Veranstaltungen
Sommer 2026
Utopia/Dystopia revisited
Nationale und internationale Konflikte, Folgen von Katastrophen, aber auch von sozialen Missständen, befördern in kulturwissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten immer wieder Szenarien und Denkfiguren, die das jeweilige Potential einer Situation um- oder weiterdenken lassen. Hierbei entstehen oft utopische bzw. dystopische Zukunftsvisionen, die wiederum Rückschlüsse auf die Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situationen zulassen und auch Vorschläge für eine Neubetrachtung historischer Bedingtheiten machen.
“The here and now is a prison house. We must strive, in the face of the here and now’s totalizing rendering of reality, to think and feel a then and there. Some will say that all we have are the pleasures of the moment, but we must never settle for that minimal transport; we must dream and enact new and better pleasures, other ways of being in the world, and ultimately new worlds.” J. E. Munoz, Cruising Utopia
Das Seminar wird sich mit kulturwissenschaftlichen Texten beschäftigen insbesondere aus dem Bereich der postcolonial/decolonial und feministisch-queeren Theorie und diese mit aktuellen Beispielen der Video- und Performance-Kunst in Verbindung setzen.
Das Seminar will Raum schaffen für die Reflexion, was utopisches Denken und Handeln heute bedeuten könnte.
Das Seminar wird u.a. an Ausstellungsorten stattfinden bzw. tiefergehende Einblicke in aktuelle Ausstellungen geben und diese in Bezug setzen mit den Seminar-Themen.
Zum Beispiel in den Ausstellungen von Marina Abramović 'Balkan Erotic Epic. The Exhibition' im Gropius Bau (Marina Abramovićs fortwährendes Interesse an Ritualen, Erotik, Tod und dem Körper als Ort politischen Widerstands) und die Ausstellung zum Fotografen Peter Hujar u.a. zur AIDS-Krise und die Gentirifizierung New Yorks in den 1980ern,'TRUTH' von Shilpa Gupta im Hamburger Bahnhof (an der Schnittstelle von Sprache, Macht und Kontrolle) sowie die Kyiv Biennal A Bird That Cannot Land beim KW Institute for Contemporary Art.
“The here and now is a prison house. We must strive, in the face of the here and now’s totalizing rendering of reality, to think and feel a then and there. Some will say that all we have are the pleasures of the moment, but we must never settle for that minimal transport; we must dream and enact new and better pleasures, other ways of being in the world, and ultimately new worlds.” J. E. Munoz, Cruising Utopia
Das Seminar wird sich mit kulturwissenschaftlichen Texten beschäftigen insbesondere aus dem Bereich der postcolonial/decolonial und feministisch-queeren Theorie und diese mit aktuellen Beispielen der Video- und Performance-Kunst in Verbindung setzen.
Das Seminar will Raum schaffen für die Reflexion, was utopisches Denken und Handeln heute bedeuten könnte.
Das Seminar wird u.a. an Ausstellungsorten stattfinden bzw. tiefergehende Einblicke in aktuelle Ausstellungen geben und diese in Bezug setzen mit den Seminar-Themen.
Zum Beispiel in den Ausstellungen von Marina Abramović 'Balkan Erotic Epic. The Exhibition' im Gropius Bau (Marina Abramovićs fortwährendes Interesse an Ritualen, Erotik, Tod und dem Körper als Ort politischen Widerstands) und die Ausstellung zum Fotografen Peter Hujar u.a. zur AIDS-Krise und die Gentirifizierung New Yorks in den 1980ern,'TRUTH' von Shilpa Gupta im Hamburger Bahnhof (an der Schnittstelle von Sprache, Macht und Kontrolle) sowie die Kyiv Biennal A Bird That Cannot Land beim KW Institute for Contemporary Art.
Dozent
Karin Michalski
Termin
15.6.-19.6., täglich während der Projektwoche
Ort
verschiedene Kunstorte in Berlin
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Nach Anmeldung zum Seminar werden genauere Angaben zum Seminarplan via Mail verschickt.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Das Semninar ist für alle BA Studierende.
Testat: Referat (10 min.)
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Das Semninar ist für alle BA Studierende.
Testat: Referat (10 min.)
Winter 2025/2026
Opazität als Widerstand in aktueller Video- und Performancekunst (revisited)
Die Produktion von Forschung und Wissen ist in (post-)kolonialen Verhältnissen oft geprägt von sozialen und materiellen Hierarchien. Der französische Philosoph Édouard Glissant fordert daher ein Recht auf Opazität ein, das Recht, nicht verstanden zu werden, und stellt sich gegen den Anspruch auf allumfassende Transparenz. Für wissenschaftliche und auch künstlerische Projekte stellt sich die Frage, welche Ausdrucksformen dieses Recht auf „opacity“ annehmen könnte. Dieses Seminar fragt u.a. nach der Aktualität von Glissants Ansätzen.
