Abschlussarbeiten 2024
Die documenta und das Kuratieren: eine Untersuchung ausgewählter Ausstellungen, ihrer Präsentationsformen und Veränderung im historischen Kontext.

Maja Mikolajek
Betreuung: Prof. Dr. Heiko Christians / Dr. Susanne Müller
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der kuratorischen Konzepte der documenta in Kassel und deren Einfluss auf die gegenwärtige Praxis der Ausstellungsgestaltung. Ziel ist es, den Wandel von der traditionellen Rolle des Kurators, die sich auf die Organisation und Präsentation von Kunstwerken konzentrierte, zu einer erweiterten Praxis nachzuvollziehen. Diese umfasst auch die Vermittlung und Kontextualisierung von Kunst. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie spiegeln die Ausstellungskonzepte der documenta diesen Wandel wider und welche Auswirkungen haben diese Ansätze auf die zeitgenössische kuratorische Tätigkeit? Die Untersuchung analysiert die Entwicklung der kuratorischen Praxis von der ersten documenta (1955) bis zur jüngsten documenta (2022) und zeigt, dass sich die kuratorische Praxis in drei Phasen unterteilt: Inszenierung kommunikativer Kunsträume, thematische Konzeptualisierung gesellschaftsbezogener Kunsträume und Entwicklung sozialer Räume. Es wird argumentiert, dass sich der Schwerpunkt der Ausstellung von der reinen Ästhetik hin zu sozialen Themen verschoben hat.