Abschlussarbeiten 2008

Ich wär’ gern noch bisschen hier

Katja Zanger

Betreuung: Frederic Schröder, Prof. Anne Quirynen

  • APPLAUS: Preis für beste BA-Abschlussarbeit 2008 im Studiengang EMW

    „Man könnte hier wohnen“ sagt Frau Schött. Sie wohnt hier, in der Alten-Wohngemeinschaft, seit zehn Monaten. Aber ein Teil von ihr ist nie angekommen. Er bleibt auf Wanderschaft mit ihrem Mann Asbjörn. Wie sie, haben fünf weitere Frauen am Ende ihres Lebens hier ihre Wohnstatt gefunden. Ein Leben, das nun aus Erinnerungen besteht und in dem das Wort „Zukunft“ seine Bedeutung verloren hat. Aber noch gibt es das „Jetzt“.
    Die Frauen, die hier leben, sind in unterschiedlichem Maße an Demenz erkrankt. Doch gleichgültig, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist – immer begegnet man einzigartigen, hochsensiblen Menschen, die mit ihrer Umwelt in enger emotionaler Verbindung bleiben. Der Film ist der Versuch einen Annäherung an Einzelpersönlichkeiten und die Umstände ihres Lebens unter den Bedingungen der Pflegebedürftigkeit. Sie stellen sich dar in ihrem Alltag, ihren Beziehungen zueinander und zu den Pflegerinnen. Sie erzählen aus ihrem Leben und reflektieren ihre jetzige Situation.
    Die zwischenmenschlichen Beziehungen in diese Gemeinschaft sind es, die die Zeit vor dem Abschiednehmen wertvoll und lebendig machen – für die Bewohnerinnen wie für ihre Pflegerinnen. Sie zeigen, was möglich ist.