Fragen, die uns auch beschäftigen werden: wie gehen Kunstorte (deren Leitungen und Kurator*innen) mit der aktuellen politischen Situation um? Welche Vorstellungen haben wir von Kunstorten und wie würden wir uns selber darin gerne sehen? (siehe auch Andrea Geyers Manifest und die partizipatorische Performance "I Want" 2024 im Gropius Bau). Wir werden zudem Ausstellungen u.a. von Beverly Buchanan/Haus am Waldsee, Diane Arbus, Ligia Lewis/Gropius Bau, Mark Leckey/Julia Stoschek Collection, Jeremy Shaw/Hamburger Bahnhof,"Museum in Bewegung: Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert" besuchen.
Fragen, die uns auch beschäftigen werden: wie gehen Kunstorte (deren Leitungen und Kurator*innen) mit der aktuellen politischen Situation um? Welche Vorstellungen haben wir von Kunstorten und wie würden wir uns selber darin gerne sehen? (siehe auch Andrea Geyers Manifest und die partizipatorische Performance "I Want" 2024 im Gropius Bau). Wir werden zudem Ausstellungen u.a. von Beverly Buchanan/Haus am Waldsee, Diane Arbus, Ligia Lewis/Gropius Bau, Mark Leckey/Julia Stoschek Collection, Jeremy Shaw/Hamburger Bahnhof,"Museum in Bewegung: Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert" besuchen.
Dozent
Karin Michalski
Termin
Projektwoche 17.-21.11. (tägl. 10-17 Uhr), 27.10. (16-17 Uhr via Zoom)
Ort
Kunstorte in Berlin (u.a. Gropius Bau, Haus am Waldsee, JSC Collection)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
B.A. 2. Sem.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Nach Anmeldung zum Seminar werden genauere Angaben zum Seminarplan via Mail verschickt.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Testat: Referat (10 min.)
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Testat: Referat (10 min.)
Sommer 2025
Die 13. Berlin Biennale – kulturelle Ausdrucksformen des zivilen Ungehorsams
Die 13. Berlin Biennale findet von 14. Juni bis 14. September 2025 statt und wird von Zasha Colah kuratiert (Assistenz Valentina Viviani).
Wir werden zusammen die Berlin Biennale besuchen und uns intensiv mit dem kuratorischen Konzept und den einzelnen künstlerischen Positionen beschäftigen.
Hierbei werden wir ein besonderes Augenmerk auf Film- und Videokunst sowie Performances legen, die bei der Biennale ausgestellt sind. Welchen politischen Raum machen diese Arbeiten auf und mit welchen formal-ästhetischen Mitteln wird dies versucht? Themen, die durch die kommende Berlin Biennale bearbeitet werden: Widerstand gegen Militarisierung und Extraktivismus, sowie kollektive Praxen und kulturelle Ausdrucksformen des zivilen Ungehorsams.
Die Berlin Biennale ist insbesondere für die Studierenden der EMW spannend, die sich international verorten wollen. Und die Berlin Biennale ist speziell, weil sie experimentelle Formate fördert und den Kurator*innen den Freiraum ermöglicht, neueste und mutige Positionen unabhängig vom Kunstmarkt zu präsentieren.
Wir werden uns zudem mit der Künstlerin Ayoung Kim (Seoul) beschäftigen und ihrer Ausstellung Many Worlds Over im Hamburger Bahnhof. „Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality, Video und Spielsimulationen, erschafft Ayoung Kim expansive fiktive Universen mit eigenen zeitlichen und räumlichen Gesetzen.… Ihre Ausstellung thematisiert Migration, Xenophobie, Queerness sowie bio- und geopolitische Fragen und betrachtet die Symbiose zwischen Daten, Menschen und unserem Planeten.“
Wir werden zusammen die Berlin Biennale besuchen und uns intensiv mit dem kuratorischen Konzept und den einzelnen künstlerischen Positionen beschäftigen.
Hierbei werden wir ein besonderes Augenmerk auf Film- und Videokunst sowie Performances legen, die bei der Biennale ausgestellt sind. Welchen politischen Raum machen diese Arbeiten auf und mit welchen formal-ästhetischen Mitteln wird dies versucht? Themen, die durch die kommende Berlin Biennale bearbeitet werden: Widerstand gegen Militarisierung und Extraktivismus, sowie kollektive Praxen und kulturelle Ausdrucksformen des zivilen Ungehorsams.
Die Berlin Biennale ist insbesondere für die Studierenden der EMW spannend, die sich international verorten wollen. Und die Berlin Biennale ist speziell, weil sie experimentelle Formate fördert und den Kurator*innen den Freiraum ermöglicht, neueste und mutige Positionen unabhängig vom Kunstmarkt zu präsentieren.
Wir werden uns zudem mit der Künstlerin Ayoung Kim (Seoul) beschäftigen und ihrer Ausstellung Many Worlds Over im Hamburger Bahnhof. „Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality, Video und Spielsimulationen, erschafft Ayoung Kim expansive fiktive Universen mit eigenen zeitlichen und räumlichen Gesetzen.… Ihre Ausstellung thematisiert Migration, Xenophobie, Queerness sowie bio- und geopolitische Fragen und betrachtet die Symbiose zwischen Daten, Menschen und unserem Planeten.“
Dozent
Karin Michalski
Termin
Projektwoche 16.-20.6.25 (täglich 10-17 Uhr)
Ort
Kunstorte in Berlin
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar findet an Berliner Kunstorten statt (u.a. KW Institute for Contemporary Art und Hamburger Bahnhof).
Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt.
Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt.
Winter 2024/2025
Die Filme von Pier Paolo Pasolini und queere Reenactments in der Videokunst
Künstler*innen wie Ming Wong (Singapur/Berlin) und Sharon Hayes (USA) beziehen sich in ihren Arbeiten u.a. auf Filmklassiker von Pier Paolo Pasolini. Was bedeuten sogenannte Reenactments oder Adaptionen als künstlerische Methode für die Neu-Kontextualisierung einer Kritik an gesellschaftlichen Strukturen und Normen? Welche Aktualität hat Pasolinis Kritik an Faschismus, Bürgertum und nicht zuletzt Homophobie in der damaligen italienischen Gesellschaft?
Anlass für dieses Seminar ist u.a. die Ausstellung „Pier Paolo Pasolini. Porcili“ beim n.b.k. (Neuer Berliner Kunstverein) und eine Filmreihe im Babylon Kino (Berlin Mitte). Wir werden Filme und Videokunst in Kontakt miteinander bringen und künstlerische Strategien u.a. bei einer Veranstaltung mit Ming Wong anhand seiner performativen Arbeit TOMORROW. I MUST GO und die Referenz zu Pasolinis Film TEOREMA diskutieren.
Anlass für dieses Seminar ist u.a. die Ausstellung „Pier Paolo Pasolini. Porcili“ beim n.b.k. (Neuer Berliner Kunstverein) und eine Filmreihe im Babylon Kino (Berlin Mitte). Wir werden Filme und Videokunst in Kontakt miteinander bringen und künstlerische Strategien u.a. bei einer Veranstaltung mit Ming Wong anhand seiner performativen Arbeit TOMORROW. I MUST GO und die Referenz zu Pasolinis Film TEOREMA diskutieren.
Dozent
Karin Michalski
Termin
TBA, mittwochs 14-18 Uhr (14-tägig)
Ort
Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.) & Babylon Kino, Berlin Mitte
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar findet in den Räumlichkeiten des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) statt und im Babylon Kino, Berlin Mitte.
Weitere Infos und Sondertermine werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt. Verbindliche Termine sind der 23.10. als erstes Seminartreffen beim n.b.k. Video Forum und der Ausstellungsbesuch, die Kinovorführung von Pasolinis Film Teorema (italienische OF mit engl UT) im Babylon-Kino, Berlin Mitte (am 27.10.) und das Seminartreffen beim n.b.k. Video Forum bzw. die öffentliche Veranstaltung mit Ming Wong beim n.b.k. (1. Stock) (am 30.10.).
Testat: Referat (10 Minuten)
Weitere Infos und Sondertermine werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt. Verbindliche Termine sind der 23.10. als erstes Seminartreffen beim n.b.k. Video Forum und der Ausstellungsbesuch, die Kinovorführung von Pasolinis Film Teorema (italienische OF mit engl UT) im Babylon-Kino, Berlin Mitte (am 27.10.) und das Seminartreffen beim n.b.k. Video Forum bzw. die öffentliche Veranstaltung mit Ming Wong beim n.b.k. (1. Stock) (am 30.10.).
Testat: Referat (10 Minuten)
Sommer 2024
"What is your name?" – künstlerische Interpretationen der Genres Interview/Portrait
Welche Erwartungen haben wir als Publikum/Öffentlichkeit und auch als Medienschaffende an Genres wie Interviews und Portraits? Welchen Regeln stellen wir uns als Interviewer*innen, aber auch als Interviewte?
Künstler*innen wie Sharon Hayes, Natascha Sadr Haghighian, Adam Pendleton und mandla rae hinterfragen in ihren Arbeiten Konventionen dieser Genres und weisen mit ihren queeren und antirassistischen Gegenentwürfen und Performances Erwartungen zurück – hinsichtlich der Frage von Selbst- und Fremdrepräsentation und auch der damit oft verbundenen normativen Politiken und Erzählungen. Was bedeutet es z.B. wenn ich als Repräsentant*in einer spezifischen Gruppe oder einer Nation adressiert werde? Welche Themen werden im öffentlichen Diskurs ausgespart und welche Effekte hat das auch auf eine kritische Öffentlichkeit?
Wir werden uns mit aktuellen künstlerischen Arbeiten und Strategien beschäftigen verknüpft mit Ausstellungen u.a. an Kunstorten in Berlin.
