News Winter 2013/2014
19.12.2013 | ab 18:15 | Vortrag Ludger Blanke (Berlin): Bildbewegungen. Wie Fernsehen Politik filmt



Öffentlicher Vortrag, Donnerstag, 19. Dezember 2013, 18.15 Uhr
Fachhochschule Potsdam, Europäische Medienwissenschaft (FH & Universität Potsdam), Kiepenheuerallee 5, Hauptgebäude, HG 067
REPORTER (dffb, 1991) und DIE GETRIEBENEN (ZDF, 2013), zwei kurze Versuche über Politik und das Fernsehen, zwei Versuche über die Arbeit im politischen Raum.
Der eine beschreibt die Arbeit eines Journalisten, der für das heute journal des ZDF über die Regierungsbildung nach der Wahl zum Senat in Berlin Anfang der 1990er Jahre berichten wird. Gespräche mit Kollegen, Hinterherlaufen, Lauern, Warten. Die Suche nach den zwei oder drei Sätzen mit Nachrichten- oder Abbildungswert in einer Pressekonferenz, Telefonate mit dem Kontrollzentrum in Mainz, die Arbeit mit der Kamera, der Kampf um oder gegen den 3-minütigen Film. Und immer wieder die Frage: Was machen wir hier überhaupt?
20 Jahre später der Versuch dreier Redakteure aus dem ZDF-Hauptstadtstudio, das Wesen und den Antrieb des Politikers zu beschreiben. Talking Heads und ein paar Beobachtungen. Es geht um den Kick der Macht, den Wunsch, wahrgenommen und geliebt zu werden, schlechte Ernährung und den Mangel an Schlaf. Den Druck des Lebens in der Öffentlichkeit und die Schwierigkeit, einen Ausstieg zu finden. Die Frage nach dem Warum. Die Süddeutsche Zeitung schreibt darüber: „Am liebsten würde man nach diesen 30 Minuten all diesen Menschen, diesen Politikern, einen Gefallen tun und sie abwählen. Aber das würde ja auch nicht helfen.“
Ludger Blanke hat an der Freien Universität (FU) und der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) in Berlin studiert. Er arbeitet als freier Kameramann für das ZDF und andere Sender, Schwerpunkt Politik und politische Magazine. Daneben schreibt er über Film und anderes für u.a. Jungle World, new filmkritik, CARGO Film/Medien/Kultur und kolik. film.
Fachhochschule Potsdam, Europäische Medienwissenschaft (FH & Universität Potsdam), Kiepenheuerallee 5, Hauptgebäude, HG 067
REPORTER (dffb, 1991) und DIE GETRIEBENEN (ZDF, 2013), zwei kurze Versuche über Politik und das Fernsehen, zwei Versuche über die Arbeit im politischen Raum.
Der eine beschreibt die Arbeit eines Journalisten, der für das heute journal des ZDF über die Regierungsbildung nach der Wahl zum Senat in Berlin Anfang der 1990er Jahre berichten wird. Gespräche mit Kollegen, Hinterherlaufen, Lauern, Warten. Die Suche nach den zwei oder drei Sätzen mit Nachrichten- oder Abbildungswert in einer Pressekonferenz, Telefonate mit dem Kontrollzentrum in Mainz, die Arbeit mit der Kamera, der Kampf um oder gegen den 3-minütigen Film. Und immer wieder die Frage: Was machen wir hier überhaupt?
20 Jahre später der Versuch dreier Redakteure aus dem ZDF-Hauptstadtstudio, das Wesen und den Antrieb des Politikers zu beschreiben. Talking Heads und ein paar Beobachtungen. Es geht um den Kick der Macht, den Wunsch, wahrgenommen und geliebt zu werden, schlechte Ernährung und den Mangel an Schlaf. Den Druck des Lebens in der Öffentlichkeit und die Schwierigkeit, einen Ausstieg zu finden. Die Frage nach dem Warum. Die Süddeutsche Zeitung schreibt darüber: „Am liebsten würde man nach diesen 30 Minuten all diesen Menschen, diesen Politikern, einen Gefallen tun und sie abwählen. Aber das würde ja auch nicht helfen.“
Ludger Blanke hat an der Freien Universität (FU) und der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) in Berlin studiert. Er arbeitet als freier Kameramann für das ZDF und andere Sender, Schwerpunkt Politik und politische Magazine. Daneben schreibt er über Film und anderes für u.a. Jungle World, new filmkritik, CARGO Film/Medien/Kultur und kolik. film.