
PD Dr. Marietta Kesting
Medienwissenschaft Akademische MA der EMW im WiSe 2022/2023
Sprechstunde
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Veranstaltungen
Sommer 2024
Screening the Anthropocene
Was zeichnet die medien- und kulturwissenschaftliche Diskurs- und die aktuelle Kunstproduktion rund um das sogenannte Anthropozän aus? Welche Kritik gibt es an eben dieser Etikettierung, sowie an den häufig auch extraktivistischen Logiken folgenden audiovisuellen Arbeiten? Zwischen Zustandsdiagnosen und der Suche nach Handlungspotenzialen wird eine Dringlichkeit erzeugt, die immer auch mit einem Versprechen des Neuen und den Logiken einer affizierenden Dramatisierung verknüpft ist. Letztere kann jedoch auch dazu führen, dass mit einer gewissen Angstlust und Verdrängung auf die Katastrophen der ‚anderen‘ geschaut wird, und sich selbst – zum Glück – (noch) nicht so stark betroffen zu fühlen. Einig scheinen kritische Perspektiven darin, dass technologischer Solutionismus nicht ausreichen wird. Stattdessen plädieren sie auf der epistemologischen Ebene für ein anderes Denken, andere Verknüpfungen und ein anderes Erzählen. Das Seminar wird ein kritisches Vokabular entwickeln im Dialog mit konkreten Materialien (Filme, Ausstellungen u.w.m.).
Dozent
Termin
Mittwoch nachmittags 16-18
Ort
Haus 9 Raum 204, Campus am neuen Palais
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2023/2024
Never Lost in Translation? Sprache, Code und Übersetzungen in künstlerischen Projekten und Science-Fiction
Never Lost in Translation? Sprache, Code und Übersetzungen in Medienkunst, Science-Fiction und künstlicher Intelligenz
Wie funktioniert Kommunikation, wenn unterschiedliche Sprachen, Codes und Ausdrucksmittel vorliegen, etwa mit Außerirdischen oder Maschinen, aber auch mit kleinen Kindern, non-verbal kommunizierenden Menschen oder Tieren? Welche künstlerischen Formate re-imaginieren Unterrichts- und Übersetzungsszenarien, und wie stützen sich diese auf unterschiedliche Medien? Wie werden linguistische Hypothesen in Science-Fiction-Narrativen übersetzt und erprobt.
Dieses Seminar beschäftigt sich anhand unterschiedlicher Materialien mit den Fragen der Übersetzungsprozesse, der Maschinensprache und Sprachmodelle. Dabei werden unterschiedliche Sprache- und Wissensmodelle analysiert und hinterfragt, ob die tools und Techniken der Kommunikation, einen Einfluss auf deren Inhalte haben. Gelesen und diskutiert werden u. a. die Autor:innen Samuel Delany (Babel-17), Ted Chiang, Octavia Butler, sowie Beispiele aus Film (The Arrivals) und Medienkunst, und nicht zuletzt KI-Übersetzungstools, die scheinbar menschliche Übersetzer:innen ersetzen könnten.
Wie funktioniert Kommunikation, wenn unterschiedliche Sprachen, Codes und Ausdrucksmittel vorliegen, etwa mit Außerirdischen oder Maschinen, aber auch mit kleinen Kindern, non-verbal kommunizierenden Menschen oder Tieren? Welche künstlerischen Formate re-imaginieren Unterrichts- und Übersetzungsszenarien, und wie stützen sich diese auf unterschiedliche Medien? Wie werden linguistische Hypothesen in Science-Fiction-Narrativen übersetzt und erprobt.
Dieses Seminar beschäftigt sich anhand unterschiedlicher Materialien mit den Fragen der Übersetzungsprozesse, der Maschinensprache und Sprachmodelle. Dabei werden unterschiedliche Sprache- und Wissensmodelle analysiert und hinterfragt, ob die tools und Techniken der Kommunikation, einen Einfluss auf deren Inhalte haben. Gelesen und diskutiert werden u. a. die Autor:innen Samuel Delany (Babel-17), Ted Chiang, Octavia Butler, sowie Beispiele aus Film (The Arrivals) und Medienkunst, und nicht zuletzt KI-Übersetzungstools, die scheinbar menschliche Übersetzer:innen ersetzen könnten.
