Abschlussarbeiten 2007

ProjektZeit. Versuch über die Arbeit.

Bernadette Klausberger, Jana Krause, Hannah Stracke

Betreuung: PD Dr. Heiko Christians, Angela Melitopolous
Bachelorarbeit

  • FHP-Preis für herausragende Abschlussarbeiten 2007 im Studiengang EMW


  • Die Gemeinschaftsarbeit ist nach Aussagen der Autorinnen „Prozess und Ergebnis einer maschinellen Anordnung“. Diesen Satz gilt es zu verstehen. Er ist so zu verstehen, dass nach einer kurzen essayistischen Besinnung auf das Phänomen Projekt/ Projektierung/ Projektarbeit im Feld der Arbeit Sprachmaterial gesammelt wurde, dass von Arbeit handelt. Hierbei wurde Privatkommunikation, Literatur- und Interviewmaterial ausgewertet. Es entsteht ein Sprech- und Textuniversum, in dem Arbeit und ihr Sonderfall Projektarbeit zu einem allgegenwärtigen Schemen wird. Was ist Arbeit? Wie spricht man darüber? Was ist Projektkultur? Zentrale Fragen aus der unmittelbaren gesellschaftlichen Gegenwart, denen sich kaum eine Disziplin ernsthaft stellt. Kommen wir zur ‚maschinellen Anordnung’. Das Material wurde in einen neuen Prozess eingespeist. Man könnte sagen in eine theatrale Performance, eine Einflüsterung. Die engagierten Schauspieler sprechen das gerade erst in ihr Ohr geleitete Wortmaterial nach oder aus. Dabei gibt es erneut eine Konfrontation des Materials mit der Arbeit - mit der Arbeit des Schauspielers, der hier in dem einen Fall quasi-maschinell agieren möchte, indem er ein Verständnis und Einverständnis mit der maschinellen Anordnung signalisiert, oder der im anderen Fall einen maximalen interpretatorischen Spielraum stimmlich schaffen möchte, um gerade die Autonomie und Andersartigkeit seiner Arbeit zu bewahren oder herauszustreichen. Diese beiden Varianten werden in einem dritten Schritt parallel als Film an sich gegenüberliegende Schirme/ Leinwände projiziert, so dass der dadurch eingefaßte Zuschauer idealiter in einem nochmals neuen Raum der Arbeit über eben diese nachdenken darf.