Abschlussarbeiten 2007
Dubitative Bilder - Eine Annäherung anhand fotografischer Exempel unter dem Eindruck der Digitalisierung
Kornelia Cichon
Betreuung: Dr. Christine Hanke, Gastprof. Dr. Peter Bexte
Bachelorarbeit
Jährlich werden gegenwärtig acht mal mehr digitale Fotoapparate abgesetzt als analoge, berichten Verkaufszahlen. Zentral tritt der benutzerfreundliche „Personal Computer“ als Bildverarbeitungsmedium hinzu - sei es, um mit digitalen oder aber ursprünglich analogen, sogenannten „eingescannten“ Fotografien zu operieren. Inmitten dieser Konzentration auf neue Technologien, die man als „Digitalisierung“ bezeichnen darf, prägte Peter Lunenfeld den Begriff des „dubitativen Bildes.“ Gerne wird auf diesen im Diskurs um die Auswirkungen digitaltechnischer Verfahrensweisen auf das Fotografische rekurriert - eine genaue Bestimmung dessen, was ein solches Bild eigentlich charakterisiert, bleibt allerdings aus. Wodurch wird eine Fotografie „dubitativ“? Muss sie notwendigerweise digital sein? Wie sieht ein solches Bild aus?
Es bietet sich an, die medientechnisch ausgelöste kulturelle Umbruchsituation genauer zu fassen, in der dieses Bildphänomen erstmalig Benennung gefunden hat. Hierzu werden medienwissenschaftliche Texte, die sich der technischen Seite analoger sowie digitaler Fotografie widmen, gekoppelt an eine Perspektive, die deren kulturelle Wahrnnehmungs- und Deutungsweisen gewichtet. Neben Aspekten der Produktion werden gezielt konventionelle Umschreibungen der opto-chemischen Fotografie als ein Medium mit außergewöhnlicher Nähe zur Wirklichkeit beleuchtet, wobei die Indexikalität den Dreh- und Angelpunkt dieser Sonderstellung bildet. Begreift man künstlerische Praxis als ein Experimentierfeld, welches grundsätzlich Rezeptionsformen des Bildes in seinem Verhältnis zur Realität reflektiert, liegt es nahe, Beispiele dubitativer Fotografien gerade in diesem Bereich ausfindig zu machen. Dabei darf grundliegend der untersuchende, herantastende Charakter dieser Arbeit fest stehen, in ihrem Bestreben, Strategien, die einer Fotografie Zutritt zu dieser besonderen Kategorie verschaffen, zu skizzieren sowie Besonderheiten des dubitativen Bildes herauszuschälen.
Betreuung: Dr. Christine Hanke, Gastprof. Dr. Peter Bexte
Bachelorarbeit
Jährlich werden gegenwärtig acht mal mehr digitale Fotoapparate abgesetzt als analoge, berichten Verkaufszahlen. Zentral tritt der benutzerfreundliche „Personal Computer“ als Bildverarbeitungsmedium hinzu - sei es, um mit digitalen oder aber ursprünglich analogen, sogenannten „eingescannten“ Fotografien zu operieren. Inmitten dieser Konzentration auf neue Technologien, die man als „Digitalisierung“ bezeichnen darf, prägte Peter Lunenfeld den Begriff des „dubitativen Bildes.“ Gerne wird auf diesen im Diskurs um die Auswirkungen digitaltechnischer Verfahrensweisen auf das Fotografische rekurriert - eine genaue Bestimmung dessen, was ein solches Bild eigentlich charakterisiert, bleibt allerdings aus. Wodurch wird eine Fotografie „dubitativ“? Muss sie notwendigerweise digital sein? Wie sieht ein solches Bild aus?
Es bietet sich an, die medientechnisch ausgelöste kulturelle Umbruchsituation genauer zu fassen, in der dieses Bildphänomen erstmalig Benennung gefunden hat. Hierzu werden medienwissenschaftliche Texte, die sich der technischen Seite analoger sowie digitaler Fotografie widmen, gekoppelt an eine Perspektive, die deren kulturelle Wahrnnehmungs- und Deutungsweisen gewichtet. Neben Aspekten der Produktion werden gezielt konventionelle Umschreibungen der opto-chemischen Fotografie als ein Medium mit außergewöhnlicher Nähe zur Wirklichkeit beleuchtet, wobei die Indexikalität den Dreh- und Angelpunkt dieser Sonderstellung bildet. Begreift man künstlerische Praxis als ein Experimentierfeld, welches grundsätzlich Rezeptionsformen des Bildes in seinem Verhältnis zur Realität reflektiert, liegt es nahe, Beispiele dubitativer Fotografien gerade in diesem Bereich ausfindig zu machen. Dabei darf grundliegend der untersuchende, herantastende Charakter dieser Arbeit fest stehen, in ihrem Bestreben, Strategien, die einer Fotografie Zutritt zu dieser besonderen Kategorie verschaffen, zu skizzieren sowie Besonderheiten des dubitativen Bildes herauszuschälen.