Abschlussarbeiten 2024

Der Tod ist nicht das Ende. Rechtliche und gesellschaftliche Implikationen des digitalen Nachlebens.

Anika Faber

Betreuung: Prof. Dr. Nico Heise / Dr. Susanne Müller

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung des digitalen Nachlebens im Kontext moderner Kommunikationstechnologien. Zentral steht die Frage, wie sich die digitale Präsenz Verstorbener auf eine digitalisierte Gesellschaft auswirken kann.

Es wird ein umfassendes Bild der Digital-Afterlife-Industrie gezeichnet, die in Death- Tech und Grief-Tech unterteilt wird. Dazu gehören Dienstleistungen zur Verwaltung des digitalen Nachlasses sowie Angebote, die sich auf eine anhaltende digitale Präsenz nach dem Tod beziehen. Diese Anwendungen haben gesellschaftliche und rechtliche Implikationen, beeinflussen die Trauer- und Erinnerungskultur und stellen Nutzer*innen sowie Hinterbliebene vor verschiedene ethische und moralische Fragen. Auch rechtliche Aspekte wie Erbrecht, Datenschutz und vertragliche Nutzungsbedingungen spielen in Bezug auf das digitale Nachleben eine Rolle. Neue Technologien wie Virtual Reality zeigen, wie sich die Zukunft der Digital-Afterlife- Industrie künftig entwickeln könnte.