Andrea Seier



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Winter 2006/2007
Remediation - Mediale Konstitutionsprozesse und Wiederholung
Grundlage der Lehrveranstaltung ist die von Jay David Bolter und Richard Grusin
entwickelte Konzept der „Remediation“. Medien, so die These der beiden Autoren,
konstituieren sich in anhaltenden, nicht zum Abschluss kommenden
Wiederholungsprozessen. Angesichts der Entwicklung digitaler Medien, verweisen
die beiden Autoren darauf, dass die ‚Erfindung’ und Entwicklung von neuen
Medien ohne den Bezug zu bereits vorhandenen Medien gar nicht auskommt. Neue
Medien lösen alte Medien nicht ab, aber sie beeinflussen sich wechselseitig und
bringen sich auf diese Weise immer wieder neu hervor – sei es im
technisch-apparativen oder ästhetischen Sinne. Wie digitale Techniken den Film
von der Aufnahme bis zur Projektion verändern, so werden in Computerspielen
zugleich filmische Erzähl- und Inszenierungsweisen kopiert. Das Fernsehen
zitiert ebenso Computerbildschirme, wie diese zugleich ‚Schreibtisch’ heißen,
auf dem Schere, Pinsel und Papierkorb zur Verfügung stehen. Ein Medium
konstituiert sich in diesem Sinne überhaupt nur als solches, insofern es eine
Wiederholung von Medien darstellt. Die Spezifik von Medien liegt demnach in der
Art und Weise, in der sie andere Medien imitieren, wiederholen, zitieren.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, anhand von Beispielanalysen die Konzeption
der ‚Remediation’ aufzuschlüsseln und sie auf ihre Produktivität hin zu
befragen. Notwendig wird dabei auch, sie mit vergleichbaren
medienwissenschaftlichen Konzepten (z.B. Intermedialität) in Beziehung zu
setzen.
Dozent
Andrea Seier
Termin
Fr, 14tägig, 15:15-18:45, Beginn: 27.10.
Ort
1.08.050
SWS
2
Studiengang
BA, BA (alte Studienord.)
Module (BA): 6, 10; alte Studienordnung: 1a
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2 oder 6 CP
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
keine
Zusätzliche Informationen
Lektüre zur Vorbereitung: David Jay Bolter/Richard Grusin: Remediation.
Understanding New Media. Cambridge/Massachusetts 2000.