Abschlussarbeiten 2009

Sehen oder gesehen werden? Geschichte, Bedeutung und Rezeption der Biennalen am Beispiel der berlin biennale

Stefanie Kinsky

Betreuung: Prof. Heiko Christians; Dr. Änne Söll
Bachelorarbeit

Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Frage nach den Merkmalen und
Strukturen der Biennalen für zeitgenössische Kunst. Die Analyse der Geschichte der Kunstausstellung hat ergeben, dass Biennalen ihren Ursprung
in den Akademieausstellungen des 18. Jahrhunderts und in den
großen Welt- und Industrieausstellungen des 19. Jahrhunderts haben.
Am Beispiel der berlin biennale konnten in einem ersten Schritt äußere Merkmale der Biennalen abgeleitet werden: wechselnde Kuratoren,
der Bezug zum Ausstellungsort, die besondere Medienwirksamkeit
und das Experimentieren mit Ausstellungspraktiken. Die innere Logik
der Biennalen charakterisiert sich durch ihr Verhältnis zu Lokalität und
Globalität, sowie ihre Positionierung zur kulturellen Identitätsbildung.
Es hat sich herausgestellt, dass sich Biennalen nicht konsequent gegen
das Museum wenden. Beide gehen eine Koexistenz ein und entsprechen Boris
Groys These vom fließenden Museum.