Dr. Frank Schubert

Dr. Frank Schubert

Lehrbeauftragter

Universität Potsdam, Medien und Künste
schubi@uni-potsdam.de



Veranstaltungen
Winter 2014/2015
Das Interview - zur Anatomie und Dramaturgie eines Fernsehgenres
Wir wollen ein relativ klar begrenztes Feld konkreter Medienoutputs betrachten, das noch immer eine erhebliche Anziehungskraft hat und das man in den Medienhäusern selten dem Praktikanten überlässt. Gekonnte Interviews mit Personen, die was zu sagen haben und das auch tun, gehören zu den Highlights eines Sende-und Verleger-Jahres. Herkunft und Zukunft interessieren uns dabei ebenso wie verschiedene Formen, erforderliche Technik, Vor-und Nachbereitung. Das erlernt man am besten, indem man auch selbst sich in der "Technik" des Interviews versucht.
Dozent
Termin
Fr 16-18 Uhr
Ort
Neues Palais 1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Sommer 2014
Medien mit Verantwortung – Wie weit darf Fernsehen gehen?
Würdelose Dschungelprüfungen. Vorgeführte Kandidaten in Reality-Formaten. Frauenfeindliche Klischees bei Castingshows. Sensationsgierige Nachrichten. Die Liste der moralischen Vorwürfe gegen das deutsche Fernsehprogramm ist lang und vielfältig.

Doch welche Grenzen müssen/sollten eingehalten werden? Wie wandeln sich diese und wer legt sie überhaupt fest? Welche Verantwortung müssen oder können Sender, Redakteur_innen und Produzent_innen angesichts eines großen Marktdrucks übernehmen? Wie viel Verantwortlichkeit ist den Zuschauer_innen zuzutrauen? Inwieweit sind Skandale und Tabubrüche zulässige Erfolgsgaranten? Kurz, wie weit darf Fernsehen gehen?

Das komplexe und wissenschaftlich oft unzureichend behandelte Gebiet der Medienethik möchten wir in dem Seminar exemplarisch am Beispiel des Fernsehens aufgreifen. Angestrebt wird ausdrücklich aber keine philosophische oder theologische Diskussion über die Begriffe Ethik und Moral, sondern vielmehr eine praxisnahe und konkrete Auseinandersetzung mit der Problematik bezogen auf das deutsche Fernsehprogramm.

Dazu wollen wir neben aktuellen Grenzfällen auch frühere Skandale gemeinsam analysieren und Regeln, Grundsätze, Ursachen und Lösungen diskutieren sowie die Verantwortlichkeit der beteiligten Parteien beleuchten. Ferner sollen vertiefende Gespräche mit Spezialisten aus der Praxis die Lehrveranstaltung bereichern.

Geplante Themen u.a.:
«Deutschland sucht den Superstar», «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!», «Big Brother», «Schwer verliebt», «Tatort: Internet», «TV Total», «Die Supernanny» sowie die Fälschung der Hitler-Tagebücher und das Geiseldrama von Gladbeck.
Dozenten
Termin
Di 16-19
Ort
Neues Palais 1.22.038
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA EMW, KuWi
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2013/2014
FERNSEHEN. MACHT. MEINUNGEN. - Formate, Formen und Folgen der politischen Talkshow in Deutschland
Das Fernsehen hat die Geschichte Deutschlands nicht nur von Anfang an begleitet, sondern dessen sozialen und politischen Entwicklungen reflektiert, bewertet und ebenso beeinflusst. Dies geschah in zahlreichen Formaten auch abseits von Nachrichtensendungen oder Live-Übertragungen. Das Seminar versucht, diese komplexe Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Diskussionen und ihrer Thematisierung im Fernsehen aufzuarbeiten.

Weil diese Debatten insbesondere in (politischen) Talkshows stattfanden, erscheint dieses Genre besonders bedeutsam und untersuchenswert zu sein. Dazu sollen aktuelle, aber auch frühere Talk-Formate des deutschen Fernsehens sowie ihre verschiedenen Inszenierungsformen eines Gesprächs gemeinsam angesehen und analysiert werden. Letztlich ergibt sich auf diese Weise nicht nur ein Überblick über die deutsche Fernsehlandschaft, sondern auch eine Rückschau auf spannende, gesellschaftliche Diskussionen.