Literatur: u.a. Peters, Kathrin (2023), Family Affairs: Filmforschung bei Sharon Hayes und Pier Paolo Pasolini, In: An den Rändern des Wissens; Sadr Haghighian, Natascha (2023), Was ich noch nicht erkenne, jetzt in diesem Moment
Künstler*innen wie Sharon Hayes, Natascha Sadr Haghighian, Adam Pendleton und mandla rae hinterfragen in ihren Arbeiten Konventionen dieser Genres und weisen mit ihren queeren und antirassistischen Gegenentwürfen und Performances Erwartungen zurück – hinsichtlich der Frage von Selbst- und Fremdrepräsentation und auch der damit oft verbundenen normativen Politiken und Erzählungen. Was bedeutet es z.B. wenn ich als Repräsentant*in einer spezifischen Gruppe oder einer Nation adressiert werde? Welche Themen werden im öffentlichen Diskurs ausgespart und welche Effekte hat das auch auf eine kritische Öffentlichkeit?
Wir werden uns mit aktuellen künstlerischen Arbeiten und Strategien beschäftigen verknüpft mit Ausstellungen u.a. an Kunstorten in Berlin.
Literatur: u.a. Peters, Kathrin (2023), Family Affairs: Filmforschung bei Sharon Hayes und Pier Paolo Pasolini, In: An den Rändern des Wissens; Sadr Haghighian, Natascha (2023), Was ich noch nicht erkenne, jetzt in diesem Moment
Dozent
Karin Michalski
Termin
mittwochs 14-18 Uhr (genaue Termine werden nach Anmeldung bekannt gegeben)
Ort
u.a. Kunstorte in Berlin
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar hat einen Schwerpunkt auf Video- und Performancekunst und findet u.a. an Kunstorten in Berlin statt - auch um diese als mögliche Arbeitsorte kennenzulernen.
Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt.
Testat: Referat (10 Minuten).
Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt.
Testat: Referat (10 Minuten).
Winter 2023/2024
"Letters to a young cultural scientist/artist/..." – die Frage nach der ‚Klasse‘
Wie kommt man auf die Idee, (Kultur-) Wissenschaftler*in oder Künstler*in zu werden? Was für die einen ein gerader Weg zu sein scheint, ist für andere ein verschlungener Pfad, der oft mit dem familiären Hintergrund und den Ressourcen zusammenhängt, die man hat. Die soziale Schicht kann auch mit der Erfahrung von Geschlechterhierarchien, Rassismus und anderen Faktoren verwoben sein, die den Lebensweg beeinflussen. Welche (künstlerischen und theoretischen) Methoden ermöglichen es, von sozialen Missständen und persönlichen Erfahrungen zu politischer Kritik überzugehen, ohne sie zu manifestieren und zu essentialisieren, um Räume (für das eigene Denken und Handeln) zu öffnen und soziale Hierarchien verhandelbar zu machen? Die Herkunft aus weniger privilegierten Verhältnissen kann den eigenen Blick auf die Gesellschaft bereichern und schafft nicht selten Kunst und kulturwissenschaftliche Arbeiten mit subversivem Potenzial - und auch Humor.
Der Künstler Pope.L beschreibt:
“My grAndmother told me I wAs going to be An Artist befoRe I knew what An Artist was. She toook me to see JAcob LaWWWW-RencE (…) At the WhitnEy MuSEUM of (AmerRicaN) Art and heR own WORK At the Studio Museum of HaRleM. To be cleAR: my grandmother WAS not A pRofessional Artist, shE cleaned houSES … to MAKe A living. In fact that’S how shE got this ideA thAt I could be AN Artist. see Some of heR clients weRe ARtists. To MAke A long stoRy shoRt, shE cooked up this ideA I could meet these Artists if I helped hER cleAn their houses. (…)”
Der Schwerpunkt bei diesem Seminar liegt auf Arbeiten aus der Video- und Performance-Kunst.
Wir werden uns u.a. mit 3 aktuellen Ausstellungen an Kunstorten in Berlin beschäftigen und diese auch besuchen: KW Institute for Contemporary Art, die Ausstellung der kubanisch-amerikanischen Künstlerin Coco Fusco "Tomorrow, I Will Become an Island"; Gropius Bau, "General Idea" (die Retrospektive des kanadischen, queeren Künstler-Kollektivs); Julia Stoschek Foundation, die Gruppen-Ausstellung "Unbound: Performance as Rupture").
Literatur: Nesbett, Peter, Andress, Sarah (2006), Letters to a Young Artist.
Der Künstler Pope.L beschreibt:
“My grAndmother told me I wAs going to be An Artist befoRe I knew what An Artist was. She toook me to see JAcob LaWWWW-RencE (…) At the WhitnEy MuSEUM of (AmerRicaN) Art and heR own WORK At the Studio Museum of HaRleM. To be cleAR: my grandmother WAS not A pRofessional Artist, shE cleaned houSES … to MAKe A living. In fact that’S how shE got this ideA thAt I could be AN Artist. see Some of heR clients weRe ARtists. To MAke A long stoRy shoRt, shE cooked up this ideA I could meet these Artists if I helped hER cleAn their houses. (…)”
Der Schwerpunkt bei diesem Seminar liegt auf Arbeiten aus der Video- und Performance-Kunst.
