Michael Annoff

Michael Annoff

annoff@fh-potsdam.de



Veranstaltungen
Sommer 2019
Cultural institutions and institutional critique
Since 1970, the term „institutional critique“ has been used to describe artistic works, practices and positions that criticize the institutional contexts of their production of meaning. In the broadest sense, these artistic works make it possible to critically experience that the institutions of (fine) art themselves pre-structure who and what is considered as art.
The seminar is based on three periods of institutional critique common in literature from 1967-1989, 1989-2001 and from 2001 to the present, and it will focus on how closely institutional critique, in addition to the examination of the art market, has been linked to identity-politics and feminist debates during each period. Since the 1980s in particular, institution-critical works focused on the marginalization of women and artists of color, which manifests itself both in the operating logic of the art market and in the andro- and euro-centric regime of art history and critique. The seminar will therefore focus on how (queer) feminism and intersectionality have been the driving forces behind institutional critique.
The program of the seminar include texts and positions by Andrea Fraser, Hito Steyerl and the Guerilla Girls.
Dozenten
Michael Annoff, Dr. Sophie Ehrmanntraut
Termin
Do 10-12
Ort
Annex 2 | A003
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
The seminar is offered in English and addresses advanced Bachelor students in European Media Studies, Arts Management and Cultural Work (FHP B.A.) as well as Students of the Department of Design, but is generally open to all students.

Signup here: https://fhp.incom.org/workspace/8356/about
Winter 2018/2019
queer* Diskursive Strategien und Kritiken
„Queer“ ist heute ein geläufiges buzz word für alles und jede*n jenseits von hetero. Anfangs beschrieb „queer“ aber ein Konzept, dass Kritik an Geschlechterverhältnissen völlig verändert hat. Es begründet, warum Geschlecht ein soziales und kulturelles Konstrukt ist und keine biologische Tatsache. Das Seminar erkundet die Folgen dieses ideengeschichtlichen Erdbebens in Medien, Kunst und Kultur und die Begriffsverschiebungen der letzten 30 Jahre.
Das Seminar wird zunächst Schlüsseltexte von Foucault und Butler behandeln, die Geschlecht nicht mehr als Struktur- sondern Diskurstheorie betrachten, und setzt damit den Ausgangspunkt für weitere Erkundungen. Es betrachtet die Rolle von „queer“ für die performative Wende in den Kulturwissenschaften und fragt auf dessen Artikulationen Auswirkungen in Alltags-, Populär- und Medienkulturen.
In den Künsten stellt sich die Frage nach der Darstellbarkeit von Queerness als eine postidentitäre Strategie, das sich immer wieder neu artikuliert und damit einschränkenden Zuschreibungen entziehen will. Dabei geht es um visuelle und performative künstlerische Praktiken, die versuchen, hybride, ständig im Wandel begriffene Identitäten sichtbar zu machen, aber auch um die Thematisierung von Repressionen und Gewalt gegen Queers.
Daran muss sich auch eine Medienreflexion anschließen, die auf die Spezifität unterschiedlicher Medienformate eingeht und medialen Wandel mitdenkt. Während das Internet neue Vernetzungen ermöglicht, stellt sich die Frage inwiefern die „neue“ weltumspannende Infrastruktur Machtverhältnisse festigt oder gar automatisiert.
In der Populärkultur spielt die Unterrepräsentation queerer Subjektivität und widerständigen Aneignungen populärer Medienformate eine große Rolle, queerer Protest zwischen aktivistischem Alltag und medialer Repräsentation ebenfalls.
Trotz des großen kritischen Potenzials ist Queerness in vielfältiger Weise bedroht: Das Seminar interessiert sich zu seinem Abschluss für den inzwischen populären und fast ubiquitären Gebrauch des Begriffs, um zu diskutieren, wie sich Queerness weiterentwickeln kann: Welche Folgen hat die Popularisierung von „queer“ heute für Kritik morgen? Und ist ein Wechselspiel von progressiver Kritik und Popularisierbar jenseits pessimistischer Erzählungen von Ausbeutung und Vereinnahmung möglich?
Dozenten
Michael Annoff, Dr. Sophie Ehrmanntraut
Termin
Do 14-16 Uhr, ab 18.10.
Ort
FHP Annex 2 A003
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
ab dem 4. Semester
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Dozent*innen: Michael Annoff (Kulturarbeit, FHP); Sophie Ehrmanntraut (EMW)
Das Seminar ist ein interdisziplinäres Lehrangebot im Rahmen von InterFlex.

!!! Einschreibung über incom !!!
https://fhp.incom.org/workspace/7991