Geplant sind Untersuchungen der Sendungen «Je später der Abend», «3nach9», «Explosiv – Der heiße Stuhl», «Gottschalk Late Night», «Talk in Berlin», «Hans Meiser», «Friedmann», «Sabine Christiansen», «Günther Jauch», «Stuckrad-Barre», «Markus Lanz», «Roche & Böhmermann» und andere.
Dozenten
Termin
Di 14-16 Uhr
Ort
Neues Palais 1.22.0.38
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW, Magister-Nebenfach
Teilnehmerbegrenzung
25
Sommer 2013
Massenmedien und Politik: Antiquierte Annahmen zu Medienwirkungen und ihre aktuellen Anwendungen im Wahlkampf 2013
Überblick zu Ansätzen und Theorien von Medienwirkungen der letzten 100 Jahre - was hat Geltung, was ist verifiziert, ergänzt, widerlegt worden? Analysen, Statistiken, Wertungen – Nach welchen Annahmen spielt sich in Politik und Medien der Wahlkampf ab? Wonach richtet sich schließlich der Wahlbürger, das "unbekannte Wesen", bei seinem Wahlkreuzchen? Welche Rolle zwischen empirischem Instrument und Massenmedienformat nehmen Politbarometer, Sonntagsfrage, Hochrechnungen, Kanzlerkandidatenduellen und „Last-Minute-Swing“-Kampagnen ein? Hinweise erhalten wir aus angewandten Konzepten wie „Theorie der kognitiven Dissonanz“, „Mood-Management“, „Affective-Disposition-Theory“, „Paradigma vom aktiven Rezipienten“ und „Niedrigkostenstrategien“, „flow-Prozesse“, „intervenierende Variablen“ im Medienrezeptionsprozess, Langzeitstudien und sich selbst verstärkende Vorgänge („self-reinforcing-process“) usw.
Dozent
Termin
mittwochs 14-16 Uhr
Ort
Neues Palais, Haus 8, Raum 058
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW, Magister-Nebenfach Medienwissenschaft
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2012/2013
Theorien der Mediennutzung / Theorien der Medienkompetenz
Im Seminar werden gesicherte theoretische Erkenntnisse zur Mediennutzung erörtert: uses and gratification (UGA),agenda-setting und seine 10 Teilfunktionen, die Schweigespirale, die kognitive Dissonanz, der sleeper- effect, starker und schwacher third- person- Effekt, der Mood- Management- Ansatz, , die Affective- Disposition- Theory, incraesing- knowledge-gap, der dynamisch- transaktionale Ansatz und seine intervenierenden Variablen…
Moderne Medienkompetenz wird in ihren verschiedenen Merkmalsausprägungen gekennzeichnet und an unterschiedlichen journalistisch-publizistischen Gestaltungen verifiziert : Nachricht, Kommentar, Bildunterzeile BUZ, Plakatserie, Karikatur, das „staatstragende“ Interview…
Das wird ermöglicht durch ein abgestimmtes Zusammenspiel von bereitgestellten Informationen, kleinen Projektaufgaben und Praxiskontakten.
Dozent
Termin
Fr 14-16
Ort
Neues Palais, 1.19.1.16
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW, Magister-Nebenfach MW
Teilnehmerbegrenzung
25
Sommer 2011
Das Bild aus Sicht der Medienwirkungsforschung
Inhalt der Veranstaltung ist vorrangig ein aktueller praxisrelevanter Überblick über Ergebnisse der Medienwirkungsforschung mit dem Ziel, einen Kanon von Qualitätsmerkmalen von informierenden und lehrenden Medienauftritten zu erstellen.

Die Darlegungen folgen den entsprechenden theoretischen Beiträgen von Christian Doelker, Bernd Weidenmann, Vilem Flusser, Hans Gombrich, Otto Neurath, Ludwig Issing, Werner Früh, Klaus Schönbach, Martin Schuster, Albert Uhlig, Steffen-Peter Ballstedt, Karl Nessmann, Klaus Boeckmann, Norbert Heymen, der Berliner Schule (Schulz von Thum, Langer,Tausch), Theo Hermann, Gerd-Fritz Muckenhaupt, Johannes Domisch, Gerhard Braun, Joachim Stary.