Wir werden uns u.a. mit 3 aktuellen Ausstellungen an Kunstorten in Berlin beschäftigen und diese auch besuchen: KW Institute for Contemporary Art, die Ausstellung der kubanisch-amerikanischen Künstlerin Coco Fusco "Tomorrow, I Will Become an Island"; Gropius Bau, "General Idea" (die Retrospektive des kanadischen, queeren Künstler-Kollektivs); Julia Stoschek Foundation, die Gruppen-Ausstellung "Unbound: Performance as Rupture").
Literatur: Nesbett, Peter, Andress, Sarah (2006), Letters to a Young Artist.
Dozent
Karin Michalski
Termin
freitags, 14-18 Uhr
Ort
tba
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt. Testat: Referat (10 Minuten).
Sommer 2023
"The Right To Have Rights“ - Videokunst im Kontext aktueller politischer Diskurse
Hannah Arendt hat sich vor allem in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ kritisch mit dem zeitgenössischen Verständnis der Menschenrechte auseinandergesetzt. Um Rechte zu haben, so Hannah Arendt, muss der Mensch mehr sein als nur ein Mensch, nämlich ein Mitglied einer politischen Gemeinschaft, denn nur als ein solches Mitglied kann ein Mensch einklagbare Rechte auf Bildung, Arbeit, Wahlen, Gesundheitsfürsorge, Kultur (usw.) genießen.
Das Seminar wird sich mit Videokunst beschäftigen (u.a. mit Arbeiten von Halil Altindere, Mona Hatoum, Hito Steyerl, Yael Bartana) und der Frage nachgehen, wie diese Arbeiten mit verschiedensten künstlerischen Strategien versuchen, aktuelle politische Diskurse zu erweitern. Im Zentrum stehen Fragen nach dokumentarischer Ästhetik, Zeugenschaft und politischer Performativität als Aspekte eines aktuellen Medienarchivs.
Ausgangspunkt des Seminars ist die Sammlung des Videoforums beim Neuen Berliner Kunstverein – u.a. auch mit seiner Sammlung feministischer Videokunst, sowie die aktuelle Ausstellung von Sung Tieu "No Jobs, No Country" im nbk Showroom.
„1971 auf Initiative von Künstler*innen und Kulturproduzent*innen gegründet, ist das Video-Forum mit 1.700 Werken internationaler Videokunst die älteste und größte Videokunstsammlung in Deutschland.“
Das Seminar wird sich mit Videokunst beschäftigen (u.a. mit Arbeiten von Halil Altindere, Mona Hatoum, Hito Steyerl, Yael Bartana) und der Frage nachgehen, wie diese Arbeiten mit verschiedensten künstlerischen Strategien versuchen, aktuelle politische Diskurse zu erweitern. Im Zentrum stehen Fragen nach dokumentarischer Ästhetik, Zeugenschaft und politischer Performativität als Aspekte eines aktuellen Medienarchivs.
Ausgangspunkt des Seminars ist die Sammlung des Videoforums beim Neuen Berliner Kunstverein – u.a. auch mit seiner Sammlung feministischer Videokunst, sowie die aktuelle Ausstellung von Sung Tieu "No Jobs, No Country" im nbk Showroom.
„1971 auf Initiative von Künstler*innen und Kulturproduzent*innen gegründet, ist das Video-Forum mit 1.700 Werken internationaler Videokunst die älteste und größte Videokunstsammlung in Deutschland.“
Dozent
Karin Michalski
Termin
mittwochs, 14-18 Uhr (19.4., 26.4., 3.5., 10.5., 17.5., 24.5., 31.5., 7.6.)
Ort
t.b.a. (nach Anmeldung zum Seminar)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Das Seminar wird zum Teil in den Räumen des Videoforums stattfinden (Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestrasse 128 / 129, Berlin). Weitere Infos werden nach Anmeldung an die Teilnehmer*innen verschickt.
Testat: Referat (10 Minuten).
Testat: Referat (10 Minuten).
Winter 2022/2023
Chronopolitiken: Normen von Zeitlichkeit und künstlerische Interventionen
Ausgangspunkt des Seminars ist die Beobachtung, dass soziale Hierarchien und die Aufrechterhaltung von Normalität durch zeitliche Strukturen und Formen unterstützt werden. Diese dominaten Zeitlichkeiten werden als 'chrononormativity' bezeichnet (Elizabeth Freeman). Der Begriff der Chronopolitiken adressiert mögliche Interventionen in und Veränderungen von dominanten Zeitlichkeiten. Das Seminar wird sich mit künstlerischen Interventionen in Videokunst und Performance Art beschäftigen, um aktuelle gesellschaftliche Themen diskutierbar zu machen.
Zentraler Teil des Seminars ist der Besuch der aktuellen Ausstellung 'at dawn' (und die Video/VR installation 'Piña, Why is the Sky Blue?') in der Julia Stoschek Collection, Berlin (am 28.10. Führung durch die Ausstellung und am 29.10. Seminar-Arbeit vor Ort). Die Ausstellung zeigt verschiedenste Formen der aktuellen Medienkunst.
