Studienprojekte 2014
Der Blick des Dichters – Öffentlicher Workshop der Projektgruppe »Theorie & Praxis des Performativen«

Montag, 03. Februar 2014, ab 18.00 Uhr
Universität Potsdam, Campus Neues Palais, Haus 8, Raum 60/61
Die Künste nehmen an der Ungewissheit über die menschliche Existenz teil. Sie nähern sich der Offenheit des Lebens, verlieren und finden sich in ihr, changieren zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit, Sprache und Sein, Denken und Erfahren. Beispielhaft lässt das Schreiben als künstlerische Praxis einen Zwischenraum entstehen, inmitten von Differenten und Einem, Selben und Anderen, Diesseitigen und Jenseitigen, Möglichen und Unmöglichen. Der Blick des Dichters ist ein vom Werk ergriffener. Die Wörter betrachten den Schreibenden und eröffnen in unserem Workshop Fragen nach (1) dem Ort des Gedichts, (2) seinem Gegenüber und (3) seiner Adressierung.
Programm:
Einführung | Judith Rüter
Der Blick des Orpheus | Robin El Kady & Anna Rittinghausen
Kunst, Sein und Alterität | Anna Sabeth Kerkhoff
Der Blick des Übersetzers | Hans Kannewitz & Lukas Juretko im Gespräch mit Jonas Hock
Jonas Hock studierte Germanistik und Romanistik in Leipzig und Lyon. Er arbeitet als Übersetzer für französische Literatur, Literaturtheorie und Philosophie und interessiert sich für deutsch-französische Geistesgeschichte, insbesondere für Fragen der Literaturontologie sowie für Schnittpunkte von Literatur(-wissenschaft) und Philosophie. Bisher erschienen die Übersetzungen Der literarische Raum und der Erzählband Nachträglich von Maurice Blanchot (gemeinsam mit Marco Gutjahr); in Vorbereitung sind Übersetzungen der Werke von Louis-René des Forêts, Die zersprungene Phänomenologie von Dominique Janicaud sowie Aminadab von Maurice Blanchot (letzteres gemeinsam mit Marco Gutjahr).
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Seminars »Sprache, Lyrik, Alterität«, unter der Leitung von Dr. Jörg Sternagel.