Abschlussarbeiten 2024

Zeitreise Zentralviehhof Eine auditive Zeitreise zur Geschichte und Akustik der Großstadt, anhand des Beispiels des ehemaligen Zentralvieh- und Schlachthofs Berlin

Nicola Seele (MA)

Betreuung: Prof. Anne Quirynen / Prof. Dr. Jan Distelmeyer

Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel „Zeitreise Zentralviehhof“ untersucht die Verbindung zwischen Akustik und Geschichte am Beispiel des ehemaligen Zentralvieh- und Schlachthofs Berlin. Durch ein Audioprojekt wurden die Soundscapes dieses historischen Ortes nachempfunden und mit narrativen Elementen verknüpft, um die (Stadt-)Geschichte Berlins vom Beginn der Industrialisierung an bis heute auf eine innovative Weise zu präsentieren. Der schriftliche Teil dieser Arbeit beginnt mit einer Analyse der Bedeutung von Soundscapes für die Stadtgeschichte und erläutert darauffolgend die Methodik des Audioprojekts zur Wiedergabe und Interpretation der Klanglandschaft des Zentralviehhofs. Diese wird daran anschließend an einem konkreten Beispiel verdeutlicht. In dem Entstehungsprozess der „Zeitreise Zentralviehhof“ wurden dabei historische Quellen und Archivmaterial mit fiktionalen Elementen kombiniert, um ein umfassendes und auch unterhaltsames Bild der Soundgeschichte dieses Ortes zu zeichnen. Im Zentrum der Untersuchung steht die individuelle Soundgeschichte des Zentralviehhofs, die in verschiedenen Phasen von der Entstehung des Ortes, über die Blütezeit der Fleischproduktion bis zur Schließung und der heutigen Nutzung dieses Ortes reicht. Die charakteristischen Klänge der verschiedenen Epochen wurden dabei mit dem besonderen Fokus auf ihre Bedeutung für die allgemeine Stadtentwicklung und die (akustische) Wahrnehmung des städtischen Raums konzipiert. Dies hatte den Zweck zu erörtern, wie Geschichte vor allem auditiv lebendig gemacht werden kann.