Dozent
Termin
Freitags von 12:15-13.45, wöchentlich
Ort
Campus am neuen Palais, Raum 12.0.05
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Sommer 2023
Worldbuilding: Medien, Modelle, Simulation
Klima, Weltraum, Wirtschaft, Medizin – in vielen Wissensgebieten werden Modelle und Simulationen eingesetzt, um Prognosen über die Zukunft zu treffen, oder unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Modelle helfen beim Verstehen und der Wissensproduktion, indem sie komplexe Zusammenhänge reduktiv darstellen und selektiv vereinfachen.
Modelle können zum Handeln oder Denken anregen, und bestimmte Aspekte der Welt ‚im Kleinen‘ repräsentieren und simulieren. Selbstverständlich haben auch die Künste, allen voran Architektur und Design, eine lange Geschichte der Arbeit mit Modellen. Durch den Einsatz von 3D-Scans und Virtual Reality können mittlerweile auch noch nicht oder niemals gebaute Gebäude simuliert werden.
Medien, Modelle und Simulation dienen ebenso im weit gefassten Feld der Medienkunst dazu, etwas durchzuspielen und beispielsweise die Aufmerksamkeit auf bessere, mögliche Welten zu lenken. Künstler*innen demonstrieren mit Fiktionen und Entwürfen auch Kritik an vorgefundenen, bekannten Modellen.
So spielt die medienkünstlerische Positionen von Alice Bucknell mit ihrer artifiziellen „Swamp City“ mit dem Gegenentwurf zu dem Mythos der „Smart City“. Andere, wie beispielsweise Forensic Architecture, rekonstruieren mit Hilfe von digitalen Modellen, reale Geschehnisse, und bewegen sich zwischen Kunst, Aktivismus und dem Juridischen.
Die Zeitlichkeiten von Modellen und Simulationen können, sowohl auf das Zukünftige, möglicherweise zu Realisierende verweisen, wie auch auf das im Nachhinein Rekonstruierende, um damit Beweise oder Argumente für einen möglichen Ablauf von Ereignissen zu schaffen.
Zu den Fragen, mit denen wir uns neben der spezifischen Im-/Materialiät von medialisierten Modellen und ihren Einsätzen beschäftigen, gehören auch: Wie kann man mit und anhand von Modellen und Simulationen kreativ und produktiv arbeiten, und dennoch ihre Machtasymmetrien kritisieren?
Modelle können zum Handeln oder Denken anregen, und bestimmte Aspekte der Welt ‚im Kleinen‘ repräsentieren und simulieren. Selbstverständlich haben auch die Künste, allen voran Architektur und Design, eine lange Geschichte der Arbeit mit Modellen. Durch den Einsatz von 3D-Scans und Virtual Reality können mittlerweile auch noch nicht oder niemals gebaute Gebäude simuliert werden.
Medien, Modelle und Simulation dienen ebenso im weit gefassten Feld der Medienkunst dazu, etwas durchzuspielen und beispielsweise die Aufmerksamkeit auf bessere, mögliche Welten zu lenken. Künstler*innen demonstrieren mit Fiktionen und Entwürfen auch Kritik an vorgefundenen, bekannten Modellen.
So spielt die medienkünstlerische Positionen von Alice Bucknell mit ihrer artifiziellen „Swamp City“ mit dem Gegenentwurf zu dem Mythos der „Smart City“. Andere, wie beispielsweise Forensic Architecture, rekonstruieren mit Hilfe von digitalen Modellen, reale Geschehnisse, und bewegen sich zwischen Kunst, Aktivismus und dem Juridischen.
Die Zeitlichkeiten von Modellen und Simulationen können, sowohl auf das Zukünftige, möglicherweise zu Realisierende verweisen, wie auch auf das im Nachhinein Rekonstruierende, um damit Beweise oder Argumente für einen möglichen Ablauf von Ereignissen zu schaffen.
Zu den Fragen, mit denen wir uns neben der spezifischen Im-/Materialiät von medialisierten Modellen und ihren Einsätzen beschäftigen, gehören auch: Wie kann man mit und anhand von Modellen und Simulationen kreativ und produktiv arbeiten, und dennoch ihre Machtasymmetrien kritisieren?
Dozent
Termin
Mittwochs 16.30-18 Uhr, wöchentlich
Ort
Haus 8. Raum .59, Campus am neuen Palais
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
BA-Seminar
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Verfassen eines Referat (mündlich), Umfang 10 min
Winter 2022/2023
Wer schreibt? Wer spricht? Ko-Schreiben mit Bots, Autor:innenschaft, Sprache, Code
Woran merkt man eigentlich, ob man mit einem Menschen oder einer Maschine kommuniziert? Heutzutage ist es schwierig zu beantworten, wie viele nicht-menschliche Nutzer:innen in sozialen Online-Medien agieren. Ende Mai 2022 hatte Elon Musk beispielsweise angekündigt, je nach dem prozentualen Anteil an von Bots gesteuerten Nutzer:innenkonten, den Preis zu reduzieren, den er für die Übernahme von Twitter zahlen würde. Das Seminar beschäftigt sich mit unterschiedlichen strategischen Inszenierungen von Autorschaft im Digitalen, anhand von Beispielen aus der Medienkunst, sozialen Medien und Schreibexperiment von menschlichen Autor:innen im Dialog mit Algorithmen.
