Studienprojekte 2016
Big-DADA, DADAcalypse oder so | Audiovisuelle Performance und Vortrag

15.12.2016 | Big-DADA, DADAcalypse oder so | Audiovisuelle Performance und Vortrag
»Was ist DADA? Eine Kunst? Eine Philosophie? Eine Politik? Eine Feuerversicherung? Ist DADA wirkliche Energie? Oder ist es Garnichts, d.h. alles?« (Raoul Hausmann)
Mit einem Urschrei wird DADA vor 100 Jahren auf die Menschheit losgelassen. Als radikale Absage an die konventionelle Kunst, jegliche Autoritäten und ans Establishment erscheint es schwierig, eine Definition für Dada zu finden. Ist es Nonsens? Eine Philosophie? Gar die Revolution? Oder einfach: ANTI-KUNST?
Lautgedichte und simultane Nonsens-Texte, Bilder und Skulpturen aus Schrott oder Zufallsfunden werden mit zeitgenössischen Medien hergestellt, um dann wieder entstellt, zweckentfremdet, dekonstruiert oder zerstört zu werden. »Was DADA ist, wissen nur die Dadaisten. Und die sagen es niemandem«, schrieben die Dadaist_innen selbst – und führten die nächste obskure Performance auf.
Im Frühjahr 2016 sperren sich 12 bekennende DADA-Bewunderer für 105 Stunden ins Audiolabor ein, um sich 537 Dada-Klangkollagen anzuhören. Die Frage: »Lebt DADA noch?« wird als unnötig vom Tisch gefegt. Viel interessanter ist die Frage: »Wie klingt DADA 100 Jahre nach seiner Geburt?« In der experimentellen Auseinandersetzung mit dadaistischen Gestaltungsprinzipien, mit Sound, Sprache und Schnitt entstehen Klangkollagen, die eine Schere von 1916 zu 2016 schlagen.
Der Abend startet mit einem kurzen Vortrag mit historischen Hörbeispielen und endet mit DADA-Klangkollagen aus dem Jahr 2016, Performance und rmms digge dei rep dep.
Ein Projekt von Studierenden der Europäischen Medienwissenschaft, Universität Potsdam und Fachhochschule Potsdam unter der Leitung von Fritz Schlüter, mit Arbeiten von Malin Drosihn, Florian Eichner, Nefeli Giolas, Lisa Hein, Cajsa-Lisa Linder Lodén, Daniela Schönwald, und Till Rückwart.
Zeit:
Donnerstag, 15.12.2016
Ort:
SPEKTRUM | art science community Bürknerstraße 12, 12047 Berlin