wird in der Vorbesprechung angegeben und sollte von den Studierenden selbstständig besorgt werden.
2. und 3. Juni 07, 10 - 18 Uhr) und Exkursion zur Documenta nach Kassel (15. - 18. Juli 07).
Vorbesprechung ist am 25.4. zusammen mit Frau Söll.
Die documenta, die seit 1955 alle 4 beziehungsweise 5 Jahre in Kassel ausgerichtet wird, gilt als die international größte und renommierteste Veranstaltung zeitgenössischer Kunst. Als feste Größe der westlich geprägten Gegenwartskunst ist sie viel diskutiert und umstritten. Die documenta rückt einzelne Künstler/innen bzw. künstlerische Praxen – zumindest kurzfristig – ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Von der Kritik wie auch von Teilen des Kunstmarktes wird insbesondere ihre Definitionsmacht problematisiert, der selbst erhobene oder ihr zugeschriebene Anspruch, relevante Kunst zu zeigen oder gar den „State of the Art“ abzubilden.
Mit dem Seminar wird eine kritische Reflexion des Ereignisses „Großausstellung“ und dessen kulturpolitischer wie medialer Bedingungen und Implikationen angestrebt. Es soll Einblick in die Struktur und die wechselvolle Geschichte der documenta genommen werden, was aktuell unter anderem deshalb angebracht scheint, weil die künstlerische Leitung der documenta12 explizit auf die Anfänge der Ausstellung Bezug nimmt. Im Seminar soll die Figur des Kurators / der Kuratorin als Autor/in diskutiert sowie intensiv auf die Konzeption der documenta12 eingegangen werden. Schwerpunkte sind hier deren Fokus auf Bildung und Vermittlung und nicht zuletzt die Präsentation kuratorischer Thesen und künstlerischer Arbeiten.
Neben der aktiven Teilnahme an Blockseminar und Exkursion wird die Übernahme von Kurzreferaten erwartet. Literatur wird in der Vorbesprechung angegeben und sollte von den Studierenden selbstständig besorgt werden.
Dozent
Karin Rebbert
Termin
Blockseminar (2./3. Juni) + Exkursion (15.-18.Juli), Vortreffen: 25.4.
Ort
FHP, tba
SWS
4
Studiengang
BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 3, 9
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 3, 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S + Exkursion
Leistungspunkte
2 CP
Zielgruppe
EMW
Teilnehmerbegrenzung
14
Zusätzliche Informationen
Das Seminar richtet sich an die Teilnehmer, die sich bereits bei Änne Söll für die Documenta-Exkursion angemeldet haben. Die Teilnehmer werden benachrichtigt. Eine Einschreibung ist nicht notwendig. Erstes verbindliches Vorbereitungstreffen ist zusammen mit Frau Rebbert und Frau Söll am 25.4. Dort werden die Gruppen aufgeteilt.
