Abschlussarbeiten 2024
Ruhe bitte! Filmzensur am Beispiel von Kurt Maetzigs Das Kaninchen bin ich

Pauline Szczesny
Betreuung: Prof. Dr. Jan Diestelmeyer / Prof. Dr. Heiko Christians
Der 15. Dezember 1965, Ost-Berlin. Was ursprünglich als Wirtschafts- plenum geplant war, entwickelte sich zu dem bis dato einschneidends- ten Akt der Zensur in der gesamten DDR-Geschichte: das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED. Unzählige in Vergessenheit geratene Werke der Literatur, nie aufgeführte Theaterstücke und zwölf verbotene Spielfilme. Mit Fokus auf dem DEFA-Studio für Spielfilme behandelt die vorliegende Arbeit die gesellschaftlichen, politischen wie wirtschaftlichen Faktoren im Rahmen der ostdeutschen Kulturpolitik, welche das „Kahl- schlagsplenum“ in diesem Maße überhaupt erst möglich machten. An- hand des Beispiels Das Kaninchen bin ich von dem hochangesehenen Regisseur Kurt Maetzig werden Verbotsgründe erörtert, das besondere Verhältnis zwischen Kunstschaffenden und Politik dargestellt und das Potential des Films als Massenmedium erörtert.
Betreuung: Prof. Dr. Jan Diestelmeyer / Prof. Dr. Heiko Christians
Der 15. Dezember 1965, Ost-Berlin. Was ursprünglich als Wirtschafts- plenum geplant war, entwickelte sich zu dem bis dato einschneidends- ten Akt der Zensur in der gesamten DDR-Geschichte: das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED. Unzählige in Vergessenheit geratene Werke der Literatur, nie aufgeführte Theaterstücke und zwölf verbotene Spielfilme. Mit Fokus auf dem DEFA-Studio für Spielfilme behandelt die vorliegende Arbeit die gesellschaftlichen, politischen wie wirtschaftlichen Faktoren im Rahmen der ostdeutschen Kulturpolitik, welche das „Kahl- schlagsplenum“ in diesem Maße überhaupt erst möglich machten. An- hand des Beispiels Das Kaninchen bin ich von dem hochangesehenen Regisseur Kurt Maetzig werden Verbotsgründe erörtert, das besondere Verhältnis zwischen Kunstschaffenden und Politik dargestellt und das Potential des Films als Massenmedium erörtert.