Dr. Bettina Knaup

Dr. Bettina Knaup

Mobil 0177 7685111
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Veranstaltungen
Winter 2025/2026
Widerständige Archive als Praxis
In diesem Projektseminar werden künstlerische und aktivistische Archive untersucht, die sich explizit dem Vergessen, der Unterdrückung oder der Auslöschung widersetzen.

Widerständige Archive werden dabei als wesentliche Infrastruktur - als „bewohnbarer Grund“ (Judith Butler) - für kommende Generationen von Aktivist*innen, Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen, Autor*innen und engagierten Bürger*innen verstanden. Wir werden Archivarische Infrastrukturen sowohl in ihrer materiellen und topographischen Dimension als auch als soziale Formationen betrachten, die auf kontinuierliche Pflege, Fürsorge und Weiterentwicklung angewiesen sind, und die sich erst durch ihre Nutzung wirklich entfalten.

Im Verlauf des Seminars werden wir neben der Lektüre theoretischer Texte ausgewählte Archive und Ausstellungen besuchen, künstlerische Archivprojekte analysieren und Gespräche mit Archivar*innen sowie Künstler*innen führen. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung eines eigenen Projekts.
Den inhaltlichen Rahmen bildet das von mir mitentwickelte serielle Archivprojekt re.act.feminism (seit 2008), das 2026 im Kontext einer Ausstellung mit anderen Archiven präsentiert wird.
Dozent
Dr. Bettina Knaup
Termin
Di. 14-17Uhr
Ort
FHP D116
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
15
Sommer 2024
Curating Feminism(s) - Feminist Curating
Das Projektseminar "Curating Feminism(s) – Feminist Curating" untersucht die lange Geschichte feministischer kuratorischer Praxis an der Schnittstelle von Bildender und Darstellender Kunst, wobei nicht nur der Inhalt von beispielhaften Ausstellungen, Festivals oder transdisziplinären Programmen betrachtet wird, sondern vor allem auch feministische kuratorische Methoden untersucht werden.
Die kuratorische Profession - historisch in musealen Praktiken der Konservierung von Kunstobjekten verwurzelt - hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Resonanz auf künstlerische Transformationen fundamental verändert und zunehmend den prozesshaften und performativen Charakter transdisziplinärer künstlerischer Praxis in den Vordergrund gestellt, sowie kollektive und relationale Methoden entwickelt. Ihr Ausgangspunkt und Ergebnis sind nicht mehr nur in sich abgeschlossene Kunstwerke und ihr Display, sondern offene Prozesse des Versammelns, Lernens, Forschens, das Einbringen einer neuen Perspektive in Fachkreisläufe, das künstlerische Gespräch, die Behauptung neuer Räume o.ä. Die vielfältige intersektionale feministische kuratorische Praxis seit den 1960er Jahren hat viele dieser Entwicklungen vorweggenommen und beeinflusst.
Basierend auf Lektüre, Ausstellungsbesuchen und Gesprächen mit Kurator*innen v.a. aus Berlin, sollen eigene kuratorische Projekte entwickelt werden (z.B. ein Minifestival, ein performatives Archiv, eine Gesprächsreihe o.ä.), gerne auch in Gruppenarbeit.
Dozent
Dr. Bettina Knaup
Termin
Fr 10:00 - 17:00 (ca alle 2 Wochen, siehe Termine), Start: 12.04.
Ort
FH D103
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12 CP
Teilnehmerbegrenzung
15
Winter 2023/2024
Shared Wastelands
Das Projektseminar Shared Wastelands befasst sich mit Müll-Landschaften und -Infrastrukturen und ihrer Vermittlung in unterschiedlichsten Formaten, wie Film, Performance, Bildender Kunst, Literatur u.a.
Müll ist ubiquitär. Die verbreitete, durchaus koloniale Praxis, den Abfall anderswo zu versenken und zu ‚ent-sorgen‘, stößt auf zunehmende Widerstände und auch faktische Grenzen. Müll verschwindet nicht, er bleibt oder taucht wieder auf, und zwar in zunehmendem Umfang und auf unerwartete (wenn auch auf global sehr ungleich verteilte) Weise. Nach wie vor ist die weltweit am häufigsten verwendete Entsorgungstechnologie die Ablagerung von Abfällen in Deponien. Deponien sind „Orte des Vergessens“: nicht nur das Material wird ausgelagert, sondern auch die Arbeit mit und in den Deponien wird an Wenige delegiert. So betrachten einige Autor*innen die zahllosen über den ganzen Planeten verteilten Mülldeponien des 20. und 21. Jahrhunderts bereits als das größte menschliche Vermächtnis auf dem Planeten Erde.
Das Projektseminar Shared Wastelands schlägt vor, die Fiktion der Aus-lagerung, End-lagerung und Ent-sorgung kritisch zu befragen und Müll-Landschaften als eine Form des Gemeinguts zu betrachten, also als hergestellte, bewohnte, geteilte Orte, die der ständigen (Nach-)Sorgearbeit bedürfen sowie neuer und anderer Imaginationen und Narrative.
Neben Lektüre, Sichtung von Filmen, Ausstellungsbesuchen, Exkursionen steht dabei die Entwicklung eines eigenen Projekts im Vordergrund.
Dozent
Dr. Bettina Knaup
Termin
Fr 10:00 - 16:00 (alle 2 Wochen, siehe Termine), Start: 27.10.
Ort
FHP D 103
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12 CP
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
15