Abschlussarbeiten 2016

MULTIPERSPEKTIVEN Über Darstellungsmöglichkeiten im Dokumentarischen / ein audiovisuelles Experiment im Iran.

Pune Djalilehvand

Betreuung: Prof. Anne Quirynen, Fritz Schlüter
Bachelorarbeit

Diesen Film gibt es eigentlich nicht, genauer gesagt: er hätte nie entstehen dürfen. Auf der Suche nach Darstellungsmöglichkeiten von Öffentlichkeit und Privatheit im Iran, hat sich das Filmen innerhalb dieser Extreme selbst zum Motiv der Arbeit entwickelt. Das Projekt untersucht das dokumentarische Filmen als Interaktion mit Einbindung der Bedingungen vor Ort. Dabei spielen Faktoren wie meine Beziehung zu den Protagonisten sowie die Drehvoraussetzungen eine Rolle. Daraus entwickelt sich eine Ästhetik, die die Umstände ihrer Entstehung mitbeschreibt. Als theoretische Grundlage der audiovisuellen Untersuchung dient der ethnographische Film in seiner Praxis der Zurschaustellung des Fremden. Mit dem Ziel etablierte Muster von Repräsentation zu durchbrechen, frage ich nach den Möglichkeiten multiperspektivischer Darstellung. Das Ergebnis ist kein Film über den Iran, sondern darüber, wie ich im Iran einen Film drehe.