Themenschwerpunkte der Veranstaltung:

Das Bild, was kann es, was kann es nicht?, seine Rezeption-,innere Verbalisierung mit visuellen/auditiven/semantischen Fehlern, die dual-code-Theorie, der visual-superiority-effect, Sichtbarmachung von Rezeptionsvorgängen mit PET, cine-effect und Photogenieeffekt primacy und recence-effect, der HERMANN-Apfel Bildsemiotik, Bildfunktionen (Ersatz-fokussierende, aktivierende, konstruierende Funktion), Blickverlaufsforschung, Induktion und ihr narrativer Wert, Ikonizitätsgrad,
Bildwahrnehmung, Bilder verstehen (natürliches, indikatorisches) ,visuelles Denken ,Karikaturen, Infografiken Text-Bild-Beziehungen, was kann Sprache? deiktische Funktion der verbalen Komponente, das Zopfmodell, förderliche Redundanz, die fehlende Halbsekunde, der ATI-Ansatz, force- to- connect
Bildmerkmal Virulenz und Normalisierungsbedarf, cone of experience, das Supplantationsprinzip, welche Sinne sprechen welche an? Transskription von olfaktorischen / guttatorischen und taktilen Reizen in av-Medien, Mediensysteme und ihr (Un)Wert, der dynamisch- transaktionale Ansatz und die mentalen Modelle (bottom up und top down, Veranschaulichungsweisen, die Hamburger Verständlichkeitsskala.
Dozent
Termin
Fr 10-12
Ort
UP Neues Palais 1.22.037
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW, NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Sommer 2009
Der Wähler, das unbekannte Wesen
Hauptgegenstand der Veranstaltung wird es sein, die Sonderform von Kommunikation „Wahlen in einem demokratisch verfassten Staat“ medienwissenschaftlich systematisch zu kennzeichnen : welche kognitiven (emotionalen, volitiven) Prozesse beeinflussen wirklich das Wahlverhalten des Bürgers? Wie werden diese Prozesse durch welche (wie gestalteten) Medien ausgelöst, befördert oder behindert ? Sind die Erscheinungen der Personalisierung, Amerikanisierung, Verstetigung, Inszenierung, Mediatisierung, „rollender“ demoskopischer Begleitungen auch in der Bundesrepublik Deutschland zur Regel geworden ? Welche hausinternen Gewichtungsfaktoren spielen (bei Emnid, Forsa, infratest dimap) eine Rolle? Wirken die öffentlich gemachten Voting- Intervalle wie eine „kleine Schweigespirale“? Was bedeutet es, dass der Bürger offenbar „nur“ nach dem Schema einer sogenannten Alltagsrationalität statt durch argumentegeführte rationale Logik seine Wahlentscheidungen trifft? Wir sprechen über Wahlkampfspots, Plakatgestaltungen, griffige oder misslungene Slogans (Klassiker : Freiheit statt Sozialismus!), KAMPAS und Campagneros, horse race und Kandidatenduelle, mediokre Kandidaten usw.
Dozent
Termin
Fr. 11.15-12.45
Ort
UP 1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Zielgruppe
NF Medienwiss. BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2006/2007
Was heißt Medienkompetenz 2007?
Vorrangiges Ziel ist die exakte Kennzeichnung der zwei Hauptformen von Medienkompetenz, der Medienrezeptions-(nutzungs)kompetenz und der Mediendarstellungs(gestaltungs)kompetenz. Das Schwergewicht liegt auf der ersten Form. Deshalb soll vor allem herausgearbeitet werden: wer lernt wodurch an welchen Gegenständen aktuelle Medienkompetenz für alle (Massen)Medien? Teilaspekte sind u.a.: das Pressefoto und seine 10 möglichen Formen von Textelementen,
Text-Bild-Schere und force-to-connect, symmetrische Kommunikation und asymmetrische Argumentation, Ambivalenz von Formaten, Distanzindikatoren, Potenzen der Neuen Medien für alternative Medienofferten.
Dozent
Termin
ab 20.10.
Ort
1.08.064
SWS
2
Studiengang
BA, BA (alte Studienord.)
Module (BA): 3; alte Studienordnung: 3a, 3d
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 CP (Teilnahme), 6 CP (Hausarbeit)
Zielgruppe
Bachelor
Teilnehmerbegrenzung
keine