„Mit at dawn sollen Verbindungen zwischen Techniken der Bildproduktion und der Art gesellschaftsbezogener und politischer Arbeit aufgezeigt werden, die alternative Vorstellungen zu dem zu entwickeln suchen, was (…) José Esteban Muñoz als unsere 'toxische und insolvente‘ Gegenwart bezeichnete. Sie begreift diesen als generativen Raum zum Experimentieren, in dem sich verschiedene Bedürfnisse und Verlangen formulieren, queere Beziehungen und Verflechtungen entfalten können. Ein Raum im Einklang mit dem, was Muñoz als 'ecstatic time‘ beschreibt – im Gegensatz zur 'straight time‘ der heteronormativen kapitalistischen Gesellschaft.“ (aus dem Katalogtext)
Zentraler Teil des Seminars ist der Besuch der aktuellen Ausstellung 'at dawn' (und die Video/VR installation 'Piña, Why is the Sky Blue?') in der Julia Stoschek Collection, Berlin (am 28.10. Führung durch die Ausstellung und am 29.10. Seminar-Arbeit vor Ort). Die Ausstellung zeigt verschiedenste Formen der aktuellen Medienkunst.
„Mit at dawn sollen Verbindungen zwischen Techniken der Bildproduktion und der Art gesellschaftsbezogener und politischer Arbeit aufgezeigt werden, die alternative Vorstellungen zu dem zu entwickeln suchen, was (…) José Esteban Muñoz als unsere 'toxische und insolvente‘ Gegenwart bezeichnete. Sie begreift diesen als generativen Raum zum Experimentieren, in dem sich verschiedene Bedürfnisse und Verlangen formulieren, queere Beziehungen und Verflechtungen entfalten können. Ein Raum im Einklang mit dem, was Muñoz als 'ecstatic time‘ beschreibt – im Gegensatz zur 'straight time‘ der heteronormativen kapitalistischen Gesellschaft.“ (aus dem Katalogtext)
Dozent
Karin Michalski
Termin
freitags (2x mal samstags, betrifft die Ausstellung), 10-18 Uhr
Ort
(Präsenz & online / genauere Infos nach Anmeldung)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Testat: Abfassen eines Referats (10-15 min)
Sommer 2022
Die Kunst des Scheiterns/The Art of Failure
Welche Vorstellungen von Erfolg und Misserfolg prägen unsere Arbeit und Projekte? Hier stellt sich auch die Frage nach dem, was wir unter Erfolg bzw. Scheitern verstehen und wie der Rahmen für diese Sichtweise angelegt ist. Jack Halberstam schlägt zudem vor, Raum für das Unerwartete zu lassen und einen Modus des transformativen Denkens und kreativ Arbeitens, der sich in Bewegung befindet zwischen ‚high theory and low theory, high culture and low culture‘, der sich auch anderer als konventioneller Archive bedient und auf mehreren Ebenen gleichzeitig agiert, sei es z.B. auch durch Anleihen aus Pop-Kultur und Avantgarde-Performances.
Ausgangspunkt dieses Seminars ist dabei auch die Analyse von sozialen Hierarchien, die durch Normen von Gender, Sexualität und „whiteness“ produziert werden.
“Failure sometimes offers more creative, cooperative, and surprising ways of being in the world, even as it forces us to face the dark side of life, love, and libido.”
Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden wir künstlerische Arbeiten (Film- und Videokunst, Performances und Installationen) und Texte analysieren, in denen Momente des Scheiterns aufgegriffen und hinsichtlich ihres Potentials und ihrer unerwarteter Folgen durchgespielt werden.
Literatur:
Halberstam, Jack (2011), Queer Art of Failure. Durham, N.C.: Duke University Press Books
Ausgangspunkt dieses Seminars ist dabei auch die Analyse von sozialen Hierarchien, die durch Normen von Gender, Sexualität und „whiteness“ produziert werden.
“Failure sometimes offers more creative, cooperative, and surprising ways of being in the world, even as it forces us to face the dark side of life, love, and libido.”
Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden wir künstlerische Arbeiten (Film- und Videokunst, Performances und Installationen) und Texte analysieren, in denen Momente des Scheiterns aufgegriffen und hinsichtlich ihres Potentials und ihrer unerwarteter Folgen durchgespielt werden.
Literatur:
Halberstam, Jack (2011), Queer Art of Failure. Durham, N.C.: Duke University Press Books
Dozent
Karin Michalski
Termin
Blockseminar Freitags, 10-18 Uhr, 22.4., 29.4.,6.5.,13.5.2022
Ort
(das Seminar findet online statt)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Aktive Teilnahme an allen Seminarterminen, sowie die Bereitschaft zu einem Input zu einer künstlerischen Arbeit und/oder einem Text ist erforderlich.
Aktuelle Informationen werden via Mail verschickt!
Aktuelle Informationen werden via Mail verschickt!
