Abschlussarbeiten 2012

Zuwider. Postpornografie als affekt-politische Gegentaktik

Katja Grawinkel

Betreuung: Dr. Jörg Sternagel, Prof. Anne Quirynen
Masterarbeit

  • Preis für die beste MA-Abschlussarbeit 2012 im Studiengang Europäische Medienwissenschaft

Postpornografie ist eine medienhistorische Phase und eine politisch-künstlerische Bewegung, die der Ordnung der Geschlechter, Körper und Begehren etwas entgegen hält. Wer betreibt seine Kunst mit Mitteln der Pornografie und welche Politik kann damit gemacht werden?
Um die Politik der Postpornografie zu verstehen, werden Theorien zu Körpern und Geschlecht behandelt, die Kategorie der Identität und die Strategie der Subversion hinterfragt. Die Fragestellung wird mit Brian Massumis Theorie des Affektiven erweitert; ein theoretischer Perspektivwechsel, um Postpornografie als politische Gegentaktik zu begreifen.
Zwei Beispiele exemplifizieren die Theorie. Am Schluss steht das Modell einer Politik der Wahrnehmung. Tiefes, körperliches Empfinden macht eine affektive Offenheit zugänglich, die starren Positionierungen eine permanente Bewegung entgegenstellt. Eine Politik der Vagheit, des Widerspruchs. Zuwider.