Dozent
Termin
Dienstag 16-18 Uhr
Ort
Uni Potsdam, Neues Palais, Haus 8, Raum 0.59
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
BA-Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-Studierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat
Abfassen eines (Lese-)Protokolls (2-3 Seiten)
Abfassen eines (Lese-)Protokolls (2-3 Seiten)
Sound Archive Fever: Stimmen, Klänge, Kanon in Audio(-visuellen) Archiven
Welche Sound-Dokumente lagern in welchen Formaten in Archiven? Sind sie der Öffentlichkeit zugänglich? Welches Wissen reproduzieren Archive, und wer hat dort eine Stimme?
Diese und weitere Fragen wird das Projektseminar untersuchen. Im ersten Teil werden gemeinsam Texte gelesen, Soundmaterialien und künstlerische Tonarchivprojekte angehört und diskutiert. Im zweiten Teil bilden die Studierenden kleinere Arbeitsgruppen, die gemeinsam in einem von ihnen gewählten Archiv, oder Tonsammlung konkret zu forschen und am Ende ihre Erfahrungen im Plenum kurz präsentieren
Diese und weitere Fragen wird das Projektseminar untersuchen. Im ersten Teil werden gemeinsam Texte gelesen, Soundmaterialien und künstlerische Tonarchivprojekte angehört und diskutiert. Im zweiten Teil bilden die Studierenden kleinere Arbeitsgruppen, die gemeinsam in einem von ihnen gewählten Archiv, oder Tonsammlung konkret zu forschen und am Ende ihre Erfahrungen im Plenum kurz präsentieren
Dozent
Termin
Projektwoche 28.11. - 2.12.
Ort
ZeM, Hermann Elflein Str. 18
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
BA-Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-Studierende
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Referat (10 min) und Präsentation eines Beispiels, das in den Seminarkontext passt (10-15 min)
Don’t wake up! Träume und Schlafen als mediales Dispositiv: Immersion, Virtual Reality und Film
Der Schlaf produziert audiovisuelle Eindrücke ihm Traum. Es ließe sich argumentieren, träumen bedeute, selbst hergestellte Medien zu rezipieren. Damit ist der Vorschlag vom Traum als medialen Dispositiv hier betont als prekärer Begriff eingesetzt. Er entwirft ein bewegliches Ordnungssystem, das hilfreich sein kann die Wechselbeziehungen zwischen Schlaf und Traum und Medien zu fassen.
Mediale Repräsentation des Schlafens und Träumens erzählen häufig von imaginären Reisen und dem Botschaften-Empfangen, die jedoch nur für die Träumerin bzw. Schläferin selbst stellenweise bewusst wird, und den andere von außen auf sie Blickende nicht sehen können. Dieser Zustand stellt somit auch ein philosophisches und mediales Problem in dem Sinne dar, ob alles was sichtbar ist, auch real sei: im Falle der Schläferin nur, was man von außen sehen kann, oder auch ihre mentalen Bilder? immersive künstlerische Projekte versuchen (wie u.a. in VR-Szenarien) Traumbilder zu kollektivieren.
Mediale Repräsentation des Schlafens und Träumens erzählen häufig von imaginären Reisen und dem Botschaften-Empfangen, die jedoch nur für die Träumerin bzw. Schläferin selbst stellenweise bewusst wird, und den andere von außen auf sie Blickende nicht sehen können. Dieser Zustand stellt somit auch ein philosophisches und mediales Problem in dem Sinne dar, ob alles was sichtbar ist, auch real sei: im Falle der Schläferin nur, was man von außen sehen kann, oder auch ihre mentalen Bilder? immersive künstlerische Projekte versuchen (wie u.a. in VR-Szenarien) Traumbilder zu kollektivieren.
Dozent
Termin
Montags 16-18 Uhr wöchentlich
Ort
Uni Potsdam, Neues Palais, Haus 22 Raum 0.38
SWS
2
Studiengang
MA
Module (MA): 2
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
MA-Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat
Referat (15 min)
Referat (15 min)