Winter 2021/2022
"It's a Family Affair" ("...eine Familienangelegenheit")
Die Corona-Zeiten wirken sich nicht nur auf die Körper in Form einer Gesundheitskrise aus, sondern auch auf die sozialen Beziehungen, da die Politik verschiedener Regierungen die immerwährende Idee der Kernfamilie und des ‚Familienheims‘ erneuert - wobei das ‚Familienheim‘ nicht nur private von öffentlichen Räumen abgrenzt, sondern auch die Normen von Körpern, Geschlechtern und Sexualitäten rahmt und damit als Instrument der Einschränkung und sozialen Kontrolle dient. Erinnert an die Politik der US-amerikanischen Regierung während der AIDS-Krise in den 1980er/90er Jahren, in der konservative Familienwerte zu einer ‚revitalisierenden Kraft‘ wurden, nehmen wir das 'cinema of transgression' und die Überlegungen der Theoretikerin Sara Ahmed als Ausgangspunkt, um uns die Idee eines ‚snaps‘ vorzustellen:
“Lauren Berlant introduces the idea of ‘cruel optimism’ to explain how we can end up holding on to what diminishes us… a cluster of promises that can surround an object (an idea, a thing, a person, a relation); how we can stay attached to a life that is not working. … Cruel optimism might be one way of explaining how we do not snap the bonds that are, at some level, compromising, maybe of our existence; maybe of our capacity to realize an idea of an existence.”
Eine Reihe von Künstler:innen verschiedener Genres und Ästhetiken (Film, Video, Skulptur, Performance) haben ihre kritischen und oft sarkastischen Ansichten über ein dysfunktionales Familiensystem beigesteuert. Im Seminar werden wir die Texte von Sara Ahmed und Lauren Berlant als Grundlage für unsere genaue Betrachtung der künstlerischen Arbeiten von David Wojnarowicz, Marianna Simnett, Eija-Liisa Ahtila, Gillian Wearing, Henrik Oleson, Tracey Moffatt (...) nehmen.
“Lauren Berlant introduces the idea of ‘cruel optimism’ to explain how we can end up holding on to what diminishes us… a cluster of promises that can surround an object (an idea, a thing, a person, a relation); how we can stay attached to a life that is not working. … Cruel optimism might be one way of explaining how we do not snap the bonds that are, at some level, compromising, maybe of our existence; maybe of our capacity to realize an idea of an existence.”
Eine Reihe von Künstler:innen verschiedener Genres und Ästhetiken (Film, Video, Skulptur, Performance) haben ihre kritischen und oft sarkastischen Ansichten über ein dysfunktionales Familiensystem beigesteuert. Im Seminar werden wir die Texte von Sara Ahmed und Lauren Berlant als Grundlage für unsere genaue Betrachtung der künstlerischen Arbeiten von David Wojnarowicz, Marianna Simnett, Eija-Liisa Ahtila, Gillian Wearing, Henrik Oleson, Tracey Moffatt (...) nehmen.
Dozent
Karin Michalski
Termin
Blockseminar, freitags, 10-14 Uhr (29.10.) bzw. 10-18 Uhr (12.11., 10.12.)
Ort
Online Seminar (Zoom Links werden via Mail bekannt gegeben)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Aktive Teilnahme an allen Seminarterminen, sowie die Bereitschaft zu einem Input zu einer künstlerischen Arbeit und/oder einem Text ist erforderlich.
Aktuelle Informationen werden via Mail verschickt!
Aktuelle Informationen werden via Mail verschickt!
Sommer 2021
„Vulnerabilität?“ …und politische Handlungsmacht
Das Konzept der Verletzlichkeit wurde verwendet, um der Idee des souveränen Subjekts entgegenzuwirken. Das Beharren auf der Beschreibung von Körpern als verletzlich konzentriert sich auf die grundlegende Art und Weise, in der Menschen zueinander in Beziehung stehen. Im öffentlichen Diskurs, insbesondere im Zusammenhang mit COVID-19, wurde der Begriff jedoch zur Identifizierung sogenannter vulnerabler Gruppen verwendet. Wie Judith Butler kritisch anmerkte, reproduziert er damit paternalistische Macht und verleiht Regulierungsbehörden mit eigenen Interessen und Zwängen Autorität: „On the one hand, the state enforces the destruction of basic material conditions for a livable life. On the other hand, it enacts its paternalistic humanitarian discourse reproducing the coupling of vulnerability and passivity“ (Judith Butler). Die vermeintliche Schutzbedürftigkeit bestimmter Gruppen führt nicht zu sozialem Wandel mit dem Effekt eines guten Lebens auch für diese identifizierten Gruppen, sondern im Gegenteil zu mehr und neuen Formen der Einschränkung und Ausgrenzung.
