Veranstaltungen
Sommer 2006
Texte und Theorien zum Begriff „Kulturkritik“
Kritik bezeichnet in der Antike das unterscheidende, urteilende Vermögen des gebildeten Menschen. Kritik im
aufklärerischen Sinne erreichte einen frühen Höhepunkt in der griechischen Philosophie des 5. Jahrhunderts a.Chr., als sophistische und sokratische Kritiker Mythos, Götterglauben, Tradition, Namen u.a.m. in Frage stellten.
Im Gefolge der philosophischen Anstrengungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts entstand der Begriff "Kulturkritik" und verbreitete sich speziell im letzten Jahrhundert schlagwortartig. Heute wird darunter zumeist die Analyse und kritische Bewertung einzelner sozialer und kultureller Erscheinungsformen in einer jeweils die ganze Kultur umfassenden Perspektive verstanden. Dass "Kulturkritik" dabei stets in einem ambivalenten Verhältnis zwischen ihrem Gegenstand und einem bestimmten Verständnis von Kultur steht, macht sie spannender, lebendiger, aber auch brisanter und fragwürdiger als andere Diskurse. Während Kritiker der "Kulturkritik" hervorheben, dass sie nur eine Gestalt jener Kultur sei, die von ihr zum Gegenstand erhoben wird, betonen andere die utopischen Dimensionen ihrer Entwürfe, die den jeweiligen gesellschaftlichen Zustand teils konservativ, teils progressiv überschreiten würden.
Als philosophische Praxis hat Kulturkritik seit jeher im europäisch-abendländischen Raum existiert, von der Antike (Diogenes) über die Kritik der französischen Aufklärung (J.J. Rousseau) und die Kulturkritik des ausgehenden 19. Jahrhunderts (F. Nietzsche) bis hin zur facettenreichen Gesellschafts- und Kulturkritik des 20. Jahrhunderts.
Ausgehend von der umfassenden Klärung der Termini "Kultur" und "Kritik" soll in dieser Veranstaltung Entstehung und Bedeutung des Begriffs "Kulturkritik" erarbeitet und dieser von anderen Konzepten wie Textkritik, Gesellschaftskritik, Ideologiekritik, Technologiekritik abgegrenzt werden.
aufklärerischen Sinne erreichte einen frühen Höhepunkt in der griechischen Philosophie des 5. Jahrhunderts a.Chr., als sophistische und sokratische Kritiker Mythos, Götterglauben, Tradition, Namen u.a.m. in Frage stellten.
Im Gefolge der philosophischen Anstrengungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts entstand der Begriff "Kulturkritik" und verbreitete sich speziell im letzten Jahrhundert schlagwortartig. Heute wird darunter zumeist die Analyse und kritische Bewertung einzelner sozialer und kultureller Erscheinungsformen in einer jeweils die ganze Kultur umfassenden Perspektive verstanden. Dass "Kulturkritik" dabei stets in einem ambivalenten Verhältnis zwischen ihrem Gegenstand und einem bestimmten Verständnis von Kultur steht, macht sie spannender, lebendiger, aber auch brisanter und fragwürdiger als andere Diskurse. Während Kritiker der "Kulturkritik" hervorheben, dass sie nur eine Gestalt jener Kultur sei, die von ihr zum Gegenstand erhoben wird, betonen andere die utopischen Dimensionen ihrer Entwürfe, die den jeweiligen gesellschaftlichen Zustand teils konservativ, teils progressiv überschreiten würden.
Als philosophische Praxis hat Kulturkritik seit jeher im europäisch-abendländischen Raum existiert, von der Antike (Diogenes) über die Kritik der französischen Aufklärung (J.J. Rousseau) und die Kulturkritik des ausgehenden 19. Jahrhunderts (F. Nietzsche) bis hin zur facettenreichen Gesellschafts- und Kulturkritik des 20. Jahrhunderts.
Ausgehend von der umfassenden Klärung der Termini "Kultur" und "Kritik" soll in dieser Veranstaltung Entstehung und Bedeutung des Begriffs "Kulturkritik" erarbeitet und dieser von anderen Konzepten wie Textkritik, Gesellschaftskritik, Ideologiekritik, Technologiekritik abgegrenzt werden.
Dozent
Dr. Babette Kaiserkern
Termin
Dienstag, ab 18.04.
Ort
UP 1.9.215
SWS
2
Studiengang
BA, MA, BA (alte Studienord.)
Module (BA): 1, 4; alte Studienordnung: 1b, 2a
Module (MA): 3
Module (BA): 1, 4; alte Studienordnung: 1b, 2a
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 oder 6 CP
Teilnehmerbegrenzung
30