Im Seminar werden wir das Konzept der Verletzlichkeit und der verwundbaren Körper in Bezug auf zeitgenössische Kunstpraktiken diskutieren. Anhand der genauen Lektüre von Kunstarbeiten von Künstler:innen wie LaToya Ruby Frazier, Luke Willis Thompson, Arthur Jafa und Stanya Kahn werden wir diskutieren, ob und wie genau bestimmte Kunstpraktiken in der Lage sein könnten, die Verbindung zwischen Verletzlichkeit und Passivität zu lösen. Kann die Darstellung von Verletzlichkeit stattdessen der Ausgangspunkt für politisch-künstlerische Interventionsformen sein? Kann eine Kunstarbeit Formen des körperlichen Widerstands einsetzen, die Formen der Verletzlichkeit nicht verleugnen, sondern Körper als verletzlich und mit Handlungsmacht ausgestattet produzieren und darstellen?
Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen.
Testat: Input/Referat
Im Seminar werden wir das Konzept der Verletzlichkeit und der verwundbaren Körper in Bezug auf zeitgenössische Kunstpraktiken diskutieren. Anhand der genauen Lektüre von Kunstarbeiten von Künstler:innen wie LaToya Ruby Frazier, Luke Willis Thompson, Arthur Jafa und Stanya Kahn werden wir diskutieren, ob und wie genau bestimmte Kunstpraktiken in der Lage sein könnten, die Verbindung zwischen Verletzlichkeit und Passivität zu lösen. Kann die Darstellung von Verletzlichkeit stattdessen der Ausgangspunkt für politisch-künstlerische Interventionsformen sein? Kann eine Kunstarbeit Formen des körperlichen Widerstands einsetzen, die Formen der Verletzlichkeit nicht verleugnen, sondern Körper als verletzlich und mit Handlungsmacht ausgestattet produzieren und darstellen?
Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen.
Testat: Input/Referat
Dozent
Karin Michalski
Termin
Freitag, 16-19 Uhr
Ort
Online Seminar
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Nach Anmeldung zum Seminar werden genauere Angaben zum Seminarplan als auch Zugangsdaten zu den Zoom-Seminarterminen via Mail verschickt und auf Moodle angegeben. Das Seminar wird komplett online stattfinden.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Winter 2020/2021
Utopie/Dystopie
Nationale und internationale Konflikte, Folgen von Katastrophen, aber auch von sozialen Missständen, befördern in kulturwissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten immer wieder Szenarien und Denkfiguren, die das jeweilige Potential einer Situation um- oder weiterdenken lassen. Hierbei entstehen oft utopische bzw. dystopische Zukunftsvisionen, die wiederum Rückschlüsse auf die Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situationen zulassen und auch Vorschläge für eine Neubetrachtung historischer Bedingtheiten machen. Das Seminar wird sich mit Beispielen der Video- und Performance-Kunst beschäftigen und diese mit kultur- und kunstwissenschaftlichen Texten in Verbindung setzen.
Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen.
Testat: Input/Referat
Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen.
Testat: Input/Referat
Dozent
Karin Michalski
Termin
Freitags, 16-19 Uhr
Ort
online via Zoom
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Nach Anmeldung zum Seminar werden genauere Angaben zum Seminarplan als auch Zugangsdaten zu den Zoom-Seminarterminen via Mail verschickt und auf Moodle angegeben. Das Seminar wird komplett online stattfinden.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Sommer 2020
Opazität als Widerstand
Die Produktion von Forschung und Wissen ist in (post-)kolonialen Verhältnissen oft geprägt von sozialen und materiellen Hierarchien. Der französische Philosoph Édouard Glissant fordert daher ein Recht auf Opazität ein, das Recht, nicht verstanden zu werden, und stellt sich gegen den Anspruch auf allumfassende Transparenz. Für wissenschaftliche und auch künstlerische Projekte stellt sich die Frage, welche Ausdrucksformen dieses Recht auf „opacity“ annehmen könnte.
Das Seminar wird sich mit Beispielen der Video- und Performance-Kunst beschäftigen und diese mit kulturwissenschaftlichen Texten in Verbindung setzen, u.a. aus dem Bereich der postcolonial/ decolonial und queer theory. Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen. Dabei geht es jeweils um eine Text- als auch Werkanalyse – die sowohl inhaltliche, ästhetische als auch formale, aber auch sozial-politische Aspekte miteinbezieht.
Das Seminar wird sich mit Beispielen der Video- und Performance-Kunst beschäftigen und diese mit kulturwissenschaftlichen Texten in Verbindung setzen, u.a. aus dem Bereich der postcolonial/ decolonial und queer theory. Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen. Dabei geht es jeweils um eine Text- als auch Werkanalyse – die sowohl inhaltliche, ästhetische als auch formale, aber auch sozial-politische Aspekte miteinbezieht.
Dozent
Karin Michalski
Termin
Freitag, 16-19 Uhr (14-tägig)
Ort
bis auf weiteres: Online-Seminar (UP, 8.0.59)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
B.A. 2. Sem.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Nach Anmeldung zum Seminar werden genauere Angaben zum Seminarplan via Mail verschickt. Der Seminartermin ist freitags 16-19 Uhr (ca. 14-tägig). Der erste Termin ist am 8.5.2020. Weitere Termine sind voraussichtlich: 15.5., 22.5,29.5.,5.6.,12.6., 19.6.
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Testat: Input/Referat, Protokoll
Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden.
Testat: Input/Referat, Protokoll
